0:00
immanuel kants kritik der reinen
0:02
vernunft b 187 bis b 202 die truppe ließ
0:08
im b 187 zweites hauptstück system aller
0:13
grundsätze des reinen verstandes wir
0:17
haben in dem kurden hauptstück die
0:19
transzendentale urteilskraft nur nach
0:21
den allgemeinen bedingungen erwogen und
0:23
dann denen sie allein der reinen
0:25
verstandes begriffe zu synthetischen
0:27
urteilen zu brauchen befugt ist
0:29
jetzt ist unser geschäft die urteile die
0:32
der verstand unter dieser kritischen
0:34
vorsicht wirklich apriori zustande
0:36
bringt in systematischer verbindung
0:38
darzustellen wozu uns ohne 2 von unserer
0:42
tafel der kategorien die natürliche und
0:44
sichere leitung geben muss denn diese
0:47
sind es eben deren beziehung auf
0:50
mögliche erfahrung alle reine verstandes
0:52
erkenntnis apriori ausmachen muss der b
0:55
188 und deren verhältnis zur
0:58
sinnlichkeit überhaupt um dessen willen
1:00
alle trans zentralen grundsätze des
1:02
verstandes gebrauchs vollständig und in
1:05
seinem system dargelegt wird grundsätze
1:08
apriori führen diesen namen nicht
1:10
bewusst deswegen weil sie die gründe
1:12
anderer urteile in sich enthalten
1:13
sondern auch weil die selbst nicht
1:15
hinhören und allgemeineren erkenntnissen
1:18
gegründet sind diese eigenschaft
1:20
überhebt sie doch nicht alle mal eines
1:23
beweises denn obgleich dieser nicht
1:25
weiter objektiv geführt werden könnte
1:27
sondern vielmehr alle erkenntnisse eines
1:30
objektes zum grunde liegt so hindert
1:32
dies doch nicht das nicht an beweis aus
1:35
den subjektiven quellen der möglichkeit
1:37
einer erkenntnis des gegenstandes
1:39
überhaupt zu schaffen möglich ja auch
1:42
nötig wäre weil der satz sonst gleich wo
1:45
den größten verdacht einer bloß
1:47
erschlichenen behauptung auf sich ziehen
1:50
zweitens werden wir uns bloß auf
1:52
diejenigen grundsätze die sich auf die
1:54
kategorien beziehen einschränken
1:56
die prinzipien der transzendentalen
1:58
ästhetik nach welchen raum und zeit die
2:02
bedingungen der möglichkeit aller dinge
2:04
als erscheinungen sind ebenso die
2:06
restriktion dieser grundsätze dass sie
2:08
nämlich nicht auf dinge an sich selbst
2:10
bezogen werden können gehören also nicht
2:12
in unser abgesprochenes filter
2:15
ebenso machen die mathematischen
2:17
grundsätze keinen teil dieses systems
2:20
aus weil sie nur aus der anschauung aber
2:23
nicht aus dem rhein und verstandes
2:24
begriffe gezogen sind
2:26
b 189 doch wird ihre möglichkeit weil
2:31
sie gleichwohl synthetische urteile
2:32
apriori sind hier notwendig platz finden
2:35
zwar nicht um ihre richtigkeit und
2:38
apodiktische gewissheit zu beweisen
2:40
welches sie gar nicht nötig haben
2:42
sondern nur die möglichkeit solcher
2:44
evidenten erkenntnisse apriori
2:47
begreiflich zu machen und zu reduzieren
2:50
wir werden aber auch von dem grundsatz
2:52
analytische urteile reden müssen und
2:55
dieses zwar im gegensatz mit dem der
2:57
synthetischen mit welchen wir uns
2:59
eigentlich beschäftigen weil eben diese
3:01
gegen stellung die theorie der
3:03
synthetischen urteile von allen
3:05
missverstand befreit und sie in ihrer
3:07
eigentümlichen natur deutlich vor augen
3:09
liegt bei 189 erster abschnitt von dem
3:15
obersten grundsatz aller analytischen
3:17
urteile von welchem inhalt auch unsere
3:21
erkenntnis sei und wie sie sich auf das
3:24
objekt beziehen mag so ist doch die
3:26
allgemeine ob zwar noch negative
3:28
bedingungen alle unsere urteile
3:30
überhaupt dass sie sich nicht selbst
3:33
widrigenfalls diese urteile an sich
3:36
selbst auch ohne rücksicht auf das
3:40
b 190 wenn aber auch in unserem urteil
3:44
kein widerspruch ist so kann es dennoch
3:47
begriffe so verbinden wie es der
3:49
gegenstand nicht mit sich bringt oder
3:51
auch ohne dass uns irgendein grund
3:53
wieder apriori noch apostel gegeben ist
3:57
welcher ein solches urteil berechtigt
4:00
und so kann es unter bei all dem dass es
4:03
von allem inneren wieder schulfrei ist
4:05
doch entweder falsch oder grundlos sein
