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Zwiegespräche: Hölderlin und Heidegger - Vortrag "Götterbilder: Hölderlins Hymne Germanien" (12.05.)

1:06:28GermanTranscribed Jul 25, 2026
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herzlich willkommen zu einer weiteren

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sitzung unseres seminars über hölderlin

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und heiliger heute soll es um hölderlins

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hymne germanien im lichte martin

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heideggers gehen mein vortrag gliedert

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sich in diese fünf punkte welt stunde

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historisches getue das eigentlich

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nationale die wiederkehr der götter und

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deckt biete gefährlichstes erstens welt

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stunde mit einem brief vom zwölften

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april 1934 reichte martin heidegger seit

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gut einem jahr nämlich seit 21 04 1933

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rektor der universität freiburg beim

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zuständigen minister sein

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rücktrittsgesuch ein

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die anfängliche begeisterung über die

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hereinbrechende welt stunde der national

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sozialistischen revolution war der

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ernüchterung gewichen

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heiliger war überzeugt gewesen mit

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seiner philosophie das schicksal des

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staates entscheidend bestimmen zu können

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weil die wesentlichkeit des staates

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letztlich die der philosophie sei in

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seiner freiburger rektorats rede mit dem

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titel die selbstbehauptung der deutschen

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universität hatte er in diesem sinne die

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zentrale funktion des wissens dienstes

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und die kampfgemeinschaft der lehre und

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schüler beschworen die viel besungene

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akademische freiheit so heiliger solle

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aus der deutschen universität verstoßen

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werden

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die philosophie sollte zur treibenden

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kraft der revolution werden indem sie

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die politik darauf hinwies was die welt

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stunde geschlagen hatte und heiliger war

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dabei die glocke im heidecker schwarzen

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heften dieser zeit führt er weiter aus

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das eigentliche aber fernste ziel sei

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die geschichtliche größe des volkes in

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der wirkung und gestaltung der science

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möchte voraussetzung sei die

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selbstvergewisserung das zu sich selbst

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kommen des volkes aus seiner

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verwurzelung und aus der übernahme

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seines auftrages durch den staat

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über heiliges verhältnis zu und

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verstrickung in den nationalsozialismus

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ist zumal nach publikation der schwarzen

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hefte viel geschrieben worden

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seine motivation und erwartungen liegen

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offen zutage nun heiliger träumte den

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platonischen traum von der allianz

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zwischen philosoph und staatsgründer

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diese begeisterung war durchaus eine

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generationen erfahrung die heilige mit

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intellektuellen wie gottfried benn oder

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ernst jünger teilte er hat kurz hat in

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seinem hervorragenden überblicks aufsatz

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von 2012 darauf hingewiesen dass

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heidegger derselben expressionistischen

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generation angehörte und aus dieser

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geteilten generationen erfahrung heraus

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eine affinität zum expressionistischen

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existenzialismus und zu den epochalen

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visionen von elan vital energie energie

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und intensität von militanz revolution

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und lustvoller zerstörung mitbrachte was

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haider gaben nationalsozialismus

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fesselte war eben dieser antibürgerliche

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avantgardistische lebens reformerische

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grundierte habitus der wesentlich durch

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nietzsche den gewährsmann der

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expressionistischen generation aber auch

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durch ernst jünger und marine des

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futurismus geprägt war

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dieses bedürfnis nach intensität die

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faszination für ideen von krieg gewalt

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und zerstörung wurde durch die reale

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entwicklung geht doch tief enttäuscht

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schon frühzeitig hatte heiliger die

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verbürgerlichung der bewegung wir

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schrieb kommen sehen

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der traum vom philosophen start war

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schnell ausgeträumt

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statt philosophen kamen so heiliger

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wildgewordene volksschullehrer stellungs

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lose techniker und versetzte kleinbürger

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als die hüter des volkes als jene die

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maßstäbe setzen wollen

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zum zuge diese verkleiden bürgerlichen

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der bewegung aber auch die mühen der

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akademischen ebene trieben heiliger

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schließlich zum rücktritt von seinem amt

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nur ein jahr nach dessen übernahme

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heiliger wechselte also mit den

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vorlesungen sein spielfeld aber nicht

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sein thema und seine überzeugungen im

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wintersemester 1 33 34 bot er in

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freiburg eine vorlesung über zwei

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irgendein friedrich hölderlins an

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germanien und der 1

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es war der auftakt zu einer lebenslangen

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beschäftigung mit dem dichter denn

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anfänge in die zwanziger jahre

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zurückreichten der germanen vorlesung

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folgten im wintersemester 41 42 eine

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vorlesung über andenken im

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sommersemester 42 eine weitere über der

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ista hinzu kamen vorträge und essays bis

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zur heiligers tod 19 75 hölderlin

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tauchte in jenem moment also auf als die

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rolle des philosophen im neuen staat

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problematisch geworden war die ideale

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von philosophen staatsgründer bedürfte

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offensichtlich eine ausweitung und

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regulierung durch die figur des dichters

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der die rolle des propheten in dürftiger

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zeit übernahmen die grundlinien von

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heideggers hölderlin bild bietet der

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1936 in rom gehaltene vortrag hölderlin

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und das wesen der dichtung

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dort heißt es zitat hölderlin ist uns in

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einem ausgezeichneten sinne der dichte

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des dichters deshalb stellt er in die

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entscheidung

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die wendung dichte des dichters lässt

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sich zweifach interpretieren

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einerseits ist hölderlin ein dichter der

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unablässig über seinen dichter beruf

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reflektiert auch eben über die grenzen

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dieses anspruchs andererseits ist er

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jener dichter der verteidiger

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idealtypisch die funktion des dichters

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in der geschichtlichen offenbarung des

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seins erfüllt wie der zitat das sagen

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des dichters ist stiftung nicht nur im

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sinne der freien schenkung sondern

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zugleich im sinne der festen gründung

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des menschlichen daseins auf seinen

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grund mit anderen worten wort hafte

6:21

stiftung des seins

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hölderlin war verteidigern nunmehr das

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telos nicht nur der dichtung sondern der

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kunst überhaupt so schließt der berühmte

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aufsatz der ursprung des kunstwerkes

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ebenfalls aus dem jahr 1936 viel sagen

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mit einem zitat aus hölderlins filmen

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die wanderung schwer verletzt was nach

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dem ursprung wo nicht den ort die anlage

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des aufsatzes zeigt welche bedeutung

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heiliger nunmehr der sprache der

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dichtung und hölderlin im besonderen zu

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schrieb dieser drei schritt also sprache

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dichtung hölderlin bildet das furiose

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finale des textes zitat in dem die

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sprache erstmals dass seine nennt bringt

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solches nennen also das dichterische

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sagen das seiende erst zum wort und zum

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erscheinen diese funktion des namens und

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der sage ist nun das vorrechte dichtung

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diaz inbegriff der sprache erscheint so

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ergibt sich eine klimax der künste nach

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ihrer affinität zum sein zitat das wesen

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der kunst ist die dichtung das wesen der

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dichtung aber ist die stiftung der

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wahrheit ihr inbegriff so nehmen wir dem

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abschließenden zitat ist die dichtung

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hölderlins die nahe am ursprung wohnt

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entscheidend ist verteidiger nun dass

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diese wahrheit und ihre and bergung

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entsprechend der science philosophie von

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seinerzeit einen historischen index

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erhält nach der berühmten kehre gewinnt

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sie zusätzlich einen national völkische

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färbung hinzu zitat in solchem sagen

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werden einem geschichtlichen volk die

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begriffe seines wesens das heißt seiner

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zugehörigkeit zur weltgeschichte

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vorgeprägt bei dieser hochschätzung der

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dichtung im allgemeinen und hölderlins

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in besonderen bleibt es verteidiger noch

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in den berühmten spiegel gespräch aus

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dem jahr 1966 das erst nach heiligers

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tod 976 publiziert wurde schreibt er

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zitat aber ich halte hölderlin nicht für

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irgendeinen dichter hölderlin ist für

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mich der dichter der in die zukunft weiß

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der den gott erwartet

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zweiter abschnitt historisches getue

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man muss sich die chronologie der wende

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und die eben skizzierten entwicklungen

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der 1930 er jahre vor augen halten um

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die bedeutung hölderlins verteidiger

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historisch einzuordnen und zu erklären

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der aufstieg hölderlins viel zusammen

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mit der enttäuschung über die eigene

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handlungsmacht die mit dem rücktritt von

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rektoren an besiegelt war

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heidinger gab sein amt auf nicht aber

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seine grundidee die gewissheit über die

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zukunft musste nun aus der vergangenheit

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kommen halte gaza hölderlin als

