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Martin Heidegger - Zeit und Sein (Vortrag aus dem Jahr 1962)

1:13:27GermanTranscribed Jul 24, 2026
0:01

[Applaus]

0:32

meine Damen und

0:34

Herren der folgende

0:38

Vortrag verlangt ein kurzes

0:43

Vorwort würden uns jetzt im

0:47

Original zwei Bilder von Paul KLE

0:51

gezeigt der in seinem Todesjahr

0:55

geschaffen hat das Aquarell heilige aus

0:59

aus seinem Fenster und den tempor

1:03

aufrupfen Tod und

1:05

Feuer dann möchten wir lange davor

1:09

verweilen und jeden Anspruch

1:13

aufmittelbare

1:14

Verständlichkeit

1:18

preisgeben könnte uns jetzt und gar

1:22

durch den Dichter Georg trakel selbst

1:26

sein Gedicht sieben Gesang des Todes

1:30

vorgesagt

1:31

werden dann möchten wir es oft hören und

1:36

jeden Anspruch auf unmittelbare

1:39

Verständlichkeit

1:42

preisgeben wollte uns jetzt Werner

1:45

Heisenberg einen Ausschnitt seiner

1:48

theoretisch physikalischen Gedanken auf

1:51

dem Weg zu der von ihm gesuchten

1:54

Weltformel

1:56

darstellen dann möchten vielleicht wenn

1:59

es hochkmt zwei oder drei der Zuhörer

2:04

ihm folgen können wir übrigen aber ohne

2:09

Wiederrede jeden Anspruch auf

2:12

unmittelbare

2:13

Verständlichkeit

2:17

preisgeben nicht so gegenüber dem Denken

2:22

das Philosophie heißt denn es soll

2:27

Weltweisheit bieten

2:30

wenn nicht gar eine Anweisung zum

2:33

seligen

2:37

Leben nun könnte aber ein solches Denken

2:40

heute in eine Lage versetzt

2:43

sein die Besinnung verlangt die weit

2:49

abliegt von einer nutzbaren

2:54

Lebensweisheit ein denken könnte nötig

2:57

geworden sein dass sol zu bedenken hat

3:02

woraus sogar die genannte Malerei und

3:05

Dichtung und die

3:08

mathematischphysikalische Theorie ihre

3:11

Bestimmung

3:13

empfangen wir müssten dann auch hier den

3:18

Anspruch auf unmittelbare

3:20

Verständlichkeit

3:22

preisgeben wir müssen in das gleich wohl

3:26

zuhören weil es gilt

3:30

unumgängliches aber

3:32

vorläufiges zu

3:35

denken darum darf es weder überraschen

3:40

noch

3:41

verwundern wenn die meisten der Hörer

3:44

sich an dem Vortrag

3:48

stoßen ob jedoch einige durch den

3:51

Vortrag jetzt oder später in ein

3:55

weiteres Nachdenken

3:57

gelangen lässt sich nicht

4:01

ausmachen es gilt einiges von dem

4:05

Versuch zu sagen der das sein ohne die

4:10

Rücksicht auf eine Begründung des Seins

4:12

aus dem Seienden

4:15

denkt der Versuch sein ohne das Seiende

4:19

zu denken wird

4:21

notwendig weil anders sonst wie mir

4:24

scheint keine Möglichkeit mehr besteht

4:28

das sein dessen was heute rund um den

4:32

Erdball ist eigenes in den Blick zu

4:36

bringen geschweige denn das Verhältnis

4:40

des Menschen zu dem was bislang sein

4:44

hieß hinreichend zu

4:48

bestimmen ein kleiner Wink für das Hören

4:52

sei

4:54

gegeben es

4:56

gilt nicht eine Reihe von sesetzen

5:01

anzuhören sondern dem Gang des Zeigens

5:06

zu

5:10

folgen Zeit und

5:13

sein was gibt den Anlass Zeit und sein

5:18

zusammen zu

5:19

nennen sein besagt seit der Frühe des

5:24

abendländischuropäischen Denkens bis

5:26

heute dasselbe wie Anwesen aus Anwesen

5:32

Anwesenheit spricht

5:35

Gegenwart diese bildet nach der

5:38

geläufigen Vorstellung mit Vergangenheit

5:41

und Zukunft die Charakteristik der Zeit

5:45

sein wird als

5:48

Anwesenheit durch die Zeit

5:51

bestimmt dass es sich so

5:54

verhält könnte schon genügen um eine

5:58

unablässige Unruhe in das Denken zu

6:01

bringen diese Unruhe steigert sich

6:04

sobald wir uns aufmachen dem

6:07

nachzudenken inwiefern es diese

6:10

Bestimmung des Seins durch die Zeit gibt

6:15

inwiefern das frägt weshalb auf welche

6:19

Weise und woher spricht im sein der

6:23

gleichen wie

6:25

Zeit jeder Versuch das Verhältnis von

6:29

Sein und Zeit mit Hilfe der landläufigen

6:32

und ungefähren Vorstellungen von Zeit

6:35

und sein hinreichend zu denken

6:38

verstrickt sich als bald in ein

6:41

unentwirrbares Geflecht kaum

6:44

durchdachter

6:46

Beziehungen wir nennen die Zeit wenn wir

6:50

sagen jedes Ding hat seine Zeit dies

6:55

meint jegliches was jeweilen ist jeder

6:59

Seiende kommt und geht zur rechten Zeit

7:03

und bleibt eine Zeit lang während der

7:06

ihm zugemessenen Zeit jedes Ding hat

7:10

seine Zeit aber ist das sein ein Ding

7:15

ist das sein so wie ein jeweilig

7:19

Seiendes in der Zeit ist das sein

7:24

überhaupt würde es sein dann müssten wir

7:28

es unweigerlich als etwas Seiendes

7:30

anerkennen und dem zufolge unter dem

7:34

übrigen Seienden als ein solches

7:39

vorfinden dieser Hörsaal ist der Hörsaal

7:44

ist beleuchtet den beleuchteten hösal

7:48

werden wir ohne Bedenken als etwas

7:50

Seiendes

7:52

anerkennen aber wo im ganzen heersaal

7:55

finden wir das

7:58

ist nirgends unter den Dingen finden wir

8:02

das

8:03

sein jedes Ding hat seine Zeit sein aber

8:08

ist kein Ding ist nicht in der Zeit

8:13

gleichwohl bleibt sein als Anwesen

8:17

Gegenwart durch die Zeit durch

8:20

zeithaftes

8:23

bestimmt was in der Zeit ist und der

8:25

Gestalt durch die Zeit bestimmt wird

8:28

nennt man das

8:30

zeitliche wir sagen wenn ein Mensch

8:32

stirbt und aus dem hiesigen hier und

8:35

dort Seienden weggenommen wird er hat

8:38

das Zeitliche

8:40

gesegnet das Zeitliche meint das

8:43

Vergängliche solches was im Verlauf der

8:46

Zeit

8:48

vergeht unsere Sprache sagt dies noch

8:53

genauer solches was mit der Zeit vergeht

8:57

denn die Zeit selber

9:00

vergeht aber indem die Zeit ständig

9:04

vergeht bleibt sie als

9:07

Zeit bleiben heißt nicht verschwinden

9:11

also

9:12

Anwesen damit wird die Zeit durch ein

9:15

Sein

9:16

bestimmt wie soll dann sein durch Zeit

9:20

bestimmt

9:22

bleiben sein ist kein Ding dennoch

9:26

nichts zeitliches demnch nichts

9:29

zeitliches wird in des gleichwohl als

9:32

Anwesenheit durch Zeit

9:34

bestimmt Zeit ist kein

9:37

Ding demnach nichts Seiendes bleibt aber

9:42

in ihrem Vergehen ständig ohne selber

9:45

etwas zeitliches zu sein wie das in der

9:49

Zeit

9:50

seien Sein und Zeit bestimmen sich

9:54

wechselweise jedoch so dass jenes das

9:58

sein

9:59

weder als zeitliches noch dieses die

10:03

Zeit als Seiendes angesprochen werden

10:06

kann dies alles

10:10

bedenkend treiben wir in

10:12

widersprechenden Aussagen

10:14

[Musik]