4:08
der satz nun keinem dinge kommt ein
4:11
prädikat zu welches ihm widerspricht
4:14
heißt ersatz des widerspruches und ist
4:17
ein allgemeines ob zwar bloss negatives
4:20
kriterium aller wahrheit gehört aber
4:22
auch davon bloß in die logik weil er von
4:25
erkenntnissen bloß als erkenntnissen
4:27
überhaupt angesehen ihres inhaltes gilt
4:30
und sagt dass der widerspruch die
4:32
wahrheit gänzlich vernichtet und aufhebt
4:35
man kann aber von dem satz auch einen
4:38
positiven gebrauch machen das heißt
4:40
nicht bloß um falscher und irrtum sofern
4:43
er auf dem widerspruch beruht zu
4:44
verbannen sondern auch wahrheit zu
4:46
erkennen denn wenn das urteil analytisch
4:50
ist es mag und verneinend oder brillant
4:52
sein so muss das in wahrheit jederzeit
4:55
nach dem satz des widerspruches
4:56
hinreichend erkannt werden können
4:59
denn von dem was in der erkenntnis das
5:01
objekt schon als begriff liegt und
5:04
gedacht wird wird das wieder spiel ihrer
5:06
zeit richtig verneint der begriff selber
5:09
aber notwendig von ihm bejaht werden
5:11
b 191 darum weil sein gegenteil dem
5:16
objekt widersprechen würde
5:18
daher müssen wir auch den satz vom
5:20
widerspruch als das allgemeine und
5:22
völlig hinreichend im prinzip alle
5:25
analytischen erkenntnis gelten lassen
5:27
aber weiter geht auch sein ansehen und
5:29
seine brauchbarkeit nicht als eines
5:32
hinreichenden kriteriums der wahrheit
5:34
denn das ihm gar kein erkenntnis-
5:36
zuwider sein könne ohne sich selbst zu
5:39
vernichten das macht diesen satz wohl
5:41
zur conditio sine qua non aber nicht zum
5:45
bestimmungsgrenze der wahrheit unserer
5:48
da wir es nun eigentlich nur mit dem
5:49
synthetischen teil unserer kenntnis zu
5:51
tun haben so werden wir zwar jederzeit
5:54
bedacht sein diesem unverletzlichen
5:56
grundsatz niemals zuwider zu handeln von
5:59
ihm aber mit blick an die wahrheit von
6:01
der gleichen art erkenntnis niemals
6:03
einigen aufschluss erwarten können von
6:06
ihm aber mit blick auf die wahrheit von
6:08
der gleichen art der erkenntnis niemals
6:11
einigen aufschluss erwarten können
6:13
es ist aber doch eine formel dieses
6:16
berühmten ob zwar von allem inhalt and
6:18
lösten und bloß formalen grundsatzes in
6:21
die eine synthese enthält welche aus
6:24
unvorsichtigkeit und ganz unnötigerweise
6:26
mit ihr vermischt worden ist sie heißt
6:29
es ist unmöglich dass etwas zugleich sei
6:32
und nichts sei außerdem dass hier die
6:35
apodiktische gewissheit durch das wort
6:38
unmöglich überflüssiger weise angehängt
6:40
worden die sich doch von selbst aus dem
6:43
satz muss verstehen lassen so ist der
6:45
satz durch die bedingung der zeit
6:47
fixiert und sagt gleichsam b 192 ein
6:52
ding gleich welches etwas gleich b ist
6:55
kann nicht zu gleicher zeit nicht b sein
6:58
aber es kann ja wohl beides wie sowohl
7:01
als nicht b nacheinander seien zum
7:04
beispiel ein mensch der jung ist kann
7:06
ich zugleich alt seien eben dieser kann
7:09
aber sehr wohl zu einer zeit jung
7:10
sondern anderen nicht jung das heißt alt
7:13
sein muss der satz des widerspruches als
7:17
ein bloßes logischer grundsatz seine
7:19
aussprüche gar nicht auf die zeit
7:20
verhältnisse einschränken
7:22
daher ist eine solche formel der absicht
7:24
des grundsatzes ganz zuwider der
7:27
missverstand complus daher dass man ein
7:30
prädikat eines dinges zuerst von seinem
7:32
begriff absondert und nachher sein
7:34
gegenteil mit diesem prädikat verknüpft
7:37
welches niemals einen widerspruch mit
7:39
dem subjekt sondern nur mit dessen
7:41
prädikat welches mit jenem synthetisch
7:44
verbunden worden ist abgibt und zwar nur
7:47
dann wenn das erste und zweite prädikat
7:49
zu gleicher zeit gesetzt wird sage ich
7:52
ein mensch der ungeleert ist ist nicht
7:55
geleert so muss die bedingung zugleich
8:00
denn der der so zu einer zeit ungeklärt
8:02
ist kann zu einer anderen gar wohl
8:04
geleert sein sage ich aber kein
8:07
gelehrter mensch ist geleert so ist
8:09
