0:00
immanuel kants kritik der reinen
0:02
vernunft mb 362 377 c von dem reinen
0:08
gebrauch der vernunft kann man die
0:11
vernunft isolieren und ist sie als dann
0:13
noch ein eigener quelle von begriffen
0:15
und urteilen die lediglich aus ihr
0:18
entspringen und dadurch sie sich auf
0:20
gegenstände bezieht oder ist sein klub
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altersvermögen gegebenen erkenntnissen
0:25
eine gewisse form zu geben welche
0:27
logisch heißt und wo durch die
0:29
verstandenes erkenntnisse nur einander
0:31
und niedrige regeln anderen hören deren
0:34
bedingungen die bedingung der ersten in
0:36
dieser sphäre befasst untergeordnet
0:38
werden so viel sich durch deren
0:40
vergleich bewerkstelligen lässt
0:42
dies ist die frage mit der wir uns jetzt
0:45
nur vorläufig beschäftigen
0:46
in der tat ist mannigfaltigkeit der
0:49
regeln und einer der prinzipien eine
0:51
förderung der vernunft um den verstand
0:53
mit sich selbst in durchgängigen
0:55
zusammenhang zu bringen so wie der
0:58
verstand das mannigfaltige der anschauen
1:00
und der begriffe und sie dadurch in
1:02
verknüpfung bringt aber einen solchen
1:04
grundsatz schreibt den objekten kann
1:06
gesetz vor und enthält nicht den grund
1:09
der möglichkeit sie als solche überhaupt
1:11
zu erkennen und zu bestimmen sondern ist
1:14
bloß ein subjektives gesetz der
1:16
haushaltung mit dem vorrat unseres
1:18
verstandes durch vergleich seiner
1:20
begriffe ihren allgemeinen gebrauch auf
1:23
die kleinstmögliche zahl zu bringen ohne
1:25
dass man deswegen von den gegenständen
1:27
selbst eine solche einhelligkeit 363 die
1:32
der gemächlichkeit und ausbreitung
1:34
unseres verstandes vorschub tut so
1:36
fordern und jener maxime zugleich
1:39
objektive gültigkeit zu geben berechtigt
1:42
mit einem wort die frage ist ob vernunft
1:45
an sich das heißt die reine vernunft
1:47
apriori sind ethische grundsätze und
1:50
regeln enthält und worin diese
1:52
prinzipien bestehen mögen ihr formales
1:55
und logisches verfahren in vernunft
1:56
schlüssen die passiere was schon in
1:58
reichende anleitung auf welchem grund
2:01
ihr trans zentrales prinzip in der
2:03
synthetischen erkenntnis durch reine von
2:05
uns beruht letztlich geht der vernunft
2:09
schluss nicht auf anschauen um diese
2:11
unter regeln zu bringen
2:13
wie der verstand mit seinem kategorien
2:15
sondern auch begriffe und urteilen wenn
2:18
er also reine vernunft auch auf
2:20
gegenstände geht sorgt jedoch auf
2:22
gegenstände und deren anschauen keine
2:24
unmittelbare beziehung sondern nur auf
2:27
den verstand und dessen urteile welche
2:30
sich zunächst an die sinne und deren
2:32
anschauung wenden um diesen ihren
2:34
gegenstand zu bestimmen
2:36
vernunft einer ist also nicht einheit
2:38
einer möglichen erfahrung sondern von
2:41
dieser als der verstandes einheit
2:42
wesentlich unterschieden das alles was
2:46
geschieht eine ursache habe ist gar kein
2:48
durch vernunft erkannte und
2:50
vorgeschriebener grundsatz er macht die
2:52
einheit der erfahrungen möglich und
2:55
entlädt nichts von der vernunft welche
2:57
ohne diese beziehung auf mögliche
2:59
erfahrung aus bloßen begriffen keine
3:01
solche synthetische einheit hätte bieten
3:04
die 364 zweitens sucht die vernunft in
3:09
ihrem logischen gebrauch die allgemeine
3:12
bedingungen ihres urteils des
3:13
schlusssatzes und der vernunft schluss
3:15
ist selbst nichts anderes als ein urteil
3:18
vermittels der subvention seiner
3:20
bedingung unter eine allgemeine regel
3:22
den ober satz dann und diese regel
3:25
wiederum demselben versuch der vernunft
3:27
ausgesetzt ist und dadurch die bedingung
3:30
der bedingung vermittels eines große
3:32
logistische solange es angeht so sieht
3:36
man wohl der eigentümliche grundsatz der
3:39
vernunft überhaupt dem logischen
3:40
gebrauch ist zu der bedingten erkenntnis
3:43
