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Kant: Kritik der reinen Vernunft 1787 (Vorrede B VII) – Dieter Hattrup liest

31:57GermanBy Dieter HattrupTranscribed Jul 30, 2026
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kant vorrede zur zweiten auflage 1887

0:04

den b7 ob die bearbeitung der

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erkenntnisse die zum vernunft geschäfte

0:10

gehören den sicheren gang einer

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wissenschaft gehe oder nicht

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das lässt sich bald aus dem erfolg

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beurteilen wenn sie nach viel gemachten

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anstalten und zu rüstungen sobald es zum

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zweck kommt in strecken gerät oder um

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diesen zu erreichen öfters wieder

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zurückgehen und einen anderen weg

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einschlagen muss auch wenn es nicht

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möglich ist die verschiedenen

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mitarbeiter in der art wie die

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gemeinschaftliche absicht erfolgt werden

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soll

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einhellig zu machen so kann man immer

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überzeugt sein dass ein solches studium

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bei weitem noch nicht in sicheren gang

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einer wissenschaft eingeschlagen sondern

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ein bloßes herum toppen sei und es ist

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schon ein verdienst um die vernunft

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diesen weg womöglich ausfindig zu machen

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sollte auch manches als vergeblich

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aufgegeben werden müssen was in dem ohne

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überlegung vorher genommene zwecke

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enthalten war

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im b8 dass die logik diesen sicheren

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gang schon von den ältesten zeiten her

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gegangen sei lässt sich daraus ersehen

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dass sie seitdem aristoteles keinen

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schritt rückwärts hat tun dürfen wenn

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man ihr nicht etwa in die beschaffung

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einiger entbehrlicher subtilitäten oder

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eine deutlichere bestimmung des

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vorgetragenen als verbesserungen

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anrechnen will welches aber mehr zur

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eleganz als zur sicherheit der

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wissenschaft gehört merkwürdig ist noch

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an ihr dass sie auch bis jetzt keinen

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schritt vorwärts tun können

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und also allem ansehen nach geschlossen

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und vollendet zu sein scheint denn wenn

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einige neuere sie dadurch zu erweitern

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dachten dass sie teils psychologische

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kapitel von in verschiedenen erkenntnis

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kräften der einbildungskraft dem witze

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teils metaphysische über den ursprung

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der erkenntnis oder der verschiedenen

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art der gewissheit nach verschiedener

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der objekte den idealismus dem

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skeptizismus und so weiter teils

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anthropologische von vorurteilen den

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ursachen derselben und gegenmittel

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hineinschieben so rührt dieses von ihrer

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urkunde der eigentümlichen natur dieser

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wissenschaft hier

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es ist nicht vermehrung sondern

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verunstaltung der wissenschaften wenn

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man ihre grenzen ineinander laufen lässt

2:20

9 die grenze der logik aber ist dadurch

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ganz genau bestimmt dass sie eine

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wissenschaft ist welche nichts als die

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formalen regeln allen denkens es mag a

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priori oder empirisch ein einen ursprung

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oder objekt haben welchen es wolle

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in unserem gemüte zufällig oder

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natürliche hindernisse antreffen

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ausführlich darlegt und strenge beweist

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das ist der logik so gut gelungen ist

2:45

diesen vorteil hat sie bloß ihrer

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eingeschränkt zu verdanken

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dadurch sie berechtigt ja verbunden ist

2:52

von allen objekten der erkenntnis und

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ihrem unterschiede zu abstrahieren und

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in ihr also der verstand es mit nichts

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weiter als sich selbst und seiner form

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zu tun hat weit schwerer musste es

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natürlicherweise für die vernunft sein

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den sicheren weg der wissenschaft

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einzuschlagen wenn sie nicht bloß mit

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sich selbst sondern auch mit objekten zu

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schaffen hat daher in jene auch als

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gruppe deutet gleichsam nur den vorhof

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der wissenschaften ausmacht und wenn von

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kenntnissen die rede ist man zwar eine

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logik zur beurteilung der selben

3:26

voraussetzt

3:26

aber die erwerbung derselben in

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eigentlich und objektiv sogenannten

3:31

wissenschaften suchen muss

3:34

sofern in diesen nun vernunft sein soll

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so muss darin etwas apriori erkannt

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werden und ihre erkenntnis kann auf

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zweierlei art auf ihren gegenstand

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bezogen werden

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entweder diesen und seinen begriff der

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anderweitig gegeben werden muss bloß zu

3:50

bestimmen oder ihn auch wirklich zu

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machen

3:53

b 10 die erste ist die theoretische die

3:57

andere die praktische erkenntnis der

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vernunft von beiden muss der eine teil

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so viel oder so wenig er auch enthalten

4:04

mag nämlich derjenige darin vernunft

4:07

gänzlich apriori objekt bestimmt vorher

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allein vorgetragen werden und dasjenige