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propheten des kommenden gottes und sich

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selbst als propheten des propheten wie

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hölderlin zwischen den göttern und den

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menschen vermittelte so der philosoph

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nun zwischen dicht und volk bzw dichte

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und politik diese neue konstellation

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machte die vorlesung zu einem

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faszinierenden erlebnis wie viele

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augenzeugen berichten

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heidegger nahm so gerhard kurz felder

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lins texte als heilige texte seine

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auslegung als einen liturgischen akt

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wendungen wie zitat wir hören den

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dichter oder wir hören ein viertes wort

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verwandeln vor lesung und vortrag in

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einen gottesdienst bei dem der priester

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philosoph weihevoll die worte des

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dichter propheten des pkws aus legt die

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gedichte erscheinen wie ein tempel loser

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schreien worin das gedichtete aufbewahrt

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ist schreibt heiliger im vorwort zur

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zweiten auflage der erläuterungen zur

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hölderlins dichtung dieser jargon der

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erwählung und des erwählt science die

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rhetorik rätselhafte unbestimmtheiten

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und autoritative setzungen verfehlte

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ihren eindruck auf die adepten nicht

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es liegt nahe hier an heideggers

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religiöse sozialisierung zu erinnern

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seine frühere tätigkeit als ministrant

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sein kurzes gastspiel als novize im

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jesuitenorden priesterseminar ist und

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studium der katholischen theologie in

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freiburg

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heidegger arbeitete in seiner hölderlin

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deutung seine theologische vergangenheit

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ab und es ist bezeichnend dass er sich

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in diesem schwierigen verhältnis zur

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theologie und religion mit seinem

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schwäbischen landsmann hölderlin

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berührte er dass er mit ihm

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fraternisierung wie adorno spöttisch in

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seinem papa taxis aufsatz von 964

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schrieb wie hölderlin war heiliger

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gewissermaßen ein entlaufener theologe

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der grad der identifikation mit seinem

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gegenstand war daher in der tat

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erstaunlich oder erschreckend der

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historische hölderlin erscheint wie der

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prophet heiligers dessen auslegungen

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wiederum mit ihrem gegenstand zu einem

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anspielungsreichen amalgam verschmolzen

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trennung von objekt und meter sprache

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war hier gerade nicht gefragt einfühlung

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und distanzlosigkeit gehörten zur

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methode diese wesen ist und sprach

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verschmelzung zwischen dem dichter und

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seinem ausleger war jedoch nicht nur ein

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gewaltsamer akt sie hat ein papier das

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fundament um in re heiliger stand

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theologisch philosophischen

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mannschaftlich in der genealogie

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hölderlins was ihn fasziniert und anzug

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das waren eben jene aus dem schwäbischen

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pietismus stammenden militaristischen

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und adventistischen vorstellungen die

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hölderlin mit der eigenen rolle als

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dichter in dürftiger zeit in brot und

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wein verbunden hatte die vorstellung

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einer nach erwartung angesichts der

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französischen revolution stellte eine

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parallele grundstimmung zur deutschen

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erhebung der 1930 er jahre her

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gegenüber seiner zeit wurde die

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ontologie nun wie gesagt

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poetisch und politisch alle kunst

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schreibt heiliger ist als geschehen

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lassen der ankunft der wahrheit ankunft

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der wahrheit des sein denn als eines

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solchen im wesen dichtung und diese

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dichtung findet ihren heiligsten

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ausdruck in wieder zitat hölderlin

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dessen werk zu bestehen den deutschen

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noch bevorsteht und der wissen der

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germanen vorlesung dann heißt die

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deutschen erst dichtet diese

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stilisierung hölderlins zum

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vaterländischen privates schloss nahtlos

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an jenes hölderlin bild an dass im kreis

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um stefan georgi entworfen worden war

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norbert von helling rad und max

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kommerell waren seine vermittlerin die

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philologie hinein

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letztere repräsentierten eine dezidiert

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anti philologische philologie der es

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nicht auf fußnoten sondern auch

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fingerzeige und winke für die

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historische stunde ankam einzige

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wissenschaftliche referenz der germanien

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vorlesung ist denn auch die sechsbändige

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hölderlin ausgabe norbert von helling

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rats der die heiliger im vorsatz bemerkt

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28-jährige vor wörter 1916 gefallen ist

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die widmung einhelligen rad wurde als

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leitmotiv in den vortrag über hölderlin

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und das wesen der dichtung aufgenommen

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heideggers hölderlin offensive war also

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fortsetzung des krieges mit den mitteln

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der philosophie hinter solchen fantasien

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einer philologie amilly tanz für die

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helling radstand steckte natürlich

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stefan georges in seiner lobrede auf

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hölderlin feierte jorge den dichter als

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den großen sehr für sein volk und sprach

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dabei vom unerschrockenen kinder der

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eine andere volk hide als die gemeinde

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deutlich ins bewusstsein rief hölderlin

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lebe unter den deutschen so helling rat

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das leben des verborgenen blut kerns der

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deutschen er und sein reicheres

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durchbrechen ahnend hoffend verkünden

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nur verkünder nicht bringer der erfüllen

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es liege so helling rat weiter zutiefst

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im deutschen wesen das sein innerste

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glutkern unendlich weit unter der

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schlacken kruste die seine oberfläche

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ist nur in einem geheimen deutschland zu

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tage dreht mit dem schlagwort geheimes

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deutschland ist eines der zentralen

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motive des gheorge kreises angesprochen

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dass auch in heide gastvorlesungen

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nachhallt haltet ihn lesen des hieß teil

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dieses geheimen auserwählten waren

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deutschlands zu sein dass in den

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dichtern der klassik zumal in hölderlin

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grundgelegt war diese idee war leitend

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für max kommerell studie der dichter als

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führer in der deutschen klassik von 1928

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die in hölderlin gipfelt über die

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behandelten autoren der klassik sagt

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kommerell zitat sie sind kein los

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gewesen ist deutsche urbilder kehren sie

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wieder die kern stoffe die sie bergen

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binden sich neu zu neuer mischung und

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der grund der sie so reich gebar kann

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unter anderem stern stand neugeboren für

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kommerell nimmt hölderlin eine singuläre

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stellung in der deutschen geschichte ein

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gerade in einer schwierigen politischen

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übergangszeit während des zerfalls der

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macht und der äußeren zerrüttung des

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staates die raunend beschworen wird

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hölderlin hat es gewusst er ist der

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deutscheste dichte des deutschen

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schicksals der des volkes führer war so

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kommerell und immer mehr führen wird

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zitat nicht nur verbirgt der einer dem

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volke noch vorbehaltene geschichte er

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formt diese mit der geschichte nur das

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in die zeit geworfene bild solchen

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volkes ist vor allem verbirgt er den

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adel dieses volkes in unserer ganzen

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dichterischen vergangenheit des kölner

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lean der einzige dessen dichtung uns

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vergewissert dass über uns das gleiche

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schicksals lächeln walte wie über den

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griechen kommen dies zu sagen gebietet

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die fairness sollte sich bereits im

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selben jahr von georges und der

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allgemein

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hölderlin hysterie distanzieren er wurde

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ein bedeutender schiller philologe der

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1942 ein heiliger schrieb dieser hätte

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mit seiner auslegung von hölderlins

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finde wie wenn am feiertage dem dichter

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gewalt angetan

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heiliger blieb jedoch seiner linie treu

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die vorlesungen zu germanen und da rein

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aus dem wintersemester 34 35 stimmten

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nur sechs jahre nach colmar ist der

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dichter als führer in die vision vom

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nationalen dichter heroes von sehr marne

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und bildner seines volkes ein

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hartnett hartnäckig kehrte die lieblings

17:51

formel von hölderlin als dichter des

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dichters wieder hölderlin sei dichter

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der deutschen so heilige nicht als

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genitiv subjektives sondern als genius

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objektives der dichte der die deutschen

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erst dichtet und der zum stifter

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deutschen science wird in hölderlin

18:13

erfüllte sich ein verständnis von

18:15

dichtung des heiliger als sagen in der

18:17

art des reisenden

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offenbar machen verstand hölderlins

18:22

dichtung gewann ihre bedeutung durch die

18:24

in ihr verankerte ausgesetzt hat in die

18:27

übermacht des seins das heidecker seine

18:30

vorlesungen über hölderlin mit der hymne

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germanen begann war also nur konsequent

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in germanien so heiliger offenbarte sich

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das vaterland als das geschichtliche

18:40

sein meines volkes dieses sein werde

18:43

dichterisch gestiftet denke risch gefügt

18:46

und ins wissen gestellt und in der

18:48

täterschaft des staatsgründers der erde

18:51

und dem geschichtlichen raum verwurzelt

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analysiert man heideggers diktion und