des verstandes das unbedingte zu finden
3:45
womit seine einheit vollendet wird diese
3:48
logische maxime kann aber nur ein
3:50
prinzip der reinen vernunft werden wenn
3:53
man annimmt wenn das bedingte gegeben
3:56
ist so ist auch die ganze reihe einander
3:58
untergeordneter bedingungen die mädchen
4:00
selbst unbedingt ist gegeben dass in dem
4:03
gegenstand und seiner verknüpfung
4:06
ein solcher grundsatz der reinen
4:09
vernunft ist aber offenbar synthetisch
4:11
denn das bedingte bezieht sich
4:13
analytisch zwar auf irgend eine
4:15
bedingung aber nicht aufs unbedingte
4:18
die 365 es müssen aus ihm auch
4:21
verschiedene synthetische setzte
4:23
entspringen wovon der reine verstand
4:25
nichts weiß weil er nur mit gegenständen
4:28
an der möglichen erfahrung zu tun hat
4:30
deren erkenntnis und synthes es
4:32
jederzeit bedingt ist
4:34
das unbedingte aber wenn es wirklich
4:36
stadt hat kann besonders erwogen werden
4:39
nach all den bestimmungen die es von
4:41
jedem bedingten unterscheiden und muss
4:43
dadurch stoff zu manchen synthetischen
4:45
setzen apriori geben die aus diesem
4:49
obersten prinzip der reinen vernunft
4:51
entspringenden grundsätze werden aber in
4:54
ansehung aller erscheinungen
4:55
transzendent sein dh es wird kein
4:58
adäquater empirischer gebrauch von ihm
5:01
jemals gemacht werden können
5:02
es wird sich also von allen grundsätzen
5:05
des verstandes deren gebrauch völlig
5:07
immanent ist in dem sie nur die
5:09
möglichkeit der erfahrung zu ihrem thema
5:12
haben gänzlich unterscheiden ob nun
5:16
jener grundsatz dass sich die reihe der
5:18
bedingungen in der synthese
5:19
erscheinungen oder auch des denkens der
5:22
dinge überhaupt bis zum unbedingten
5:24
erstreckt seine objektive richtigkeit
5:27
habe oder nicht welche folgerungen
5:29
daraus auf den empirischen verstandes
5:31
gebrauch fließen oder ob es viel mehr
5:34
überall keinen solch objektiv gültigen
5:36
vernunft satz gibt sondern eine bloße
5:38
logische vorschrift sich im aufsteigen
5:41
zu immer höheren bedingungen ihre
5:43
vollständigkeit zu nähern und dadurch
5:45
die höchste uns mögliche vernunft
5:47
einheit in unserer kenntnis zu bringen
5:50
de 300 66 ob sage ich dieses bedürfnis
5:54
der vernunft durch einen missverstand
5:57
für einen transzendentalen grundsatz der
5:59
reinen vernunft gehalten worden ist der
6:01
eine solche unbeschränkte
6:02
vollständigkeit in über alter weise von
6:06
der reihe der bedingungen in den
6:07
gegenständen selbst postuliert was aber
6:11
auch in diesem falle für miss deutungen
6:12
und verblendungen in die vernunft
6:14
schlüsse deren oberseite aus reiner
6:17
vernunft genommen worden ist und der
6:19
vielleicht mehr petition als postulat
6:21
ist und die von der erfahrung aufwärts
6:24
zu ihren bedingungen steigen
6:25
einschleichen mögen das wird unser
6:28
geschäft in der trans zentralen
6:29
dialektik sein welche wir jetzt aus
6:32
ihren quellen die tief in der
6:33
menschlichen vernunft verborgen sind
6:36
wir werden sie in zwei haupt stücke
6:38
teilen deren erstes von den
6:40
transzendenten begriffen der reinen
6:42
vernunft das zweite von transzendenten
6:45
und deren dialektischen von und
6:47
schlüsseln handeln soll
6:48
die 366 erstes buch von den begriffen
6:53
was ist auch mit der möglichkeit der
6:55
begriffe aus reiner vernunft für eine
6:57
bewandtnis haben mag so sind sie doch
6:59
nicht bloß reflektierte sondern
7:01
geschlossene begriffe verstandes
7:04
begriffe werden auch apriori mb 367 vor
7:08
der erfahrung und ihnen zuliebe gedacht
7:10
aber sie enthalten nichts weiter als die
7:13
einer der reflexion über die
7:15
erscheinungen insofern sei notwendig zu
7:17
einem möglichen empirischen bewusstsein
7:21
durch sie allein wird erkenntnis und
7:24
bestimmung eines gegenstandes möglich
7:26
sie geben also zuerst stoff zu schließen
7:29
und vor ihnen gehen keine begriffe
