0:00
Wir hatten uns in der letzten Sitzung
0:02
mit der Frage beschäftigt, warum Kant
0:04
nach der Kritik der reinen Vernunft und
0:06
der Kritik der praktischen Vernunft
0:08
überhaupt eine dritte Kritik schreiben
0:12
Ausgangspunkt für diese Frage war die
0:14
Einsicht, dass die erste Kritik die
0:16
Bedingung der Möglichkeit von Erfahrung
0:18
analysiert. Sie erinnern sich also was
0:20
sind die Bedingung der Möglichkeit von
0:21
Erfahrung, damit die überhaupt
0:22
tatsächlich so etwas wie die
0:23
Naturwissenschaften retten können vor
0:26
dem Hintergrund des jumchen
0:31
Und dabei kam Kant zu der Erkenntnis,
0:33
dass wir Gegenstände insofern erkennen
0:35
können, insofern sie uns innerhalb von
0:37
Formen der sinnlichen Anschauung gegeben
0:39
sind, nämlich in Raum und Zeit und dann
0:42
das, was uns dort sinnlich gegeben ist
0:44
mit Hilfe der Verstandeskategorien
0:46
sozusagen unter den Begriff oder unter
0:49
Begriffe fassen können, dass wir
0:51
tatsächlich sagen können, ja, weil wir
0:52
alle dieselben Verstandskeskategorien
0:53
haben bei unterschiedlichen sinnlichen
0:55
Inputs, gibt's sozusagen eine objektive
0:57
Welt der Erfahrung da draußen.
0:59
Aber die Objektivität ist in unseren
1:01
Verstandeskategorien oder in unserer
1:03
Verstandesfähigkeit angelegt, nicht in
1:05
den Grundstrukturen der Wirklichkeit,
1:06
weil dieser Begriff eventuell schon gar
1:08
keine richtige Bedeutung hat, weil
1:12
Grundstrukturen der Wirklichkeit kann
1:14
nur jemanden interessieren, der
1:16
Erkenntnisperspektive auf die
1:21
Die Natur, wie sie uns erscheint, ist
1:24
dann zwar schon eine gesetzmäßige und
1:26
das heißt eine objektive Ordnung, aber
1:29
eine, die sich durch unser
1:30
Erkenntnisvermögen strukturiert, nicht
1:32
durch die Natur selbst.
1:35
Das bisschen kontraintuitiver. Wir
1:37
sagen, wir beziehen uns auch doch auf
1:38
die Natur, aber Kantwürde sagen, ja, wir
1:40
beziehen uns aber nur auf die Natur
1:42
quasi vermittelt unserer
1:46
Dem gegenüber wird dann in der zweiten
1:48
Kritik hier auf der rechten Seite äh die
1:51
Frage gestellt, ob es so etwas wie
1:53
Freiheit gibt und Kant kommt äh zu der
1:55
These, ja, das gibt es. Deswegen äh wird
1:58
die zweite Kritik so etwas wie Bedingung
2:00
der Möglichkeit des moralischen Gesetzes
2:05
Nur wenn der moralische Wille unabhängig
2:07
von Naturkausalität ist, können wir uns
2:09
gegenseitig eine moralische
2:11
Verantwortung zusprechen.
2:13
Das heißt, Freiheit ist keine Frage der
2:15
Natur Kaausalität, sondern Freiheit ist
2:17
ein Postulat der praktischen Vernunft.
2:20
Wenn wir dies nämlich nicht machen
2:21
würden, wenn wir nämlich sagen würden,
2:22
ne, Freiheit, das erlernen wir euch
2:25
durch Praktiken könnten wir eigentlich
2:26
nie uns gegenseitig Verantwortung
2:28
zusprechen, weil sie dann immer sagen
2:30
können, wenn ich Ihnen Vorwurf mache,
2:31
ja, in meinen Praktiken bin ich halt
2:32
nicht so weit gekommen. Äh, ist halt
2:35
alles ein bisschen relativ. Äh, du hast
2:37
einen moralischen Anspruch, ich ja, aber
2:38
wir sind leben in unterschiedlichen
2:39
Praktiken. Also sozusagen absolutes Maß
2:42
gibt's irgendwie nie und Kantw sagen,
2:44
ja, ein absolutes Maß gibt's doch, denn
2:46
wenn wir dieses nicht annehmen, könnten
2:47
wir uns nie moralisch sozusagen
2:49
Kriterien gegenseitig vorhalten.
2:52
Aber eben Freiheit keinen kein Thema der
2:55
Naturkausalität. Freiheit ist in der
2:57
zweiten Kritik kein Gegenstand des
2:58
Wissens, sondern ein Pastulat der
2:59
praktischen Vernunft und kann spricht
3:02
dann vom Primat der praktischen Vernunft
3:04
über die theoretische Vernunft, um zu
3:05
verhindern, dass man dann sagen, dass
3:07
wir alle quasi dann in einem
3:08
wissenschaftlichen Weltbild quasi
3:09
untergehen. Also was primater
3:12
praktischen Vernunft will irgendwie uns
3:14
daran hindern zu sagen, na ja, die sind
3:17
irgendwie gleichwertig, Natur und
3:19
Freiheit sind gleichwertig, kann ich
3:21
nicht entscheiden. Nein, nein. Also
3:22
lebenspraktisch ist die praktische
3:24
Vernunft die entscheidende.
3:28
Jetzt tut sich dann aber ein
3:29
unangenehmer Abgrund auf, denn wie kann
3:32
ein und dasselbe Subjekt einerseits
3:34
Naturwesen unter Naturgesetzen sein und
3:36
andererseits moralisch moralisches
3:39
Subjekt unter Gesetzen der Freiheit?
3:42
Oder wie kann die Welt zugleich
3:44
Erscheinung der Natur sein und eine Idee
3:49
In der Kritik der Urteilskraft
3:54
glaubt jetzt Kant, so etwas wie eine
3:56
vermittelnde Instanz etabliert zu haben.
3:59
Das Vermögen der Urteilskraft soll jetzt
4:01
die Kluft zwischen diesen beiden quasi
4:03
grundlegenden Kritiken überwinden
4:05
helfen, insbesondere in ihrer
4:06
reflektierenden Funktion.
4:09
sind wir schon drauf eingegangen, denn
4:11
während die bestimmende Urteilskraft das
4:13
Besondere unter ein bereits gegebenes
4:16
Allgemeines subsumiert, etwa ein Tier
4:18
unter dem Begriff Säugetiere
4:20
klassifiziert, sucht die reflektierende
4:22
Urteilskraft vom Besonderen ausgehend
4:25
nach einem allgemeinen, nach einem
4:27
Allgemeinbegriff, nach einem
4:28
Oberbegriff, den den es noch nicht gibt.
4:32
Diese Suchbewegung ist aktiv, wenn wir
4:34
versuchen, eine neue Erfahrung
4:35
einzuordnen oder eine Form in der Natur
4:38
als Sinnwoll zu verstehen. Und das,
4:41
obwohl es nicht so etwas wie einen
4:43
göttlich verbirgten Zweck eventuell in
4:44
dieser Natur gibt, weil wir können
4:46
diesen göttlich göttlichen Zwecklich
4:51
In diesem Sinne zeigt sich dann eine
4:53
strukturelle Parallele zwischen
4:55
ästhetischen Urteilen und sogenannten
4:58
teliologischen Urteilen, auf die ich in
5:00
der letzten Sitzung eingegangen bin.
5:04
Das heißt, auch in der Betrachtung von
5:06
Natur, etwa von Pflanzen, Tieren,
5:08
komplexen Organismen, denken Sie an das
5:10
Beispiel mit dem Biber und wozu der
5:12
Biber fähig ist, erleben wir häufig eine
5:15
Art innerer Zweckmäßigkeit oder gerade
5:17
sozusagen eine gewisse Verehrung, dass
5:19
also der Biber an wie eine unglaubliche
5:21
Kunstfertigkeit hat, dass er in seiner
5:23
Umwelt überleben kann.