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was aus anderen quellen kommt damit

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nicht vermengt werden denn es gibt üble

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wirtschaft wenn man blindlings ausgibt

4:20

was ein kommt ohne nachher wenn jene ins

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stocken gerät unterscheiden zu können

4:25

welcher teil der einnahmen den aufwand

4:27

tragen können und von welcher man

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denselben beschneiden muss mathematik

4:33

und physik sind die beiden theoretischen

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erkenntnisse der vernunft welche ihre

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objekte apriori bestimmen sollen

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die erstere ganz rein in die zweite

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wenigsten zum teil rein dann aber auch

4:45

nach maßgabe anderer erkenntnisquellen

4:47

als der vernunft die mathematik ist von

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den frühesten zeiten her wohin die

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geschichte der menschlichen vernunft

4:54

reicht in dem bewundernswerten folge der

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griechen den sicheren weg einer

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wissenschaft gegangen

5:01

allein man darf nicht denken dass es ihr

5:04

so leicht geworden wie der logik wo die

5:07

vernunft es nur mit sich selbst zu tun

5:08

hat einen königlichen weg zu treffen

5:11

oder vielmehr sich selbst zu bahnen

5:13

b 11

5:16

vielmehr glaube ich dass es lange mit

5:19

ihr von nämlich noch unter den ägyptern

5:21

beim herum tappen geblieben ist und

5:23

diese um änderung einer revolution

5:25

zuzuschreiben sei die der glückliche

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einfall eines einzigen mannes in einem

5:30

versuche zustande brachte von welchem an

5:33

die bahn in dem man nehmen musste nicht

5:36

mehr zu verfehlen war und der sichere

5:38

gang einer wissenschaft für alle zeiten

5:40

und in unendliche weiten eingeschlagen

5:42

und vorgezeichnet war die geschichte

5:46

dieser revolution der denkart welche

5:48

viel wichtiger war als die entdeckung

5:50

des weges um das berühmte vorgebirge und

5:54

des glücklichen der sie zustande brachte

5:56

ist uns nicht auf behalten

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doch beweist die sage welche diogenes

6:00

teller erzieher uns überliefert der von

6:03

den kleinsten und nach dem gemeinen

6:05

urteil gar nicht einmal eines beweises

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benötigten elementen der geometrischen

6:10

demonstrationen den angeblichen erfinder

6:13

nennt das das andenken der veränderung

6:15

die durch die erste spur der entdeckung

6:18

dieses neuen weges bewirkt wurde den

6:21

mathematikern äußerst wichtig geschehen

6:23

haben müsse und dadurch unvergesslich

6:26

geworden sei den ersten der den

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gleichschenkligen trainer demonstrierte

6:31

er marken und thales oder wie man will

6:33

geheißen haben

6:34

dem ging ein licht auf b 12

6:38

denn er fand dass er nicht dem was er in

6:41

der figur sei oder auch den bloßen

6:44

begriffe desselben nachspüren und

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gleichsam davon ihre eigenschaften ab

6:48

lernen sondern durch das was er nach

6:51

begriffen selbst apriori hinein dachte

6:53

und da stellte durch konstruktion

6:55

hervorbringen müsse und dass er um

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sicher etwas apriori zu wissen der sache

7:01

nicht beilegen müsse als was aus dem

7:03

notwendig folgte was er seinem begriffe

7:06

gemäß selbst in sie gelegt hat

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mit der naturwissenschaft ging es weit

7:11

langsamer zu bis sie den heeres weg der

7:15

wissenschaft traf denn es sind dort nur

7:18

etwa anderthalb jahrhunderte dass der

7:20

vorschlag des sinnreichen werken von

7:22

vero lamm in dieser entdeckung teils

7:25

veranlasste teils da man bereits auf der

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spur derselben war mehr belebte welche

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ebenso wohl nur durch eine schnell

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vorgegangen revolution der denkart

7:35

erklärt werden kann

7:37

ich will hier nur die naturwissenschaft

7:40

sofern sie auf empirische prinzipien

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gegründet ist in erwägung ziehen als

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galilei seine kugeln die schiefe fläche

7:47

mit einer von ihnen selbst gewählten

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schwere herab rollen oder tori treten

7:52

die luft ein gewicht was er sich zum

7:54

voraus dem einer ihm bekannten

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wassersäule gleich gedacht hatte tragen

7:58

ließ oder in späterer zeit stahl metalle

8:02

im kalk und diesen wiederum in metall

8:04

verwandelte indem er ihnen etwas entzug

8:07

oder wiedergab

8:08

so ging alle naturforschern ein licht

8:11

auf 13 erste anmerkung ich folge dir

8:16

nicht genau dem faden der geschichte der

8:18

experimental methode deren erster

8:21

anfänger auch wohl nicht bekannt sind

8:23

sie begriffen dass die vernunft nur das

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einsieht was sie selbst nach ihrem