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metaphern zu stellen sich unwillkürlich

19:00

assoziationen des militärischen und der

19:04

soldatischen bewährung ein die in eine

19:07

erörterung über herakles ferment 53 der

19:11

krieg ist vater aller dinge einmünden

19:15

der kampf so schreibt heiliger ist die

19:17

macht der erzeugung des seienden hier

19:21

bricht sich ungebremst die enttäuschung

19:24

über die bürgerliche mittelmäßigkeit der

19:26

die bewegung verfallen sei bahn heraklit

19:30

hat es vorausgesehen

19:33

zitat der kampf ist zwar erzeuger aber

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auch beherrscher wohl nämlich der kampf

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als macht der bewahrung aussetzt beginnt

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der stillstand der ausgleich die

19:45

mittelmäßigkeit die harmlosigkeit

19:47

verkümmerung und verfall heiliger

19:52

beherrscht die kunst des doppel billigen

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der zwischentöne und des ab aliens an

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diffuse volks gefühle seiner zuhörer

20:00

dazu bedarf es keines offenen wortes

20:03

keine expliziten hinweise per klick wird

20:06

zum fernen garanten der jetzigen welt

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stunde auf dem akademischen

20:10

exerzierplatz der wahrheit geht es man

20:13

beachte die diktion um das einrücken in

20:17

den machtbereich der dichtung hölderlins

20:21

wehrloser text wird zu manifeste

20:23

aufrüstung der zuhörer erlebt vermittelt

20:27

durch den heiligen text und seinen acker

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exegeten die lichtung des seins als eine

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übermacht die den kampf ums dasein

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metaphorisch zum permanenten

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schlachtfeld werden lässt getreu dem

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menschen motto dennoch die schwerter

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halten das am maßstab einer philosophie

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amilly tanz jede historisch

20:47

philologische beschäftigung mit

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hölderlin fragwürdig werden musste liegt

20:51

auf der hand

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in einer vorbemerkung zur methode

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distanziert sich heiliger deutlich indem

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er auf wilhelm michels hölderlin

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biografie von 1912 spottend spottend