5:26
Und Kant behauptet jetzt, also in all
5:30
dürfen wir ja eventuell müssen wir sogar
5:32
die Natur so auffassen, als ob sie nach
5:35
einem Ziel bzw. nach einem Zweck
5:37
hinorganisiert ist. Und bei Kant meint
5:39
eigentlich Zweck eigentlich immer auch
5:40
so etwas wie ein metaphysischer Zweck,
5:46
das in einem gewissen Sinne von einem
5:47
Schöpfer oder von einem Designer dieser
5:50
Ordnung verursacht worden ist. Aber ihr
5:52
behauptet, also einen wissenschaftlichen
5:54
Beweis können wir eigentlich nicht
5:55
liefern, aber wir dürfen in die Natur so
5:57
schauen, weil sonst würden wir gar nicht
5:59
Interesse haben, Erkennnisse
6:00
voranzuschreiben, immer wieder neue
6:01
allgemeinen Begriffe zu beten. Wir
6:04
dürfen in die Natur so zu so schauen,
6:06
als sei einen Zweck hinein in in diese
6:13
Die Kritik versucht also jetzt, also die
6:15
dritte Kritik versucht also zwischen
6:17
diesen zwei großen Problemen oder Polen
6:20
der der klantischen Philosophie zu
6:21
vermitteln. Sie erinnern sich noch mal,
6:23
wir haben Natur und dann haben wir
6:24
Freiheit und jetzt sagt er: "Ja, aber
6:26
wenn wir in die Natur schauen, können
6:28
wir den Eindruck haben, da ist sozusagen
6:29
Freiheit am Berg, nämlich die Freiheit
6:31
eines Schöpfers. Da ist ein Zellus am
6:32
Berg. Wir können die Natur Natur für
6:35
schön beachten und wir müssen nicht
6:37
behaupten, dass jetzt nur rein
6:39
Naturkausal interpret zu interpretieren
6:45
Das Geling Kantz, indem er mit der
6:46
Urteilskraft also ein Vermögen ins
6:48
Zentrum rückt, das sowohl in
6:49
ästhetischen als auch in teleologischen
6:52
Kontext aktiv wird und in beiden Fällen
6:54
ein Moment subjektiver Sinnstiftung
7:00
und dann gleichzeitig diese subjektive
7:04
uns sousagen uns die Möglichkeit gibt,
7:06
auch darüber hinaus zu fantasieren oder
7:08
sozusagen diesen Gedanken nachzuhängen,
7:10
dass diese subjektive Sinnstiftung auch
7:12
eine metaphysische Sinnstiftung ist. So
7:14
dürfen wir in die Welt schauen. Mal wie
7:17
transzendentalphilosophischen
7:18
Bedingungen. Wir dürfen nicht sagen, da
7:20
ist wirklich ein intelligenter Designer
7:22
am Werk gewesen, weil von diesem
7:24
intelligenten Designer haben wir keine
7:27
dem Sinne als Designer keine äh keine
7:29
empirischen äh Erfahrungen, weil Gott
7:32
bleibt in dem Sinne unbegrifflich, also
7:34
oder wir können ihn begrifflich denken,
7:36
aber aus diesem Begriff Gottes kann
7:39
nicht schon seine Existenz so abgeleitet
7:41
werden, wie z.B. z.B. die Existenz
7:42
dieses Mikrofons vor mir.
7:45
Okay, darauf bin ich in der letzten
7:46
Sitzung eingegangen. Gehe ich auf die
7:48
Analytik des Schönen ein,
7:51
aber es ein ähnlicher Gedanke.
7:54
Bedenken Sie aber, wenn es um die
7:55
Analytik des Schönen geht geht und das
7:57
sind eigentlich passt tatsächlich die
7:59
wichtigsten Aspekte jetzt von Kanzkritik
8:00
der Urteilskraft. Also äh sie werden
8:02
mehr über Kanzkritik der Urteilskraft
8:05
hören mit Bezug auf das Schöne und das
8:06
Erhabene als mit Bezug auf die
8:10
Also, es geht jetzt um das um das
8:11
Schöne. Bedenken Sie dabei, wenn es um
8:13
das Schöne geht bei Kant, dann meint er
8:16
damit jetzt nicht immer eine
8:18
Postkartenschönheit, ja, oder eine
8:20
Blumenstraußchönheit oder eine
8:21
Wiesenschönheit. Ja, der Begriff des
8:24
Schönen umfasst bekannt all das, was bei
8:27
einem Individuum eine ästhetische
8:28
Erfahrung auslöst. Ich hatte nämlich
8:30
schon mal ein Gespräch mit
8:31
Kunststudenten, wenn man dann sagt, ja,
8:32
das Schöne, wer kann dann sagen, ja, das
8:33
Schöne das ist ja gar nicht muss ja ist
8:35
ja gar nicht schön, ist ja ein alt
8:37
veralteter Begriff, ne? Das wusste Kant
8:39
auch schon sozusagen der
8:40
Standardterminus für eine ästhetische
8:42
Erfahrung. Das muss nicht in dem Sinne
8:43
schön sein. Sie, ich glaube, sie würden
8:44
vielleicht auch nicht sagen, dass diese
8:46
Skulptur hier vielleicht unbedingt schön
8:47
ist, aber sie würden sagen, es ist ein
8:49
Kunstwerk bzw. es könnte dafür gehalten
8:53
werden. Also, mir gefällt das
8:55
war jetzt kein war jetzt kein Urteil
8:58
über diese über die Leistung dieses
8:59
dieses Kunstwerks. Nur damit Sie
9:01
begreifen, Schönheit meint nicht
9:07
Deswegen können Sie auch sagen, ein
9:09
Gemälde von Mark Rothco oder ein Gemälde
9:11
von Francis Bacon, dem britischen Maler,
9:14
können auch schön sein. Selbst glaube
9:16
ich, wenn viele sagen würden, das sind
9:17
keine schönen Gemälde.
9:22
K entfaltet jetzt seine Thesen über das
9:25
Schöne aus einem Fundus von einer
9:26
Theorie, also von die mehreren Theorien,
9:28
die habe ich hier mal irgendwie
9:30
anprojiert, ist aber nur ein Teil, um
9:32
ihn zu sagen, da gibt's einen richtigen
9:34
Diskurs und Kant nimmt an diesem Diskurs
9:35
auf seiner Art und Weise teil. Da
9:38
während zu nennen Edmund Bergs Schrift a
9:39
philosophical inquiry into the origin of
9:42
our ideas of the sublime and the
9:46
Man könnte aber auch eben an äh die
9:48
Ästhetik von Baumgarten denken, an eine
9:51
Schrift von Moses Mendels Sohn. Sie
9:53
erinnern sich, der nannte Kantin alles
9:55
Zamalma. Der hat einen Text geschrieben,
9:58
Betrachtung über die Quellen und die
9:59
Verbindung der schönen Künste. Und man
10:01
kann auch an Herders erstes Weltchen
10:05
denken äh oder an seine Schrift. Die
10:07
Plastik sind jetzt hier nur mal genannt,
10:09
um Ihnen zu sagen. Also, wenn Kant über
10:11
das Schöne schreibt, gibt's eine große
10:13
Tradition und er entwickelt diesen
10:15
Begriff nicht aus dem Nichts.
10:21
Die erste interessante Entdeckung, die
10:22
jetzt Kant nun in seiner Analyse des
10:24
ästhetischen Urteils macht und sie
10:27
erinnern sich, er will versuchen, was
10:29
prägt ein ästhetisches Urteil, weil das
10:31
ist zu unterscheiden von einem
10:32
Erkenntnisurteil und es ist zu
10:34
unterscheiden von einem moralischen
10:37
Also jetzt macht Kant die erste
10:38
Entdeckung, was ein ästhetisches Urteil
10:40
betrifft und es ist diejenige, dass
10:42
Urteile über das Schöne nicht mit
10:44
Urteilen über Sachverhalten oder
10:45
moralischen Urteilen ansatzweise
10:50
In der ersten Kritik wurde deutlich,
10:51
dass unser Erkennen von Sachverhalten in
10:53
der Welt darin besteht, sinnliche
10:54
Anschauung unter Begriffe zu bringen.
10:56
Und dann komme ich eben dazu, dass das
10:58
hier irgendwie ein Redenapult ist. Und
11:00
mit Hilfe der zweiten Kritik wurde
11:02
deutlich, wie ich moralische Maximen
11:04
testen kann, z.B. mit dem kategorischen
11:08
und damit ihre Allgemeingültigkeit
11:10
zumindest für Vernunftwesen beweisen
11:14
Und bei dem schönen geht's um eine
11:17
ähnliche Struktur, die aber relativ oder
11:19
radikal anders ist als diese beiden
11:21
ersten genannten Urteilsformen.