ersatz analytisch weil das merkmal der
8:11
ungeleert hat nun mal den begriff des
8:13
objekts mit ausmacht und dann kommt eher
8:16
verneinen der satz unmittelbar aus dem
8:18
satz vom widerspruch ohne dass die
8:21
bedingung zugleich hinzu kommen darf
8:24
die 193 dieses ist denn auch die ursache
8:28
deswegen ich oben seine formel so
8:31
dass die natur eines analytischen satzes
8:34
dadurch deutlich ausgedrückt wird
8:36
zweiter abschnitt von dem obersten
8:38
grundsatz aller synthetischen urteile
8:41
die erklärung der möglichkeit
8:43
synthetischer urteile ist eine aufgabe
8:46
mit der die allgemeine logik gar nicht
8:48
zu schaffen hat die auch sogar ihren
8:51
namen nicht anerkennen darf sie ist aber
8:53
in einer transzendentalen logik das
8:56
wichtigste geschäft unter allen und
8:58
sogar das einzige wenn ich von der
9:00
möglichkeit synthetischer urteile
9:01
apriori die rede ist ebenso den
9:04
bedingungen und dem umfang ihrer
9:06
gültigkeit der nach vollendung des
9:09
geschäfts kann sie ihrem zweck nämlich
9:11
den umfang und die grenzen des rheins
9:13
verstandes zu bestimmen vollkommen
9:16
im analytischen urteil bleibe ich bei
9:19
dem gegebenen begriff um etwas von ihm
9:21
auszumachen soll es bejahend sein so
9:24
lege ich diesen begriff nur das was in
9:27
ihm schon gedacht war
9:28
es soll es vereins sei so schließlich
9:31
nur das gegenteil von ihm aus in
9:33
synthetischen urteilen aber soll ich aus
9:36
dem gegebenen begriff hinausgehen um
9:38
etwas ganz anderes als in ihm gedacht
9:42
die 194 in synthetischen urteilen aber
9:46
soll ich aus dem gegebenen begriff
9:48
hinausgehen um etwas ganz anderes als
9:51
sie neben gedacht war
9:52
mit demselben im verhältnis zu
9:54
betrachten welches daher niemals weder
9:56
ein verhältnis der identität noch des
9:59
widerspruchs ist und wo bei dem urteil
10:01
an sich selbst weder die wahrheit noch
10:03
der irrtum angesehen werden kann
10:07
also zugegeben dass man aus einem
10:10
gegebenen begriff hinausgehen muss um
10:12
ihn mit einem anderen synthetisch zu
10:14
vergleichen so ist ein drittes nötig
10:17
worin allein die synthes zweier begriffe
10:21
was ist nun aber dieses dritte als das
10:24
medium aller synthetischen urteile
10:28
es ist nur ein inbegriff darin alle
10:31
unsere vorstellungen enthalten sind
10:32
nämlich der innere sinn und seine form
10:35
apriori die zeit die synthesis der
10:38
vorstellung beruht auf der
10:40
einbildungskraft ihrer synthetische
10:43
einheit aber die zum urteil erforderlich
10:45
ist auf der einer der aktion ihren wird
10:49
also die möglichkeit synthetische
10:50
urteile und da alle drei die quellen zu
10:53
vorstellungen apriori enthalten auch die
10:55
möglichkeit rainer synthetischer urteile
10:59
ja sie werden sogar aus diesen gründen
11:01
notwendig sein wenn eine erkenntnis von
11:03
gegenständen zustande kommen soll
11:06
die lediglich auf der synthesis der
11:08
vorstellungen beruht wenn eine
11:10
erkenntnis objektive realität haben das
11:13
heißt sich auf einen gegenstand beziehen
11:15
und in ihm bedeutung und sinn haben soll
11:18
so muss der gegenstand auf irgendeine
11:20
art gegeben sein können
11:22
die 195 ohne das sind die begriffe leer
11:26
und man hat dadurch zwar gedacht in der
11:29
tat aber durch dieses denken nichts
11:31
erkannt sondern bloß mit vorstellungen
11:33
gespielt einen gegenstand geben wenn
11:38
dieses nicht wiederum nur mittelbar
11:39
gemeint sein soll sondern unmittelbar in
11:42
der anschauung darstellen ist nichts
11:44
anderes als dessen vorstellung auf
11:46
erfahrung es sei wirklich oder doch
11:49
mögliche zu beziehen
11:50
selbst der raum und die zeit so rein
11:53
diese begriffe auch von allem
11:55
empirischen sind und zur gewisses auch
11:57
ist dass sie völlig apriori im gemüt
12:00
vorgestellt werden würden doch ohne
12:02
objektive gültigkeit und ohne sinn und
12:04
bedeutung sein wenn ihr notwendiger
12:07
gebrauch an den gegenständen der
12:09
erfahrung nicht gezeigt würden ja ihre
12:11
vorstellung ist ein bloßes schema das