21:04

anspielt man schreibt jetzt über

21:07

hölderlin und seine götter das ist

21:09

michaels hölderlin uns der zwölf seite

21:12

35 folgende man schreibt jetzt über

21:15

hölderlin und seine götter das ist wohl

21:18

die äußerste missdeutung durch die man

21:20

diesen den deutschen erst noch

21:22

bevorstehenden dichter endgültig in die

21:24

wirkungslosigkeit abdrängt unter dem

21:27

schein

21:28

ihm nun endlich gerecht zu werden man

21:30

nimmt hölderlin historisch und verkennt

21:33

jenes einzig wesentliche das seien noch

21:36

zeitraum loses werk unser historisches

21:39

getue schon überwunden und den anfang

21:42

einer anderen geschichte gegründet hat

21:45

jener geschichte die anhebt mit dem

21:47

kampf um die entscheidung über ankunft

21:49

oder flucht des gottes gegenüber solchem

21:54

philologischen kleinkram galt es noch

21:57

einmal jene allianz von dichter denker

21:59

und starts schöpfer zu beschwören die

22:02

eigentlich das geschichtliche dasein

22:04

eines volkes gründen und begründen

22:08

musste so haidinger wer diese rollen im

22:11

deutschen herbst 1934 besetzte musste

22:14

nun nicht mehr explizit hin zugesagt

22:17

werden von heidegger aus scheint kein

22:20

weg jedenfalls zu einer historisch

22:22

philologischen beschäftigung mit

22:24

hölderlin zu führen

22:26

haider hat seine position in dieser

22:28

hinsicht deutlich markiert in seinen

22:31

vorlesungen erfahren wir durchaus

22:33

einzelheiten zur textgestaltung

22:37

der reale hölderlin wird zum

22:40

verschwinden gebracht

22:42

hölderlin ist mehr als eine figur der

22:44

literaturgeschichte für heilige meer und

22:48

zugleich weniger könnte man sagen nicht

22:51

handelt es sich um hölderlin auch nicht

22:53

um hölderlins werk im sinne einer

22:55

leistung dieses dichters schreibt

22:58

heiliger hölderlins politische

23:00

zeitgenossenschaft wie sie im die

23:02

philologie im gefolge bertos in den 1970

23:06

er jahren entdeckte war hier nicht

23:09

gefragt das mantra von der

23:11

geschichtlichkeit bedeutete keine

23:13

wendung zur realen geschichte schon gar

23:16

nicht so literaturgeschichte zu

23:17

verschieden waren die zugänge und

23:20

interessen meiner eigenen überlegungen

23:23

zur hölderlins filmen germanien im

23:26

lichte heiligers wollen beide seiten in

23:29

ihrer historischen zeitgenossenschaft zu

23:31

wort kommen lassen

23:32

als ursprung ist heiliges germanien

23:36

vorlesung für uns von besonderer

23:38

bedeutung wie günter rieger in

23:41

eine einführung richtig festgestellt hat

23:43

zitat für den späteren leser erweist

23:47

sich die erste vorlesung also germanien

23:49

als der text in dem heideggers versuche

23:52

zur neuorientierung am besten fassbar

23:55

sind weil das neue hier erst im

23:57

entstehen ist der blick auf heideggers

24:02

hölderlin verspricht dabei aufschluss

24:03

für beide seiten die literatur und

24:06

philosophie ich unternehmer also den

24:08

versuch heiligers diktum von hölderlins

24:10

hölderlin als dichter des dichters

24:12

produktiv zu konkretisieren indem ich

24:15

die figuration des propheten des

24:18

projektes als eine für hölderlin

24:21

problematische zeige der hinweis auf die

24:24

zeitgenossenschaft hölderlins und seines

24:26

interpreten sollte eine gute

24:27

ausgangsbasis für ein gespräch sein

24:30

literaturwissenschaft steht für das

24:32

historisch bedingte und kontingente

24:34

jenseits des prinzipiellen ein dessen

24:37

abschied oder marquardt vor jahren gegen

24:39

die geschichtsphilosophie gefordert

24:42

hatte vielleicht gehören die zeiten in

24:44

denen man von deutscher dichtung die

24:46

offenbarung des seins erwarten konnte

24:49

ohne ihnen der vergangenheit an

24:51

was sich in ihnen lichtet was in ihnen

24:55

transparent wird ist das kulturelle

24:58

imaginäre einer historischen

25:00

gemeinschaft die hoffnungen ängste und

25:04

erwartungen die sich in ihr in

25:06

vieldeutigen bildern spiegeln dies mag

25:10

nun gelten sowohl für die zeit um 1800

25:13

als auch für das zeitalter die welt

25:17

stunde heiligers dritter abschnitt das

25:22

eigentlich nationale die hymne germanien

25:27

liegt in zwei fassungen vor

25:29

eine unvollständige reinschrift bietet

25:32

den text bis einschließlich 4 97 von

25:35

insgesamt 112 fersen

25:37

das heißt ohne die abschließende siebte

25:40

strophe die hymne ist wohl schon 1801

25:43

entstanden und wahrscheinlich

25:46

wahrscheinlich

25:49

1803 in das so genannte homburger folio

25:53

heft eingetragen worden

25:55

bei diesem heft handelt es sich um sie

25:57

hier sehen können um 1 23 doppel blätter

26:02

umfassendes konvolut im großformat also

26:06

24 x 39 zentimeter in das hölderlin in

26:11

einem schwer zu bestimmenden zeitraum

26:12

zwischen 18 2 und 18 6 rein schriften

26:16

bereits publiziert der gedichte neue

26:19

entwürfe notizen eintrug dort findet

26:22

sich unser text auf seite 59 bis 63 sie

26:27

sehen hier den beginn

26:28

das homburger folio heft ist die

26:31

vielleicht umstrittenste dichter

26:32

handschrift der deutschen literatur und

26:34

edition geschichte datierung funktion

26:37

und komposition bleiben teils

26:40

leidenschaftlich umstritten

26:42

offensichtlich als poetologische einheit

26:44

geplant und angelegt beginnt es mit der

26:47

niederschrift der großen elegien gefolgt

26:49

von ryan schriften von der einzige &

26:52

partners

26:53

es folgen notizen entwurf von mehr oder

26:55

weniger isolierte bruchstücke in

26:58

teilweise dicht aufeinander geschriebene

27:00

schwer in ziffer baarer form im fall von

27:03

germanien ist die text konstitution kein

27:05

gravierendes problem

27:07

sie sehen auf dieser folie den beginn

27:10

des gedichtes diese rein schriftliche

27:12

fassung wurde zu einem späteren nicht

27:15

exakt der tier barren zustand noch

27:17

einmal überarbeitet das ist der beginn

27:22

nicht sie die seligen und hier die

27:30

überarbeitung ich zeige als beispiel 4

27:33

46 47 die in der ryan schrift lauten

27:39

geübte im fluge der ahl alte über

27:42

schwingt er also der adler ist gemeint

27:44

darüber schreibt hölderlin auf beiden

27:48

seiten den fit ich spannend mit

27:51

gespaltenem rücken

27:54

damit zur hymne selbst sie umfasst

27:57

sieben strophen wie gesagt mit je 16

28:00

freie rhythmischen fersen

28:01

grundlage dieser form ist die

28:03

beschäftigung mit dem griechischen

28:04

choleriker pinda der um 1800 zu einer

28:08

zentralen neuen inspiration für

28:10

hölderlin wird gegenstand des gedichtes

28:13

ist kurz gesagt die frage nach der

28:16

aktuellen stellung und mission

28:18

deutschlands im kreis der europäischen

28:21

völker heiliger fasst es noch kürzer und

28:25

ausnahmsweise prosaische zitat die alten

28:28

götter sind tot neue drängen herauf für

28:32

ihre ankunft hat germanien eine

28:34

besondere sendung diese sendung steht am

28:38

ende des gedichts das mit folgenden

28:40

worten schließt doch in der mitte

28:44

derzeit lebt ruhig mit geweihter

28:47

jungfräulicher erde der räte und gerne

28:50

zur erinnerung sind die ungeduldigen sie

28:53

gastfreundlich bei den bedürftigen bei

28:56

deinen feiertagen germania voodoo

28:58

priesterin bist und wehrlos rat gibt

29:02

drinks den königen und völkern vom

29:07

standpunkt des jahres 1934 aus und

29:10

angesichts der totalen metaphorischen

29:12

mobilmachung in der vorlesung musste

29:14

diese defensive germania verstören

29:17

ironisch sagt heiliger hölderlin sei

29:21

offenbar pazifist geworden

29:24

tritt ein für die wehrlosigkeit

29:26

germaniens und gar noch für einseitige

29:29

abrüstung das grenzt hart an

29:32

landesverrat

29:33

nun spricht hölderlin nicht von

29:35

deutschland sondern von germanien also

29:38

von deutschland als idee und als

29:40

imaginäre gemeinschaft mit historische

29:43

tiefe die taktische germania und ihre

29:46

reiche rezeption in der frühen neuzeit

29:48

sind das ständige subtext mitzudenken

29:51

hölderlin schreibt diesen germanien

29:53

nicht nur eine mittelpunkt sondern auch

29:55

eine mittler stellung zu germanien ist

29:58

eine figuration der synthese und der

30:00

mediation den historische politische und

30:03

topographischer hinsicht historisch lebt

30:06

germanen in der mitte der zeit dh

30:08

zwischen dem vergangenen göttlichen vers

30:11

100 dass durch die griechischen götter

30:13

repräsentiert wird und dem zukünftigen

30:16

402 dessen ahnung und herr auskunft der

30:20

text beschwört als ratgeberin der völker

30:24

ist sie politisch eine figur des dritten

30:26

eine funktion die ihr von ihrer position

30:29

im herzen europas zu fällen hier kommt

30:33

als viertes motiv das der heiligen

30:35

hochzeit der verbindung von uranus etr

30:38

und gaia erde hin zu deren konkreter

30:42

