Kant: KrV B 274 – B 295 D. Hattrup liest
immanuel kant kritik der reinen vernunft
mit 274 bis b 295 die tat liest
widerlegung des idealismus der
idealismus ich meine den materialien ist
die theorie welche das dasein der
gegenstände im raum außer uns entweder
eine bloß für zweifelhaft und unehrlich
oder für falsch und unmöglich erklärt
der erste idealismus ist der
problematische des descartes edius der
nur eine empirische behauptung oder
aktion nämlich ich bin für ungezählte
erklärte zweite idealismus ist der
dogmatische des berkeley den raum mit
allen den dingen welchen er als
unabkömmliche bedingungen anhängt für
etwas was an sich selbst unmöglich sei
und darum auch die dinge im raum für
bloße einbildungen erklärt der
dogmatische idealismus ist unvermeidlich
wenn man den raum als eigenschaft die
den dingen an sich selbst zu kommen soll
ansieht denn da ist er mit allem nehmer
zur bedingung dient ein unding
der grund zu diesem idealismus aber ist
von uns in der trans zentralen ästhetik
aufgehoben worden
b 275 der problematische der nichts
hierüber behauptet sondern nur das
unvermögen ein dasein außer dem unsrigen
durch unmittelbare erfahrung zu beweisen
vorgibt ist vernünftig und einer
gründlichen philosophischen denkungsart
gemäss nämlich bevor ein hinreichender
beweis gefunden worden ist kein
entscheidendes urteil zu erlauben
der verlangte beweis muss also da tun
dass wir von äußeren dingen auch
erfahrung und nicht bloß einbildung
haben welches wohl nicht anders
geschehen kann als wenn man beweisen
kann dass selbst unsere innere dem car
at sich aus und bezweifelte erfahrung
nun der voraussetzung äußerer erfahrung
möglich ist der satz das bloße aber
empirisch bestimmte bewusstsein meines
eigenen daseins beweist das dasein der
gegenstände im raum außer mir beweis
ich bin mir meines daseins als in der
zeit bestimmt bewusst alle
zeitbestimmung setzt etwas beharrliches
in der wahrnehmung voraus dieses
beharrlicher aber kann nicht etwas in
mir sein
weil eben mein dasein in der zeit durch
dieses bauliche aller erst bestimmt
werden kann
also ist die wahrnehmung des
beharrlichen nur durch ein ding außer
mir und nicht durch die bloße
vorstellung eines dinges außer mir
möglich folglich ist die bestimmung
meines daseins in der zeit nur durch die
existenz wirklicher dinge b 276 in die
ich außer mir wahrnehme möglich denn nun
ist das bewusstsein in der zeit mit dem
bewusstsein der möglichkeit dieser zeit
bestimmungen notwendig verbunden
also ist es auch mit der existenz der
dinge außer mir als bedingung in der
zeit bestimmung notwendig verbunden
das heißt das bewusstsein mal des
eigenen daseins ist zugleich ein
unmittelbares bewusstsein des daseins
anderer dinge außer mir
anmerkung ersten mann wird in dem
vorhergehenden beweis merken dass das
spiel welches der idealismus trieb ihn
mit viel recht umgekehrt vergolten wird
dieser nahm an dass die einzige
unmittelbare erfahrung die innere sei
und daraus auf äußere dinge nur
geschlossen werde aber wie alle mal wenn
man ausgegebenen wirkungen auf bestimmte
ursachen schließt nur unzuverlässig weil
auch in uns selbst die ursache der
vorstellung liegen kann
die wir äußeren dingen vielleicht
fälschlich zu schreiben
doch hier wird bewiesen dass äußere
erfahrung eigentlich unmittelbar ist b
277 das nur durch sie zwar nicht das
bewusstsein unserer eigenen existenz
aber doch seine bestimmung in der zeit
das heißt innere erfahrung möglich sein
freilich ist die vorstellung ich bin die
das bewusstsein ausdrückt welches alles
denken begleiten kann das was
unmittelbar die existenz eines objektes
in sich schließt aber noch nicht seine
erkenntnis mithin auch nicht empirische
das heißt erfahren denn dazu gehört
außerdem gedanken von etwas existieren
dennoch anschauen und hier innere mit
der das heißt mit der zeit das subjekt