10:16

umher doch wie sollen wir uns auf den

10:19

durch die Titel Sein und Zeit Zeit und

10:23

seinen genannten Sachverhalt sachgerecht

10:27

einlassen Antwort in der Weise dass wir

10:31

dem hier genannten Sachen vorsichtig

10:36

nachdenken vorsichtig dies mein zunächst

10:39

nicht übereilt die Sachen mit

10:43

ungeprüften Vorstellungen überfallen

10:46

Ihnen viel mehr sorgsam

10:52

Nachsinnen aber dürfen wir sein dürfen

10:55

wir Zeit als Sachen

10:58

ausgeben sie sind keine Sachen wenn

11:00

Sache meint etwas

11:03

Seiendes das Wort Sache eine Sache soll

11:08

uns jetzt solches bedeuten worum es sich

11:11

in einem maßgebenden Sinne handelt

11:14

sofern sich darin etwas

11:17

unübergebares

11:18

verbirgt sein eine Sache vermutlich die

11:24

Sache des

11:25

Denkens Zeit eine Sache vermutlich die

11:30

Sache des Denkens wenn anders im sein

11:34

als Anwesenheit dergleichen wie Zeit

11:38

spricht Sein und

11:41

Zeit Zeit und sein nennen das Verhältnis

11:46

beider Sachen den Sachverhalt der beide

11:50

Sachen zueinander hält und ihr

11:53

Verhältnis

11:56

aushält diesem Sachverhalt nach zu

11:59

Sinnen ist dem Denken

12:01

aufgegeben gesetzt dass es gesonnen

12:04

bleibt seine Sache

12:09

auszuhaden sein eine Sache aber nichts

12:14

Seiendes Zeit eine Sache aber nichts

12:19

zeitliches vom Seienden sagen wir es

12:23

ist in der Hinsicht auf die Sache sein

12:27

und auf die Sache

12:29

Zeit bleiben wir vorsichtig wir sagen

12:33

nicht sein ist Zeit ist sondern es gibt

12:40

sein und es gibt

12:44

Zeit zunächst haben wir durch diese

12:48

Wendung nur den Sprachgebrauch

12:50

geändert statt es ist sagen wir es

12:55

gibt um über den sprachlichen Ausdruck

12:59

zurück zur Sache zu gelangen müssen wir

13:04

erweisen was dieses es gibt

13:08

sagt wir gelangen zur Sache indem wir

13:12

erörtern was sein besagt dass es gibt

13:17

indem wir erörtern was Zeit besagt die

13:21

es gibt dem gemäß versuchen wir auf das

13:25

es vorzublicken das Sein und Zeit gibt

13:31

also

13:33

vorblickend werden wir noch in einem

13:36

anderen Sinne

13:38

vorsichtig wir versuchen das es und sein

13:42

geben in die Sicht zu bringen und

13:46

schreiben das es

13:50

groß wir denken zuerst am sein nach um

13:54

es selbst in sein eigenes zu denken wir

13:59

denken soan der Zeit nach um sie selbst

14:02

in ihr eigenes zu denken schließlich

14:05

sehen wir zu welcher Sachverhalt im

14:09

Verhältnis beider Sachen im Durchblick

14:12

durch sie sich zeigt sein dahindurch

14:18

jegliches Seiende als ein solches

14:20

gezeichnet ist sein Anwesen besagt

14:25

eigens gedacht Anwesen

14:29

nämlich

14:31

anwesendes denken wir nun das sooh zu

14:34

denkende sein nicht mehr nur in seiner

14:37

Beziehung zum

14:38

Seienden denken wir das Anwesen lassen

14:42

aus ihm

14:43

selbst

14:45

eigentlicher dann sagt es uns das

14:48

Anwesen lassen wird dadurch in sein

14:51

eigenes bestimmt dass es ins

14:55

unverborgene bringt an an Wesen lassen

14:59

heißt

15:02

entbergen im

15:04

entbergen spielt ein geben jenes nämlich

15:09

das im Anwesen lassen das Anwesen das

15:13

heißt sein gibt

15:18

indes bleibt für uns das geben noch

15:21

ebenso dunkel wie das hier genannte es

15:25

das

15:26

gibt das sein selbst eigigen denken

15:30

verlangt vom sein abzusehen

15:35

ist wie in aller Metaphysik nur aus dem

15:39

Seienden her und für dieses als dessen

15:42

Grund ergründet und ausgelegt wird

15:46

abzusehen das sein eigens denken

15:49

verlangt das sein als den Grund des

15:53

Seienden fahren lassen

15:55

zugunsten des im ent

15:59

verborgen spielenden Gebens das heißt

16:02

des es

16:05

gibt sein gehört als die Gabe dieses es

16:10

gibt in das geben die Gabe wird nicht

16:14

weggegeben sondern verwandelt nämlich

16:17

als entbergen im geben

16:21

einbehalten sein ist nicht sein gibt es

16:26

als das entbergen von

16:31

Anwesen dass es gibt sein könnte sich um

16:35

einiges deutlicher zeigen sobald wir dem

16:38

hier gemeinten geben noch entschiedener

16:42

nachdenken und solches gelingt dadurch

16:46

dass wir auf den Reichtum der Wandlung

16:48

dessen achten was man unbestimmt genug

16:51

das sein nennt was man zugleich in

16:55

seinem eigensten verkennt solange man es

16:59

für den Lehsten aller Lehren Begriffe

17:04

hält ein Versuch der wandlungsfülle des

17:08

Seins nachzusinnen gewinnt den ersten

17:11

und zugleich wegweisenden Anhalt dadurch

17:15

dass wir sein im Sinne von Anwesen

17:20

denken woher nehmen wir aber nun das

17:24

Recht zur Kennzeichnung des Seins als

17:27

Anw

17:30

die Frage kommt zu spät denn diese

17:34

Prägung des Seins hat sich längst ohne