12:14
sich immer auf die reproduktive
12:15
einbildungskraft bezieht welche die
12:18
gegenstände der erfahrung herbeiruft
12:20
ohne die sich keine bedeutung haben
12:22
würden und so ist es mit allen begriffen
12:25
ohne unterschied die möglichkeit
12:28
erfahrung ist also das was allen unseren
12:30
erkenntnissen apriori objektive realität
12:35
nun beruht erfahrung auf der
12:36
synthetischen einer erscheinungen
12:38
das heißt auf einer synthesis nach
12:40
begriffen vom gegenstand in der
12:42
erscheinung um überhaupt ohne welche sie
12:44
nicht einmal erkenntnis sondern eine
12:46
rhapsodie von wahrnehmung und sein würde
12:48
die sich hin keinen kontext nach regeln
12:51
eines durchgängig verknüpften möglichen
12:53
bewusstseins mithin auch nicht zu
12:55
transzendieren und notwendigen einer der
12:58
aktion zusammen schicken würden
13:01
die 196 die erfahrung hat also
13:04
prinzipien ihrer form apriori zum grunde
13:08
liegen nämlich allgemeine regeln der
13:10
einheit in der synthese erscheinungen
13:11
deren objektive realität als notwendige
13:15
bedingungen jederzeit in der erfahrung
13:17
ja sogar ihrer möglichkeit aufgewiesen
13:21
außer dieser beziehung aber sind
13:23
synthetische setzte apriori gänzlich
13:26
unmöglich weil sie kein drittes nämlich
13:29
keinen gegenstand haben an dem die
13:31
synthetische einheit ihrer begriffe
13:33
objektive realität da tun könnte obwohl
13:38
wir daher vom raum überhaupt oder den
13:40
gestalten welche die produktive
13:43
einbildungskraft denim verzeichnet so
13:45
vieles apriori in synthetischen urteilen
13:48
erkennen so dass wir wirklich hierzu gar
13:51
keine erfahrung bedürfen so würde doch
13:53
diese erkenntnis gar nichts sondern die
13:55
beschäftigung mit einem bloßen
13:57
hirngespinst zu sein wäre der raum nicht
13:59
als bedingungen der erscheinungen welche
14:02
den stoff zu äußeren erfahrung ausmachen
14:05
daher gründeten sich die reinen
14:07
synthetischen urteile
14:09
obwohl nur mittelbar auf mögliche
14:11
erfahrung oder vielmehr auf dieser ihrer
14:14
möglichkeit selbst beziehen und darauf
14:16
allein die objektive gültigkeit ihrer
14:18
synthesis haben da also erfahrung als
14:21
empirische synthesis in ihrer
14:23
möglichkeit die einzige erkenntnis rat
14:26
ist welche alle anderen synthesis
14:28
realität gibt sorgt diese als erkenntnis
14:32
apriori auch nur dadurch wahrheit b197
14:37
also übereinstimmungen mit dem objekt
14:39
das sie nichts weiter enthält alles was
14:42
zur synthetischen einheit der erfahrung
14:44
überhaupt notwendig ist das oberste
14:48
tischen urteile lautet also ein jeder
14:51
gegenstand steht unter den notwendigen
14:53
bedingungen der synthetischen einer des
14:55
mannigfaltigen der anschauung in einer
14:58
möglichen erfahrung auf solche weise
15:01
sind synthetische urteile apriori
15:03
möglich wenn wir die formalen
15:05
bedingungen der anschauung apriori die
15:08
synthesis der einbildungskraft und ihre
15:10
notwendige einheit in einer trans
15:12
zentralen aktion auf eine mögliche
15:15
erfahrungs erkenntnis überhaupt beziehen
15:17
und sagen die bedingungen der
15:20
möglichkeit der erfahrung überhaupt sind
15:22
zugleich bedingungen der möglichkeit der
15:24
gegenstände der erfahrung und haben
15:26
darum objektive gültigkeit in einem
15:28
synthetischen urteil apriori
15:31
wie 197 dritte abschnitt systematische
15:35
vorstellung aller synthetischen
15:37
grundsätze des reinen verstandes das
15:41
überhaupt irgendwo grundsätze
15:42
stattfinden das ist lediglich im reinen
15:45
verstanden zuzuschreiben der nicht
15:47
allein das vermögen der regeln ist im
15:49
blick auf das was geschieht bei 1 98
15:53
sondern selbst der quell der grundsätze
15:55
nach welchem alles was uns nur als
15:58
gegenstand vorkommen kann notwendig
16:00
unter regeln steht weil ohne solche den
16:03
erscheinungen niemals erkenntnis eines
16:06
ihnen korrespondierenden gegenstandes
16:08
zukommen könnte selbst naturgesetze wenn
16:12
sie als grundsätze des empirischen
16:13