7:31
apriori von gegenständen vorher aus
7:34
denen sie geschlossen werden könnten
7:36
dagegen gründet sich ihre objektive
7:38
realität lediglich darin dass weil sie
7:41
die intellektuelle form aller erfahrung
7:44
ihre anwendung jederzeit in der
7:46
erfahrung gezeigt werden kann
7:49
die nennung eines vernunft begriffs aber
7:51
zeigt schon vorläufig dass er sich nicht
7:54
innerhalb der erfahrung beschränken
7:55
lässt weil er eine erkenntnis betrifft
7:58
von der jede empirische erkenntnis nur
8:00
ein teil ist vielleicht das ganze der
8:02
möglichen erfahrung oder ihre empirische
8:05
synthesis bis dahin zwar keine wirkliche
8:08
erfahrung jemals völlig zurecht aber
8:09
doch jederzeit dazu gehört vernunft
8:13
begriffe dienen zum begreifen die
8:15
verstandes begriffe zu verstehen der
8:17
wahrnehmungen dienen wenn sie das
8:20
unbedingte enthalten so betreffen sie
8:22
etwas worunter aller erfahrung gehört
8:25
welches selbst aber niemals einen
8:26
gegenstand der erfahrung ist etwas
8:29
worauf die vernünftigeren schlüssen aus
8:31
der erfahrung führt und wonach sie sind
8:34
gerade ihres empirischen geworden
8:35
schätzt und ab misst b 368 niemals aber
8:41
ein glied der empirischen synthesis
8:43
ausmacht haben solche begriffe dessen
8:46
ungeachtet objektive gültigkeit
8:48
so können sie konzeptes ratio 10 a team
8:52
richtig geschlossene begriffe heißen wo
8:55
nicht so sind sie wenigstens durch einen
8:57
schein des schließens erschlichen und
8:59
mögen konzeptes ratio nantes vernunft
9:03
stunde begriffe genannt werden da dieses
9:06
aber alle erst in dem hauptstück von den
9:08
dialektischen schluss in der reinen
9:10
vernunft ausgemacht werden kann
9:11
so können wir darauf noch nicht
9:13
rücksicht nehmen sondern werden
9:14
vorläufig so wie wir die rein verstandes
9:17
würde für kategorien genannt haben die
9:19
begriffe der reinen vernunft mit einem
9:21
neuen namen belegen und sieben
9:23
transzendentale ideen nennen diese
9:26
benennung aber jetzt erläutern und
9:28
rechtfertigen die 368 erste abschnitt
9:31
von den ideen überhaupt bei dem großen
9:35
reichtum unserer sprachen findet sich
9:37
doch auf der denkende kopf wegen des
9:39
ausdrucks verlegen der zu seinem begriff
9:42
genau passt und den dessen ermangelung
9:44
er weder anderen noch sogar sich selbst
9:46
recht verständlich werden kann
9:48
b 3 169 neue wörter zu schmieden ist
9:53
eine anmaßung zum gesetz geben in
9:55
sprachen die selten gelingt und ehemann
9:58
zu diesen verzweifelten mitteln
10:00
schreitet ist es ratsam
10:01
sich in einer toten und gelehrten
10:04
sprache um zu sehen ob sich dort nicht
10:06
dieser begriff samt seinem angemessenen
10:09
ausdruck vorfindet und wenn sein alter
10:11
gebrauch durch ungehorsam kite seine
10:14
urheber auch etwas schwankend geworden
10:17
so ist es doch besser an diese bedeutung
10:19
die ihm eigen war zu befestigen sollte
10:22
es auch zweifelhaft bleiben
10:24
ob man damals genau dieselbe bedeutung
10:25
im sinn gehabt hat als sein geschäft und
10:29
dadurch zu verderben
10:30
dass man sich unverständlich macht
10:32
daher wenn sich etwa zu einem gewissen
10:34
begriff nur ein einziges wort vorfinde
10:37
und das ist schon ein geführter
10:39
bedeutung zu diesem begriff genau passt
10:41
dessen unterscheidung von anderen
10:43
verwandten begriffen von großer
10:45
wichtigkeit ist so ist es ratsam damit
10:48
nicht verschwenderisch umzugehen oder es
10:51
bloß zur abwechslung synonym igstadt
10:54
anderer zu gebrauchen sondern ihm seine
10:56
eigentümliche bedeutung sorgfältig zu
10:58
bewahren weil es sonst leicht geschieht
11:01
das nachdem der ausdruck die
11:03
aufmerksamkeit nicht besonders
11:05
beschäftigt hat sondern sich unter dem
11:07
haufen anderer ausdrücke von sehr
11:10
abweichende bedeutung verliert auch der
11:12
gedanke verloren geht den er allein
11:15
hätte bewahren können
