0:01
immanuel kants kritik der reinen
0:03
vernunft b294 bis b309 die tat liest
0:10
dritte hauptstück von dem grunde der
0:13
unterscheidung aller gegenstände
0:14
überhaupt inferno männer und nomen wir
0:18
haben jetzt das land des reinen
0:19
verstandes nicht allein durch reist und
0:21
jeden teil davon sorgfältig in
0:23
augenschein genommen sondern es auch
0:25
durch messen und jedem dinge dort seine
0:27
stelle bestimmt dieses land dabei ist
0:31
seine insel und durch die natur selbst
0:33
in unveränderliche grenzen
0:35
es ist das land der wahrheit anreizen
0:39
der name umgeben von einem weiten und
0:42
stürmischen ozean b 295 dem eigentlichen
0:46
sitz des scheins wo manche nebelbank und
0:49
manches wald rechts schmelzende eis neue
0:52
länder liegt und in dem es den auf
0:54
entdeckungen herum schwärmenden
0:55
seefahrer unaufhörlich mit lehrern
0:58
hoffnung enttäuscht in den abenteuer
1:01
verpflicht von denen er niemals ablassen
1:03
und sieht doch auch niemals zu ende
1:06
ehe wir uns aber auf dieses mehr wagen
1:09
um es nach allen breiten zu durchsuchen
1:11
und gewiss zu werden ob etwas in ihnen
1:13
zu hoffen sei so wird es nützlich sein
1:16
und gewiss zu werden ob etwas in ihnen
1:19
zu hoffen ist so wird es nützlich seien
1:21
zuvor noch einen blick auf die karte des
1:24
landes zu werfen dass wir ihm verlassen
1:26
wollen und zuerst zu fragen ob wir mit
1:29
dem was es in sich enthält nicht auch
1:31
zufrieden sein könnten oder auch aus not
1:34
zufrieden sein müssen wenn es sonst
1:36
überall keinen boden gibt auf dem wir
1:40
zweitens unter welchem titel wird denn
1:42
selbst dieses land besitzen und uns
1:45
gegen alle feindseligen ansprüche
1:46
gesichert werden können
1:48
ob schon wie diese fragen im laufe der
1:50
analytik schon hinreichend beantwortet
1:52
haben so kann doch ein somalischer
1:54
überblick ihrer auflösungen die
1:57
überzeugung dadurch verstärken dass er
1:59
die momente der analytik in einem punkt
2:02
vereinigt wir haben nämlich gesehen dass
2:05
alles was der verstand aus sich selbst
2:07
schöpft ohne es von der erfahrung zu
2:09
borgen er dies dennoch zu keinem anderen
2:13
als lediglich zum erfahrungs gebrauch b
2:16
296 die grundsätze des reinen verstanden
2:20
ist sie mögen apriori konstitutiv sein
2:22
wie die mathematischen oder bloß
2:24
regulativ wie die dynamischen enthalte
2:28
nichts als gleichsam nur das reine
2:29
schema zur möglichen erfahrung denn
2:32
diese hat ihre einheit nur von der
2:34
synthetischen einheit welche der
2:36
verstand der sind es ist der
2:37
einbildungskraft in beziehung auf die
2:40
absorption ursprünglich und von selbst
2:42
erteilt und auf welche die erscheinungen
2:45
als daten aller möglichen erkenntnis
2:47
schon apriori in beziehung und
2:50
einstimmung stehen müssen
2:52
obwohl nun diese verstandes regeln nicht
2:55
allein apriori war sind sondern sogar
2:58
der quell aller wahrheit das heißt der
3:00
übereinstimmung unserer erkenntnis mit
3:02
objekten weil sie den grund der
3:04
möglichkeit der erfahrung als inbegriff
3:06
aller erkenntnis darin uns objekte
3:09
gegeben werden mögen in sich enthalten
3:11
so scheint es uns doch nicht genug sich
3:14
bloß das vortragen zu lassen das war ist
3:17
sondern was man zu wissen begehrt wenn
3:20
wir also durch diese kritische
3:21
untersuchung nichts mehr lernen als was
3:24
wir im bloß empirischen gebrauch des
3:26
verstandes auch ohne so subtile
3:29
nachforschung von selbst wohl würden
3:31
ausgeübt haben so scheint es sei der
3:34
vorteil den man aus sie zieht den
3:36
aufwand und die zu rüstung nicht wert
3:39
man kann zwar hierauf antworten dass
3:42
kein vor witz der erweiterung unserer
3:44
erkenntnis nachteiliger sei als
3:46
derjenige der den nutzen jederzeit zu
3:50
b 297 ehe man sich auf nachforschungen
3:54
einlässt und ehemann noch sich den
3:57