bestimmt werden muss
wozu durchaus äußere gegenstände
erforderlich sind so dass folglich
innere erfahrung selbst nur mittelbar
und nur durch äußere erfahrung möglich
ist
anmerkung zweitens stimmt nun alle
erfahrung unseres erkenntnis vermögens
in bestimmung derzeit vollkommen überein
nicht allein dass wir alle
zeitbestimmung nur durch den wechseln in
äußeren verhältnissen also durch
bewegung in bezug auf das wahrlich im
raum
zum beispiel sollen bewegungen im
vergleich der gegenstände der erde b 278
wahrnehmen können
wir haben sogar nichts beharrliches was
wir den begriff einer substanz als
anschauung unterliegen könnten als bloß
die materie und selbst diese
beharrlichkeit wird nicht das äußere
erfahrung geschöpft sondern apriori als
notwendige bedingung aller
zeitbestimmung mit denen auch als
bestimmung des inneren sinnes im blick
auf unser eigenes dasein durch die
existenz äußerer dinge vorausgesetzt das
bewusstsein meiner selbst in der
vorstellung ich ist gar keine anschauen
sondern eine bloß intellektuelle
vorstellung der selbsttätigkeit eines
denkenden subjekts daher hat dieses ich
auch nicht das mindeste prädikate
anschauen welches als wahrlich derzeit
bestimmung im inneren sinne zum korrelat
dienen könnte wie etwa
undurchdringlichkeit an der materie als
empirische anschauung ist anmerkung
drittens daraus dass die existenz
äußerer gegenstände zur möglichkeit
eines bestimmten bewusstseins unserer
selbst erfordert wird folgt nicht dass
jede anschauliche vorstellung äußerer
dinge zugleich deren existenz
einschließt den jene vorstellung kann ja
wohl die bloße wirkung der
einbildungskraft in träumen sowohl als
im wahnsinn sein
sie ist es aber bloß durch die
reproduktion ehemalige äußere
wahrnehmung welche wie gezeigt worden
ist nur durch die wirklichkeit äußerer
gegenstände möglich sind es hat hier nur
bewiesen werden sollen das innere
erfahrung überhaupt nur durch äußere
erfahrung überhaupt möglich sei
b 279 ob diese oder jene vermeinte
erfahrung nicht bloße einbildung sei
muss nach ihren besonderen bestimmungen
und durch zusammenhalt mit den kriterien
aller wirklichen erfahrung ermittelt
werden was an
das dritte postulat betrifft so geht es
auf die materialen notwendigkeiten da
sein und nicht die bloß formale und
logische in verknüpfung der begriffe
dann und keine existenz der gegenstände
der sinne völlig apriori erkannt werden
kann
aber doch komparative apriori bezogen
auf ein anderes schon gegebenes dasein
man gleichwohl aber dann auch nur auf
diejenigen existenz kommen kann
die irgendwo im zusammenhang der
erfahrung davon die gegebene wahrnehmung
anteil ist enthalten sein muss
so kann die notwendigkeit der existenz
niemals aus begriffen sondern jederzeit
nur aus der verknüpfung mit dem was
wahrgenommen wird
nach allgemeinen gesetzen der erfahrung
erkannt werden
da ist nun kein da sein das unter der
bedingung anderer gegebene erscheinungen
als notwendig erkannt werden könnte als
das dasein der wirkungen ausgegebenen
ursachen nach gesetzen der kausalität
also ist es nicht das dasein der dinge
der substanzen sondern ihres zustandes
wovon wir allein die notwendigkeit
erkennen können und b 280 zwar aus
anderen zuständen die in der wahrnehmung
gegeben sind nach empirischen gesetzen
der kausalität
hieraus folgt dass das kriterium der
notwendigkeit lediglich in dem gesetz
ermöglichen erfahren liegt das alles was
geschieht durch seine ursache in der
erscheinung apriori bestimmt ist daher
kennen wir nur die notwendigkeit der
wirkungen in der natur deren ursachen
uns gegeben sind und das merkmal der
notwendigkeit im dasein reicht nicht
weiter als das feld möglicher erfahren
und selbst in diesem geht es nicht von
der existenz der dinge als substanzen
weil diese niemals als empirische
wirkung oder etwas geschieht und
entsteht können angesehen werden