8:28

entwurf hervorbringt dass sie mit

8:30

prinzipien ihrer urteile nach

8:32

beständigen gesetzen vorangehen und die

8:35

natur nötigen müsse auf ihre fragen zu

8:37

antworten nicht aber sich von ihr allein

8:40

gleichsam am leid bande gängeln lassen

8:42

müsse denn sonst hängen zufällige nach

8:46

keinem vor entworfenen plane gemachte

8:48

beobachtungen gar nicht in einem

8:50

notwendigen gesetze zusammen welches

8:53

doch die vernunft sucht und bedarf

8:55

die vernunft muss mit ihren prinzipien

8:57

nach denen allein übereinstimmende

9:00

erscheinungen für gesetze gelten können

9:02

in einer hand und mit dem experiment das

9:06

ihr nach jenen ausdachte in der anderen

9:08

an die natur gehen und zwar um von ihr

9:11

belehrt zu werden aber nicht in der

9:13

qualität eines schülers der sich alles

9:16

vor sagen lässt was der lehrer will

9:18

sondern eines bestallten richters der

9:21

die zeugen nötigt auf die fragen zu

9:23

antworten die er ihnen vorliegt wie 14

9:27

und so hat sogar die physik diese

9:30

vorteilhafte revolution ihrer denkart

9:32

lediglich dem einfall zu verdanken

9:34

demjenigen was die vernunft selbst in

9:37

den natur- hineinlegt gemäss dasjenige

9:39

in ihr zu suchen nicht ihr anzudichten

9:42

was sie von dieser lernen muss und wovon

9:45

sie für sich selbst nichts wissen würde

9:48

hierdurch ist die naturwissenschaft

9:50

aller erst in den sicheren gang einer

9:52

wissenschaft gebracht worden da sie so

9:54

viele jahrhunderte durch nichts weiter

9:56

als ein herum tappen gewesen war der

10:00

metaphysik einer ganz isolierten

10:03

spekulativen vernunft erkenntnis die

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sich gänzlich über erfahrungs belehrung

10:08

erhebt und zwar durch bloße begriffe

10:10

nicht die mathematik durch anwendung

10:13

derselben auf anschauen wo also vernunft

10:15

selbst ihr eigener schüler sein soll ist

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das schicksal bisher noch so günstig

10:21

nicht gewesen dass sie den sicheren gang

10:23

einer wissenschaft einzuschlagen

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vermocht hätte ob sie gleich älter ist

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als alle übrigen und bleiben würde

10:30

wenngleich die übrigen insgesamt in dem

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stunde einer alles vertilgen barbara

10:34

gänzlich verschlungen werden sollten

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denn in ihr gerät die vernunft

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kontinuierlich ins stocken

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selbst wenn sie diejenigen gesetze

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welche die gemeinste erfahrung bestätigt

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wie sie sich anmaßt apriori einsehen

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will die 15

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in ihr muss man unzählige male den weg

10:54

zurück tun weil man findet dass er nicht

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dahin führt wo man hin will und was die

11:00

einhelligkeit ihrer anhänger in

11:01

behauptungen betrifft so ist sie noch so

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weit davon entfernt dass sich vielmehr

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ein kampfplatz ist der ganz eigentlich

11:08

dazu bestimmt zu sein scheint dass seine

11:11

kräfte im spiel gefechte zu üben

11:13

auf dem noch niemals irgendein vechta

11:16

sich auch den kleinsten platz hat er

11:18

kämpfen und auf seinen sieg einen

11:20

dauerhaften besitz gründen können

11:22

es ist also kein zweifel dass ihr

11:25

verfahren bisher ein bloßes herum tappen

11:28

und was das schlimmste ist unter bloßen

11:31

begriffen gewesen sei woran liegt es nun

11:34

dass hier noch kein sicherer weg der

11:36

wissenschaft hat gefunden werden können

11:39

ist er etwa unmöglich woher hat den die

11:43

natur unsere vernunft mit der rastlosen

11:45

bestrebung heimgesucht ihm als einer

11:48

ihrer wichtigsten angelegenheit

11:49

nachzuspüren noch mehr die wenig haben

11:53

wir ursache vertrauen in unsere vernunft

11:55

zu setzen wenn sie uns in einem der

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wichtigsten stücke unserer wissbegierde

11:59

nicht bloß verlässt sondern durch

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spiegelungen hinhält und am ende