mindesten begriff von diesem nutzen
3:59
machen könnte wenn diese auch vor augen
4:02
doch es gibt einen vorteil der auch dem
4:05
schwierigsten und lustigsten lehrlinge
4:07
solche transzendentalen nachforschung
4:09
begreiflich und zugleich angenehm
4:11
gemacht werden kann nämlich diese dass
4:15
der bloß mit seiner empirischen gebrauch
4:17
beschäftigte verstand der über die
4:19
quellen seiner eigenen erkenntnis nicht
4:21
nach sind zwar sehr gut ford kommt eines
4:25
aber gar nicht leisten kann
4:26
nämlich sich selbst die grenzen seines
4:28
gebrauchtes zu bestimmen und zu wissen
4:31
was innerhalb und außerhalb seines fähre
4:34
liegt denn dazu werden eben die tiefen
4:37
untersuchungen erfordert die wir
4:39
angestellt haben kann er aber nicht
4:41
unterscheiden ob gewisse fragen in
4:43
seinem horizont liegen oder nicht so ist
4:46
er niemals seine ansprüche und seines
4:48
besitzers sichern sondern darf sich nur
4:51
auf vielfältige beschämende
4:52
zurechtweisungen gefasst machen wenn er
4:55
die grenzen seines gebietes wie es
4:57
unvermeidlich ist unaufhörlich
4:59
überschreitet und sich in waren und
5:01
blendwerk verirrt dass also der verstand
5:05
von allen seinen grundsätzen apriori ja
5:08
von allen seinen begriffen keinen
5:10
anderen als empirischen niemals aber
5:13
einen transfer brauch machen können ist
5:15
ein satz der wenn er mit überzeugung
5:18
erkannt werden kann wichtige folgen hat
5:21
b 298 der trans zentrale gebrauch eines
5:25
begriffs in irgendeinem grund setzte ist
5:28
dieser dass sie auch dinge überhaupt und
5:32
der empirische aber wenn der bus auf
5:34
erscheinungen das heißt gegenstände an
5:37
ermöglichen erfahrung bezogen wird das
5:40
aber überall nur der letztere gebrauch
5:43
er sieht man aus folgendem zu jedem
5:46
begriff wird ärztlich die logische form
5:48
eines begriffs des denkens überhaupt und
5:51
dann zweitens auch die möglichkeit ihm
5:53
einen gegenstand zu geben darauf er sich
5:56
beziehe erfordert ohne diesen gegenstand
5:58
hat er keinen sinn und ist völlig leer
6:01
an inhalt obwohl er noch immer die
6:03
logische funktion enthalten mag aus
6:06
etwaigen daten einen begriff zu machen
6:08
nun kann der gegenstand einem begriff
6:11
nicht anders gegeben werden als in der
6:13
anschauung und wenn eine reine anschauen
6:16
noch vor dem gegenstand apriori möglich
6:18
ist so kann auch diese selbst ihren
6:21
gegenstand mithin die objektive
6:23
gültigkeit nur durch die empirische
6:25
anschauen bekommen wovon sie bloße form
6:28
ist also beziehen sich alle begriffe und
6:31
mit ihnen alle grundsätze so sehr sie
6:34
auch apriori möglich sein mögen dennoch
6:37
auf empirische anschauen
6:38
dh auf daten zu möglichen erfahrung
6:41
ohne dieses haben sie gar keine
6:44
objektive gültigkeit sondern sind ein
6:47
es sei der einbildungskraft oder des
6:49
verstandes oder ihren vorstellungen und
6:55
man nehme nur die begriffe der
6:57
mathematik zum beispiel und zwar erst
7:00
lich in ihren rennen anschauen
7:01
der raum hat drei abmessungen zwischen
7:04
zwei punkten kann nur eine gerade linie
7:08
obgleich alle diese grundsätze und die
7:10
vorstellung des gegenstandes womit sich
7:13
jene wissenschaft beschäftigt völlig
7:15
apriori im gemüse erzeugt werden so
7:18
würden sie doch gar nichts bedeuten
7:20
könnten wir nicht immer an den
7:21
erscheinungen an den empirischen
7:23
gegenständen ihre bedeutung darlegen und
7:27
daher fordert man auch einen
7:30
abgesonderten begriff sinnlich zu machen
7:32
das heißt dass ihm kurs von ihren objekt
7:35
in der anschauung darzulegen weil ohne
7:38
dieses der begriff wie man sagt ohne
7:41
das heißt ohne bedeutung bleiben würde
7:43
die mathematik erfüllt diese forderung
7:46
durch die konstruktion der gestalt
7:48
welche eine den sinnen gegenwärtige
7:50
obzwar apriori zustande gebrachten
7:53