17:38

unser Zutun oder gar Verdienst

17:41

entschieden demnach sind wir in die

17:45

Kennzeichnung des Seins als Anwesen

17:48

gebunden sie hat ihre Verbindlichkeit

17:51

aus dem Beginn der entbergung des Seins

17:55

als eines Sagbaren das heißt

18:00

denkbaren seit dem Anfang des

18:02

abendländischen Denkens bei den Griechen

18:04

hält sich alles sagen von sein und ist

18:08

im Andenken an die das Denken bindende

18:13

Bestimmung des Seins als

18:16

Anwesen dies gilt auch von dem die

18:20

modernste Technik und industrieleitenden

18:24

Denken freilich nur noch in einem

18:27

gewissen

18:30

nachdem die moderne Technik ihre

18:32

Ausbreitung und Herrschaft über die

18:34

ganze Erde hin eingerichtet hat Kreisen

18:38

nicht erst die sputniks und deren

18:40

Ableger um unseren Planeten sondern das

18:44

sein als Anwesen im Sinne des

18:47

berechenbaren

18:49

Bestandes spricht als bald gleichförmig

18:53

alle Erdbewohner an ohne dass die

18:56

Bewohner der AU europäischen Erdteile

18:59

eigens davon wissen oder gar von der

19:03

Herkunft dieser Bestimmung des Seins

19:07

Wissen Können und Wissen

19:13

mögen sein als Anwesen vernehmen wir

19:16

aber keineswegs nur und erst im Andenken

19:19

an die frühe durch das Griechentum

19:22

vollbrachte Darstellung der entbergung

19:24

des Seins wir vernehmen Anwesen jeder

19:28

einfachen hinreichend vorurteilsfreien

19:32

Besinnung auf die vorhandenheit und

19:36

zuhandenheit des

19:38

sein

19:39

zuhandenheit sowohl wie vorhandenheit

19:42

sind weisen des

19:45

Anwesens am bedrängendsten zeigt sich

19:49

uns das

19:50

weitreichende des Anwesens dann wenn wir

19:55

bedenken dass auch und gerade das

19:59

abwesen durch ein bis Weilen ins

20:03

unheimliche gesteigertes

20:05

Anwesen bestimmt

20:08

bleibt

20:10

indes können wir die wandlungsfühle des

20:13

Anwesens auch historisch feststellen

20:15

durch den Hinweis das Anwesen sich zeigt

20:18

früh als das hen das einigende einzig

20:23

eine als der Logos die das allfwahrende

20:27

Versammlung

20:28

als die idea Usia energa

20:32

substania akualitas Perzeption mon als

20:38

Gegenständlichkeit als gesetztheit des

20:40

sich Setzens im Sinne des Willens der

20:43

Vernunft der Liebe des Geistes der Macht

20:47

als Wille zur Willen zum Willen in der

20:50

ewigen Wiederkehr des

20:53

Gleichen das historisch

20:56

feststellbare lässt sich im innerhalb

20:58

der Geschichte

20:59

vorfinden die Entfaltung der

21:02

wandlungsfülle des Seins sieht zunächst

21:05

aus wie eine Geschichte des

21:07

Seins aber das sein hat keine Geschichte

21:11

so wie eine Stadt oder ein Volk seine

21:14

Geschichte hat das geschichtartige der

21:18

Geschichte des Seins bestimmt sich

21:21

offenbar daraus und nur daraus wie sein

21:25

geschieht dies heißt nach dem bisher

21:29

dargelegten aus der Weise wie es sein

21:34

gibt im Beginn der entbergung von sein

21:38

wird zwar sein

21:41

einion gedacht aber nicht dass es gibt

21:46

stattdessen sagt parmenedes

21:48

estig ein es ist nämlich

21:53

sein vor Jahr

21:56

1947 wurde im Brief über den Humanismus

21:59

zu dem genannten Spruch des paramenedes

22:02

vermerkt dass estiger einer des

22:06

parmenedes ist heute noch

22:09

ungedacht dieser Hinweis möchte einmal

22:13

anmerken dass wir dem genannten Spruch

22:16

es ist nämlich sein nicht vorschnell

22:20

eine naheliegende Auslegung unterstellen

22:23

dürfen die das in ihm gedachte

22:26

unzugänglich macht

22:29

jegliches nämlich von dem wir sagen es

22:32

sei wird dabei als etwas Seiendes

22:35

vorgestellt aber sein ist nichts

22:39

Seiendes somit kann das im Spruch des

22:42

paramides betonte

22:44

esti das sein das es nennt nicht als

22:48

etwas Seiendes vorstellen das betonte

22:52

esti besagt zwar wörtlich übersetzt es

22:56

ist allein die ung hört aus dem esti

22:59

jenes heraus was die Griechen damals

23:02

schon in dem betonten esti dachten und

23:06

was wir umschreiben können durch es

23:10

vermag

23:12

indes blieb der Sinn dieses Vermögens

23:15

damals und späterhin ebenso ungedacht

23:19

wie das es das sein

23:24

vermag sein Vermögen heißt ergeben und

23:29

geben in dem esti verbirgt sich dass es

23:35

gibt im Beginn des abendländischen

23:38

Denkens wird das sein gedacht aber nicht

23:41

dass es gibt als ein

23:44

solches dieses entzieht sich zugunsten

23:48

der Gabe die es gibt welche Gabe

23:51

künftigin ausschließlich als sein und

23:56

zwar im Hinblick auf das Seiende gedacht

23:59

und in Begriffe gebracht

24:03

wird ein

24:06

geben das nur seine Gabe

24:11

gibt sich selbst jedoch dabei zurückhält

24:15

und

24:17