11:17
370 platon bediente sich des ausdrucks
11:21
der idee so dass man wohl sieht er habe
11:23
darunter etwas verstanden was nicht
11:25
allein niemals von den sinnen entlehnt
11:27
wird sondern wenn ich jetzt sogar die
11:29
begriffe des verstandes mit denen sich
11:32
aristoteles beschäftigte weit übersteigt
11:36
in dem in der erfahrung niemals etwas
11:38
damit konkurrierendes angetroffen wird
11:40
die ideen sind bei ihm uhr bilder der
11:44
dinge selbst und nicht nur schlüssel zu
11:46
möglichen erfahrungen wie die kategorien
11:49
nach seiner meinung flossen sie aus der
11:51
höchsten vernunft aus von da sie der
11:54
menschlichen vernunft zu teil geworden
11:55
ist die sich aber jetzt nicht mehr in
11:57
ihrem ursprünglichen zustand befindet
11:59
sondern mit mühe die alten jetzt sehr
12:02
verdunkelten ideen durch erinnerung die
12:04
philosophie heißt zurückrufen muss
12:07
ich will mich hier in keine literarische
12:09
untersuchung einlassen um die einen sinn
12:12
auszumachen denn der erhabene philosoph
12:15
mit seinem ausdruck verband ich merke
12:19
und das ist gar nichts ungewöhnliches
12:21
ist sowohl im gemeinden gespräch als
12:24
inschriften durch vergleicht der
12:26
gedanken welche ein verfasser über
12:28
seinen gegenstand äußert ihn sogar
12:31
als er sich selbst verstanden hat indem
12:34
er seinen begriff nicht genug sein
12:36
bestimmt hat und dadurch bisweilen
12:38
seiner eigenen absicht entgegen redete
12:40
oder auch dachte platten bemerkt sehr
12:44
wohl dass unsere erkenntnis kraft ein
12:46
weiteres bedürfnis fühlt als bloß
12:49
erscheinungen nach synthetische einer zu
12:51
buchstabieren um sie als erfahrung lesen
12:55
371 und dass unsere vernunft
12:57
natürlicherweise sich zu erkenntnissen
13:00
aufschwingt die viel weiter geht als das
13:02
irgendein gegenstand den erfahrungen
13:05
geben kann jemals mit ihnen überein
13:07
stimmen kann die aber dennoch ihre
13:09
realität haben und keineswegs bloß
13:12
hirngespinste sind plateau fand seine
13:14
ideen vorzüglich in allem was praktisch
13:17
ist das heißt auch freiheit beruht die
13:19
ihrerseits unter erkenntnissen steht die
13:21
an ein künstliches produkt der vernunft
13:24
wer die begriffe der tugend aus
13:26
erfahrung schöpfen will wer das was nur
13:29
allenfalls als beispiel zu unvollkommene
13:32
erläuterung dienen kann
13:33
als muster zum erkenntnis quell machen
13:35
wollte wie es wirklich viele getan haben
13:38
der würde aus der tugend ein nach zeit
13:41
und umständen wandelbares zu keiner
13:43
regel brauchbares zweideutiges unding
13:46
machen anbieten 372 dagegen wird jedem
13:50
klar dass wenn ihnen jemand als muster
13:53
der tugend vorgestellt wird er doch
13:55
immer das wahre original bloß in seinem
13:57
eigenen kopf hat womit er dieses
14:00
angebliche muster vergleicht und es
14:03
dieses aber ist die idee der tugend mit
14:07
der alle möglichen gegenstände der
14:08
erfahrung zwar als beispiele
14:10
als beweise der tunlich kite desjenigen
14:13
im gewissen gerade was der begriff der
14:15
vernunft meint aber nicht als uhr
14:20
das niemals ein mensch demjenigen
14:22
adäquat handeln wird was die reine idee
14:25
der tugend enthält beweist gar nichts
14:27
chemisches in diesem gedanken denn es
14:30
ist gleichwohl alles urteil über den
14:33
moralischen wert oder unwert nur mit
14:35
dieser idee möglich mithin liegt sie
14:38
jede annäherung zu moralischen
14:40
vollkommenheit notwendig zugrunde so
14:42
weit auch die ihrem gerade nach nicht zu
14:44
bestimmenden hindernisse in der
14:46
menschlichen natur uns davon entfernt
14:50
die platonische republik ist als ein
14:53
vermeintlich auffallendes beispiel von
14:55
erträumte vollkommenheit die nur im
14:57
gehirn des mäßigen denkers ihren sitz
15:00
haben kann zum sprichwort geworden und
15:03
broker findet es lächerlich dass der
15:05