verstandes gebautes betrachtet werden
16:16
führen zugleich einen ausdruck der
16:18
notwendigkeit mithin wenigstens die
16:21
vermutung einer bestimmung aus gründen
16:23
die apriori und vor allem erfahrung
16:26
nötig sind weiß ich aber ohne
16:29
unterschied stehen alle gesetze der
16:31
natur und der höheren grundsätzen des
16:33
verstandes indem sie diese nur auf
16:36
besondere fälle der erscheinung anwenden
16:38
diese allein geben also den begriff der
16:41
die bedingung und gleichsam den
16:43
exponenten zu einer regel überhaupt
16:45
enthält erfahrung aber gibt den fall der
16:49
unter der regel steht und dass man bloß
16:52
empirische grundsätze für grundsätze des
16:55
verstandes oder auch umgekehrt ansehen
16:58
darin kann wohl keine gefahr bestehen
17:00
denn die notwendigkeit in begriffen
17:02
welche die begriffe auszeichnet und
17:05
deren mangel in jedem empirischen satz
17:06
so allgemeine auch geltend macht mit
17:09
leicht wahrgenommen und kann diese
17:11
verwechslung leicht verhüten
17:13
es gibt aber eine grundsätze apriori in
17:16
die ich gleich wo doch nicht im reinen
17:17
verstandene eigentümlich beim essen
17:19
möchte b199 darum weil sie nicht aus
17:23
noch einen begriffen sondern aus reinen
17:25
anschauungen obwohl mit hilfe des
17:27
verstandes gezogen sind verstand aber
17:30
ist das vermögen der begriffe die
17:33
mathematik hat dergleichen aber ihre
17:35
anwendungen auf erfahrung mithin ihre
17:37
objektive möglichkeit ja die möglichkeit
17:40
solche synthetischen erkenntnis apriori
17:44
beruht doch immer auf dem reinen
17:45
verstanden daher werde ich unter meinen
17:48
grundsätzen der mathematik nicht
17:50
mitzählen aber wohl diejenigen worauf
17:53
sich die möglichkeit und objektive
17:54
gültigkeit der mathematik apriori
17:56
gründet und die mithin als prinzip
17:59
dieser grundsätze anzusehen sind und von
18:02
begriffen zur anschauung nicht aber von
18:05
der anschauung zu begriffen ausgehen
18:09
in der anwendung in der reinen
18:10
verstandes begriffe auf mögliche
18:12
erfahrung ist der gebrauch ihrer
18:14
synthesis entweder mathematisch oder
18:17
dynamisch denn sie details bloß auf die
18:20
anschauen da es auf das dasein einer
18:22
erscheinung überhaupt die bedingungen
18:25
apriori der anschauen sind aber für eine
18:27
mögliche erfahrung durchaus notwendig
18:29
die des daseins der objekte einer
18:32
möglichen empirischen anschauen an sich
18:35
nur zufällig daher werden die grundsätze
18:38
des mathematischen gewordenes unbedingt
18:40
notwendig das heißt apodiktisch lauten
18:43
des dynamischen gebraucht werden zwar
18:46
auch den charakter einer notwendigkeit
18:47
apriori aber nur unter der bedingung des
18:50
empirischen denkens in einer erfahrung
18:54
b200 mithin nur mittelbar und indirekt
18:57
bei sich führen folglich diejenige
18:59
unmittelbare evidenz nicht enthalten und
19:02
bescheide tiere auf erfahrung
19:04
allgemeinen bezogenen gewissheit die
19:07
doch dies wird sich beim abschluss
19:09
dieses systems von grundsätzen besser
19:13
die tafel der kategorien gibt uns die
19:15
ganz natürliche anweisung zur tafel der
19:17
grundsätze weil diese doch nichts anders
19:20
sind als regeln des objektiven gebrauchs
19:22
der kategorien alle grundsätze des
19:25
reinen verstandenes sind demnach erstens
19:29
axiome der anschauen
19:30
zweitens antizipation in der wahrnehmung
19:33
drittens analogien der erfahrung
19:36
viertens was du leute des empirischen
19:41
diese benennungen habe ich mit vorsicht
19:44
gewählt um die unterschiede von evidenz
19:47
und der ausübung dieser grundsätze nicht
19:49
unbemerkt zu lassen wie 201 es wird sich
19:53
aber bald zeigen das was sowohl die
19:56
evidenz als die bestimmung der
19:58
erscheinungen apriori nach den
20:00
kategorien der größe und der qualität
20:02
betrifft wenn man lediglich die form der
20:04
letzteren betrachtet ihre grundsätze
20:07
sich von den zwei übrigen namhaft
20:09
unterscheiden indem jene einer
20:12
intuitiven diese aber eine bloß
20:14