die notwendigkeit betrifft also nur die
verhältnisse der erscheinungen nach dem
dynamischen gesetz der kausalität und
die darauf sich gründer möglichkeit aus
irgendeinem gegebenen dasein aus einer
ursache apriori auf ein anderes da seien
auch die wirkung zu schließen
alles was
geschieht ist hypothetisch notwendig das
ist ein grundsatz welcher die
veränderung in der welt einen gesetze
unterwirft
das heißt einer regel des notwendigen
dasein zone welche nicht einmal natur
stattfinden würde
daher ist der satz nichts geschieht
durch ein blindes ungefähr in london
dato kasus ein naturgesetz apriori
ebenso keine notwendigkeit in der natur
ist blinde sondern bedingte mit ihnen
verständliche notwendigkeit nun natur
fatum b 281
beides sind gesetze durch welche das
spiel der veränderungen einer natur der
dinge als erscheinungen unterbrochen
wird oder welches einerlei ist der
einheit des verstandes in welchem sie
allein zu einer erfahrung als der
synthetischen einheit der erscheinungen
gehören können diese beiden grundsätze
gehören zu den dynamischen der erste
satz ist eigentlich eine folge des
grundsatzes von der kausalität unter den
analogien der erfahrung der zweite satz
gehört zu den grundsätzen der modalität
welche zu der kursaal bestimmung noch
den begriff der notwendigkeit die aber
unter einer regel des verstandes steht
hinzu tut das prinzip der kontinuität
verbot in der reihe der erscheinungen
und veränderungen allen abschwung also
in london dato saltus aber auch in dem
begriff alle empirischen anschauungen im
raum alle lücke oder kluft zwischen zwei
erscheinungen nun datus denn so kann man
den satz ausdrücken dass in die
erfahrung nichts hinein kommen kann was
ein vakuum bewiesen oder auch nur einen
teil der empirischen sind es zuließen
denn was das lehre betrifft welches man
sich außerhalb des feldes der möglichen
erfahrung also der welt denken mag so
gehört dieses nicht vor die
gerichtsbarkeit des bloßen verstandes
welches nur über fragen entscheidet denn
die die nutzung gegebene erscheinungen
zu empirischen erkenntnis betreffen und
ist eine aufgabe für die ideale vernunft
die noch über die sphäre einer möglichen
erfahrung hinausgeht und von dem
urteilen will b 202
und 80 was diese selbst umgibt und
begrenzt
sie muss daher in der transzendentalen
dialektik erwogen werden
diese vier sätze in london undatiertes
nun dato saltus nun dass es nun darum
können wir leicht sowie alle grundsätze
trans zentralen ursprungs nach ihrer
ordnung gemäß der ordnung der kategorien
vorstellen und jedem seine stelle an
weißen doch der schon geübte leser wird
dieses von selbst tun oder den leitfaden
dazu leicht entdecken sie vereinigen
sich aber alle dahin um in der
empirischen sind ist es nicht zuzulassen
was dem verstand und dem
kontinuierlichen zusammenhang aller
erscheinungen das heißt der einheit
seiner begriffe abbruch oder eintrag tun
könnten
denn er ist es allein wollen die einheit
der erfahrung in der alle wahrnehmungen
ihre stelle haben müssen möglich werden
ob das feld der möglichkeit größer ist
als das feld was alles wirkliche enthält
dieses aber wiederum größer als die
menge dessen was notwendig ist das sind
80 fragen und zwar von synthetische
auflösung die aber auch nur der
gerichtsbarkeit der vernunft
anheimfallen denn sie wollen ungefähr
soviel sagen als ob alle dinge als
erscheinungen insgesamt in den inbegriff
und den kontext einer einzigen erfahrung
gehören von der jede gegebene
wahrnehmung anteil ist b 283 der also
mit keinen anderen erscheinungen
verbunden werden können oder ob meine
wahrnehmungen zu mehr als einer
möglichen erfahrung in ihrem allgemeinen
zusammenhang gehören können
der verstand gibt apriori der erfahrung
überhaupt nur die regel nach den
subjektiven und formalen bedingungen
sowohl der sinnlichkeit als der up
rezeption welches sie allein möglich