12:05

betrügt

12:06

oder ist der weg bisher nur verfehlt

12:09

welche anzeige können wir benutzen um

12:11

bei erneutem nachsuchen zu hoffen dass

12:14

wir glücklicher sein werden als andere

12:16

vor uns gewesen sind b16 ich sollte

12:20

meinen die beispiele der mathematik und

12:23

naturwissenschaften die durch eine auf

12:25

einmal zustande gebrachten revolution

12:27

das geworden sind was sie jetzt sind

12:29

wären merkwürdig genug um den

12:31

wesentlichen stücke der um änderung der

12:33

denkart die ihnen sofort haft geworden

12:36

ist nachzusinnen und ihnen so viel ihre

12:39

analogie als vernunft erkenntnisse mit

12:42

der metaphysik verschattet ihren

12:44

wenigstens zum versuche nachzuahmen

12:47

bisher nahm man an alle unsere

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erkenntnis müsse sich nach den

12:51

gegenständen richten

12:52

aber alle versuche über sie apriori

12:55

etwas durch begriffe auszumachen

12:58

wodurch unsere erkenntnis erweitert

13:00

würde gingen unter dieser voraussetzung

13:02

zunichte

13:04

man versuche es daher einmal ob wir

13:07

nicht in den aufgaben der metaphysik

13:08

damit besser fortkommen das wir annehmen

13:10

die gegenstände müssen sich nach unserer

13:13

erkenntnis richten

13:15

welches so schon besser mit der

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verlangten möglichkeit einer erkenntnis

13:19

derselben apriori zusammen stimmt die

13:22

über gegenstände die sie uns gegeben

13:24

werden

13:25

etwas festsetzen soll es ist hier mit

13:28

ebenso als mit den ersten gedanken des

13:31

kopernikus brand der nach dem es mit der

13:34

erklärung der himmels bewegungen gar

13:36

nicht gut ford wollte wenn er annahm das

13:38

ganze sternen her drehe sich um den

13:40

zuschauer versuchte ob es nicht besser

13:43

gelingen möchte wenn er den zuschauer

13:45

sich drehen und dagegen die sterne in

13:48

ruhe ließ b 17 in der metaphysik kann

13:53

man nun was die anschauung der

13:55

gegenstände betrifft es auf ähnliche

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weise versuchen wenn die anschauen sich

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nach der beschaffenheit der gegenstände