erscheinung ist der begriff der größe
7:56
sucht den ebenen der wissenschaft seine
7:57
haltung und sind in der zahl diese aber
8:01
an den fingern den korallen des rechen
8:03
brett oder den strichen und punkten die
8:06
vor augen gestellt werden
8:08
der begriff bleibt immer apriori erzeugt
8:12
samt den synthetischen grundsätzen oder
8:14
formeln aus solchen begriffen aber deren
8:17
gebrauch und beziehung auf angebliche
8:20
gegenstände kann am ende doch nur in der
8:22
erfahrung gesucht werden deren
8:24
möglichkeit der form nach jener apriori
8:27
enthalten b300 dass dieses aber auch der
8:32
fall mit allen kategorien und den daraus
8:35
gewonnenen grundsätzen sei ergibt sich
8:38
auch daraus dass wir so gar keine
8:40
einzige kategorie real definieren dass
8:43
die möglichkeit ihres objektes
8:45
verständlich machen können ohne uns
8:48
sofort zu bedingungen der sinnlichkeit
8:51
erscheinungen herabzulassen als auf
8:53
welche als ihre einzigen gegenstände sie
8:56
folglich eingeschränkt sein müssen denn
8:59
wenn man diese bedingung wegnimmt alle
9:02
bedeutungen das heißt jede beziehung
9:03
aufs objekt wegfällt und man durch kein
9:06
beispiel sich selbst völlig machen kann
9:08
was unter der gleichen begriffe denn
9:10
eigentlich für ein ding gemeint sein in
9:13
denen begriff der größe überhaupt kann
9:15
niemand erklären als etwa so dass die
9:18
größte die bestimmung eines dinges ist
9:20
dadurch wie viermal eines in ihn gesetzt
9:24
ist gedacht werden kann
9:25
allein dieses wie viel mal gründet sich
9:28
auf die sukzessive wiederholung mit
9:31
ihnen auf die zeit und ihr sind es ist
9:33
dass gleichartige ninja realität kann
9:36
man im gegensatz mit der negation nur
9:39
dann erklären wenn man sich eine zeit
9:41
als sind inbegriff von allem sein denkt
9:43
die entweder mit etwas erfüllt oder leer
9:46
ist lasse ich die wahrlich kite welche
9:50
ein dasein zu aller zeit ist weg so
9:52
bleibt mir für den begriff der substanz
9:54
nichts übrig als die logische
9:56
vorstellungen vom subjekt welche ich
9:59
dadurch zu realisieren für meine dass
10:02
ich mir etwas vorstellen welches bloß
10:04
als subjekt ohne von etwas ein prädikat
10:07
zu sein stattfinden kann
10:09
b 301 aber nicht allein dass sich gar
10:13
keine bedingungen weiß und wer welchen
10:15
denn dieser logische vorzug einem dinge
10:18
so ist auch weiter gar nichts daraus zu
10:20
machen und nicht die mindeste folgerung
10:22
zu ziehen weil dadurch gar kein objekt
10:25
des gebrauchs dieses begriffes bestimmt
10:27
wird und man also gar nicht weiß ob
10:29
dieser überhaupt etwas bedeutet
10:32
vom begriff der ursache würde ich wenn
10:36
ich die zeit weg lasse in der etwas auf
10:38
etwas anderes nach einer regel folgt in
10:41
der reinen kategorie nichts weiter
10:42
finden als dass es etwa so sei woraus
10:46
sich auf das dasein eines anderen
10:48
schließen ist es würde dadurch nicht
10:51
allein ursache und wirkung gar nicht
10:53
voneinander unterschieden werden können
10:54
sondern weil dieses schließen können
10:57
doch bald bedingungen erfordert von
10:59
denen ich nichts weiß so würde der
11:01
begriff gar keine bestimmung haben wir
11:05
und ein objekt passt in der vermeinte
11:07
grundsatz alles zufällige hat eine
11:09
ursache tritt zwar ziemlich gravitätisch
11:12
auf als habe er seine eigene würde in
11:15
sich selbst allein ich frage was
11:18
versteht ihr unter zufällig die
11:20
antwortet das nicht seien möglich ist so
11:23
möchte ich gern wissen worin ihr diese
11:25
möglichkeit des nicht seins erkennen
11:27
wollt wenn ihr euch nicht in der reihe
11:29
der erscheinungen eine sukzession und in
11:32
dieser ein dasein welches auf das nicht
11:35
sein folgt oder umgekehrt mithin einen
11:37
wechsel vorstellen wie 302 denn dass das
11:42
nicht sein alles dinge es sich selbst
11:44
nicht widersprechen ist eine lahme