machen andere formen der anschauung als
raum und zeit ebenso andere formen des
verstandes
als die diskursive des denkens oder der
erkenntnis durch begriffe ob sie gleich
möglich wären können wir uns doch auf
keinerlei weise erdenken und fasse ich
mache aber wenn wir es auch könnten so
würden sie doch nicht zu erfahrung als
der einzigen erkenntnis gehören worin
uns gegenstände gegeben werden
ob andere wahrnehmungen als überhaupt zu
unserer gesamten möglichen erfahrung
gehören und also ein ganz anderes feld
der materie noch stattfinden könne
kann der verstand nicht entscheiden er
hat es nur mit der synthese dessen zu
tun was gegeben ist
sonst ist die armseligkeit unserer
gewöhnlichen schlüssel wodurch wie ein
großes reich der möglichkeit
herausbringen davon alles wirkliche
aller gegenstand der erfahrung nur ein
kleiner teil sei sehr in die augen
fallen alles wirkliche ist möglich
hieraus folgt natürlicherweise nach den
logischen regeln der umkehrung der bloß
partikulare satz einiges möglich ist
wirklich welches sind so viel zu
bedeuten scheint als b 284 es ist vieles
möglich was nicht wirklich ist es wartet
den anschein als könne man auch geradezu
die zahl des möglichen über die das
wirklichen dadurch hinaus setzen weil zu
jener noch etwas hinzukommen muss um
diese auszumachen
allein dieses hinzu kommen zu möglichen
kenne ich nicht denn was darüber noch
zugesetzt werden sollte wäre unmöglich
es kann nur zu meinem verstand etwas
über die zusammen stimmung mit den
formalen bedingungen der erfahrung
nämlich die verknüpfung mit irgendeiner
wahrnehmungen zu kommen was aber mit
dieser nach empirischen gesetzen
verknüpft ist ist wirklich ob es gleich
unmittelbar nicht wahrgenommen wird das
aber im durchgängigen zusammenhang mit
dem was mir in der wahrnehmung gegeben
ist eine andere reihe von erscheinungen
mit den mehr als eine einzige alles
befassen de erfahrungen möglich sei
lässt sich aus dem was gegeben ist nicht
schließen ohne dass irgendetwas gegeben
ist noch viel weniger weil ohne stoff
sich überall nichts denken lässt was
unter bedingungen die selbstlos möglich
sind allein möglich ist ist es nicht
denn alle absicht in dieser aber wird
die frage genommen wenn man wissen will
ob die möglichkeit der dinge sich weiter
erstrecken
als erfahrung reichen kann
ich habe diese frage nur erwähnt um
keine lücke in demjenigen zu lassen
b 285 was der gemeine meinung nach zu
den verstandes begriffen gehört in der
tat ist aber die absolute möglichkeit
die in alle absicht gültig ist kein
bloßer verstandes begriff und kann auf
keinerlei weise von empirischen
gebrauchen sein sondern er gehört allein
der vernunft zu die über allen möglichen
empirische verstandes gebrauch
hinausgeht
daher haben wir uns hierbei mit einer
plus kritischen anmerkung begnügen
müssen übrigens aber die sache bis zum
weiteren künftigen verfahren in der
dunkelheit gelassen da ich eben diese
vierte nummer und mit ihr zugleich das
system alle grundsätze ist rein
verstandes schließen will
so muss ich noch den grund angeben warum
ich die prinzipien der mobilität gerade
postulate genannt habe ich will diesen
ausdruck hier nicht in der bedeutung
nehmen welche ihm einige neuere
philosophische verfasser gegen den
sinnen der mathematiker denen er doch
eigentlich angehört gegeben haben
nämlich dass postulieren so viel heißen
solle als einen satz für unmittelbar
gewiss ohne rechtfertigung oder beweis
ausgeben denn wenn wir das bei
synthetischen setzen so evident sie auch
sein mögen einräumen sollten dass man
sie ohne die option auf das ansehen
ihres eigenen anspruches dem unbedingten
beifall anheften dürfte so ist alle
kritik des verstandes verloren und das
an dreisten anmaßung nicht fehlt deren
sich auch der gemeine glaube der aber
kein kredit eve ist nicht weigert b 286
so wird unser verstand jedem waren offen