philosoph behauptet niemals würde ein
15:08
fürst wohl reagieren wenn er nicht der
15:10
ideen teilhaftig wäre allein man würde
15:13
besser tun diesen gedanken mehr
15:15
nachzugehen und ihn wo der vortreffliche
15:18
man uns ohne hilfe lässt dann durch neue
15:20
bemühungen ins licht zu stellen als ihn
15:23
unter dem sehr elenden und schädlichen
15:25
vorwand der und schuldigkeit als unnütz
15:29
eine verfassung von der größten
15:31
menschlichen freiheit nach gesetzen
15:33
welche machen dass jede freiheit mit der
15:36
anderen zusammen bestehen kann nicht von
15:38
der größten glückseligkeit denn diese
15:41
wird schon von selbst folgen ist doch
15:43
wenigstens eine notwendige idee die man
15:46
nicht bloß im ersten entwurf einer
15:48
staatsverfassung sondern auch bei allen
15:51
gesetzen zu grunde legen muss und wobei
15:54
man anfänglich von den gegenwärtigen
15:56
hindernissen abstrahieren muss die
15:58
vielleicht nicht nur aus der
15:59
menschlichen vernunft und vermeintlich
16:01
entspringen als vielmehr aus der
16:03
vernachlässigung der echten ideen bei
16:06
der gesetzgebung der nichts kann
16:08
schädlicheres und eines philosophen und
16:11
würdigeres gefunden werden als die pöbel
16:14
achte berufung auf vorgeblich
16:16
widerstreitende erfahrung jedoch gar
16:18
nicht existieren würde wenn jene
16:21
anstalten zur rechten zeit nach den
16:23
ideen getroffen würden und an deren
16:25
stelle nicht ruhe begriffe eben darum
16:27
weil sie aus erfahrung geschöpft worden
16:29
sind alle gute absicht vereitelt hätten
16:33
hier übereinstimmender die gesetzgebung
16:35
und regierung mit dieser idee
16:37
eingerichtet werden desto seltener
16:39
würden längst die strafen werden
16:41
und da ist es denn ganz vernünftig wie
16:43
platt und behauptet dass bei einer
16:45
vollkommenen anordnung der gesetze gar
16:48
keine strafe nötig sein würden
16:50
ob nun gleich das letzte niemals
16:53
so ist die idee doch ganz richtig weh
16:56
374 welches dieses maximum zum urbild
16:59
aufstellt um nach diesem die gesetzliche
17:02
verfassung der menschen der möglich
17:04
größten vollkommenheit immer näher zu
17:06
bringen denn welches der höchste grad
17:09
sein mag bei welchem die menschheit
17:11
stehen bleiben müsse und wie groß also
17:13
die kluft die zwischen der idee und ihre
17:15
ausführung notwendig übrig bleibt sein
17:18
das kann und soll niemand bestimmen eben
17:20
darum weil es freiheit ist welche jeder
17:23
angegebene grenze übersteigen kann
17:25
aber nicht bloß in demjenigen wo die
17:28
menschliche vernunft wahrhafte
17:29
kausalität zeigt und wo ideen wirken die
17:32
ursachen der handlungen und ihrer
17:34
gegenstände werden nämlich im südlichen
17:36
sondern auch im blick auf die natur
17:38
selbst sieht planung mit recht deutliche
17:41
beweise ihres ursprungs aus ideen ein
17:44
gewächs ein tier die regelmäßige
17:47
anordnung des welten baus vermutlich
17:49
also auch die ganze natur ordnung zeigen
17:51
deutlich dass sie nur nach ideen möglich
17:54
sind das war kein einzelnes geschöpft
17:57
unter den einzelnen bedingungen seines
17:59
daseins mit der idee des vollkommensten
18:02
seiner art übereinstimmt so wenig wie
18:04
der mensch mit der idee der menschheit
18:06
die er sogar selbst als das urbild seine
18:09
handlungen in seiner seele trägt das
18:12
gleichwohl jene ideen im höchsten
18:14
verstande einzeln unveränderlich
18:16
durchgängig bestimmt und die
18:19
ursprünglichen ursachen der dinge sind
18:22
375 und nur das ganze ihrer verbindung
18:25
im weltall einzig und allein jener idee
18:28
völlig adäquat sein wenn man das
18:31
übertriebene des ausdrucks absondert so
18:34
ist der geist in schwung des philosophen
18:36
von der bloß referierenden betrachtung
18:38
des physischen der weltordnung zu ihrer
18:41
architektonischen verknüpfung nachts
18:43
das heißt nach ideen hinaufzusteigen
18:45