11:46
berufung auf eine logische bedingung die
11:48
zwar zum begriff notwendig aber zu real
11:51
möglichkeit bei weitem nicht hinreichend
11:54
ist wie ich denn eine jede existierende
11:56
substanz in gedanken aufheben kann und
11:59
mir selbst zu widersprechen daraus aber
12:02
auf die objektive zufälligkeit derselben
12:04
in ihrem dasein dh die möglichkeit ihres
12:07
nicht seins an sich selbst gar nicht
12:10
was den begriff der gemeinschaft
12:13
betrifft so ist leicht zu ermessen dass
12:15
da die reinen kategorien der substanz
12:18
sowohl als kausalität keine das objekt
12:21
bestimmen der erklärung zu lassen
12:23
die wechselseitige kausalität in der
12:26
beziehung der substanzen aufeinander
12:28
im kommerz ebenso wenig eine erklärung
12:32
fähig sein möglichkeit da sein und
12:35
notwendigkeit hat noch niemand anders
12:37
als durch offenbare tautologie erklären
12:40
können wenn man ihre definition
12:42
lediglich aus dem reinen verstandes
12:46
denn das blendwerk die logische
12:49
möglichkeit ist begriffs da er sich
12:51
selbst nicht widerspricht der trans
12:53
zentrale möglichkeit der dinge da dem
12:55
begriff ein gegenstand korrespondiert zu
12:57
unterschieden kann nur unverständlich
13:00
hintergehen und zufrieden stellen
13:02
b 303 hier aus fließt nun und
13:07
widersprüchlich dass die reinen
13:09
verstandes begriffe niemals von
13:12
transzendentalen sondern jederzeit nur
13:14
von empirischen gebrauche sein können
13:16
und dass die grundsätze des
13:18
ein verstandes nur in beziehung auf die
13:20
allgemeinen bedingungen einer möglichen
13:22
erfahrung auf gegenstände der sinne
13:24
niemals aber auch dinge überhaupt ohne
13:27
rücksicht auf die art zu nehmen wie wir
13:29
sie anschauen mögen bezogen werden
13:32
die trans zentrale analytik hat demnach
13:35
dieses wichtige resultat dass der
13:37
verstand apriori niemals mehr leisten
13:40
kann als die form einer möglichen
13:43
erfahrung überhaupt zu antizipieren und
13:45
da dasjenige was nicht erscheinung ist
13:48
kein gegenstand der erfahrung sein kann
13:50
dass er die schranken der sinnlichkeit
13:53
innerhalb denen uns allein gegenstände
13:55
gegeben werden niemals überschreiten
13:58
seine grundsätze sind bloß prinzipien
14:01
der exposition der erscheinungen und der
14:04
stolz der name einer anthologie welches
14:07
sich anmaßt von dingen überhaupt
14:08
synthetische erkenntnisse apriori in
14:11
einer systematischen doktrin zu geben zb
14:14
den grundsatz der kausalität muss dem
14:17
bescheidenen einer bloßen analytik des
14:20
reinen verstandes platz machen
14:22
b 304 das denken ist die handlung
14:26
gegebene anschauung auf einen gegenstand
14:28
zu beziehen ist die acht dieser
14:31
anschauung auf keinerlei weise gegeben
14:33
so ist der gegenstand bloß
14:35
transzendentale und der verstandes
14:38
begriff hat keinen anderen als trans
14:40
zentralen gebrauch nämlich die einheit
14:43
des denkens eines mannigfaltigen
14:45
überhaupt durch eine reine kategorie nun
14:48
in welcher von aller bedingungen der
14:50
sinnlichen anschauen als der einzigen
14:52
die uns möglich ist abstrahiert wird
14:54
wird also kein objekt bestimmt sondern
14:57
nur das denken eines objektes überhaupt
14:59
nach verschiedenen modi ausgedrückt nun
15:02
gehört zum gebrauch eines begriffs noch
15:04
eine funktion der urteilskraft worauf
15:06
ein gegenstand unter ihm subsumiert wird
15:08
mithin die wenigstens formale
15:11
bedingungen unter der etwas in der
15:13
anschauung gegeben werden kann
15:15
fehlt diese bedingungen der urteilskraft
15:17
das schema so fällt alle subventionen
15:19
weg denn es wird nichts gegeben was
15:23
unter den begriff subsumiert werden
15:25
der bloß trans zentrale gebraucht also
15:28
der kategorien ist in der tat gar keinen
15:31
und hat keinen bestimmten oder auch nur