entzieht ein solches geben nennen wir

24:21

das

24:24

schicken nach dem so zu denkenden Sinn

24:27

von geben ist sein dass es gibt das

24:33

geschickte der Gestalt geschickt bleibt

24:37

jede seiner

24:39

Wandlungen das geschichtliche der

24:42

Geschichte des Seins bestimmt sich aus

24:44

dem geschickhaften eines

24:47

schickens nicht aus einem unbestimmt

24:51

gemeinten

24:54

Geschehen Seins Geschichte heißt

24:58

Geschick von sein in welchen schickungen

25:02

sowohl das schicken als auch das es das

25:04

schickt an sich halten mit einer

25:08

Bekundung und so sich dem Denken

25:12

vorenthalten an sich halten heißt

25:15

griechisch

25:16

Epoche daher die Rede von Epochen des

25:20

seinsgeschickes

25:22

Epoche meint hier nicht einen

25:24

Zeitabschnitt im Geschehen sondern den

25:27

Grundzug des schickens das jeweilige an

25:31

sich halten seiner selbst zugunsten der

25:34

vernehmbarkeit der Gabe das heißt des

25:38

Seins im Hinblick auf die Ergründung des

25:44

Seienden die Folge der Epochen im

25:47

Geschick von sein ist weder zufällig

25:52

noch lässt sie sich als notwendig

25:55

errechnen gleichwohl bekundet sich das

25:58

schickliche im Geschick das gehörige im

26:02

zusammengehören der

26:04

Epochen wenn Platon das sein als Eidos

26:08

und als kinonia der Ideen vorstellt

26:12

Aristoteles als

26:14

inergeier kannt als Position Hegel als

26:18

den absoluten Begriff nche als Willen

26:22

zur Macht dann sind das nicht zufällig

26:27

vorgebrachte lehren sondern Worte des

26:31

Seins als Antworten auf einen Zuspruch

26:37

der in dem sich selber verbergenden

26:41

schicken

26:42

im es gibt

26:45

sein

26:48

spricht jeweils einbehalten in der sich

26:52

entziehenden Schickung wird das sein mit

26:55

seiner epochalen wandlungsfülle

26:58

dem Denken

27:00

entborgen in die Überlieferung der

27:03

Epochen des

27:04

seinsgeschickes bleibt das Denken

27:07

gebunden auch dann und gerade dann wenn

27:11

es Eining Gedenk wird dessen wie und

27:14

woher jeweils das Sein selbst die im

27:18

eigene Bestimmung

27:20

empfängt

27:22

nämlich aus dem es gibt sein

27:28

das geben zeigte sich jetzt als

27:31

schicken wie aber ist das es zu denken

27:35

das sein

27:37

gibt der einleitende Vermerk über die

27:41

Zusammenstellung von Zeit und sein wies

27:44

darauf hin dass sein als Anwesenheit

27:49

Gegenwart in einem noch nicht bestimmten

27:52

Sinne durch einen zeitcharakter und

27:55

somit durch Zeit geprägt

27:58

sei von daher legt sich die Vermutung

28:02

nahe dass es das sein gibt sein als

28:08

Anwesen und Anwesen lassen

28:11

bestimmt könnte sich in dem finden

28:14

lassen was im Titel Sein und Zeit Zeit

28:19

und sein Zeit

28:24

heißt wir folgen dieser Mutung und

28:28

Denken der Zeit

28:31

nach Zeit ist uns in gleicher Weise

28:34

durch geläufige Vorstellungen bekannt

28:36

wie sein aber auch in derselben Weise

28:42

unerkannt sobald wir uns vornehmen das

28:46

der

28:47

zeiteigentümliche zu

28:50

erörtern während wir soeben dem sein

28:54

nachdachten hat sich erwiesen das

28:58

eigentümliche des Seins das wohin es

29:01

gehört und worin es einbehalten bleibt

29:05

zeigt sich im es gibt und dessen geben

29:08

als

29:09

schicken das eigentümliche des Seins ist

29:13

nichts

29:15

seinsartiges denken wir dem sein eigens

29:18

nach dann führt uns die Sache selbst in

29:22

gewisser Weise vom sein Weg und wir

29:25

denken das Geschick das sein als Gabe

29:31

gibt sofern wir dies

29:34

beachten machen wir uns darauf gefasst

29:37

dass auch das eigentümliche der Zeit

29:40

sich nicht mehr mit Hilfe der geläufigen

29:44

Charakteristik der gewöhnlich

29:47

vorgestellten Zeit bestimmen

29:50

lässt die Zusammenstellung von Zeit und

29:55

sein enthält jedoch doch die

29:59

Anweisung mit dem Blick auf das vom sein

30:05

Gesagte die Zeit in ihr

30:08

eigentümliches zu

30:11

erörtern sein heißt Anwesen Anwesen

30:16

lassen

30:18

Anwesenheit wir lesen z.B irgendwo die

30:22

Mitteilung in Anwesenheit zahlreicher

30:26

Gäste

30:27

wurde das Fest

30:29

gefeiert der Satz könnte auch lauten im

30:33

Beisein oder in Gegenwart zahlreicher

30:37

Gäste

30:40

Gegenwart kaum haben wir sie für sich

30:43

genannt denken wir auch schon

30:46

Vergangenheit und Zukunft das früher und

30:49

das später im Unterschied zum

30:54

jetzt allein die vom jetzt her der

30:57

verstandene Gegenwart ist durchaus nicht

31:01

das gleiche wie die Gegenwart im Sinne

31:05

der Anwesenheit der

31:07

Gäste wir sagen denn auch niemals und

31:10

können es auch nicht sagen im jetzt

31:14

zahlreicher Gäste wurde das Fest

31:18

gefeiert wenn wir jedoch die Zeit von