einer bemühung die achtung und nachfolge
18:48
verdient aber was die prinzipien der
18:51
sittlichkeit der gesetzgebung und der
18:53
religion betrifft wo die ideen die
18:56
erfahrung selbst des guten aller erst
18:59
ob zwar niemals darin völlig ausgerückt
19:01
werden können ein ganz eigentümliches
19:04
verdienst welches man nur darum nicht
19:06
erkennt weil man es durch die
19:08
empirischen regeln beurteilt deren
19:11
gültigkeit als prinzipien eben durch sie
19:13
aufgehoben werden sollte den blick auf
19:16
die natur gibt uns erfahrung die regeln
19:19
an die hand und ist der quell der
19:21
wahrheit im blick auf die südlichen
19:23
gesetze arbeitserfahrung leider in die
19:26
mutter des scheins und es ist höchst
19:28
verwerflich die gesetze von dem was ich
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von denjenigen hier zu nehmen oder
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dadurch einzuschränken was getan wird
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statt all dieser betrachtungen deren
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gehörige ausführung in der tat die würde
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der philosophie ausmacht beschäftigen
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wir uns jetzt mit einer nicht zu glänzen
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aber doch auch nicht verdienst losen
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arbeit bei 376 nämlich den boden zu
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jenen majestätischen sittlichen gebäude
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neben und bau fest zu machen in welchem
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sich allerlei maulwurf gängen einer
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vergeblich aber mit guter zuversicht auf
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schützengraben vernunft vorfinden und
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die jedes bauwerk unsicher machen
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der trans zentrale gebrauch der reinen
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vernunft ihre prinzipien und ideen sind
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es also welche wir genau kennen müssen
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um den einfluss der reinen vernunft und
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ihren wert gehörig bestimmen und
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doch ehe ich diese vorläufige einleitung
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beiseitelegen versuche ich diejenigen
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denen philosophie am herzen liegt
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welches mehr gesagt ist als man gemein
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ich an trifft wenn sie sich durch dieses
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und das nachfolgende überzeugt finden
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den ausdruck idee seiner ursprünglichen
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bedeutung nach in schutz zu nehmen damit
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er nicht weiter unter die übrigen
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ausdrücke gerät womit gewöhnlich andere
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vorstellungs arten in sorgloser
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unordnung bezeichnet werden und die
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wissenschaft dabei einbüßt fehlt es uns
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doch nicht an benennungen die jeder
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vorstellungs rad angemessen sind ohne
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dass wir nötig habe in das eigentum