15:34
der form nach bestimmbaren gegenstand
15:37
ihres folgt dass die reine kategorie
15:40
auch zu keinem cent ethischen grundsatz
15:42
apriori ausreicht und dass die
15:44
grundsätze des reinen verstandes nur von
15:47
empirischen niemals aber von trans
15:49
zentralen gebrauche sind und es über das
15:52
feld mündliche erfahrung hinaus aber es
15:55
gar keine synthetischen grundsätze
15:57
b 305 es kann der ratsam sein sich so
16:03
die reinen kategorien ohne formale
16:05
bedingungen der sinnlichkeit haben bloß
16:08
trans zentrale bedeutung
16:09
sie sind aber von keinem trans zentralen
16:12
gebrauch weil diese an sich selbst
16:15
indem ihnen alle bedingungen irgend
16:18
eines gebrauchten urteil ab gehen
16:20
nämlich die formalen bedingungen der
16:22
situation irgendeines angeblichen
16:24
gegenstandes unter diese begriffe da sie
16:28
also als bloße reine kategorien nicht
16:31
von empirischen gebrauch sein sollen und
16:33
von trans zentrale mich sein können so
16:36
sind sie von gar keinem gebrauch wenn
16:38
man sie von aller sinnlichkeit absondert
16:40
das heißt sie können auf gar keinen
16:42
angeblichen gegenstand angewandt werden
16:45
vielmehr sind sie bloß die reine form
16:47
des verstandes gebäudes im blick auf die
16:49
gegenstände überhaupt und des denkens
16:51
ohne doch durch sie allein irgendein
16:54
objekt denken oder bestimmen zu können
16:57
es liegt indessen hier eine schwer zu
16:59
vermeidende täuschung zum gründe die
17:02
kategorien gründen sich ihrem ursprung
17:04
nach nicht auf sinnlichkeit wie die
17:07
anschauungs formen raum und zeit
17:09
scheinen also eine über alle gegenstände
17:11
der sinne erweiterte anwendung zu
17:14
aber sie sind ihrerseits wiederum nichts
17:16
als gedanken formen die bloß das
17:19
logische vermögen enthalten das
17:21
mannigfaltige in anschauen gegebene in
17:23
ein bewusstsein apriori zu vereinigen
17:27
b306 und da können sie wenn man ihnen
17:31
die uns allein mögliche anschauen welche
17:32
nimmt noch weniger bedeutung haben als
17:35
jene einen sinnlichen formen durch die
17:38
doch wenigstens an dem objekt gegeben
17:40
wird anstatt das in unserem verstandene
17:43
eigene verbindungs art des
17:44
mannigfaltigen wenn diejenige anschauen
17:47
darin dieses allein gegeben werden kann
17:49
ich sie hinzu kommt gar nichts bedeutet
17:52
gleichwohl liegt es doch schon in
17:54
unserem begriff wenn wir gewisse
17:56
gegenstände als erscheinungen dann
17:58
sinnen wesen oder phänomen nennen in dem
18:01
wir die art wie wir sie anschauen von
18:03
ihrer beschaffenheit an sich selbst
18:04
unterscheiden dass wir entweder eben die
18:07
gegenstände nach dieser letzten
18:09
beschaffenheit wenn wir sie gleich in
18:11
ihr nicht anschauen oder auch andere
18:13
mögliche dinge die gar nicht objekte
18:15
unserer sinne sind als gegenstände bloß
18:19
durch den verstand gedacht ihnen
18:20
gleichsam gegenüberstellen und sie
18:23
verstandes wesen oder nummer nennen
18:25
nun fragt sich ob unsere reinen
18:28
verstandes begriffe nicht in anziehe und
18:31
dieser nun eine bedeutung haben und eine
18:34
erkenntnis hat der nummer sein könnte
18:36
gleich anfangs aber zeigt sich eine
18:39
zweideutigkeit welche großen
18:41
missverstand veranlassen kann und dass
18:44
da der verstand wenn er einen gegenstand
18:46
in einer beziehung los phänomen nennt er
18:49
sich zugleich außer dieser beziehung
18:51
noch eine vorstellung von einem
18:53
gegenstand an sich selbst macht und sich
18:55
daher vorstellt b 307 er könne sich auch
18:59
von solchen gegenstand einen begriff
19:01
machen und da der verstand keine andere
19:04
als die kategorien liefert der
19:06
gegenstand in der letzteren bedeutung
19:08
wenigstens durch diese reihen verstandes
19:11
bedürfe müsse gedacht werden können
19:13
dadurch aber verleitet wird den ganzen
19:16