diskursiven obwohl beide einer völligen
20:17
gewissheit fähig sind
20:20
ich werde daher jenen dem mathematischen
20:22
diese die dynamischen grundsätze nennen
20:26
anmerkung alle verbindung ist entweder
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zusammensetzung oder verknüpfung die
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zusammensetzung ist die synthese des
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mannigfaltigen was nicht notwendig
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zueinander hört wie zum beispiel die
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zwei triangel darin ein quadrat
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bilddiagonale geteilt wird für sich
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nicht notwendig zueinander gehören und
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dergleichen ist sie sind es ist es
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gleichartigen in allem was mathematisch
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erwogen werden kann welche sind es
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wiederum in die der aggregation und
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koalition an geteilt werden kann
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davon ist erster auf extensive die
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andere auf intensive größten gerichtet
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die zweite verbindung der nexus ist die
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synthese des mannigfaltigen in sofern es
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notwendig zu einander gehört wie zum
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beispiel das akzidenz zu irgendeiner
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substanz oder die wirkungen zu der
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mithin auch als ungleich artig doch
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apriori verbunden vorgestellt wird
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welche verbindung weil sie nicht
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willkürlich ist ich darum in dynamisch
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schnell weil sie die verbindung des
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rasens des mannigfaltigen betrifft wie
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202 die wiederum in die physische der
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erscheinungen untereinander und
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metaphysische ihre verbindung im
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erkenntnisvermögen apriori eingeteilt
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man kann aber wohl bemerken dass ich
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hier b202 ebenso wenig die grundsätze
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der mathematik in einem fall als die
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grundsätze der allgemeinen physischen
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dynamik im anderen falle
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sondern nur die des reinen verstandes im
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verhältnis auf den inneren sinn ohne
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unterschied der darin gegebenen
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vorstellungen vor augen habe wodurch den
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jene insgesamt ihre möglichkeit bekommen
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ich benenne sie also mehr in der
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anwendung als um ihres inhaltes willen
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und gehe nun zu ihrer erwerbung in der
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nämlichen ordnung wie sie in der tafel