stehen ohne dass er seinen beifall den
aussprüchen versagen kann die obgleich
unrechtmäßig noch neben dem selben tone
der zuversicht als wirklich axiome
eingelassen zu werden verlangen wenn
also zu dem begriff eines dinges eine
bestimmung apriori synthetisch hinzu
kommt so muss von einem solchen satz wo
nicht an beweist doch wenigstens eine
reduktion der rechtmäßigkeit seiner
behauptung unbedingt hinzugefügt werden
die grundsätze der modernität sind aber
nicht objektiv synthetisch weil die
prädikate der möglichkeit wirklichkeit
und notwendigkeit inbegriff von dem sie
gesagt werden nicht im mindesten
vermehren
dadurch dass sie der vorstellung des
gegenstandes noch etwas hin zu setzen
da sie aber gleich wo doch immer
synthetisch sind so sind sie es nur
subjektiv das heißt sie fügen zu dem
begriff eines dinges des realen von dem
sie sonst nichts sagen die erkenntnis
kraft hinzu worin er entspringt und
seinen sitz hat weshalb wenn er bloß im
verstand mit den formalen bedingungen
der erfahrung in verknüpfung ist sein
gegenstand möglich heisst ist der mit
der wahrnehmung mit der empfindung als
materie der sinne im zusammenhang und
durch diese mit hilfe des verstandes
bestimmt so ist das objekt wirklich ist
er durch den zusammenhang der
wahrnehmungen nach begriffen bestimmt so
heißt dagegen stand notwendig b 287 die
grundsätze der möglichkeit also sagen
von einem begriff nichts anderes als die
handlung des erkenntnis vermögens
dadurch erzeugt wird nun heißt ein
postulat in der mathematik der
praktische satz der nichts als die
synthesis enthält wodurch wer einen
gegenstand und zuerst geben und diesen
begriff erzeugen das heißt mit einer
gegebenen linie aus einem gegebenen
punkt auf einer ebene einen zirkel zu
beschreiben und dann solcher satz kann
darum nicht bewiesen werden weil das
verfahren was er fordert gerade das ist
wodurch für den begriff von einer
solchen figur zuerst erzeugen
so können wir demnach mit eben dem
selben recht die grundsätze der
modalität postulieren weil sie ihren
begriff von dingen überhaupt nicht
vermehren sondern nur die acht anzeigen
wie er überhaupt mit der erkenntnis
kraft verbunden wird
anmerkungen durch die wirklichkeit eines
dinges setze ich freilich mehr als die
möglichkeit aber nicht in dem dinge denn
das kann niemals mehr in der
wirklichkeit enthalten als was es
indessen vollständigen möglichkeit
enthalten war
sondern da die möglichkeit bloß eine
position des dinges in beziehung auf den
verstand und dessen empirischen gebrauch
war
so ist die wirklichkeit zugleich seine
verknüpfung mit der wahrnehmung b 288
allgemeine anmerkung zum system der
grundsätze es ist etwas sehr
bemerkenswertes dass wir die möglichkeit
keines dinges nach der bloßen kategorie
einsehen können sondern immer eine
anschauung bei der hand haben müssen um
an dieser die objektive realität so
einverstanden des begriffes darzulegen
man nehme zum beispiel die kategorien
der relation die ersten
das nur als subjekt nicht als busse
bestimmung anderer dinge existieren
das heißt substanz sein könnte oder wie
zweitens darum weil etwas ist etwas
anderes sein müsse mithin wie etwas
überhaupt ursache sein könne
oder drittens wie wenn mehrere dinge das
sind daraus dass eines von ihnen da ist
etwas auf die übrigen und so
wechselseitig folge und auf diese art
eine gemeinschaft von substanzen stadt
haben können lässt sich gar nicht aus
bloßen begriffen einsehen eben dieses
gilt auch von den übrigen kategorien zum
beispiel wie ein ding mit vielen
zusammen einerlei das heißt eine größe
sein könne und so weiter solange es also
an anschauung fehlt weiß man nicht ob
man durch die kategorien ein objekt
denkt und ob ihnen auch überall ja
irgendein objekt zu kommen kann
und so bestätigt sich dass sie für sich
gar keine erkenntnisse sondern bloße
gedanken formen sind um ausgegebenen