14:01

richten müsste so sehe ich nicht ein wie

14:04

man apriori von ihr etwas wissen können

14:07

richtet sich aber dagegen stand als

14:10

objekt der sinne

14:11

nach der beschaffenheit unseres

14:12

anschauungs vermögens so kann ich mir

14:14

diese möglichkeit ganz wohl vorstellen

14:17

weil ich aber bei diesen anschauungen

14:20

wenn sie erkenntnisse werden sollen

14:22

nicht stehen bleiben kann sondern sie

14:25

als vorstellungen auf irgendetwas als

14:27

gegenstand beziehen und diesen durch

14:30

jene bestimmen muss so kann ich entweder

14:32

annehmen die begriffe wodurch ich diese

14:35

bestimmung zustande bringe richten sich

14:37

auch nach dem gegenstand und dann bin

14:40

ich wiederum in derselben verlegenheit

14:42

wegen der art wie ich apriori hiervon

14:44

etwas wissen können oder ich nehme an

14:47

der gegenstand oder welches einerlei ist

14:48

die erfahrung in welcher sie allein als

14:52

gegebene gegenstände erkannt werden

14:54

richte sich nach diesen begriffen so

14:57

sehe ich sofort eine leichtere auskunft

14:59

weil erfahren selbst eine erkenntnis

15:02

artist die verstand erfordert dessen

15:04

regelt ich in mir noch mehr gegenstände

15:07

gegeben werden

15:08

mit in a priori voraussetzen muss welche

15:12

inbegriffen apriori ausgedrückt wird

15:14

nach denen sich also alle gegenstände

15:16

der

15:17

fahren notwendig richten und mit ihnen

15:20

übereinstimmen müssen b18 was

15:24

gegenstände betrifft sofern sie bloß

15:26

durch vernunft und zwar notwendig

15:28

gedacht die aber so wenigstens wie die

15:31

vernunft sie denkt gar nicht in der

15:33

erfahrung gegeben werden können

15:35

so werden die versuche sie zu denken

15:37

denn denken müssen sie sich doch lassen

15:40

herr nach einem herrlichen pro birstein

15:42

desjenigen abgeben was wir als die

15:44

veränderte methode der denkungsart

15:47

annehmen dass wir nämlich von den dingen

15:49

nur das apriori erkennen was wir selbst

15:52

in sie hinein legen zweite anmerkung

15:57

diese dem naturforscher nachgeahmte

16:00

methode besteht also darin die elemente

16:03

der reinen vernunft in dem zu suchen was

16:06

sich durch ein experiment bestätigen

16:07

oder widerlegen lässt

16:09

nun lässt sich zur prüfung der sätze der

16:12

reinen vernunft vornehmlich wenn sie

16:14

über alle grenzen möglicher erfahrung

16:15

hinaus gewagt werden

16:17

kein experiment mit ihren objekten

16:19

machen wie in der naturwissenschaft also

16:22

wird es nur mit begriffen und

16:23

grundsätzen die wir apriori annahmen tun

16:26

nicht sein indem man sie nämlich so

16:28

einrichten dass diese gegenstände

16:30

einerseits als gegenstände der sinne und

16:33

des verstandes für die erfahren

16:35

andererseits aber doch als gegenstände

16:38

die man bloß denkt allenfalls für die

16:40

isolierte und über die erfahrungs grenze

16:43

hinaus streben der vernunft mithin von

16:45

zwei verschiedenen seiten betrachtet

16:47

werden können

16:49

19 findet es sich nun dass wenn man die

16:53

dinge aus jenem doppelten gesichtspunkte

16:56

betrachtet übereinstimmung mit dem

16:58

prinzip der reinen vernunft stattfinde

17:00

bei einer leihe gesichtspunkt aber ein

17:03

unvermeidlicher wieder streiter vernunft

17:05

mit sich selbst entspringen

17:06

so entscheidet das experiment für die

17:09

richtigkeit jener unterscheidung weiter

17:13

wie 19

17:14

an dieser versuch gelingt nach wunsch

17:16

und widerspricht der mit der physik in

17:18

ihrem ersten teile darf sie sich nämlich

17:21

mit begriffen apriori beschäftigt davon

17:24

die korrespondierenden gegenstände in

17:26

der erfahrung jenen angemessen gegeben

17:28

werden können

17:29

den sicheren

17:30

einer wissenschaft 19

17:34

denn man kann nach dieser veränderung

17:37

der denkt die möglichkeit einer

17:39

erkenntnis a priori ganz wohl erklären

17:42

und was noch mehr ist die gesetze welche

17:45

apriori der natur als dem inbegriff der

17:48

gegenstände der erfahrung zugrunde

17:50

liegen mit ihren genug tuenden beweisen

17:53

versehen welches beides nach der

17:55

bisherigen verfahrensart unmöglich ist

17:58

aber es ergibt sich aus dieser reduktion

18:01

unseres vermögens apriori zu erkennen

18:04

im ersten teil der metaphysik ein

18:06

befremdliches und dem ganzen zwecke

18:09

derselben der den zweiten teil

18:11

beschäftigt dem anschein nach sehr

18:13

nachteiliges resultat nämlich dass wir

18:16

mit ihm nie über die grenze mögliche

18:18

erfahrung hinaus kommen können welches

18:21

doch gerade die wesentlichste

18:22

angelegenheit dieser wissenschaft ist

18:25

b20 aber hierin liegt eben das

18:29