bestimmten begriff eines verstandes
19:18
wesens als einem etwas überhaupt außer
19:20
unserer sinnlichkeit für einen
19:22
bestimmten begriff von einem wesen
19:24
welches wir durch den verstand auf
19:26
einige art erkennen könnten zu halten
19:28
wenn wir unternehmen ein ding verstehen
19:31
insofern es nicht objekt unserer
19:33
sinnlichen anschauen ist in dem wir von
19:36
unserer anschauungs art des nummern und
19:38
abstrahieren so ist dieses einnahmen im
19:41
negativen verstande verstehen wir aber
19:44
darunter ein objekt einer nicht
19:46
sinnliche anschauung zu nehmen wir eine
19:49
besondere anschauungs art an nämlich die
19:51
intellektuelle die aber nicht die
19:53
unsrige ist von welcher sie auch die
19:55
möglichkeit nicht einsehen können und
19:58
das wäre das nummer 9 in positiver
20:01
die lehre von der sinnlichkeit ist nun
20:03
zugleich die lehre von der nummer
20:05
im negativen verstanden das heißt von
20:08
dingen die der verstand sich ohne diese
20:10
beziehung auf unsere anschauungs art mit
20:13
den nicht bloß als erscheinungen sondern
20:16
als dinge an sich selbst denken muss von
20:18
denen er aber in dieser absonderung
20:20
zugleich begreift dass er von seinem
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kategorien in dieser art zu erwägen
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keinen gebrauch machen könne
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b 308 weil da diese nur in beziehung auf
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die einheit der anschauung in raum und
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zeit eine bedeutung haben sie eben diese
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einheit auch nur wegen der bloßen ideale
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des raumes und der zeit durch allgemeine
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verstandes begriffe apriori bestimmen
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können wo diese zeiteinheit nicht
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angetroffen werden kann mithin beim
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da hört der ganze gebrauchten ihr selbst
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alle bedeutung der kategorien völlig auf
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denn selbst die möglichkeit der dinge
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die den kategorien entsprechen sollen
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lässt sich gar nicht einsehen weshalb
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ich mich nur auf das berufen darf was
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sich in der allgemeinen anmerkung zum
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vorigen hauptstück gleich zu anfang an
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geführt habe nun aber kann die
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möglichkeit eines dinges niemals bloß
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aus dem nicht widerspruch seines
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begriffs bewiesen werden sondern nur
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dadurch dass man diesen durch eine im
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korrespondierenden anschauen belegt wenn
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wir also die kategorien auf gegenstände
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die nicht als erscheinungen betrachtet
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werden anwenden wollten müssten wir eine
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andere anschauen als die sinnliche
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zugrunde legen und als dann wäre dagegen