11:25
Denn die Seerosen von Mone, sehr er
11:27
nennen sich mein erstes Beispiel gleich
11:29
gleich auf das schon am Anfang der
11:31
Vorlesung eingegangen sind bin. Diese
11:33
sind nicht deshalb schön, weil diese
11:36
Seerosen unter den Begriff der Seerose
11:39
fallen, weil dazu wden ein Eintrag in
11:41
einer Enzyklopädie viel sinnvoller,
11:43
sondern weil die Seerosen als objektive
11:46
Tatsache selbst gar keine Rolle spielen
11:48
in der ästhetischen Wahrnehmung.
11:52
Aber nicht nur das, es gibt Menschen,
11:53
die die Gemäde von von Mon auch für
11:55
Kitsch halten und nicht für gute
11:57
Kunstwerke, während niemand unter ihnen
11:59
in Zweifel ziehen würde. Keine Ahnung,
12:01
dass ich hier an einem Rednerpult sitzen
12:07
Der kognitive Gehalt bei einem Urteil
12:08
über das Schöne ist daher scheinbar von
12:10
ganz anderer Formalnatur als der Gehalt
12:13
eines erkennistoretischen oder eines
12:15
moralischen Urteils.
12:18
Andererseits und darauf kommt eben Kant
12:20
auch zu sprechen, haben ästhetische
12:21
Urteile natürlich sehr wohl einen
12:23
Gehalt, denn sie den müssen sie haben,
12:26
sonst wären sie ja gegenstandslos. Also
12:27
es muss ja etwas geben, dass uns
12:29
affiziert beispielsweise diese Figur da.
12:33
Aber bei ästhetischen Ortern, das zeigt
12:34
uns eben Kant, ist der Gegenstand
12:36
anderer Art und zwar schon deshalb, weil
12:38
der Gegenstand als Gegenstand gegenüber
12:40
dem, was er in mir auslöst, eigentlich
12:44
Das ein bisschen kontraintuitiv, weil
12:45
man den Eindruck hat, das Objekt löst
12:49
doch etwas aus. Da müsste doch etwas
12:50
Objektives in diesem Objekt sein, dass
12:52
dass es für mich objektiv ein Lustgefühl
12:54
auslöst. Aber Kantw sagen, da ist nichts
13:00
denn wenn es so etwas Objektives gäbe,
13:02
könnte ich es irgendwie unter einem
13:08
Deswegen kann folgendes schreiben:
13:11
Das Geschmacksurteil ist also kein
13:15
mit hin nicht logisch, sondern
13:16
ästhetisch, worunter man dasjenige
13:19
versteht, dessen Bestimmungsgrund nicht
13:21
anders als subjektiv sein kann.
13:26
Hier wird die Vorstellung gänzlich auf
13:28
das Subjekt und zwar auf das Lustgefühl
13:30
desselben unter dem Namen des Gefühls
13:32
der Lust oder Unlust bezogen.
13:39
viel kommentiert ist immer dieser
13:40
Begriff des Lebensgefühls. Ja, also äh
13:43
in Erfahrung des in Erfahrung des
13:45
Schönen sozusagen werden wir irgendwie
13:47
von unserem Lebensgefühl her animiert.
13:50
Noch mal ein zweites Zitat.
13:54
Das Schöne ist das, was ohne Begriffe
13:56
als Objekt eines allgemeinen
13:58
Wohlgefallens vorgestellt wird, was ohne
14:01
Begriffe als Objekt.
14:05
Der Urteilende fühlt sich völlig frei
14:08
und er muss es das Urteil daher als er
14:11
muss es, also dieses Urteil, das
14:14
ästhetische Urteil daher als in je in
14:16
demjenigen begründet ansehen, was er
14:19
auch bei jedem anderen voraussetzen
14:21
kann. Folglich muss er glauben, Grund zu
14:23
haben, jemand ein ähnliches Wohlgefallen
14:30
Sie können, also das erste Zitat sagt
14:32
ganz klar, sie können nicht nach
14:34
allgemeinen Kriterien ein Kunstwerk
14:35
schaffen, äh weil dann quasi das
14:38
Kunstwerk eben eine Art Genrekunst ist.
14:40
Und in dem Sinne könnte man sagen, dass
14:42
das Kunstwerk selber so etwas fast wie
14:44
ein Nichtobjekt ist oder ein Antiobjekt,
14:46
weil sie es eben angeblich nicht unter
14:48
einen Begriff bringen sollen. Und das
14:50
zweite Zitat sagt jetzt also wenn ich
14:53
die der die der Meinung bin, dass das
14:54
irgendwie ein Kunstwerk bin ist und äh
14:57
mich animiert, dann habe ich den das den
15:00
Eindruck, also natürlich ist erstmal ein
15:02
subjektiver Eindruck, aber ich habe den
15:03
Eindruck, ich müss es doch so ver
15:05
allgemeineren, dass ich auch der Meinung
15:06
bin, dass Sie eigentlich meinem Urteil
15:09
folgen können müssten, obwohl ich Ihnen
15:11
jetzt nicht sagen kann, na ja, es ist
15:12
schön, weil es aus Holz ist oder es ist
15:14
schön, weil es mit einer Kettensäge
15:15
gemacht ist. Also dann würde ich wieder
15:16
Begriffe bringen und dann funktioniert
15:18
nicht. Ja, sozusagen es ist so und so
15:19
wie so ist wie es ist. Es ist schön,
15:22
aber ich bin der Meinung, dass sie
15:24
eigentlich auch der Meinung sein
15:25
müssten, dass es schön ist.
15:28
Aber noch mal zur pro Ernte, um noch mal
15:30
deutlich zu machen, warum Kant sich doch
15:32
im gewissen Sinne von seiner Tradition
15:34
etwas unterscheidet, weil zumindest bei
15:36
der Tradition, die ich hier mal
15:37
aufgeführt habe, also so ganz stimmig
15:39
ist es nicht, aber immer man noch noch
15:41
nahlen könnte, dass diese Autoren immer
15:43
noch den Eindruck haben, ja, dass etwas
15:44
Objektives im Kunstwerk oder es gibt
15:46
etwas Objektives, schönes im Kunstwerk
15:50
kannst dagegen die Erfahrung des Schönen
15:52
als ein selb als ein einziges reflexives
15:55
Urteil, also einen Reflexionsverh
15:57
Verhältnis mit sozusagen von Lust und
16:00
Unlust von Einbildungskraft und Verstand
16:02
äh auslegt, dass mit bei dem sie quasi
16:04
mit sich selbst beschäftigt sind.
16:07
Das ganz das irgendwie ganz
16:09
entscheidend, weil jetzt irgendwie das
16:10
Kunstwerk quasi sekundär wird.
16:16
In ästhetischen Urteil behaupten wir
16:18
eine Allgemeingültigkeit,
16:20
obwohl diese Urteile gar keine
16:22
begriffliche Struktur haben können. Das
16:24
heißt, wir urteilen in ästhetischen
16:26
Urteilen über etwas, das sich der
16:27
Urteilsstruktur widersetzt, aber und
16:29
trotzdem was sie haben neben sousagen
16:32
beziehen wir uns auf eine
16:33
Allgemeingültigkeit.
16:38
In allen Urteilen, wodurch wir etwas für
16:40
schön erklären, verstatten wir keinem
16:42
anderer Meinung zu sein.
16:45
Nun kann dieser Gemeinsinn nicht auf der
16:48
Erfahrung gegründet werden, denn er will
16:49
zu Urteilen berechtigen, die ein Säulen
16:53
Eine bloß idealische Form, unter deren
16:55
Voraussetzung man einen Urteil zur Regel
17:02
Wenn ich ein Gemäde von Francis Bacon
17:03
für schön halte, wie das hier, dann kann
17:06
ich nicht anders als diese Einsicht für
17:08
allgemein notwendig anzunehmen. Diese
17:11
Allgemeingültigkeit des ästhetischen
17:12
Urteils ist aber dann sozusagen eine
17:15
Gemeingültigkeit ohne reale Menschheit
17:19
bzw. allein von einer Menschheitssidee
17:21
getragen, denn auch Kant weiß natürlich,
17:23
dass man über Kunst streiten kann.