31:21

der Gegenwart her kennzeichnen sollen

31:24

verstehen wir sie die Gegenwart

31:26

gewöhnlich das jetzt im Unterschied zum

31:30

nicht mehr jetzt der Vergangenheit und

31:33

zum noch nicht jetzt der Zukunft aber

31:37

Gegenwart besagt zugleich

31:41

Anwesenheit indes sind wir es nicht

31:44

gewohnt das eigene der Zeit aus dem

31:48

Hinblick auf die Gegenwart im Sinne der

31:50

Anwesenheit zu bestimmen viel mehr wird

31:54

die Zeit die Einheit von Gegenwart

31:57

Vergangenheit und Zukunft vom jetzt her

32:02

vorgestellt schon Aristoteles sagt

32:07

dasjenige was an der Zeit ist das heißt

32:12

anwest ist das jeweilige

32:15

jetzt Vergangenheit und Zukunft sind ein

32:20

meonti etwas nicht

32:23

Seiendes zwar kein

32:26

schlechthinnichtiges viel mehr

32:28

anwesendes dem etwas fehlt welches

32:33

fehlen durch das nicht mehr und das noch

32:37

nicht jetzt genannt

32:40

wird so gesehen erscheint die Zeit als

32:44

das nacheinander der jetzt von denen

32:47

jedes kaum genannt schon in das soeben

32:51

wegschwindet und bereits vom sogleich

32:54

verfolgt wird kan sagt von der so

32:58

vorgestellten Zeit sie hat nur eine

33:03

Dimension die als nacheinander in der

33:06

jetztfolge bekannte Zeit meint man wenn

33:09

man die Zeit misst und

33:12

berechnet wir haben die gerechnete Zeit

33:15

so scheint es unmittelbar handgreiflich

33:18

vor uns wenn wir die Uhr den Zeitmesser

33:21

zur Hand nehmen auf die Zeigerstellung

33:24

sehen und feststellen jetzt ist es

33:29

20:50

33:31

Uhr wir sagen jetzt und meinen die Zeit

33:36

aber nirgends an der Uhr die uns doch

33:40

die Zeit angibt finden wir die Zeit

33:44

weder auf dem ziferblatt noch im

33:48

Urwerk gleich wenig finden wir die Zeit

33:51

an den modernen technischen

33:54

Chronometern die Behauptung trängt sich

33:57

auf je technischer das heißt im Effekt

34:01

der Messung exakter und ergiebiger die

34:04

Chronometer umso geringer die

34:08

Veranlassung erst noch dem eigenen der

34:11

Zeit nachzud

34:14

denken wo aber ist die Zeit ist sie

34:19

überhaupt und hat sie einen Ort

34:23

offenkundig ist die Zeit nicht

34:25

nichts wir bleiben daher vorsichtig und

34:29

sagen es gibt Zeit wir werden noch

34:34

vorsichtiger und blicken sorgsam auf das

34:37

was sich uns als Zeit seigt indem wir

34:40

vorblicken auf sein im Sinne von

34:45

Anwesenheit allein die

34:47

Anwesenheit ist von der Gegenwart im

34:51

Sinne des jetzt so weitgehend

34:54

verschieden dass sich die Gegenwart als

34:58

Anwesenheit auf keine Weise von der

35:00

Gegenwart als dem jetzt her bestimmen

35:03

lässt eher scheint das Umgekehrte

35:07

möglich trefe dies zu dann müsste die

35:12

Gegenwart als Anwesenheit und alles was

35:15

zu solcher Anwesenheit gehört die

35:18

eigentliche Zeit heißen wennleich sie

35:22

unmittelbar nichts von der gewöhnlich

35:25

vorgestellten Zeit im Sinne des

35:28

nacheinander der berechenbaren jetzt

35:31

Folge an sich

35:34

hat doch bislang haben wir das

35:38

Unterlassen deutlicher zu erweisen was

35:41

Gegenwart im Sinne von Anwesenheit

35:45

besagt durch diese wird das sein

35:48

einheitlich als Anwesen und Anwesen

35:51

lassen das heißt entbergung

35:55

bestimmt welche Sache denken wir wenn

35:59

wir Anwesen

36:01

sagen Wesen heißt

36:04

wären aber zu rasch beruhigen wir uns

36:07

dabei wären als bloßes dauern und die

36:11

Dauer am leitfahen der gewohnten

36:14

Zeitvorstellung als eine zeitstrecke von

36:17

einem jetzt zu einem folgenden

36:21

aufzufassen die Rede von Anwesen

36:24

verlangt jedoch wir im whren als dem

36:29

anwähren das weilen und verweilen

36:33

vernehmen Anwesen geht uns an

36:38

Gegenwart das heißt uns

36:41

entgegenweilen uns den

36:45

Menschen wer sind

36:48

wir wir bleiben vorsichtig mit der

36:51

Antwort denn es könnte so stehen dass

36:55

ich das

36:57

was den Menschen als Menschen

37:00

auszeichnet gerade aus dem bestimmt was

37:03

wir jetzt zu bedenken haben der Mensch

37:07

der von Anwesenheit angegangene deraus

37:12

solchem Angang selber auf seine Weise

37:16

anwesende zu allem an und

37:20

abwesende der Mensch Inn stehend im

37:24

Angang von Anwesenheit

37:27

dies jedoch so dass er das Anwesen das

37:31

es gibt als Gabe

37:33

empfängt indem er vernimmt was ihm

37:37

Anwesen lassen

37:39

erscheint wäre der Mensch nicht der

37:43

stäte Empfänger der Gabe aus dem es gibt

37:49

Anwesenheit erreichte den Menschen nicht

37:53

das in der Gabe

37:55

gereichte dann bliebe beim ausbleib

37:58

dieser Gabe

38:00

sein nicht nur

38:02

verborgen auch nicht nur

38:05

verschlossen sondern der Mensch bliebe

38:08

ausgeschlossen aus der Reichweite des es