vollzugs ort germanien ist germanien

30:45

wird zum ort der palling genese des

30:47

göttlichen an den feiertagen im vollzug

30:50

des festes dass die motive des

30:52

abendmahls aus brot und wein aufnimmt

30:55

ist die gemeinschaft von menschen und

30:57

göttern gesichert die epiphanie der

31:00

neuen götter ist an einen neuen

31:02

topografischen raum gebunden germanien

31:05

wird so zum hero topos diese hero

31:09

topische stilisierung der mann jetzt als

31:11

entfaltungsraum des göttlichen wirkt in

31:14

ihrer mischung aus religion und politik

31:16

in ihrem synkretismus pagan klassischer

31:19

und christlicher mythologie befremdlich

31:22

vielleicht sogar verstiegen hölderlin

31:24

ging es jedoch nicht um mobilmachung

31:27

sondern um entmilitarisierung im kontext

31:31

des jahres 18 1 war die geschichts

31:33

theologische und philosophische

31:35

perspektive hochaktuell

31:37

konkret ist es der frieden von lunéville

31:39

der am 02

31:41

1801 zwischen frankreich vertreten durch

31:45

joseph bonaparte den bruder

31:47

napoleons und dem heiligen römischen

31:49

reich unter dem deutschen kaiser franz

31:51

dem zweiten unterzeichnet wurde

31:54

er setzte einen schlussstrich unter den

31:56

zweiten koalitionskrieg und bestätigte

31:59

den frieden von campo von 17 97 für

32:03

preußen brachte der frieden von

32:05

lunéville bedeutende territoriale

32:07

verluste die linksrheinischen gebiete

32:10

wurden von wurden frankreich

32:12

zugeschlagen

32:13

das deutsche reich oder verpflichtet die

32:16

von gebiets verlusten berührten

32:17

deutschen fürsten zu entschädigen dies

32:19

wurde schließlich am 24

32:22

1803 im reichsdeputationshauptschluss

32:25

förmlich umgesetzt er brachte die

32:28

säkularisierung und mediatisierung der

32:30

geistlichen hoch und erz stifter und das

32:33

ende der reichskirche am 6 august 1806

32:37

verkündete der römisch deutsche kaiser

32:39

fand der zweite seine abdankung und

32:41

zugleich die auflösung des heiligen

32:43

römischen reichs deutscher nation

32:45

diakonie des alten reichs kam damit an

32:48

einen endpunkt der sich lange

32:49

abgezeichnet hatte schon 1798 drei jahre

32:54

vor germanien an des jahrhunderts ernst

32:57

am ende wie schiller schrieb wird im

33:00

wallenstein prolog beklagt zitat

33:03

zerfallen sehen wir in diesen tagen die

33:06

alte feste form die einst vor 150 jahren

33:09

ein willkommener friede

33:11

das heißt der westfälische europas

33:15

reichen gar das reich der kunst muss den

33:19

zerfall der politischen ordnung als

33:21

europas deren ende schiller nicht mehr

33:24

erleben sollte kompensieren

33:28

hölderlins filme ist dem historischen

33:30

moment stark verpflichtet sie verhüllt

33:34

und enthüllt ihn zugleich sehr präzise

33:37

sind dabei die bilder in der politischen

33:39

semantik und ikonographie ihrer zeit zu

33:41

verordnen die ereignisse um den

33:43

friedensschluss und die debatten um die

33:45

rolle deutschlands bringen eine

33:47

umfangreiche produktion an bild

33:49

publizistik hervor

33:50

in deren zentrum immer wieder die

33:52

allegorie der germania steht wie in

33:54

hölderlins hunde geht es dabei immer

33:56

wieder um trost und zuspruch

33:58

auch sie sehen hier eine zeichnung von

34:01

friedrich georg w

34:03

sie zeigt stehen die allegorie des

34:06

friedens von juni will die sich der

34:09

personifizierten germania tröstend mit

34:11

einem ölzweig in der erhobenen linken

34:14

nährt der mania gekrönt mit der

34:17

reichskrone liegt buchstäblich am boden

34:19

sie stützt sich auf ein kristall mit

34:22

einer darstellung des doppelköpfigen

34:24

reichsadler der verdorrte baum hinter

34:28

der germania wohl die deutsche eiche

34:30

kontrastiert mit dem füllhorn das der

34:33

genius zur rechten des friedens david da

34:39

bringt und den im hintergrund sich

34:41

abzeichnenden pflanz und kultivierung

34:44

arbeiten als werken des friedens die

34:47

hier gezeigte defensive mit hölderlin

34:50

wehrlose germania entspricht sehr genau

34:54

der grundstimmung von hölderlins hunde

34:56

und ihre bildlichkeit von der heilige

34:58

immer wieder spricht auch die figur der

35:00

germanischen priesterin findet sich

35:02

bereits in einem zeitgenössischen

35:03

gemälde von johann gottlieb ohl man im

35:06

zuge der befreiungskriege und der

35:08

romantischen rückwendung im kreis der

35:10

nazarener sollte die germania allegorie

35:13

im neunzehnten jahrhundert in kunst und

35:15

dichtung einen erheblichen aufschwung

35:17

nehmen

35:18

einen höhepunkt stellt sicher philipp

35:21

veit germania in der frankfurter

35:23

paulskirche heute im treppenhaus des

35:26

germanischen nationalmuseums in nürnberg

35:27

da hölderlins germania hat mit diesem

35:31

archaischen monumental ischen wenngleich

35:34

noch nicht aggressiven typus wenig

35:37

gemein

35:37

in ihrer defensiven mädchenhaften

35:41

innigkeit ähnelt sie ihr jenem typus den

35:44

sie alle von friedrich overbecks in

35:46

mehreren fassungen erhalten im gemälde

35:49

italia und germania kennen die genauen

35:52

ikonografischen bezüge bleiben zu

35:54

erforschen

35:55

tatsache ist dass hölderlins hymne

35:57

unmittelbar von der politischen

35:58

tagesordnung wie beeinflusst war

36:01

überhaupt wäre hölderlin und die bilder

36:03

ein noch weit in unentdecktes thema für

36:06

eine interdisziplinäre hölderlin

36:08

forschung

36:09

immerhin das bewusstsein an einem

36:12

historischen schwellen momentan des

36:14

jahrhunderts ernst dem ende zu stehen

36:16

ist hölderlins germanien hymne deutlich

36:20

eingeschrieben wie die energie brot und

36:22

wein ist germanen ein carmens säkulare

36:26

ein jahrhundert gedicht in der tradition

36:29

des vorrats die politischen ereignisse

36:31

im umfeld des friedens von bühne will

36:33

trugen das ihre dazu bei die

36:36

jahrhundertwende 1818 101 zu einer der

36:39

ersten feierlich gewürdigten säkular

36:42

wänden überhaupt zu machen

36:44

religiöse energien und denkfiguren es

36:48

pathologisch figuren wurden ins

36:51

politische umgelenkt das heilige jahr

36:54

sollte wendepunkt für die deutsche

36:56

nation werden die jahre lange agonie des

37:00

alten reiches hat nicht nur die

37:02

sogenannte reichs publizistik sondern

37:05

alle autoren um 1800 von herder goethe

37:09

und schiller bis wieland und eichendorff

37:11

intensiv beschäftigt hölderlins

37:13

nationale wände und vaterländische

37:16

sangart in den jahren um 1800 gehört

37:19

ihnen diesen kontext sie lässt sich an

37:22

einer reihe von texten ablesen die um

37:24

die politische sendung deutschlands

37:26

zentriert sind in diesem umkreis gehören

37:30

dioden gesang des deutschen und an die

37:32

deutschen vor allem aber die in mehreren

37:35

vorstufen und eine erst 1954 in london

37:39

entdeckten reihen schrift überlieferten

37:41

hymne die friedens feier artikuliert den

37:45

erste prosa fassung wohl unmittelbar

37:48

nach dem friedensschluss von lunéville

37:49

in haupt viel entstanden sein dürfte

37:52

in stil bildlichkeit und politisch

37:56

theologischer im phase steht die

37:57

friedens feier der hymne germanien nahe

38:00

beide belegen auch eine psychologische

38:02

wende zum spät stil im apollo

38:05

genetischen vorsatz zur reinschrift

38:07

entschuldigt sich der dichter bei seinen

38:10

lesern die eine zitat solche sprache zu

38:14

wenig konventionell finden könnten

38:17

und ruft ihnen mit luther zu ich kann

38:20

nicht anders

38:22

peter szondi hat auf den engen

38:25

zusammenhang hingewiesen den politische

38:28

vision und poetologische wende bei der

38:30

formation von hölderlins hymnischen

38:32

spade spät stil eingehen

38:34

dabei hat er den brief den hölderlin am

38:36

vierten dezember 1801 an kasimir ulrich

38:39

böhlen dorf sendet eine zentrale

38:42

position für hölderlins sogenannte

38:45

überwindung des klassizismus

38:47

zugeschrieben

38:48

im horizont der kür lg songs jaidee

38:52

moderne also der streit der alten und

38:55

der modernen der neuere reflektierte

38:58

brief über die bedeutung dessen was

39:01

hölderlin das eigentliche nationale

39:04

nennt es geht um natur und herkunft der

39:07

griechischen dann aber der

39:09

abendländischen historischen letzten der

39:13

deutschen dichtung dies wird dem brief

39:16

nicht klar getrennt

39:17

die griechen so hölderlin hätten das

39:21

feuer vom himmel beziehungsweise das

39:23

heilige pathos von natur aus besessen

39:27

hier bewegt sich hölderlin im rahmen der

39:29

von ortes kiel popularisierte

39:31

sogenannten klima theorie der auch

39:33

winkelmann folgte erst um mehr so hell

39:36

berlin habe die abendländische juno

39:39

mission nüchternheit für sein apollon zu

39:42

erbeuten gewusst und so wahrhaft das

39:45

fremde sich aneignen können