17:28
Allentscheidend ist aber, dass keine
17:30
objektive Eigenschaft, habe ich jetzt
17:31
schon mehrmals gesagt, eindeutig als
17:34
Ursache für das Schöne eines
17:35
Gegenstandes angegeben werden kann.
17:38
Wird nämlich das Prädikat mit einem
17:40
Begriff verbunden, haben wir wie gesagt
17:43
ein Erkenntnisurteil vorliegen.
17:45
Ästhetische Urteile beschreiben aber
17:47
gerade keine objektive Verbindung
17:49
zwischen einem Satzsubjekt und einem
17:50
Prädikat. Die Befindlichkeit ist nicht
17:53
objektiv erkannt, sondern erzeugt
17:54
subjektive Lust oder eben Unlust.
17:59
Wie ich schon sagte, die Autoren hier,
18:02
jemand wie Edmund Burg,
18:06
verfolgte noch so etwas wie einen
18:08
dezidiert empirisch psychologischen
18:12
Das Schöne und das Erhabende werden
18:13
dabei auf bestimmte objektive
18:15
Eigenschaften der Dinge zurückgeführt.
18:18
BG nennt z.B. so etwas wie Kleinheit,
18:20
Glätte, Zartheit, Harmonie, also reale
18:22
Eigenschaften eines Gegenstandes, äh die
18:25
dann eine Lustreaktion hervorrufen.
18:29
Dann ist zwar auch bei Burg die
18:30
Wahrnehmung dieser Eigenschaft
18:31
psychologisch vermittelt, doch bleibt
18:33
das Schöne für ihn wesentlich an die
18:35
Sache selbst gegründet. Das Schöne hat
18:37
objektive Grundlagen, auch wenn die
18:39
Reaktion darauf subjektiv ist. ganz
18:41
anders bei Kant. Bei ihm ist das Schöne
18:44
kein objektives Prädikat des
18:47
Erkenntnisgegenstandes, sondern es
18:49
beruht auf einem freien Spiel der
18:50
Erkenntniskräfte, Einbildungs und
18:52
Einbildungskraft und Verstand.
18:56
Es geht dabei immer wieder nicht
18:58
vergessen um a priorische
19:00
Gesetzmäßigkeiten, weil Kant ist ein
19:01
Transzendentalphilosoph,
19:03
deswegen sagt er uns nicht, ein schönes
19:05
Objekt hat diese und diese
19:06
Eigenschaften. Kann er gar nicht sagen,
19:07
sondern er kann sagen, ein schön ein
19:08
Urteil über das Schöne hat diese und
19:10
diese Eigenschaften.
19:12
Ein Urteil über das das ist sozusagen
19:14
was oder was sind die Bedingungen der
19:15
Möglichkeit eines Urteils? Und wenn ich
19:16
die herausgefunden habe, dann kann ich
19:18
sagen, also ein Urteils über das ein
19:19
Urteil über das Schöne ähm muss mit
19:22
diesen Eigenschaften ausgestattet sein.
19:25
Kant behauptet daher auch nicht, dass
19:27
Asiaten vielleicht andere Geschmäcker
19:29
haben als Europäer, weil sie in anderen
19:31
Kulturen leben. Das interessiert ihn
19:33
überhaupt nicht. Er behauptet, die
19:36
Formalbedingung der Möglichkeit von
19:37
ästhetischen Urteilen überhaupt
19:38
aufgefunden zu haben. Da können Sie
19:40
immer noch den empirische Studien machen
19:42
und sagen, Kunstverständnis ist in den
19:44
Epochen sehr unterschiedlich und in ihr
19:45
Asien vielleicht auch, aber das
19:48
interessiert kan Kant nicht, weil es ihm
19:50
nur um die Formalbedingung des Urteils
19:55
Hier ein wichtiges Zitat, weil ähm es
19:59
die Erfahrung des schönen für Kant etwas
20:01
mit dem sogenannten freien Spiel der
20:03
Erkenntnkräfte zu tun hat.
20:09
"Die Erkenntniskkräfte, die durch diese
20:10
Vorstellung ins Spiel gesetzt werden,
20:12
also ich denke mal, er meint die
20:14
Vorstellung des Schönen, sind hierbei in
20:16
einem freien Spiele, weil kein
20:19
bestimmter Begriff sie auf eine
20:20
besondere Erkenntnisregel einschränkt.
20:24
Also muss der Gemütszustand in dieser
20:26
Vorstellung, der eines Gefühls des
20:28
freien Spiels der Vorstellungskräfte an
20:30
einer gegebenen Vorstellung zu einem
20:32
Erkenntnisse überhaupt sein.
20:36
Nun gehören zu einer Vorstellung,
20:38
wodurch ein Gegenstand gegeben wird,
20:39
damit überhaupt daraus erkenntniswerde
20:41
Einbildungskraft für die Zusammensetzung
20:43
des Mannigwealtigen der Anschauung. Und
20:45
in dem Sinne funktioniert immer auch
20:47
schon Einbildungskraft, wenn ich hier
20:49
z.B. für diesen Tisch erkenne, weil dann
20:50
ist schon wird schon immer etwas mit der
20:52
Einbildungskraft zusammengesetzt.
20:55
und Verstand für die Einheit des
20:58
Die subjektive allgemeine Mitteilbarkeit
21:00
der Vorstellungsart in einem
21:03
der sie ohne einen bestimmten Begriff
21:05
vorauszusetzen stattfinden soll, kann
21:08
nichts anderes als der Gemütszustand in
21:10
dem freien Spiele der Einbildungskraft
21:13
und und des Verstandes sein, sofern sie
21:16
untereinander, wie es zu einem
21:18
Erkenntnis überhaupt erforderlich ist
21:26
Das freie Spiel. So will ich dieses
21:27
Zitat jetzt mal interpretieren. Bedeutet
21:29
bei Kant, dass Einbildungskraft, die das
21:32
Mannigfaltige der Anschauung
21:33
zusammensetzt und Verstand, der auf
21:35
Einheit und Begriffe ausgerichtet ist,
21:40
aber ohne dass sozusagen das
21:42
manigfaltige unter einen Begriff
21:44
subsumiert wird. Es es ist so, als würde
21:47
so Einbildungskraft und Verstand
21:48
permanent so in einem Pingpong in einer
21:50
Pingpong Relation gibt. Es gibt
21:52
sozusagen Anschauung, Andeutung. Der
21:53
Verstand versucht etwas zu verarbeiten,
21:55
kommt aber nicht auf einen Begriff. Äh
21:57
man guckt sich das Kunstwerk vielleicht
21:59
noch mal von einer anderen Seite an,
22:00
kommt auch nicht auf einen Begriff.
22:04
Diese dynamische freie Förderung erzeugt
22:06
Lust. Sie gewinnt, sie ist gewissermaßen
22:08
ein Selbstzweck unseres
22:09
Erkenntnisvermögens.
22:13
Es gefällt uns eben unsere Fähigkeit zur
22:14
Erkenntnis als solche zu spüren, ohne
22:16
auf ein bestimmtes Objekt uns
22:18
begrifflich festlegen zu müssen. Oder
22:20
noch einmal in andere Worte gefasst:
22:22
"Das freie Spiel erzeugt Lust, weil es
22:24
eine lebendige formvollendete Bewegung
22:26
unserer geistigen Kräfte ist, in der
22:29
sich Einbildungskraft und Verstand in
22:31
freier Übereinstimmung begegnen, aber
22:34
ohne sich sozusagen gegenseitig Zwang
22:37
anzutun." Also, die Einbildungskraft
22:39
kann weiterhin wirken. Ich glaube,
22:40
deswegen verstehen Sie auch, was das mit
22:41
Freiheit zu tun hat. Also die
22:42
Einbildungskraft sozusagen kann
22:46
äh spielen und sozusagen sich dem
22:49
Verstand anbieten. Aber es sie kommen
22:53
das angebotene fällt dabei nicht unter
23:00
Also, das ist eine Eigenschaft, freies
23:02
Spiel der Erkenniskräfte. Eine zweite
23:04
Eigenschaft ist die sogenannte
23:05
Zweckmäßigkeit ohne Zweckusagen.