38:13

gibt sein der Mensch wäre nicht

38:21

Mensch nun sieht es so aus als seien wir

38:24

mit dem Hinweis auf den Menschen vom Weg

38:28

abgekommen auf dem wir doch dem eigenen

38:31

der Zeit nachdenken

38:33

möchten in gewisser Weise trifft das zu

38:38

gleichwohl sind wir der Sache die Zeit

38:41

heißt und sich eigens in der Gegenwart

38:44

als Anwesenheit zeigen soll

38:47

näher als wir

38:50

meinen Anwesenheit besagt das stehte den

38:54

Menschen angehende ih erreichende und

38:58

ihm gereichte

39:01

verweilen woher aber nun dieses

39:03

reichende erreichen in das Gegenwart als

39:07

Anwesenheit gehört sofern es Anwesenheit

39:12

gibt zwar bleibt der Mensch immer vom

39:15

Anwesen eines jeweilig Anwesenden

39:18

angegangen ohne dass er dabei auf das

39:22

Anwesen selbst eigens

39:25

achtet aber ebenso oft das heißt stets

39:30

geht uns auch das abwesen

39:33

an einmal so dass mancherlei nicht mehr

39:38

in der Weise anwest wie wir es vom

39:41

Anwesen im Sinne der Gegenwart

39:44

kennen und

39:46

dennoch auch dieses nicht mehr

39:49

gegenwärtige W in seinem abwesen

39:53

unmittelbar an nämlich nach der Art des

39:58

uns

39:59

angehenden

40:02

gewesen dieses fällt nicht wie das bloß

40:06

vergangene aus dem vormaligen jetzt weg

40:10

das gewesen WST viel mehr an jedoch auf

40:15

seine eigene Weise im gewesen wird

40:20

Anwesen

40:22

gerecht das abwesen geht uns aber auch

40:25

an im Sinne des noch nicht

40:28

gegenwärtigen nach der Art des Anwesens

40:31

im Sinne des auf uns

40:36

zukommens die Rede vom auf uns zukommen

40:39

ist inzwischen zur Redensart geworden so

40:43

hört man sagen die Zukunft hat schon

40:46

begonnen was nicht der Fall ist weil die

40:50

Zukunft niemals erst beginnt insofern

40:54

das abwesen des noch nicht

40:57

gegenwärtigen uns immer schon auf

41:00

irgendeine Weise angeht das heißt anwest

41:05

ebenso unmittelbar wie das

41:09

gewesen in der Zukunft im auf uns

41:13

zukommen wird Anwesen

41:19

gereicht achten wir noch vorsichtiger

41:22

auf das

41:23

Gesagte dann finden wir im Wesen sei es

41:28

das gewesen sei es die Zukunft eine

41:31

Weise von Anwesen und

41:34

Angang die sich

41:36

keinesfalls mit dem Anwesen im Sinne der

41:39

unmittelbaren Gegenwart

41:42

deckt dem gemäß gilt es zu

41:46

beachten nicht jedes Anwesen ist

41:50

notwendig

41:54

Gegenwart in finden wir solches Anwesen

41:58

nämlich das uns erreichende angehen auch

42:02

in der

42:04

Gegenwart auch in ihr wird Anwesen

42:10

gerecht wie sollen wir dieses in der

42:14

Gegenwart im gewesen in der Zukunft

42:19

Spielende reichen von Anwesen

42:22

bestimmen beruht dieses reichen darin

42:26

dass es uns

42:28

erreicht oder erreicht es uns weil es in

42:31

sich ein reichen ist

42:36

allerdings

42:38

ankommen als noch nicht Gegenwart reicht

42:42

und erbringt zugleich nicht mehr

42:45

Gegenwart das gewesen und umgekehrt

42:49

reicht dieses sich Zukunft zu der

42:54

Wechselbezug beider reicht und erbringt

42:57

zugleich

43:00

Gegenwart zugleich sagen wir und

43:03

sprechen damit dem sicheinander reichen

43:07

von Zukunft gewesen und

43:09

Gegenwart das heißt ihrer eigenen

43:12

Einheit einen zeitcharakter

43:16

zu dieses Vorgehen ist offenbar nicht

43:20

sachgerecht gesetzt dass wir die jetzt

43:23

gewiesene Einheit des reichens und

43:26

gerade sie Zeit nennen

43:28

müssen denn die Zeit ist selber nichts

43:32

zeitliches so wenig wie sie etwas

43:34

Seiendes ist darum bleibt uns verboten

43:39

zu sagen Zukunft gewesenheit Gegenwart

43:44

seien zugleich

43:47

vorhanden

43:49

gleichwohl gehört ihr einander sich

43:52

zureichen zusammen ihre einigende

43:56

kann sich nur aus ihrem eigenen

43:59

bestimmen daraus dass sie einander sich

44:03

reichen doch was reichen sie einander

44:07

nichts anderes als sich selber dadurch

44:11

lichtet sich das was wir den Zeitraum

44:15

nennen mit dem Wort Zeit meinen wir aber

44:18

jetzt nicht mehr das nacheinander der

44:21

jetzt Folge demnach besagt Zeitraum auch

44:25

nicht mehr nur den Abstand zwischen zwei

44:28

jetztpkten der gerechneten Zeit denn wir

44:32

meinen wenn wir z.B feststellen im

44:36

Zeitraum von 50 Jahren geschah dies und

44:39

jenes Zeitraum nennt das offene dass

44:44

sich im einander sich reichen von

44:48

Ankunft gewesenheit und

44:50

Gegenwart sich lichtet

44:53

erst dieses offene und nur es räumt dem

44:58

uns gewöhnlich bekannten Raum seine

45:02

mögliche Ausbreitung ein das lichtende

45:06

einander sich reichen von Zukunft

45:09

gewesenheit und Gegenwart ist selber

45:13

vorräumlich nur deshalb kann es Raum

45:17

einräumen das heißt