experiment einer gegenprobe der wahrheit

18:31

des resultates jener ersten würdigung

18:34

unserer vernunft erkenntnis apriori dass

18:37

sie nämlich nur auf erscheinungen gehe

18:39

die sache an sich selbst dagegen zwar

18:41

als für sich wirklich aber von uns

18:44

unerkannt liegen lassen

18:46

denn das was uns notwendig über die

18:48

grenze der erfahrung und aller

18:50

erscheinungen hinauszugehen treibt ist

18:52

das unbedingte welches die vernunft

18:55

innen dingen an sich selbst notwendig

18:57

und mit allem recht zu allem bedingten

18:59

und dadurch die reihe der bedingungen

19:01

als vollendet verlangt findet sich nun

19:05

wenn man annimmt

19:06

unsere erfahrung erkenntnis richte sich

19:09

nach den gegenständen als dingen an sich

19:12

selbst dass das unbedingte ohne

19:14

widerspruch gar nicht gedacht werden

19:16

könne dagegen wenn man annimmt

19:18

unsere vorstellung der dinge wie sie uns

19:21

gegeben werden richte sich nicht nach

19:22

diesen als dingen an sich selbst sondern

19:25

diese gegenstände vielmehr als

19:27

erscheinungen richten sich nach unserer

19:30

vorstellung sad der widerspruch

19:32

wegfallen und das folglich das

19:35

unbedingte nicht an dingen sofern wir

19:37

sie erkennen sie uns gegeben werden

19:40

wohl aber an ihnen sofern wir sie nicht

19:42

kennen

19:43

als sachen an sich selbst angetroffen

19:45

werden müsse so zeigt sich das was wir

19:49

anfangs nur zum versuche annahmen

19:51

gegründet sei b21 anmerkung 3

19:56

dieses experiment der reinen vernunft

19:58

hat mit dem der chemiker welches sie

20:01

manchmal den versuch der reduktion im

20:04

allgemeinen aber das synthetische

20:05

verfahren nennen viel ähnlichkeit die

20:09

analyse des meta physikers schied die

20:11

reine erkenntnis apriori in zwei sehr

20:14

ungleich artige elemente nämlich die der

20:17

dinge als erscheinungen und dann der

20:19

dinge an sich selbst die dialektik

20:21

verbindet beide wiederum zur

20:23

einhelligkeit mit der notwendigen

20:25

vernunft idee des unbedingten und findet

20:27

dass diese einhelligkeit niemals anders

20:29

als durch jene unterscheidung

20:31

herauskomme welche also die ware ist

20:35

weiter b 21

20:37

nun bleibt uns immer noch übrig nachdem

20:40

der spekulativen vernunft alles

20:42

fortkommen in diesem felde des

20:44

übersinnlichen abgesprochen worden zu

20:46

versuchen

20:47

ob sich nicht in ihrer praktischen

20:48

erkenntnis data finden jenen

20:51

transzendenten vernunft begriff des

20:53

unbedingten zu bestimmen und auf solche

20:56

weise dem wunsche der metaphysik gemäss

20:58

über die grenze aller möglichen erfahren

21:01

hinaus mit unserem aber nur in

21:03

praktische absicht möglichen erkenntnis

21:06

apriori zu gelangen

21:08

und bei einem solchen verfahren hat uns

21:10

die spekulative vernunft zur solche

21:12

erweiterung immer noch wenigstens platz

21:14

verschafft wenn sie ihn gleich wieder

21:16

lassen musste und es bleibt uns also

21:19

noch unbenommen ja wir sind gar dazu

21:21

durch sie aufgefordert in durch

21:23

praktische data derselben wände können

21:25

auszufüllen

21:28

anmerkung 4 so verschafften die zentrale

21:32

gesetze der bewegung der himmelskörper

21:33

dem was kopernikus anfänglich nur als

21:37

hypothese annahm ausgemachte gewissheit

21:39

und bewiesen zugleich die unsichtbare

21:42

den welt bau verbindende kraft der

21:45

notorischen anziehung welche auf immer

21:47

unentdeckt geblieben wäre wenn der erste

21:50

es nicht gewagt hätte auf eine

21:52

widersinnige aber doch wahre art die

21:55

beobachteten bewegungen nicht in den

21:57

gegenständen des himmels sondern in

21:59

ihrem zuschauer zu suchen

22:01

ich stelle in dieser vorrede die in der

22:04

kritik vorgetragen jener hypothese

22:07

analoge um änderung der denkt auch nur

22:10

als hypothese auf obwohl sie in der

22:12

abhandlung selbst aus der beschaffenheit

22:14

unserer vorstellungen von raum und zeit

22:16

und den elementar begriffen des

22:19

verstandes nicht hypothetisch sondern

22:21

apodiktisch bewiesen wird um nur die

22:24

ersten versuche einer solchen um

22:26

änderung welche alemanno poetisch sind

22:29

bemerkt ich zu machen

22:31

weiter b22 in jenem versuche das

22:36

bisherige verfahren der metaphysik

22:38

umzuändern

22:39

und dadurch dass wir nach dem beispiel

22:42

der geometer und naturforscher eine

22:45

gänzliche revolution mit derselben

22:46

vornehmen besteht nur das geschäft

22:49

dieser kritik der reinen spekulativen

22:51

vernunft

22:52

sie ist ein traktat von der methode

22:55

nicht ein system der wissenschaft selbst

22:58