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stand ein omen in positiver bedeutung da
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nun eine solche nämlich die
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intellektuelle anschauen schlechterdings
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außer unserem erkenntnisvermögen liegt
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so kann auch der gebrauch der kategorien
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keineswegs über die grenze der
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gegenstände der erfahrung hinausreichen
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wie 309 und den singles wesen
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korrespondieren zur freilich verstandes
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auch mag des verstandes wesen geben auf
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welche unser sinnliches anschauungs
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vermögen gar keine beziehung hat aber
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unsere verstandes begriffe als bloße
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gedanken frauen für unsere sinnliche
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anschauung reichen nicht im mindesten
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auf diese hinaus was also von uns als
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nummern genannt wird darf als solches
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nur in negativer bedeutung verstanden
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wenn ich alles denken durch kategorien
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aus seiner empirischen erkenntnisse
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welche nehme so bleibt gar keine
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erkenntnis eines gegenstandes übrig denn
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durch bloße anschauen wird nichts
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gedacht und dass diese aktion der
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sinnlichkeit in mir ist macht gar keine
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beziehung von der gleichen vorstellung
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auf irgendein objekt aus lasse ich aber
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alle anschauung weg so bleibt noch die
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form des denkens dh die art der
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mannigfaltigen aller möglichen anschauen
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einen gegenstand zu bestimmen daher
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erstrecken sich die kategorien insofern
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weiter als die sinnliche anschauen weil
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sie objekte überhaupt denken ohne noch
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auf die besondere art der sinnlichkeit
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zu sehen in der sie gegeben werden mögen
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sie bestimmen aber dadurch nicht eine
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größere sphäre von gegenständen weil das
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solche gegeben werden können man nicht
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annehmen kann ohne dass man eine andere
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als sinnliche art der anschauen als
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möglich voraussetzt wozu wir aber
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keineswegs berechtigt sind