45:22

geben der gewöhnlich verstandene

45:25

Zeitraum im Sinne des gemessenen

45:27

Abstandes zweier Zeitpunkte ist das

45:31

Resultat der

45:32

Zeitrechnung durch sie wird die als

45:36

Linie und Parameter vorgestellte und so

45:40

nach

45:41

einimensionale Zeit zahlenmäßig

45:45

abgemessen das so gedachte dimensionale

45:48

der Zeit als nacheinander der jetztfolge

45:52

ist der Vorstellung des

45:54

dreidimensionalen Raumes

45:56

entlehnt vor aller Zeitrechnung und

46:00

unabhängig von ihr beruht

46:03

jedoch das Licht der einander sich

46:07

reichen von Zukunft gewesenheit und

46:10

Gegenwart im eigenen der eigentlichen

46:14

Zeit

46:16

dementsprechend eignet ihr und nur ihr

46:20

das was wir leicht

46:22

missdeutbar

46:24

Dimension dur Messung

46:27

nennen diese beruht in dem

46:29

gekennzeichneten lichtenden reichen als

46:33

welches Ankunft die gewesenheit diese

46:37

jene und beider Wechselbezug die

46:40

Lichtung des offenen

46:42

Erbringen von diesem dreifachen reichen

46:45

her gedacht erweist sich die eigentliche

46:48

Zeit als

46:51

dreidimensional Dimension es sei

46:54

wiederholt wird hier nicht nur als

46:57

Bezirk der möglichen Abmessung gedacht

47:01

sondern als das lichtende der Reichen

47:04

was erst verstattet einen Bezirk der

47:08

Messung auszugrenzen und

47:12

vorzustellen woher bestimmt sich nun

47:14

aber die Einheit der drei Dimensionen

47:17

der eigentlichen Zeit das heißt ihrer

47:21

drei ineinander spielenden Weisen des

47:24

reichens von

47:26

Anwesen wir hörten bereits sowohl im

47:30

ankommen des noch nicht gegenwärtigen

47:34

als auch dem gewesen des nicht mehr

47:37

gegenwärtigen und sogar in der Gegenwart

47:40

selbst spielt jeweils eine Art von

47:44

Angang und anbringen das heißt

47:48

Anwesen dieses so zu denkende Anwesen

47:51

dürfen wir nicht der einen der drei

47:54

Dimensionen der Zeit

47:56

zuweisen nämlich nicht was nahe liegt

48:00

der Gegenwart viel mehr beruht die

48:03

Einheit der drei Dimensionen in dem

48:06

Zuspiel jeder für jede dieses Zuspiel

48:11

erweist sich als das eigentliche im

48:14

eigenen der Zeit Spielende reichen also

48:18

gleichsam als die vierte

48:21

Dimension nicht nur gleichsam sondern

48:24

aus der Sache

48:26

die eigentliche Zeit ist

48:29

vierdimensional was wir jedoch in der

48:32

abzählung die vierte nennen ist der

48:35

Sache nach die erste das heißt das alles

48:39

bestimmende reichen es erbringt in der

48:43

Ankunft im gewesen in der Gegenwart dass

48:47

ihnen jeweils eigene Anwesen hält sie

48:52

lichtend auseinander und hält sie so

48:56

zueinander in der Nähe aus der die drei

49:00

Dimensionen einander genaht

49:04

bleiben deshalb nennen wir das erste

49:07

anfängliche im wörtlichen Sinne

49:10

anfangende reichen worin die Einheit der

49:13

eigentlichen Zeit beruht die nähernde

49:20

Nähe aber sie nähert Ankunft gewesenheit

49:24

Gegenwart ein

49:26

indem sie entfernt denn sie hält das

49:29

gewesen offen indem sie seine Ankunft

49:33

als Gegenwart

49:36

verweigert das nähern der Nähe hält das

49:39

Ankommen der Zukunft offen indem es im

49:43

kommen die Gegenwart

49:46

vorenthält die nähernde Nähe hat den

49:50

Charakter der Verweigerung und des

49:53

vorenthalts sie hält im voraus die

49:56

Weisen des reichens von gewesenheit

49:59

Ankunft und Gegenwart

50:02

zueinander in der

50:05

Einheit die Zeit ist nicht es gibt die

50:10

Zeit das geben das sie ergibt bestimmt

50:14

sich aus der verweigernd vorenthaltenden

50:18

Nähe sie gewährt das offene des

50:21

Zeitraums und verwartt was im gewesen

50:25

verweigert was in der Ankunft

50:28

vorenthalten bleibt wir nennen das geben

50:32

dass die eigentliche Zeit gibt das

50:35

lichtend verbergende reichen insofern

50:40

das reichen selber eingeben ist verbirgt

50:43

sich in der eigentlichen Zeit das geben

50:47

eines

50:50

Gebens aber wo gibt es die Zeit und den

50:54

Zeitraum

50:56

so bedrängend die Frage im ersten

50:58

Anschein bleiben mag wir dürfen auf eine

51:02

solche Art nicht mehr nach einem wo nach

51:06

dem Ort der Zeit

51:08

fragen denn die eigentliche Zeit selber

51:12

der Bereich ihres durch die nähernde

51:15

Nähe bestimmten dreifachen reichens ist

51:18

die vorräumliche Ortschaft durch die

51:22

erst ein mögliches wo sich

51:26

gibt zwar hat die Philosophie seit ihrem

51:30

Beginn wann immer sie der Zeit

51:33

nachdachte auch gefragt wohin sie gehöre

51:38

dabei hatte man vornämlich die als

51:41

Ablauf des nacheinander der jetzt Folge

51:44

gerechnete Zeit im Blick man erklärte

51:48

dass es die gezählte Zeit mit der wir

51:51

rechnen nicht geben könne ohne die