aber sie verzeichnet gleichwohl den

23:01

ganzen umriss derselben sowohl in

23:03

ansehung ihrer grenzen als auch den

23:06

ganzen inneren glieder bau derselben 23

23:11

denn das hat dir eine spekulative

23:13

vernunft als eigentümlichkeit ansicht

23:16

dass ihr eigenes vermögen nach

23:19

verschiedenheit der art wie sie sich

23:21

objekte zum denken welt ausmessen und

23:24

auch selbst die mancherlei arten sich

23:27

aufgaben vorzulegen vollständig vor

23:29

zählen und so den ganzen foris zu einem

23:33

system der mit der physik verzeichnen

23:35

kann und soll

23:36

weil was das erste betrifft in der

23:39

erkenntnis apriori den objekten nichts

23:42

beigelegt werden kann

23:43

als was das denken das objekt aus sich

23:45

selbst her nimmt und was das zweite

23:48

anlangt sie in ansehung der erkenntnis

23:50

prinzipien eine ganz abgesonderte für

23:53

sich bestehende einheit ist in welcher

23:56

an jedes glied wie in einem

23:57

organisierten körper um alle anderen und

24:01

alle um eines willen da sind und kein

24:03

prinzip mit sicherheit in einer

24:06

beziehung genommen werden kann ohne es

24:08

zu gleich in der durchgängigen beziehung

24:10

zum ganzen reinen vernunft gebraucht

24:12

untersucht zu haben

24:15

dafür aber hat auch die metaphysik das

24:18

seltene glück welches keine anderen

24:20

vernunft wissenschaft die es mit

24:22

objekten zu tun hat denn die logik

24:24

beschäftigt sich nur mit der form des

24:26

denkens überhaupt zuteil werden kann

24:28

dass wenn sie durch diese kritik in den

24:31

sicheren gang einer wissenschaft

24:33

gebracht worden ist sie das ganze feld

24:35

der für sie gehörigen erkenntnisse

24:37

völlig befassen und also ihr werk

24:40

vollenden und für die nachwelt als eine

24:43

nie zu vermehren haupt stuhl zum

24:46

gebrauchen niederlegen kann wie 24 weil

24:50

sie es bloß mit prinzipien und den

24:52

einschränkungen ihres gebrauchs zu tun

24:54

hat welche durch jene selbst bestimmt

24:57

werden

24:58

zu dieser vollständigkeit ist sie daher

25:00

als grund wissenschaft auch verbunden

25:02

und von ihr muss gesagt werden können

25:05

lilac domrep utans sieg mit super asset

25:09

agenda sie hat nichts für getan wenn

25:11

noch etwas zu tun ist

25:13

aber was ist denn das wird man fragen

25:15

für einen schatz den wir der

25:17

nachkommenschaft mit einer solchen durch

25:20

kritik geläuterten dadurch aber auch in

25:22

einen beharrlichen zustand gebrachten

25:24

metaphysik zu hinterlassen gedenken

25:26

man wird bei einer flüchtigen übersicht

25:29

dieses werkes wahrzunehmen glauben dass

25:32

der nutzen davon doch nur ein negativer

25:34

sei uns nämlich mit der spekulativen

25:37

vernunft niemals über die erfahrungs

25:39

grenze hinaus zu wagen

25:40

und das ist auch in der tat ihr erster

25:43

nutzen diese aber wird bald positiv wenn

25:47

man ihnen wird dass die grundsätze mit

25:50

denen sich spekulative vernunft über

25:52

ihre grenzen hinaus wagt in der tat

25:55

nicht erweiterung sondern wenn man sie

25:57

näher betrachtet verengung unseres

26:00

vernunft gebrauch es zum

26:01

unausweichlichen erfolge haben nehmen

26:04

sie wirklich die grenzen der

26:05

sinnlichkeit zu der sie eigentlich

26:08

gehören mb 25 über alles zu erweitern

26:12

und zu dem reinen praktischen vernunft

26:14

gebrauch gar zu verdrängen drohen daher

26:18

ist eine kritik welche die erste

26:20

einspringt insofern zwar negativ aber

26:23

indem sie dadurch zugleich ein hindernis

26:26

welche den letzteren gebrauch 1

26:28

oder gar zu vernichten droht aufhebt in

26:31

der tat von positiven und sehr wichtige

26:34

nutzen sobald man überzeugt wird dass es

26:37

einen schlechterdings notwendigen

26:39

praktischen gebrauch der reinen vernunft

26:40

den moralischen gebrauch gebe in welchen

26:44

sie sich unvermeidlich über die grenzen

26:46

der sinnlichkeit erweitert dazu sieht

26:49

zwar von der spekulativen vernunft

26:51

keiner bei hilfebedarf dennoch aber

26:53

wieder ihre gegen wirkung gesichert sein

26:56

muss um nicht in widerspruch mit sich

26:58

selbst zu geraten

26:59

in diesem dienste der kritik den

27:03

positiven nutzen abzusprechen wäre

27:05

ebenso viel als zu sagen dass die

27:07

polizei keinen positiven nutzen schaffen

27:10

weil ihr haupt geschäfte doch nur ist

27:12

der gewalttätigkeit welche bürger von

27:15

bürgern zu besorgen haben einen riegel

27:17

vorzuschieben damit ein jeder seine

27:20

angelegenheit ruhig und sicher treiben

27:22

können

27:23

das raum und zeit nur formen der

27:25

sinnlichen anschauen also nur

27:27

bedingungen der existenz der dinge als

27:30