23:08
Das sind sozusagen die klassischen
23:11
Eigenschaften des ästhetischen Urteils.
23:13
Lese ich auch noch mal ein wichtiges
23:18
Und dann ist es gar nicht so leicht.
23:20
Wieso spricht eigentlich überhaupt von
23:21
Zweck? Und dann gleich so noch so
23:23
Paradox, also wie kann etwas zweckt sein
23:27
Die Zweckmäßigkeit kann also ohne Zweck
23:29
sein, sofern wir die Ursachen dieser
23:31
Form nicht in einen Willen setzen,
23:34
aber doch die Erklärung ihrer
23:37
nur, indem wir sie von einem Willen
23:40
ableiten, uns begreiflich machen können.
23:43
Mit einem Willen meint hier so etwas wie
23:44
einen göttlichen Willen.
23:48
Das Geschmacksurteil hat nichts als die
23:50
Form der Zweckmäßigkeit eines
23:51
Gegenstandes oder der Vorstellungsart
23:54
desselben zum Grunde.
23:56
Aller Zweck, wenn er als Grund des
23:58
Wohlgefallens angesehen wird, führt
23:59
immer ein Interesse als Bestimmungsgrund
24:01
des Urteils über den Gegenstand der Lust
24:06
Also kann dem Geschmacksurteil kein
24:08
subjektiver Zweck zum Grunde liegen,
24:11
aber auch keine Vorstellung eines
24:15
mit hin. Kein Begriff des Guten kann das
24:17
Geschmacksurteil bestimmen. Kein Begriff
24:19
des Guten kann das Geschmacksurteil
24:22
Der erste Satz ist kompliziert. Er
24:24
besagt erst einmal, dass etwas uns so
24:26
erscheint, als sei es sinnvoll geordnet,
24:28
als wäre es auf ein Ziel hingestaltet.
24:32
Z.B. Die Blütenform einer Blume wirkt
24:35
geordnet und stimmig
24:37
und man könnte sagen, ja, wie gemacht
24:39
für etwas, wie gemacht für keine Ahnung,
24:41
dass man dann das irgendwie auf seinen
24:46
obwohl sie in der ästhetischen
24:48
Betrachtung keinen bestimmten Zweck
24:49
erfüllt, das heißt nicht für Nahrung
24:51
oder Fortpflanzung da ist, wenn ich sie
24:54
nur betrachte und jetzt eigentlich auch
24:56
jetzt vielleicht nicht nur einen
24:56
dekorativen Zweck hat die Blume, weil
24:59
dann hätte sie wieder einen Zweck.
25:02
Damit sagen wir doch nicht schon, dass
25:04
ein bewusster Wille, z.B. Gott oder ein
25:06
Mensch, diese Form absichtlich gemacht
25:10
Wir nehmen keine wirkliche Ziel und
25:12
Absichtsursache an, womit Kant und wie
25:15
uns auch nahelegt, dass scheinbar auch
25:17
Kunstwerke so gestaltet sein sollen,
25:19
dass ich nicht die Absicht des Künstlers
25:21
darin erkenne sozusagen, sondern dass
25:23
mir das Kunstwerk quasi wie ein
25:24
Naturprodukt entgegentritt oder wie ein
25:29
Und dennoch, also obwohl wir keinen
25:31
wirklichen Zweck annehmen, hilft uns das
25:33
Modell eines Willens zu verstehen, warum
25:35
uns etwas so und so sinnvoll geordnet
25:38
erscheint. Wir denken so als ob es
25:40
zweckmäßig gestaltet worden ist.
25:46
Beim Kunstwerk ist es ebenso, also jetzt
25:48
mal von der Blume abgesehen, auch wenn
25:49
der Künstler beim Machen einen
25:51
bestimmten Zweck oder eine Absicht
25:52
hatte, soll man vielleicht eine
25:54
politische Botschaft geben möchte,
25:56
entscheidet das für das ästhetische
26:01
denn das Schöne liegt nicht in der
26:02
Absicht, sondern in der Wirkung auf das
26:04
Subjekt, dass das Werk ohne Begriff,
26:06
ohne Interesse und ohne Wissen um den
26:07
Zweck betrachtet. Ich
26:14
glaube, man kann was er mit interessen
26:16
oder jetzt zweckfreien Zweck nennt und
26:18
wir dich noch mal vergegenwärtigen, wenn
26:21
bestimmte Kunstwerke tatsächlich mit
26:22
einem Zweck verbunden werden und ich
26:24
glaube, dann merken sie eigentlich,
26:25
worauf seine Kritik zielt.
26:30
Also generell will er sagen, also
26:32
zwecklos, zweckt, also angeblich ist da
26:35
ein Zweck, aber ich kann ihn nicht unter
26:37
einen Begriff bringen. Ich kann nicht
26:38
sagen, das Grundwerk hat den Zweck, um
26:40
mich moralisch zu belehren oder das
26:41
Grundwerk hat den Zweck, damit ich und
26:43
wie Gott gefälliger bin etc. Ja, das ist
26:45
das würden alle das ästhetische Urteil
26:48
sozusagen verunreinigen,
26:51
aber sousagen ich kann ihm gegenüber
26:53
treten, als wäre da ein Zweck, aber eben
26:55
ein zweckloser Zweck oder ein reiner
26:58
Zweck, ein Zweck, der irgendwie in der
27:01
in der Schwebe bleibt.
27:05
Wenn das so ist, also wenn er hier recht
27:06
hat, dann können Sie eben nicht mehr
27:08
sagen, dass es so etwas wie entartete
27:11
Kunst gibt, weil Kunst keine objektiven
27:14
Eigenschaften hat, die sie definieren
27:15
könnten. Dann müssten sie definieren,
27:17
was denn artgerechte Kunst ist. Also,
27:19
das geht nicht. Aber sie können auch
27:22
nicht einfach sagen, dass Kunst z.B. den
27:24
Auftrag hat, die Demokratie zu stärken
27:26
oder uns zu moralisch besseren Menschen
27:28
zu machen, weil dann geben sie dem Ding
27:32
denn ich wüsste nicht, was der
27:34
moralische Wert an einem Bild von an
27:36
einem Film von David Lynch ist oder an
27:39
diesem Gemädige hier von Francis Bacon.
27:41
Was sollte da der moralische Wert sein?
27:47
oder noch einsichtiger eine Ästhetik,
27:49
die so etwas wie der wie vom
27:51
sozialistischen Realismus vertreten
27:54
wurde, widerlegt sich für für Kant
27:56
performativ selbst. Dann können sie
27:58
immer noch sagen, ja, das ist oder dann
28:01
dann sind sie immer in der Gefahr zu
28:03
sagen, die erste Boot, die das das
28:04
Kunstwerk erst einmal von seiner von von
28:07
dem Zweck seiner Botschaft zu
28:08
interpretieren. Dann können sie zwar
28:09
immer noch sagen, das ist auch so schön,
28:11
ja, also ich muss jetzt nicht diesem dem
28:13
Sozialismus sozialistischen Realismus
28:15
anhängen, aber die Gefahr dieser Werke
28:17
ist, dass sie wesentlich auf einen Zweck
28:19
hingelesen werden sollen.
28:23
Und ähnlich könnte man auch sagen, was
28:25
jetzt, dass es auch so etwas wie ein so
28:27
ein einen demokratischen Realismus gibt
28:31
und warum dann z.B. so etwas wie eine
28:34
Tatortserie kein Kunstwerk sein kann,
28:36
weil die Autorinnen und Autoren in der
28:38
Regel irgendeine Agenda mit haben. Keine
28:41
Ahnung, geht's immer um irgendein
28:43
politisches Thema, was die
28:44
Bundesrepublik gerade irgendwie
28:45
betreffen soll. Und deswegen sind diese
28:46
Tatort Serien so furchtbar anzuschauen
28:49
äh und wirklich also auf dem Niveau
28:51
eines sozialistischen Realismus, aber
28:53
dann im Rahmen eines demokratischen
29:02
hier noch mal ein Zitat. Wenn mich
29:03
jemand fragt, ob ich den Palast hier
29:05
auch sehr schön schöne Beobachtung von
29:07
Kant. Wenn mich jemand fragt, ob ich den
29:09
Palast, den ich vor mir sehe, schön
29:11
finde, so mag ich zwar sagen, ich liebe
29:14
dergleichen nicht, die bloß für das
29:16
Angen gemacht sind. Denken Sie an den
29:20
oder wie jener irokesische Sachem. Ihm
29:23
gefalle in Paris nichts besser als die
29:27
Ich kann noch überdem auf die Eitelkeit
29:29
der Großen auf gut russoisch schmälen,
29:33
welche den Schweiß des Volkes auf so
29:35
entbärliche Dinge verwenden. Denken Sie
29:40
Man kann mir all dieses einräumen und
29:42
gut hassen. Nur davon ist jetzt nicht
29:44
die Rede. Man will nur wissen, ob die
29:47
bloße Vorstellung des Gegenstandes in
29:49
mir mit Wohlgefallen begleitet sei, so
29:51
gleichgültig ich auch immer in Ansehung
29:53
der Existenz des Gegenstandes dieser
29:55
Vorstellung sein mag.