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einer anderen vorstellung einzugreifen
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hier ist ihre stufenleitern die gattung
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ist vorstellung überhaupt repräsentation
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unter ihr steht die vorstellung mit
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bewusstsein rezeption eine position die
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sich lediglich auf das subjekt als die
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modifikation seines zustandes bezieht
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ist empfindung sensation eine objektive
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rezeptionist erkenntnis kognition b 377
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diese ist entweder anschauen oder
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begriff intuit tus will konzeptes jene
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bezieht sich unmittelbar auf den
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gegenstand und ist einzeln dieser
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mittelbar vermittels eines merkmals was
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mehreren dingen gemein sein kann
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der begriff ist entweder ein empirischer
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oder reiner begriff und der reine
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begriff insofern erledigt
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sich im verstand seinen ursprung hat
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nicht im reinen bilde der sinnlichkeit
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heißt einen begriff aus lotionen der die
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möglichkeit der erfahrung übersteigt ist
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die idee oder der vernunft begriff dem
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der sich einmal an diese unterscheidung
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gewöhnt hat muss es unerträglich fallen
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die vorstellung der roten farbe eine
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idee nennen zu hören
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sie ist nicht einmal eine nation ein
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verstandes begriff zu nennen
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anmerkung platon dehnte seinen begriff
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freilich auch auf spekulative
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erkenntnisse aus wenn sie nur ein und
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völlig apriori gegeben waren sogar über
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ob diese gleich ihren gegenstand
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nirgends anders als in der möglichen
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erfahrung hat lehren kann ich ihm noch
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nicht folgen so wenig als in der
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mystischen reduktion dieser ideen oder
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den übertreibungen dadurch die hypos
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kassierte wie wo die ruhe sprache deren
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er sich in diesem felde bediente einer
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milderen und der natur der dinge
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angemessenen auslegung ganz wohl fähig