erscheinungen sind dass wir fördern und

27:32

keine verstandes begriffe mit denen auch

27:35

gar keine elemente zur erkenntnis der

27:36

dinge haben als sofern diesen begriffen

27:39

korrespondierende anschauung gegeben

27:41

werden kann

27:42

b 26 folglich wir von keinem

27:46

gegenstandes als dinge an sich selbst

27:49

sondern nur sofern das objekt der

27:51

sinnlichen anschauung ist das heißt als

27:53

erscheinung erkenntnis haben können mit

27:56

dem analytischen teile der kritik

27:58

bewiesen

27:59

woraus dann freilich die einschränkung

28:01

aller nur möglichen spekulativen

28:03

erkenntnis der vernunft auf bloße

28:05

gegenstände der erfahrung folgt

28:07

gleichwohl wird welches wohl angemerkt

28:10

werden muss

28:11

doch dabei immer vorbehalten dass wir

28:13

eben dieselben gegenstände auch als

28:16

dinge an sich selbst wenngleich nicht

28:18

erkennen

28:19

doch wenigstens müssen denken können

28:22

anmerkung 5 einen gegenstand erkennen

28:25

dazu wird erfordert dass ich seine

28:28

möglichkeit es sei nach dem zeugnis der

28:30

erfahrung aus seiner wirklichkeit oder

28:32

apriori durch vernunft beweisen können

28:35

aber denken kann ich was ich will wenn

28:38

ich mir nur nicht selbst wieder sprecher

28:40

das ist wenn mein begriff nur ein

28:42

möglicher gedanke ist ob ich zwar dafür

28:44

nicht stehen kann

28:45

ob im inbegriff aller möglichkeiten

28:48

diesem auch ein objekt korrespondieren

28:50

oder nicht um einem solchen begriffe

28:53

aber objektive gültigkeit also reale

28:56

möglichkeit denn die erste war bloß die

28:59

logische weit zu legen

29:00

dazu wird etwas mehr erfordert dieses

29:03

mehrere aber braucht eben nicht in

29:05

theoretischen erkenntnisquellen gesucht

29:07

zu werden

29:08

es kann auch in praktischen liegen

29:10

weiter b 26 denn sonst würde der

29:14

ungereimte satz daraus folge dass

29:17

erscheinung ohne etwas wehren was da

29:20

erscheint b 27 nun wollen wir annehmen

29:25

die durch unsere kritik notwendig

29:27

gemacht unterscheidung der dinge als

29:30

gegenstände der erfahrung von eben

29:32

denselben dingen an sich selbst wäre gar

29:34

nicht gemacht so müsste der grundsatz

29:37

der kausalität und mithin der natur

29:39

mechanismus in bestimmung derselben

29:42

durchaus von allen dingen überhaupt als

29:45

wirkenden ursachen gelten

29:47

von eben diesem wesen also zb der

29:50

menschlichen seele würde ich nicht sagen

29:52

können ihr wille sei frei und er sei

29:55

doch zugleich der natur notwendigkeit

29:57

unterworfen das heißt nicht frei ohne in

30:01

einen offenbaren widerspruch zu geraten

30:03

weil ich die seele in beiden sätzen in

30:06

eben derselben bedeutung nämlich als

30:09

ding überhaupt als sache an sich selbst

30:11

genommen habe ohne vorhergehende kritik

30:14

auch nicht anders nehmen konnte wenn

30:17

aber die kritik nicht geirrt hat da sie

30:19

das objekt in zweierlei bedeutung nehmen

30:21

wird nämlich als erscheinung oder als

30:24

ding an sich selbst wenn die reduktion

30:27

ihrer verstandes begriffe richtig ist

30:28

mithin auch der grundsatz der kausalität

30:31

nur auf dinge im ersten sinne genommen

30:34

werden nämlich sofern sie gegenständen

30:36

erfahrung sind geht eben dieselbe aber

30:39

nach der zweiten bedeutung im nicht

30:41

unterworfen sind so wird eben derselbe

30:44

wille in der erscheinung den sichtbaren

30:47

handlungen als dem naturgesetz notwendig

30:49

gemäss und sofern nicht frei und doch

30:52

andererseits als einem dinge an sich

30:54

selbst an gehörig jenem nicht

30:56

unterworfen mithin als frei gedacht ohne

30:59

dass hierbei ein widerspruch vorgeht

31:02

die 28 ob ich nun gleich meine seele von

31:06

der letzteren seite betrachtet durch

31:09

keine spekulative vernunft noch weniger

31:11

durch empirische beobachtung mit den

31:14

auch nicht der freiheit als eigenschaft

31:16

eines wesens dem ich wirkungen in der

31:18

sin welt zu schreiber kennen kann

31:20

denn darum weil ich ein solches seiner

31:24

existenz nach und doch nicht in der zeit

31:27

bestimmt erkennen müssen welches weil

31:30

ich meine begriffe keine anschauung

31:31

unterlegen kann unmöglich ist

31:33

so kann ich mir doch die freiheit denken

31:36

das heißt die vorstellung davon enthält

31:39

wenigstens keinen widerspruch in sich

31:41

wenn unsere kritische unterscheidung

31:43

beide der sinnlichen und intellektuellen

31:45

vorstellungs arten und die davon

31:48

herrührende einschränkungen der reine

31:49

verstandes begriffe mit denen auch der

31:52

aus ihnen fließenden grundsätze stadt

31:54

hat

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