anschauen erkenntnisse zu machen
b 289 eben daher kommt es auch dass aus
großen kategorien kein synthetischer
satz gemacht werden kann zb in allen
dasein ist substanz das heißt etwas was
nur als subjekt und nicht als bloßes
prädikat existieren kann oder an jedes
ding ist ein quantum usw wo gar nichts
ist was uns dienen können über einen
gegebenen begriff hinauszugehen und
einen anderen damit zu verknüpfen
daher ist es auch niemals gelungen aus
bloßen reinen verstandes begriffen einen
synthetischen satz zu beweisen
zum beispiel den satz alles zufällig
existierende hat eine ursache
man konnte niemals weiterkommen als zu
weisen dass ohne diese beziehung wird
die existenz des zufälligen gar nicht
begreifen das heißt apriori durch den
verstand die existenz eines solchen
dinges nicht erkennen könnten woraus
aber nicht folgt das eben die existenz
auch die bedingungen der möglichkeit der
sachen selbst sein
wenn man daher nach unserem beweis des
grundsatzes der kausalität zurückblicken
will
so wird man gewahr werden dass wir
diesen nur von objekten mögliche
erfahrungen beweisen konnte alles was
geschieht an jede begebenheit setzt eine
ursache voraus und zwar so dass wir den
satz auch nur als prinzip der
möglichkeit der erfahrung mit hinter
erkenntnis eines in der empirischen
anschauung gegebenen objektes und nicht
aus großen begriffen beweisen konnte
dass gleichwohl der satz alles zufällige
müsse eine usa haben doch jedermann aus
bussen begriffen klar einleuchtet b 290
ist nicht zu leugnen aber dann ist der
begriff des zufälligen schon so gefasst
dass er nicht die kategorie der
modernität als etwas das nicht sein sich
denken lässt sondern die der redaktion
als etwas das nur als folge von einem
anderen existieren kann enthält
und da ist es freilich ein identischer
satz was nur als folge existieren kann
hat seine ursache
in der tat wenn wir beispiele vom
zufälligen dasein geben sollen berufen
wird immer auch veränderungen und nicht
bloß auf die möglichkeit des gedankens
vom gegenteil
anmerkung man kann sich das nicht sein
der materie leicht denken aber die alten
folgerten daraus doch nicht ihre
zufälligkeit allein selbst der wechsel
des seins und nicht seins eines
gegebenen zustandes eines dinges darin
alle veränderungen besteht beweist gar
nicht die zufälligkeit dieses zustandes
gleichsam aus der wirklichkeit seines
gegenteils zum beispiel die ruhe eines
körpers welche auch die bewegung folgt
noch nicht die zufälligkeit seiner
bewegung da raus weil die ersten das
gegenteil der letzteren ist
denn dieses gegenteil ist hier nur
logisch nicht realität dem anderen
entgegen gesetzt man müsste beweisen
dass anstatt der bewegung im
vorhergehenden zeitpunkt es möglich
gewesen ist und dass der körper damals
geruht hätte um die zufälligkeit an der
bewegung zu beweisen nicht dass er hier
nach roth denn da können beide gegen
teile sowohl miteinander bestehen
b 291 veränderung aber ist begebenheit
die als solche nur durch eine ursache
möglich deren nicht sein also für sich
möglich ist und so erkennt man die
zufälligkeit daraus dass etwas nur als
wirkung einer ursache existieren kann
wird da ein ding als zufällig angenommen
so ist es ein analytischer satz zu sagen
es habe eine ursache
noch merkwürdiger aber ist dass wir um
die möglichkeit der dinge infolge der
kategorien zu verstehen und also deren
objektive realität dazutun nicht bloß
anschauen sondern sogar immer äußere
anschauung bedürfen wenn wir zum
beispiel die reinen begriffe der
relation nehmen so finden wir dass
erstens um den begriff der substanz
korrespondierend etwas beharrliches in
der anschauung zu geben und dadurch die
objektive realität dieses begriffs dazu
tun wir eine anschauung im raum und der
materie wir dürfen weil der raum allein
beharrlich bestimmt ist die zeit aber
mit den alles was im inneren sinne ist