39:48

bei uns ist es umgekehrt fährt hölderlin

39:52

fort deswegen ist auch so gefährlich

39:55

sich die kunst regeln einzig und allein

39:57

von griechischer vortrefflichkeit zu

39:59

abstrahieren

40:00

ich habe lange daran laboriert und weiß

40:02

nun dass außer dem was bei den griechen

40:05

und uns das höchste sein muss nämlich

40:08

dem lebendigen verhältnis und geschick

40:10

wir nicht wohl etwas gleich mit ihnen

40:13

haben dürfen aber das eigene muss so gut

40:15

gelernt sein wie das fremde

40:17

deswegen sind uns die griechen

40:19

unentbehrlich nur werden wir ihnen

40:22

gerade in unserem eigenen nationalen

40:24

nicht nachkommen weil wie gesagt der

40:27

freie gebrauch des eigenen das schwerste

40:29

ist

40:30

in einem zweiten politologischen brief

40:32

an bühnen dorf aus dem november 1802 die

40:39

alten dichter kommentieren

40:41

das heißt imitieren es gehe vielmehr

40:44

darum zitat vaterländische und natürlich

40:47

eigentlich originell zu singen solche

40:51

thesen stehen wie gesagt in der langen

40:53

tradition der corrida de moderne die

40:56

erst die hermeneutik adamas und die

40:58

studien eines hans robert hughes seit

41:01

den 1960 er jahren wieder ins

41:03

bewusstsein gehoben haben

41:05

in der tat lässt sich hölderlin weder

41:07

als bloßer lehrling der griechen noch

41:09

als teutonischer bade vereinnahmen

41:11

das kernprogramm jedoch die einsicht in

41:14

die historisch kulturelle bedingtheit

41:16

der abendländischen kultur dieses

41:20

kernprogramm steht in einer

41:22

geschichtsphilosophischen und

41:24

kulturhistorischen traditionslinie die

41:26

bei winkelmann selbst beginnt und vor

41:28

allem durch herder und schiller

41:30

repräsentiert wurde hölderlin hatte wie

41:33

ulrich gaier gezeigt hat herthas

41:35

fragmente über die neuere deutsche

41:37

literatur spätestens 17 94 intensiv

41:41

studiert die einsicht in die historisch

41:44

kulturelle dialektik von klassizismus

41:46

und imitation die es verbieten antike

41:50

kunst einfach zu imitieren war daher um

41:53

1800 eher die regel als die ausnahme

41:57

neben herder und schiller denken werk

41:59

von friedrich schlegels studium aufsatz

42:01

in dem die vereinigung des wesentlich

42:04

modernen mit dem wesentlich antiken als

42:07

voraussetzung einer modernität

42:09

postuliert wurde die nicht ohne die

42:11

höchste selbstständigkeit so schlegel

42:14

denkbar war

42:15

heideggers betonung der

42:16

geschichtlichkeit des daseins traf sich

42:19

gut mit dieser wende zur geschichte und

42:21

zur geschichtsphilosophie in deren

42:24

horizont hölderlins zeit erfahrung immer

42:26

schon eingestellt war vierte abschnitt

42:31

die wiederkehr der götter die

42:33

entscheidende

42:34

differenz die hölderlin vom herder des

42:37

shakespeare aufsatzes und der ideen

42:39

trennte liegt in den erwähnten politisch

42:42

theologischen unter und neben tönen die

42:45

uns zur hymne germanien nun zurückführen

42:48

die sieben strophen des textes verweben

42:51

drei bereiche oder komplexe poetik

42:54

politik und religion

42:57

der hauptgedanke klang im zitat der

43:00

schlussphase bereits an die

43:02

poetologische frage nach dem eigentlich

43:05

nationalen wird hier in politisch

43:07

geschichtsphilosophische hinsicht

43:08

aufgenommen

43:09

sie weitet sich zur frage nach der

43:11

bestimmung germaniens an der schwelle

43:13

zum neuen jahrhundert das in schillers

43:16

tischer zuspitzung als anbruch einer

43:18

heiß und erfüllung zeit gefeiert wird

43:21

jochen schmidt hat zu recht auf die

43:23

tradition des pietistischen patriotismus

43:25

hingewiesen

43:26

dessen kosmopolitisch offene tendenz

43:29

eher der völkischen lesart georges

43:32

kameras und heiligers entgegenstellt

43:35

zita schmid vor der hintergrund

43:38

vorstellung eines himmlischen vaterlands

43:40

ausgehend entwickeln sie einen geistig

43:43

kulturellen vaterlands begriff und in

43:47

der tat zahlreiche motive der germanen

43:49

hymne fügen sich dieser politischen

43:51

theologie des pietismus bruchlos ein

43:55

theologie und spiritualität des

43:57

vaterlands begriffs erweckungserlebnis

44:00

und sprach patriotismus man solche ideen

44:04

konnte die hölderlin rezeption im georgi

44:06

kreis unmittelbar anschließen

44:08

die pietistische vorstellung von den

44:11

stillen im lande die es zu erwecken galt

44:14

präferierte die idee eines geheimen

44:17

deutschlands bei heidegger erfährt der

44:19

patriotismus nun eine ontologische

44:22

rechtfertigung im sinne von sein und

44:24

zeit

44:24

kurzerhand wird hölderlins patriotismus

44:27

auf die eigene gegenwart bezogen er also

44:31

hölderlin so heißt es da meint das land

44:34

der väter

44:34

er meint und dieses volk als der erde

44:38

als geschichtliches in seinem

44:40

geschichtlichen sein

44:41

in vielen späten hölderlins wird auch in

44:45

germanien eine ausgreifende suchbewegung

44:48

eine imaginäre reise durch raum und zeit

44:51

voll zu sie führt von germanien nach

44:54

griechenland und wieder zurück das

44:57

gedicht zeichnet sich dabei durch klare

44:58

tektonik und struktur durch einen

45:01

entschiedenen willen zur arithmetischer

45:02

proportion aus der in den elegien

45:06

beispielsweise bisweilen zum vormund

45:09

ordnungs zwang zu werden scheint im

45:13

gegensatz zur hymne die wanderung wird

45:14

in germanien die pin arische strophen

45:17

triade nicht angewandt obwohl kinder als

45:20

modell intersexuell gegenwärtig ist

45:23

hölderlin welt eine anordnung bei der

45:26

sich die sieben strophen symmetrisch um

45:28

die zentrale vierte anlagern

45:30

dadurch entsteht eine dreistufige

45:33

abfolge sie führt den sprecher zunächst

45:35

stufe 1 und 2 zum alten lande der

45:39

griechen zu den göttern und götter

45:42

bildern die in sentimentaler

45:44

grundstimmung also elegisch klagend als

45:48

entflohene bezeichnet werden

45:51

mit der zentralen vierten strophe

45:53

beginnt die erweckung rede die der adler

45:56

an die priesterin und jungfrau germanien

45:59

richtet die drei schluss strophen sind

46:02

eben diese wörtliche rede des adlers die

46:05

der dichter gewissermaßen belauscht wie

46:08

in einer offenbarung und uns referiert

46:13

indirekte rede gewissermaßen

46:15

diese form ist mit überlegung gewählt

46:17

der dichter ist mittler eines mittlers

46:20

boote eines boten zaungast und zeuge

46:23

einer prophetie die der adler an die

46:25

jungfrau germania die tochter der

46:27

heiligen ehrt richtet nicht der dichter

46:30

spricht die prophetie aus sondern der

46:32

adler dessen wörtliche rede wie gesagt

46:34

die drei strophen füllt der adler weist

46:37

germania auf ihre mission hin

46:39

schließlich wird der neue götter tag im

46:41

bild der feierlichen festgemeinschaft

46:43

die auf die friedens feier verweist

46:46

imaginiert die dialektische bewegung

46:49

entfaltet sich entlang der historischen

46:50

po grafischen antinori zwischen

46:53

griechenland und deutschland

46:55

sie ist erfüllt von der spannung

46:57

zwischen erwartung und erfüllung tod und

47:00

wiedergeburt vergessen und erinnern und

47:03

soweit die idee der palling gené sie

47:06

also der wiedergeburt ist wie in männer-

47:09

und klagen um die optima oder in brot

47:11

und wein der thematisch motivische kern

47:15

die wiederkehr der himmlischen

47:17

manifestiert sich in einer wiedergeburt

47:19

der natur im frühling

47:21

davon handelt strophe drei zitat schon

47:25

grüne tja im vorspiel rauerer zeit für

47:28

sie erzogen das fällt doch gehen wir der

47:32

reihe vor

47:33

der reihe nach vor der beginn der hymne

47:36

lautet folgendermaßen nicht sie die

47:40

seligen die erschienen sind die götter

47:42

bilder in dem alten lande

47:44

sie darf ich ja nicht rufen mehr wenn

47:48

aber ihre heimatlichen wasser jetzt mit

47:51

euch des herzens liebe klagt was will es

47:55

anders das heilig trauernde denn voll

47:58

erwartungen liegt das land und als in

48:02

heißen tagen herabgesenkt um stattet

48:06

heute hier sehen denn uns ahnungsvoll

48:09

ein himmel voll ist er von verheißungen

48:12

und scheint mir drohend auch doch will

48:15

ich bei ihm bleiben und rückwärts soll

48:18

die säle mir nicht fliehen zu euch

48:20

vergangene die zu lieb mir sind denn

48:24

euer schönes angesicht zu sehen als wäre

48:28

es wie sonst ich furcht es tödlich ist

48:31

und kaum erlaubt gestorbene zu wecken

48:36

ohne zweifel hat dieser auftakt etwas

48:39

befremdliches das ex audi um ist nicht

48:43

affirmationen sondern negation oder mit

48:46

adorno bestimmte negation das gedicht

48:50

geht so gleich in medias res führt in

48:53

einen inneren monolog der mit der

48:56

gegenstimme im prohibitiv sozusagen

48:58

beginnt sie darf ich ja nicht rufen mehr

49:03