29:58
Man sieht leicht, dass es auf das, was
30:00
ich aus dieser Vorstellung in mir selbst
30:04
nicht auf das, worin ich von der
30:06
Existenz des Gegenstandes abhänge,
30:10
um zu sagen, es sei schön und zu
30:12
beweisen, ich habe Geschmack.
30:15
Ein jeder muss eingestehen, dass
30:17
dasjenige Urteil über Schönheit, worin
30:19
sich das mindeste Interesse mengt sehr
30:21
parteich und kein reines
30:23
Geschmacksurteil sei.
30:27
Da hören Sie noch mal, also es geht
30:30
der Gegenstand selbst kann nicht schön
30:32
sein, weil das Schönheitsurteil ein rein
30:35
reflexives Verhältnis des Subjekts zu
30:37
seinem Gefühl der Lust und Unlust
30:39
auszeichnet und weil es geprägt ist vom
30:41
freien Spiel der Erkenniskräfte,
30:43
Einbildungskraft und Verstand.
30:47
Zum ästhetischen Urteil gesellt sich
30:48
aber dann auch noch das Erhabende und
30:50
auch hierum wiederum gibt es eine breite
30:53
Rezeptionsgeschichte, auf die sich Kant
30:54
bezieht. Aber das interessiert uns
30:56
nicht, sondern die Frage, warum sich die
30:58
Erfahrung des Schönen von der des
30:59
Erhabenen formal und inhaltlich
31:01
unterscheiden sollte.
31:04
Wir hatten gesehen, das Schöne
31:05
provoziert ein freies Spiel der
31:07
geistigen Fähigkeiten, das wiederum ein
31:09
interesseloses Wohlgefallen äh
31:14
Beim Erhabenen verhält es sich ganz
31:16
anders und das sehen Sie schon an diesen
31:19
Hier fühlt sich nämlich das Subjekt
31:21
nicht entspannt und harmonisch, sondern
31:23
in der Regel überwältigt oder das
31:25
definiert die Erfahrung des Erhabenen.
31:27
Also, sie können dann zwar auch sagen,
31:28
das ist schön, aber dann äh sind sie in
31:30
einem anderen mentalen Zustand. Äh, aber
31:33
ich denke, kann würde sagen, wir haben
31:34
alle schon mal diese Erfahrung des
31:39
Sie stehen an Sie stehen am Abgrund
31:41
eines Canyons oder auf einer Klippe oder
31:44
und Mutterseelen allein am Ufer etc.
31:48
In diesem Moment erleben sie kein
31:50
harmonisches Spiel der Erkenntniskräfte,
31:52
sondern sie werden emotional vor der
31:54
sinnlichen Überfülle regelrecht
31:58
sodass ihm quasi fast der Atem stockt.
32:02
Mir ist das selbst mal in Kalifornien
32:03
passiert, also wirklich mustergültig,
32:06
wie es kann äh beschreibt. Äh sonst
32:08
hatte ich nicht so oft das Vergnügen,
32:10
aber tatsächlich in dieser Situation war
32:11
es genauso. Ich saß irgendwo auf einem
32:14
KFelsvorsprung und auf einer Klippe und
32:17
eben sozusagen mit Blick auf den Ocean
32:21
und ich bekam wirklich sozusagen in der
32:22
in der in der Übermaß sozusagen dessen,
32:24
was mir da sinnlich zu Teil wurde fast
32:26
einige Sekunden lang Panik
32:30
und ich glaube das mein er sozusagen
32:31
dieses nicht nicht es nicht verst
32:34
verstehen können. Wir denken dann
32:35
irgendwie Gott, wie viel wie viel
32:36
Badewannen Wasser sind das wohl oder wie
32:39
viel selt wie viel Sterflaschen sind das
32:41
wohl? Sie versuchen so wie dieses Maß
32:43
irgendwie also dann denken sie wie
32:45
tiefes muss das sein und was müssen das
32:47
für Wassermassen sein? Sie sie sie
32:49
kommen sie kommen gar nicht mehr äh
32:50
sozusagen in irgend soagen sie sie
32:52
geraten in Panik, weil sie versuchen
32:54
irgendetwas was nicht was sie nicht
32:56
sinnlich verstehen, irgendwie doch noch
32:57
unter einen Begriff zu bringen.
33:00
Hier kommt dann die Einbildungskraft
33:01
irgendwie an ihre Grenzen, weil sie
33:03
nicht in der Lage ist, das wahrgenommene
33:04
auch eine Ansatzweise zu erfassen. Und
33:07
gerade deswegen kann es merken Sie
33:08
schon, kann es nicht mehr zu einem
33:10
richtigen harmonischen Spiel zwischen
33:11
Erkenntnis äh ab Einbildungskraft und äh
33:14
und Verstandigkeit kommen. Weil mein
33:16
Beispiel war jetzt wirklich, ich gerade
33:19
da in Panik. Ja, also was fällt mir
33:20
jetzt noch ein? Äh und man merkt, die
33:23
die Einbildungskraft ist so überflutet,
33:25
dass sie dass sie äh dass es kein
33:27
harmonisches Spiel mehr ist.
33:31
Hier ein Zitat von Kant.
33:34
Das Schöne der Natur betrifft die Form
33:37
die in der Begrenzung besteht.
33:39
Alsousagen das das schöne Objekt, denken
33:41
Sie noch mal an den an den Apollo von
33:43
Belvedere oder denken Sie an diese
33:46
Das Schöne ist begrenzt. Das äh das ist
33:49
nicht überdimensioniert.
33:51
Das Erhabene ist dagegen auch an einem
33:53
formlosen Gegenstand zu finden. Denken
33:55
Sie an keine Ahnung die Niagara Fälle.
33:58
Sofern Unbegrenztheit an ihm, also an
34:00
diesem Gegenstand oder durch dessen
34:02
Veranlassung vorgestellt und doch
34:05
Totalität derselben hinzugedacht wird.
34:08
Also skoril, also kann uns sagen, wenn
34:10
sie irgendwie vor den Niagara Fällen
34:12
oder ich weiß gar nicht, ob das sie
34:15
wenn sie vor den Niagara Fällen stehen,
34:17
sozusagen sind sie überwältigt.
34:20
Ähm das Ding ist unbegrenzt, aber zu der
34:23
zu der Überwältigung dieses Eindrucks
34:26
denken sie so etwas wie eine Totalität.
34:30
Also das wird wichtig, weil er der
34:31
Meinung ist, in den Erf in den
34:32
Erfahrungen des Erhabenen machen wir
34:34
sousagen Erfahrungen des moralischen
34:36
Gesetzes, nämlich eine Erfahrung
34:39
sozusagen einer einer nominalen
34:41
Weltdimension, die aber in dem Sinne uns
34:44
sinnlich gegeben ist, sousagen als
34:49
Deswegen diese Rede von der Totalität,
34:50
sonst würden wir doch sagen, die Niagara
34:52
Fälle, die sind einfach überwältigend,
34:53
da ist keine Totalität. Aber er würde
34:54
sagen, ne, nein, also sousagen im im der
34:56
Erfahrung des Erfah Erhabenen ist diese
34:58
Totalität quasi eine metaphysische Idee
35:01
und nicht mehr nur eine sozusagen eine
35:03
Idee der schönen begrenzten Formen der
35:05
Sittlichkeit oder nicht der Sittlichkeit
35:07
sozusagen der der ästhetischen
35:11
Wir lesen noch mal weiter hier das
35:15
indem dieses das schöne direkte ein
35:17
Gefühl der Beförderung des Lebens bei
35:19
sich führt, also eine ein Gefühl der
35:21
Beförderung des Lebens und daher mit
35:23
Reizen und einer spielenden
35:25
Einbildungskraft vereinbar ist.