beständig fließt zweitens um veränderung
die dem begriff der kausalität
korrespondieren anschauen darzustellen
müssen wir bewegung als veränderung im
raum zum beispiel nehmen ja sogar
dadurch allein können wir uns
veränderungen deren möglichkeit keine
rainer verstand begreifen kann
anschaulich machen
veränderung ist verbindung
kontradiktorisch einander
entgegengesetzte bestimmungen im dasein
eines und desselben dinges b 292 wie es
nur möglich sei dass aus einem gegebenen
zustande
ein ihm entgegen gesetzte desselben
dinges folge kann nicht allein keine
vernunft sich ohne beispiel begreiflich
sondern nicht einmal ohne anschauung
verständlich machen
diese anschauung ist die der bewegung
eines punktes im raum dessen dasein in
verschiedenen ämtern als eine folge
entgegengesetzte bestimmung zuerst uns
allein veränderung anschaulich macht
denn um uns nachher selbst innere
veränderungen denkbar zu machen müssen
wir die zeit als die form des inneren
sinn es uns fröhlich durch eine linie
und die innere veränderung durch das
ziehen dieser linie durch bewegung
mithin die sukzessive existenz unserer
selbst in verschiedenem zustand sich
äußere anschauung fasst sich machen
wovon der eigentliche grund dieser ist
dass alle veränderungen etwas
beharrliches in der anschauung
voraussetzt um auch selbst nur als
veränderung wahrgenommen zu werden
im inneren sinn aber gar keine
behördliche anschauung angetroffen wird
endlich ist die kategorie der
gemeinschaft ihrer möglichkeit nach gar
nicht durch die bloße vernunft zu
begreifen und also die objektive
realität dieses begriffs ohne anschauen
und zwar äußere im raum nicht einzusehen
möglich denn wie will man sich die
möglichkeit denken dass wenn mehrere
substanzen existieren aus der existenz
der einen auf die existenz der anderen
wechselseitig etwas also als wirkung
folgen könne
und also weil in der ersteren etwas ist
darum auch in den anderen etwas sein
müsse was aus der existenz der letzteren
allein nicht verstanden werden kann
b 293 denn dieses wird zur gemeinschaft
erfordert ist aber unter dingen die sich
an jedes durch seine subsistenz völlig
isolieren gar nicht begreiflich daher
leibnitz indem er den substanzen der
welt nur wie sie der verstand allein
denkt eine gemeinschaft bei legt eine
gottheit zur vermittlung brauchte denn
aus ihrem dasein allein stehen sie ihm
mit recht unbegreiflich wir können aber
die möglichkeit der gemeinschaft der
substanzen als erscheinungen und sowohl
fachlich machen wenn wir so uns im raum
also in der äußeren anschauung
vorstellen in denen dieser enthält schon
apriori formale äußere verhältnisse als
bedingungen der möglichkeit der realen
in wirkung und gegen wirkung mithin der
gemeinschaft in sich
ebenso kann leicht da getan werden dass
die möglichkeit der dinge als größen und
also die objektive realität der
kategorie der größe auch nur in der
äußeren anschauen dargelegt werden könne
und mit hilfe ihrer allein danach auch
auf den inneren sinn angewandt werden
allein ich muss um weitläufigkeit zu
vermeiden die beispiele davon
demnach denken des lesers überlassen
diese ganze bemerkung ist von großer
wichtigkeit nicht allein unsere
vorhergehende widerlegung des idealismus
zu bestätigen sondern vielmehr nach um
wenn von selbsterkenntnis aus dem los
inneren bewusstsein b 294 und der
bestimmung unserer natur ohne beihilfe
äußere empirische anschauung die rede
sein wird und die schranken der
möglichkeit einer solchen erkenntnis
anzuzeigen
die letzte folgerung aus diesem ganzen
abschnitt also ist alle grundsätze des
reinen verstandes sind nichts weiter als
prinzipien apriori der möglichkeit der
erfahrung und auch die letztere allein
beziehen sich auch alle synthetischen
setzte apriori ja ihre möglichkeit bot
selbst gänzlich auf dieser beziehung
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