dieser spektakuläre auftakt ist nicht

49:06

ohne vorbild er verweist auf das

49:08

wichtigste modell der späten hymne neben

49:11

pin da noch die absage an die

49:13

klassischen götter ist also ein stück

49:15

klassischer literatur literarischer

49:18

klassizismus

49:19

so beginnt auch die fünfte nation oder

49:21

pin das mit einer expliziten negation in

49:24

der sogar die götter bilder ihren platz

49:26

finden nichts statuen bildner bin ich

49:30

dass ich zum ruhen bestimmte bildwerke

49:32

schaffen könnte die auf ihrem sockel

49:35

stehen vielmehr auf jedem last schiff

49:38

und dem boot süßes leads reiter aus

49:41

eigener fort und so weiter thema der

49:45

ersten strophe der hymne germanien ist

49:47

die liebe des sprechers zu den göttern

49:49

griechen landesdienst stufe 2 sogleich

49:51

als entflohenen götter angesprochen ja

49:54

beschworen werden

49:55

wer spricht hier überhaupt nun die

49:58

philologisch korrekte lyrik analyse

50:01

greift um nicht dem erlebnis lyrischen

50:04

fehlschluss zu unterliegen zu einem

50:08

verlegenheits begriff und spricht vom

50:10

artikulierten ich auch heiliger stellt

50:14

diese frage wer spricht denn da heiliger

50:18

hat sensibel den sprecher wechsel im

50:20

gedicht kommentiert und markiert für ihn

50:24

bezeichnete einen wendepunkt im gedicht

50:26

das mit der prophetie des adlers hier

50:29

eben kein ebener text mehr sei wie

50:33

heiliger sagt sondern ein wirbel der uns

50:36

irgendwo hin reißt der die sprache zur

50:39

sprache bringt

50:41

mit hölderlins politischen kalkül hat

50:44

diese wendung in die selbstreferenz also

50:47

der wirbel der die sprache zu sprache

50:50

bringt allerdings wenig zu tun

50:53

die worte des adlers gewinn bei

50:54

hölderlin durch die fehlende schließung

50:57

am ende einen besonderen status

50:59

das gedicht verlässt wie heiliger

51:01

wiederum richtig gesehen hat die ebene

51:03

subjektiver gedanken lyrik und wird zum

51:05

gefäß einer offenbaren die der dichter

51:08

als medium belauscht und für uns in

51:10

verfasst im übrigen stellen die

51:13

eingangsphase nicht sie die subjektive

51:17

bedingtheit und biografische kontingents

51:19

jedoch geradezu aus in den ersten beiden

51:22

stufen spricht kein rollen ich sonst

51:25

würde dieses gedicht gewissermaßen gar

51:27

nicht funktionieren sondern ein

51:29

bekennendes subjekt das den götzen

51:31

wieder sagt oder doch zu wieder sagen

51:33

sich vornimmt yamani beginnt wie ein

51:36

bühnen monolog der die zerrissenheit des

51:39

protagonisten artikulieren soll dieser

51:41

protagonist ist nun niemand anders als

51:43

der dichter selbst der sich sehr der

51:45

sich historisch wird im rückblick auf

51:48

die eigene seele geschichte wird die

51:50

revisionen des vorliegenden werkes

51:52

betrieben revision oder parrino die das

51:57

dichte ich konstituiert sich im widerruf

51:59

seiner früheren versuche panis und

52:01

christliches zu identifizieren zu

52:04

erinnern wäre wieder an brot und wein

52:07

widerruf von carino die sind auch sonst

52:10

in späten hymnen ein durchgehender zug

52:12

zu spezifik dieser dichtung gehört es

52:15

dass sie die rolle des politikers nicht

52:17

einfach bezieht sondern zuerst

52:19

reflektiert wenn der sprecher in stufe 2

52:23

von uns zweifelnden spricht dann ist

52:25

diese reflexive brechung gemeint uns

52:29

zweifelnden das betrifft eben auch die

52:31

position des sprechers germanien ist

52:35

nicht prophetie sondern reflexionen über

52:37

deren voraussetzungen und über die

52:39

anforderungen des dichter berufs der

52:42

dichter ist aber nicht nur zuschauer

52:43

einer vision sondern mittler des

52:46

mittlers

52:49

ich komme damit zum fünften abschnitt

52:52

der güter gefährlichstes die ersten

52:55

beiden strophen von germanien sind

52:57

durchzogen von einer tiefen ambivalenz

53:00

gegenüber den alten göttern den göttern

53:03

griechenlands hölderlin schließt hier an

53:05

ein thema an das schiller mit seinem

53:07

gedicht die götter griechen landes von

53:09

17 88 gesetzt hatte

53:11

sie stoßen eine debatte um die neue

53:14

religion an also die götter griechen

53:17

landes beziehungsweise um die neue

53:18

mythologie die den problemen kern von

53:21

hölderlins mittlerweile später lyrik

53:24

bildet die ersten beiden strophen von

53:26

germanien nehmen die elegische

53:28

sentimental ische perspektive schillers

53:30

auf reflektieren sie aber noch einmal

53:33

schillers gedicht ist dabei klar

53:35

einrollen gedicht ein perspektivisches

53:38

spiel inszeniert wird ein sprecher der

53:40

inmitten einer imaginären landschaft

53:42

über die entgelte welt der moderne klagt

53:48

da ihr noch die schöne welt regiert an

53:51

der freude leicht am gängelband selige

53:53

geschlechter noch geführt

53:55

schöne wesen aus dem fabel land achter

53:58

wonne dienst noch glänzte wie ganz

54:00

anders anders war es da

54:03

da man deine tempel noch begrenzte venus

54:05

am attersee der sprecher beklagte

54:08

entzauberung der natur den verlust einer

54:11

empfindung weise die im späteren essay

54:13

über naive und sentimental ische

54:15

dichtung als naiv charakterisiert wird

54:18

den griechen ist religion doppelt nahe

54:21

er fährt sie in der natur und im

54:24

gottesdienst und ritual griechische

54:26

religion ist winkel umso zitates band

54:30

der gesellschaft und der geselligkeit

54:32

aber nicht im sinne von disziplinierung

54:34

sondern von fest und feier auch dies ein

54:38

thema das ja dann der hölderlin

54:39

wiederkehrt fest und feiern

54:41

betend an der grazien altären kniete da

54:44

die holde priesterin sandte stille

54:46

wünsche an kriterien und gelübde an die

54:49

charité kunst und religion sind in

54:52

schillers vision eng verbunden kunst ist

54:55

die sinnliche hülle das soziale medium

54:57

des religiösen dionysos der große freude

55:00

bringe die tempel so heißt es lachten

55:02

gleich palästen kein begriff fällt

55:05

häufiger als die freude für die

55:07

vertreibung der götter aus der modernen

55:09

welt werden nationalistische

55:11

naturwissenschaft und christlicher

55:13

monotheismus in seiner protestantischen

55:15

spielart verantwortlich gemacht einen zu

55:18

bereichern unter allen musste diese

55:21

götterwelt diese politik muss vergehen

55:24

der christliche gott der hier wie ein

55:26

absolutistischer herrscher oder

55:28

usurpator erscheint trägt die züge der

55:31

aufgeklärten gottes idee erst ein deus

55:34

ex konditors der den gläubigen fern

55:36

bleibt mühsam spielideen lande frucht

55:39

los in der st innenwelt doch die

55:42

wiederkehr der götter bleibt ein

55:43

vergeblicher wunsch bei schiller die

55:45

klage schöne welt wo bist du

55:47

kehre wieder holdes blüten alter der

55:50

natur verhallt ungehört im leeren raum

55:53

der nationalistischen moderne schillers

55:58

klage um den verlust der schönen welt

55:59

der götter griechen landes ist

56:01

ausgangspunkt für den beginn von

56:03

germanien

56:05

dieser bezug ist jedoch wie gesagt

56:07

dialektisch hölderlin schließt in der

56:09

leg elegischen perspektive in der

56:12

grundstimmung wie heiliger sagt im motiv

56:15

der sehnsucht nach den götter bildern an

56:17

schiller an diese sehnsucht ist etwas

56:20

sehr persönliches subjektives ja intimes

56:23

das buchstäblich zu herz geht wie es im

56:25

text heißt es zähne die in der liebenden

56:28

zwiesprache der freundlichen seele mit

56:31

gott wie sie die mystische tradition

56:33

etwa in der tus nachtigall für dich

56:36

kennt in der pietistischen religiosität

56:38

und lead dichtung des achtzehnten

56:40

jahrhunderts bei zinzendorf oder test

56:42

gegen wirkt diese braut mystische

56:45

tradition fort sehnsucht liebe herz

56:48

ahnung all das sind schlagworte die

56:50

hölderlin dieser pietistischen

56:52

religiosität und mystic verdankt

56:55

gegenstand der ersten strophe ist aber

56:57

nicht so sehr die klage selbst als die

56:59

frage nach ihrer legitimität

57:01

exponiert wird die zerrissenheit der

57:03

zweifel des lyrischen ichs bei schiller

57:06

hat die flucht der götter einen

57:08

zivilisation und fortschritt

57:10

geschichtlichen oder kritischen grund

57:12

monotheismus zerstört die

57:15

voraussetzungen des polytheismus die

57:17

religionskritik der aufklärung bei der

57:20

wto oder in schalke boss fetischismus

57:24

analyse wird von schiller gewissermassen

57:26

rückgängig gemacht und invertiert anders

57:29

hölderlin das verschwinden der pagani

57:31

götter bleibt ebenso unerklärt wie ihre

57:34

ahnungsvoll wiederkehr oder erneuerung

57:37

sie ist ein schlecht weniges

57:39

historisches faktum das faktum des

57:43

historischen selbst dabei sind die

57:46

aussagen über die griechischen götter

57:47