35:27
Jenes aber also das Gefühl des Erhabenen
35:29
eine Lust ist, welche nur indirekte
35:31
entspringt, nämlich nämlich so, dass sie
35:35
durch das Gefühl einer augenblick
35:37
blicklichen Hemmung der Lebenskräfte
35:41
und darauf sogleich folgenden desto
35:43
stärkeren Ergießung derselben erzeugt
35:45
wird mit hin als Rührung kein Spiel,
35:47
sondern ernst in der Beschäftigung der
35:50
Einbildungskraft zu sein scheint. Und
35:53
wie gesagt, mein Panikgefühl, glaube
35:54
ich, geht in die Richtung.
35:57
Daher ist es auch mit Reizen unvereinbar
36:01
und indem das Gemüt von dem Gegenstände
36:03
nicht bloß angezogen, sondern
36:05
wechselweise auch immer wieder
36:06
abgestoßen wird, das Wohlgefallen am
36:08
Erhabenen nicht sowohl positive Lust als
36:11
viel mehr Bewunderung oder Achtung
36:12
enthält, das ist negative Lust genannt
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zu werden, verdient.
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Also sie kriegen das glaube ich, wir
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verstehen, worum es eben geht. Also eine
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negative Lust, Überforderung
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sozusagen Erfahrung einer einer
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metaphysischen Dimension, aber nur aus
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der Negativität, dass sie überfordert
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sind, sie überhaupt zu denken. Stellen
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Sie sich wirklich vor, so jüngstes
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Gericht, ja, sie sind gerade gestorben,
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treten vor Gott, überwältigendusagen
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Die Gestalt des schönen Gegenstands
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erscheint uns geordnet. Denken Sie hier
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noch mal an die Skulptur vielleicht an.
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Wohlproportioniert und in sich
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geschlossen. Diese Form ruft in uns ein
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Gefühl der Lust und äh Unlust hervor.
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Dem gegenüber zeigt sich das Erhabene an
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formloser und überwältigender Gestalt.
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Entscheidend ist die Vorstellung von
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Unbegrenztheit und diese sinnlich und
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verstandesmäßige Unbegrenztheit wird
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interessanterweise mit der Vorstellung
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einer Totalität verbunden.
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Das heißt, obwohl sich uns in der
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Konfrontation mit dem Erhabenden die
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Textur der Alltagswahrnehmung auflöst,
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wobei wir einen wohligen Schauer
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erleben, also jetzt kein Trauma, sie
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dürfen nicht das Erhabende mit irgendwie
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einer Grenzsituation erleben. Genau.
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Also die, wenn sie die Neare Garfälle
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herunterfallen, dann haben sie keine
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keine Erfahrung. äh des Erhabenen. Ja,
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dann sind sie in Panik. Äh, also sie
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müssen aus einer Distanz sein. Gibt auch
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ein Text von Schiller, der ist auch
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beschreibt. Wir können sozusagen auf
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einem Schiff irgendwie auf einen Hoch
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auf einen Sturm schauen und dann haben
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wir die Erfahrung eines Erhabenen, aber
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wenn wir in dem Sturm sind, haben wir
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keine Erfahrung des Erhabenen. Ist ja
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Aber eben die die also eine Totalität
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Jetzt behauptet aber eben kannt und das
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ist irgendwie noch mal wichtig, dass
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sozusagen just in dem Moment, wenn wir
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sozusagen über übermannt werden vom
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sinnlichen Eindruck unds sozusagen gegen
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diesen sinnlichen Eindruck erwehren
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können, indem wir uns als Vernunftwesen
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Und das sozusagen, das führt zu diesem
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kuriosen Spiel von Lust und Unlust. Also
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sousagen Sie sind sinnlich übermannt.
38:15
Ja, also jetzt nehmen Sie noch mal mein
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Beispiel. Ich sitze in Kalifornien auf
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irgendeiner Klippe, bin sinnlich
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übermannt. Jetzt würde Kant sagen, okay,
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das das Moment der Panik macht dann äh
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bei Dominik Finkde, ich kann nicht
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behaupten, dass das der Fall gewesen
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ist, aber egal, macht bei Dominik Finte
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dann die Erfahrung auch aus, dass er ein
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moralisches Wesen ist, also einen
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nominalen Charakter hat und dieser
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nominale Charakter quasi sich auch über
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diesen sinnlichen Eindruck erheben kann.
38:43
Deswegen ist sozusagen das die Erfahrung
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des Erhabenen also eben jetzt geht es
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geht nicht um ein nur ein schönes Spiel
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ja zu sagen der der Erkenntniskkräfte,
38:52
sondern es ergt darum, dass sie in
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Kontakt mit dem Erhabenen jetzt mit
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einer anderen Verstandeskraft
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konfrontiert sind, nämlich mit der
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Vernunft, nicht mehr mit dem Verstand.
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Das Schöne provoziert ein Spiel von
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Einbildungskraft und Verstand.
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Das Erhabene provoziert ein eine sagen
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eine negative Lust durch einen zu großen
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Eindruck und erweckt in ihnen als
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Subjekt gerade, dass sie nicht sousagen
39:21
darunter erdrückt werden durch dem
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Eindruck sousagen ihr nominalen
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Charakter ein Vernunftwesen zu sein und
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sich gegen diesen sinnlichen Eindruck
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quasi als Vernunftwesen wie Mönchhausen
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am eigenen an eigenem am eigenen Schopf
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quasi aus dem Sumpf der sinnlichen
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Wahrnehmung heruch hochziehen zu können.
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bringe das hier noch mal äh
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zusammengefasst auf den Punkt. Das
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Schöne ist auf den Verstand bezogen, das
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heißt auf das eigentliche Medium der
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Das Erhabene wiederum steht in Beziehung
39:51
mit der Vernunft, dem höheren Vermögen.
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Denken Sie das Vermögen der Ideen. Der
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Verstand ist das Vermögen der
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Ideen Gott und Sterblichkeit Welt Seele.
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Das erhabene sousagen steht in Beziehung
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mit der Vernunft als Vermögen des
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Unbegrenzten und der Ideen. Das bringt
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Kante der Kritik der praktischen
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Vernunft gut mit Bezug zur Moralität zum
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Ausdruck. Deswegen noch mal dieses
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Der Anblick einer zahllosen Weltenmenge,
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also das ist ja so ein Anblick eines
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vernichtet gleichsam meine Wichtigkeit,
40:25
also genau meine Erfahrung wie in
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als eines tierischen Geschöpfs,
40:32
dass die Materie, daraus ist wahr, dem
40:35
Planeten an dem bloßen Punkt im Welteil
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wieder zurückgeben muss.
40:41
Mit dem Bewusstsein des moralischen
40:43
Gesetzes entgegen ist die Idee der
40:44
Freiheit als Autonomie und die Zugehörig
40:47
zu einer zu einer moralischen Welt, also
40:49
der nominalen Welt verbunden und jetzt
40:52
Zitat: "Die wahre Unendlichkeit hat.
41:01
Der zweite Anblick erhebt dagegen meinen
41:03
Wert. Deswegen hier noch mal der zweite
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Anblick sozusagen äh erhebt dagegen
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meinen Wert als einer Intelligenz
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unendlich durch meine Persönlichkeit, in
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welcher das moralische Gesetz quasi mir
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selbst offenbar wird.
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Also das ist entscheidend. Deswegen habe
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ich Ihnen das hier noch mal so ein
41:20
bisschen zusammengestellt. Also das
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schöne Verstandesbezogen Wohlgefallen,
41:24
Interesseloses, wohlgefallen zwecklose
41:27
Zwecklosigkeit freiespiel der
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Erkenntniskräfte subjektiv
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allgemeinwütig. Sie merken alles
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paradoxe Begriffe. Subjektiv allgemein,
41:35
zwecklos, zweck. Ähm freispiel der
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Erkenniskräfte. Gut, das ist jetzt nicht
41:43
erweckt ein den Eindruck von
41:44
Zweckmäßigkeit und das Erhabende quasi
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erweckt und uns die Ideen der Vernunft.
41:51
Vielleicht machen wir 3 Minuten Fragen
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und dann eine etwas dann 15 Minuten
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Pause und dann etwas kürzeren Zeil
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wenn Sie noch Kraft haben und es
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vielleicht noch Fragen gibt, äh nur Mut.
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er denkt er denkt tatsächlich primär an
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das Naturschöne, also sozusagen
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natschöne Landschaften.
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Ähm Hegel wird dann später sie sagen den
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Primat auf das Kunstschöne legen, weil
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es gibt ein schönes Zitat von Hegel, der
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der Schweiz ist und völlig gelangweilt
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ist, was ich nachvollziehen kann von den
42:29
Bergen, weil er sagt, die Natur, die
42:31
zeigt mir nur, es ist so. Mehr
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interessiert mich nicht, aber kann
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bezieht sich tatsächlich primär auf das
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auf das Naturschöne. Also was erleben
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wir im Kontakt mit dem Naturschön? Was
42:41
sind die Eigenschaften des Urteils, wenn
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ich sage, das ist schön?
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Alles sonst ja äh Herr Weiß genau mir na
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ich verstehe ihn so, dass er also
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erstmal ist es ja eine Definition, ja,
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sozusagen er versucht zu klären, was
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unterscheidet diese beiden Urteile, das
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Schöne und das Erhabende.
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und ich und ähm und für ihn, also es
43:07
gibt eine Formulierung,
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ich weiß nicht, wo in welcher in welcher
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Kritik, wo er sagt, wenn wir wenn wir
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den Ruf des Gewissens oder des
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moralischen Gesetzes hören, dann spricht
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das mit einer Autorität, dass wir uns
43:21
vor dieser Autorität quasi wegducken
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Ähm und das ist das können Sie können
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Sie das können Sie irgendwie bezweifeln,
43:30
ja? Äh aber oder nicht? Also für Kant
43:32
ist es irgendwie alle entscheidend, um
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zu sagen, es gibt tatsächlich, wir sind
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wir sind Bewohner zweier Welten, eben
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nämlich der nominalen Welt der Dinge an
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sich und in diese Welt der Dinge an sich
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tut er den dann eben auch diese ganzen
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äh sozusagen Begriffe wie Freiheit,
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Moralität, moralisches Gesetz und
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Und mit Bezug auf die Erfahrung des
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Erhabenen, glaube ich, ist einfach so
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diese Idee, also zumindest so definiert
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was, wenn der Verstand scheitert durch
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zu viel Sinnlichkeit,
44:04
wenn die Sinnlichkeit kein angenehmes
44:06
freies Spiel der Erkenniskräfte
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dann wäre die einzige Möglichkeit, dass
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wir tatsächlich irgendwie emotional in
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den in den Erfahrungen des Erhabenen
44:16
vernichtet werden als emotional. Ja,
44:19
also keine Ahnung. Dann würde ich, sagen
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wir mal so, dann würde ich von der von
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der Klippe wegrennen in Kalifornien und
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tatsächlich nicht so bald mehr an den
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er sagt und wie sie richtig gesagt
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haben, er behauptet, also der Verstand
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kann mir da nicht helfen, der ist
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einfach zu kleingliedrig. Ja, aber die
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Vernunft als die als sozusagen das
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Medium der Ideen und Kant ist ja der
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Meinung, wir leben, wir sind ja
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Vernunftwesen. Ja, wir können zwar
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sozusagen diese Idee nicht empirisch
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beweisen, aber wir sozusagen wir sind
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Stadthalter oder wir sind wir wir sind
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Person der Ideen. Wir leben die
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göttlichen Ideen in einer phänomenalen
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Welt. Wir wollen, dass die nominale Welt
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in die phänomenale Welt eintritt.
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Dann sagt er, dann finde ich macht das
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macht das absolut Sinn, wenn er sagt,
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also wenn wir nicht, wenn wir
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tatsächlich mit den Erfahrungen des
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Erhabenen etwas produktives
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denken wollen und eben nicht nur, dass
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ich dann emotional erschüttert werde und
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dann wegrenne, dann kann es nur die
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Vernunft sein, die in mir aufersteht und
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von der ich dann sage, das ist eine
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eigene Form der Unendlichkeit in mir
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selbst als nominales Wesen und deswegen
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kann ich dem Ozean statt statthalten,
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ja, weil er sozusagen seiner
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Unendlichkeit emotional mich erdrückt,
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aber die Vernunftidee mich sozusagen
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wieder aufrichtet. Ja, und dann dann
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dann merken sie irgendwie auch
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tatsächlich wie g also wie wie schön das
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irgendwie erstmal begrifflich komponiert
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ist, ja, diese beiden Erfahrung zu
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nehmen und die eine ist eine Art
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Harmonie, die andere ist eine
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Disharmonie, eine negative Größe, aber
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als Disharmonie zuusagen zwingt sie
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mich, lässt sie mich etwas anderes
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erkennen und nicht nur irgendwie
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kuschelig an mich an die Welt schmiegen,
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ja, dass die so schön ist, sondern nee,
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da gibt's eine Autorität, der ich mich
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unterwerfen muss und die Erfahrung des
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Erhabenen ist diese Autorität.
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Herr Herr Metzker und dann noch dann
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Eine objektive objektive Eigenschaften
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suchen. Gutes Argument, da haben Sie da
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haben Sie recht. In dem Sinne habe ich
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mich selbst widersprochen. Ja, weil
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völlig zurecht. das Objekt, das es gibt
46:14
kein Objekt, keine objektive Eigenschaft
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äh im im künstlerischen Objekt. Das
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heißt, jemand äh der Tatort für als
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ästhetisches Erlebnis äh erlebt, ähm dem
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kann ich das nicht absprechen. Er tut
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mir trotzdem leid. Ja, äh weil äh da
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würde ich schon sagen, das ist kein
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Geschmack. Ja. Und und aber sonst haben
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Sonst haben sie völlig recht. Also äh
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deswegen kann sagt es ja selbst, also
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wenn wir vor Versaill stehen und sagen,
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ja, jetzt sagt mir jemand, wie kannst du
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das für schön finden? Keine Ahnung, da
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sind doch z000 Menschen dran zugrunde
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gegangen, weil irgendwie Ludwig der XV
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irgendwie seine äh seine seine seine
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Untertanen irgendwie ausgeraubt hat. Ja,
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dann sagt ja Kant und deswegen ist
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ihrwann völlig richtig, das kann mir
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völlig egal sein, ich kann mich trotzdem
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daran erfreuen, ne? Aber eben, ich
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glaube, er würde schon sagen oder er
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würde schon sagen, es gibt es gibt
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Gefahren von Kunst. Es gibt Gefahren von
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Kunst eben, wenn sie einen bestimmten,
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wenn wenn der Autor die Autorin immer
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schon einen Zweck reinlegt. Ja, es gibt
47:16
auch Erfahren, Erfahrungen der sousagen
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oder es gibt schon Gefahren der Kunst
47:20
auch in der Wahrnehmung des Naturchön,
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denn wenn sie in den englischen Garten
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gehen und dann liegen nur halbnackte
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Männer und Frauen da, äh wird's auch für
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sie ein bisschen schwer sozusagen die
47:29
Schönheit des englischen Gartens zu
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genießen, weil sie immer sozusagen
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affektiv angegangen werden, äh überall
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nur Leiber zu sehen. Ja, deswegen ist es
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wirklich auch schwer, sag mal, erotische
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Kunst oder pornografische Kunst
47:42
tatsächlich so zu degustieren, wie es
47:45
kann sich vorstellen, weil sie sagen
47:47
würden, da ist der Zweck, ja, oder das
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ist das Interesse, das Interesse unseres
47:51
animalischen Körpers so geweckt, dann
47:53
dann dann kommt sie das gar nicht mehr
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raus aus dem aus diesem Affekt und
47:56
können dann tatsächlich nicht mehr in
47:57
der Distanzierung reingehen eines eine
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eines interesselosen Wohlgefallens.
48:02
Schöne Fragen. Wir machen jetzt eine
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Viertelstunde Pause und sehen uns hier
48:08
5 Minuten vorhalben. Ja, bis gleich.