durchaus widersprüchlich hölderlin

57:49

spricht sie als selige und götterbilder

57:51

an dann wieder als vergangen und

57:53

gestorbene als entflohene götter als

57:56

schatten als götter menschen und heilige

57:59

schar der tod der götter ist aus

58:02

christlicher perspektive ein

58:03

irritierendes motiv in der klassischen

58:06

mythologie und religion dagegen ist tod

58:08

und wiedergeburt der götter fest

58:10

etabliert ich nenne als beispiele

58:12

orpheus und dionysos aber auch per se

58:14

von ihr die abwechselnd ein halbes jahr

58:17

in der unter und oberwelt lebt der

58:19

griechische schriftsteller plutarch

58:21

überliefert in seiner mythen kritischen

58:24

schrift die defekten akku lohrum also

58:27

über das ende der orakel die legende vom

58:30

tod des großen plan als beweis für die

58:34

sterblichkeit der pagani götter ein

58:36

motiv das nietzsche dann aufnehmen

58:39

sollte doch der tod der alten götter ist

58:42

nicht das letzte wort bei hilde im

58:45

gegenteil im bogen von vers 1 bis 32

58:48

werden wir zeuge einer palling genese

58:49

die der text performativ vollzieht in

58:52

der sehnenden anrufung beleben sich die

58:55

götter

58:55

dieser vorgang bildet sich wiederum in

58:58

der rede des syrischen subjekts ab die

59:01

toten götterbilder also statuen werden

59:04

lebendig sie drängen uns geradezu

59:08

der dichter tut eben das was er sich

59:10

eingangs versagt ja er tut es also

59:12

trotzdem er bricht das tabu gestorbene

59:15

zu wecken er betreibt mit anderen worten

59:18

toten beschwörung nec geomantie der

59:22

politik wird zum magier und schamanen

59:25

der die geister der vergangenheit

59:26

evoziert diese magische sprachfunktion

59:29

hat martin heidegger sehr klar gesehen

59:32

und herausgearbeitet die funktion des

59:35

dichters besteht nicht nur darin dass er

59:37

die winkel der götter weiter winkt ins

59:39

volk sondern in einem beschwörenden

59:41

nennen

59:43

hölderlin betont dessen gefährlichkeit

59:46

die begegnung mit den toten untoten kann

59:49

tödlich sein vers 15

59:51

der dichter ist sensibel für die ankunft

59:53

der schatten lehrer so gewesen sind es

59:56

28

59:57

er pflegt umgang mit den geistern dass

1:00:01

die sprache der güter gefährlichste sei

1:00:04

betont hölderlin in einem fragment des

1:00:07

heiliger bereits in § 7 der germanen

1:00:09

vorlesung erläutert und im vortrag von

1:00:12

936 aufgreifen wird zitat denn in der

1:00:17

sprache wagt sich der mensch am

1:00:19

weitesten vor erwartet sich mit ihr als

1:00:22

solcher überhaupt erst hinaus in das

1:00:24

seien nur wo sprache ist das heißt beim

1:00:28

menschen nicht beim tier geschieht

1:00:30

zugleich die lichtung des seins und die

1:00:32

möglichkeit der science bedrohung in

1:00:36

germanien ist die begegnung mit den

1:00:39

geistern schatten und stimmen die nur

1:00:41

der dichter fühlt oder hört bei aller

1:00:44

ambivalenz noch positiv besetzt obwohl

1:00:47

auch schon hier von drohungen und

1:00:49

bedrohungen von tödlichen wirkungen

1:00:52

durch die götter die rede ist

1:00:54

in den weiteren einträgen und

1:00:56

überarbeitung stufen des folio heftes

1:00:59

nimmt dieses motiv der bedrängnis und

1:01:03

gefährdung durch die götter jedoch

1:01:06

konstant zu

1:01:07

ein ergreifendes zeugnis für die

1:01:09

verdunkelung in hölderlins götter

1:01:11

gottesbild ist der bekannte brief an

1:01:14

kasimir von müllendorf geschriebenen

1:01:16

november 18 2 ich hatte ihn schon

1:01:18

zitiert nachhall der dienst rückkehr aus

1:01:20

bordeaux

1:01:21

in dem der dichter das zitat gewaltige

1:01:24

element das feuer des himmels und die

1:01:26

stille der menschen in südfrankreich

1:01:29

charakterisiert und beinahe und

1:01:31

vermittelt hinzuzufügen und wie man

1:01:33

helden nach spricht kann ich wohl sagen

1:01:35

dass mich apollo geschlagen

1:01:38

auch heiliger zitiert die stelle immer

1:01:42

wieder arbeitet hölderlin jene passagen

1:01:44

seiner texte um die von der begegnung

1:01:47

mit den göttern oder von der möglichkeit

1:01:49

einer begegnung sprechen

1:01:51

diese begegnung wird immer mehr als

1:01:53

traumatisch oder destruktiv beschrieben

1:01:56

in der überarbeitung von brot und wein

1:01:58

im folio f die sie hier sehen können

1:02:01

wird aus der heiter klassizistischen

1:02:04

festgemeinschaft von menschen und

1:02:06

göttern im klassischen griechenland ein

1:02:07

verheerender feuersturm die

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antichristliche eucharistie angelehnte

1:02:13

vorstellung von der austeilung der gaben

1:02:15

durch die götter verkehrt sich innerhalb

1:02:17

eines verses ins gegenteil vater etr

1:02:22

verzehrt und strebt wie flammen zu erde

1:02:26

tausendfach kommt der gott unten liegt

1:02:29

wie rosen der grund himmlischen

1:02:31

ungeschickt vergänglich aber wie flammen

1:02:34

wirken von oben und prüft leben

1:02:36

verzehren und uns aus die aber deuten

1:02:39

dort und da und heben die häupter

1:02:41

menschen aber gesellt teilen das

1:02:44

blühende gut dass verzehrende so kommt

1:02:49

himmlisches tief erschüttern gelangt so

1:02:51

aus dem schatten herab unter die

1:02:53

menschen sein tag

1:02:56

die insistierende wiederholung der worte

1:02:59

flammen und verzehren in diesem

1:03:01

textausschnitt wirkt beunruhigend wälder

1:03:04

links gottes idee ja gotteserfahrung

1:03:06

trübt sich im verlauf der einträge ins

1:03:09

homburger folio heft mehr und mehr ein

1:03:11

der dichter ringt das zeigen diese

1:03:14

zeilen zunehmend um angemessene

1:03:17

ausdrucksmittel für eine erfahrung der

1:03:19

die klassische mythologie zunehmend in

1:03:22

kommen so rabl wird in den texten nach

1:03:25

802 werden die götter zu gestalten

1:03:27

drängenden schattenhaften oder

1:03:29

verzehrenden mächten

1:03:31

die das subjekt nicht mehr abzuschütteln

1:03:33

vermag die bearbeitungs stufen von

1:03:36

patmos zeigen diese tendenz noch

1:03:38

deutlich noch deutlicher die götter

1:03:42

äußern sich in der ersten fassung von

1:03:43

patmos noch freundlich im sinne der

1:03:46

partie ist ischen grundidee als stimmen

1:03:49

des heißen heinz fries 69 stimmen des

1:03:53

heißen 1 in der dritten fassung heißt es

1:03:56

dagegen schon wie feuer sind stimmen

1:03:59

gottes und am ende des parlamentarischen

1:04:01

entwurfs wird der begegnung mit gott

1:04:04

pathogene wirkung zugeschrieben

1:04:07

zu viel aber der liebe wo anbetung ist

1:04:11

ist gefahr reich trifft am meisten jene

1:04:15

wollten aber vom angesicht des herrn

1:04:18

nicht lassen und der heimat ein geboren

1:04:22

wie feuer war in dem eisen das und ihnen

1:04:25

zur seite ging wie eine solche der

1:04:29

schatten des lieben

1:04:31

in der nun folgenden bearbeitungs stufe

1:04:34

ist die intensität des destruktiven dann

1:04:36

noch weiter gewachsen wie feuer in

1:04:40

stetten tödlich lebens sind gottes

1:04:42

stimmen brennend ist aber gewiss lich

1:04:45

das gleich behalten im großen das große

1:04:51

ich komme zum schluss die begegnung der

1:04:54

jünger mit christus wird in diesen

1:04:56

texten zur fatalen heimsuchung aber

1:04:59

nachher sein licht war tot heißt es

1:05:02

erschüttert sein licht also christi

1:05:05

antlitz dann heißt es präzisiert und

1:05:09

schaden war das angesicht des gottes

1:05:11

wirklich hölderlin schreibt an solchen

1:05:13

stellen eine biografie der göttlichen

1:05:15

offenbarungen deren konsequente für

1:05:18

düsteren schockt die aber von heiliger

1:05:21

sehr sensibel und kongenial in der

1:05:25

vorstellung einer bedrohung durch das

1:05:27

seien aufgenommen wurde

1:05:28

die umarbeitung der späten ebenen im

1:05:30

folio heft und außerhalb suchen immer

1:05:32

wieder nach geeigneten ausdrucksmitteln

1:05:34

die ambivalenz dieser tödlich liebenden

1:05:37

paradox ahlen gotteserfahrung zu

1:05:40

beschreiben

1:05:41

aus solchen zunehmend schaffen

1:05:43

graf in der offenbarung hölderlins

1:05:46

eigene biografie zu entwickeln ist so

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verlockend wie zweifelhaft dass sie

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nicht einfach in einer tobte inspiration

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des pkws und des visionären aufgehen

1:05:57

also literarisch neutralisiere sind

1:06:01

dürfte auch auf der hand liegen

1:06:02

der literaturwissenschaftler steht hier

1:06:05

an jener in der ersten vorlesung

1:06:08

beschriebenen methodischen grenze die

1:06:11

ihm seine verpflichtung auf das wie

1:06:13

heiliger sagt historische getue in

1:06:16

diesem fall entlastend vorgibt der fall

1:06:19

hölderlin bleibt für ihn ausschließlich

1:06:22

ein fall für die literaturgeschichte

1:06:25

vielen dank

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