51:54

Psyche nicht ohne den Animus nicht ohne

51:58

die Seele ohne das Bewusstsein ohne den

52:03

Geist Zeit gibt es nicht ohne den

52:07

Menschen doch was meint dieses nicht

52:10

ohne ist der Mensch der Geber der Zeit

52:14

oder ihr

52:16

Empfänger und wenn dieser wie empfängt

52:20

der Mensch die Zeit ist der Mensch

52:23

zunächst Mensch um dann

52:25

entlich zu irgendeiner Zeit die Zeit in

52:30

Empfang und die Beziehung zu ihr

52:35

aufzunehmen die eigentliche Zeit ist die

52:39

ihr

52:40

dreifältiges lichten des reichen

52:43

einigende von Anwesen aus Gegenwart

52:46

gewesenheit und Zukunft

52:49

Spielende spielendes

52:52

reichen diese Zeit hat den Menschen als

52:56

solchen schon so erreicht dass er nur

53:00

Mensch sein kann indem er Inn steht im

53:04

dreifachen reichen und aussteht die es

53:08

bestimmende

53:10

verweigernd vorenthaltende

53:13

Nähe die Zeit ist kein Gemächte des

53:16

Menschen der Mensch ist kein Gemächte

53:19

der Zeit es gibt hier kein machen es

53:24

gibt nur das geben im Sinne des

53:27

genannten den Zeitraum lichtenden

53:32

reichens doch einmal zugestanden die

53:36

Weise des Gebens darin es die Zeit gibt

53:39

verlange die dargestellte

53:42

Kennzeichnung wir stehen immer noch vor

53:44

dem rätselhaften

53:46

es das wir nennen in der Rede es gibt

53:51

Zeit es gibt

53:54

sein

53:55

die Gefahr wächst dass wir mit der

53:57

Nennung des E willkürlich eine

54:00

unbestimmte macht ansetzen die alles

54:03

geben von sein und von Zeit

54:06

bewerkstelligen soll indes entgehen wir

54:10

der Unbestimmtheit und vermeiden die

54:13

Willkür solange wir uns an die die

54:16

Bestimmungen des Gebens halten die wir

54:19

zu zeigen versuchten und zwar aus der

54:22

Vorsicht auf das sein als Anwesenheit

54:26

und auf die Zeit als den Bereich des

54:30

reichens der Lichtung eines mehrfältigen

54:35

Anwesens das geben im es gibt sein

54:40

zeigte sich als schicken und als

54:42

Geschick von Anwesenheit in ihren

54:45

epochalen Wandlung das geben im es gibt

54:49

Zeit zeigte sich als lichtendes

54:53

reichen des vierdimensionalen

54:57

Bereichs sofern sich im sein als

55:00

Anwesenheit dergleichen wie Zeit

55:03

bekundet verstärkt sich die schon

55:06

erwähnte Vermutung die eigentliche

55:10

Zeit das vierfältige reichen des offenen

55:15

ließe sich als das es Auffinden dass uns

55:21

sein das heißt Anwesen

55:24

gibt die Vermutung scheint sich vollens

55:27

zu bestätigen wenn wir darauf achten

55:30

dass auch das abwesen jeweilen sich als

55:33

eine Weise von Anwesen

55:36

bekundet nun zeigte sich im gewesen das

55:41

nicht mehr

55:43

gegenwärtiges durch Verweigerung von

55:45

Gegenwart Anwesen lässt zeigte sich im

55:48

auf uns zukommen dass noch nicht

55:51

gegenwärtiges durch vorenthalt von

55:54

Gegenwart Anwesen lässt diejenige Art

55:57

des lichtenden reichens die alles

56:00

Anwesen ins offene gibt somit erscheint

56:05

die eigentliche Zeit als das

56:07

es das wir nennen im sagen es gibt

56:12

sein das Geschick darin es sein gibt

56:16

beruht im reichen von Zeit er weist sich

56:22

durch diesen Hinweis die Zeit als das es

56:26

das sein gibt

56:29

keineswegs denn die Zeit bleibt selber

56:33

die Gabe eines es gibt dessen geben den

56:38

Bereich verwartt in dem Anwesenheit

56:41

gereicht

56:43

wird so bleibt das es weiterhin

56:48

unbestimmt

56:51

rätselhaft in solchem Falle ist es

56:54

ratsam das es das gibt aus dem bereits

56:59

gekennzeichneten geben her zu bestimmen

57:02

dies zeigte sich als schicken von sein

57:06

als Zeit im Sinne des lichtenden

57:15

reichens im schicken des Geschicks von

57:18

sein im reichen von Zeit zeigt sich ein

57:24

zueignen ein übereignen nämlich von sein

57:29

als Anwesenheit und Zeit als Bereich in

57:34

ihr

57:36

eigenes was beide Sein und Zeit in ihr

57:41

eigenes und das heißt in ihr

57:43

zusammengehören

57:45

bestimmt nennen wir das

57:49

Ereignis was dieses Wort nennt können

57:53

wir jetzt aus dem herdenken was sich in

57:57

der Vorsicht auf sein und auf Zeit als

58:01

Geschick und als reichen bekundet dahin

58:05

Zeit und sein

58:07

gehören beide sein sowohl wie Zeit

58:11

nannten wir Sachen und das und zwischen

58:15

beiden ließ ihre Beziehung zueinander im

58:19

unbestimmten nun mehr zeigt sich was

58:23

beide Sachen zueinander gehören lässt

58:26

was beide Sachen nicht nur in ihr

58:28

eigenes bringt sondern in ihr

58:31

zusammengehören verwartt und darin hält

58:35

der verhalt beider Sachen der

58:38

Sachverhalt ist das Ereignis der

58:43

Sachverhalt kommt nicht

58:45

nachträglich als aufgestockte Beziehung

58:49

zu sein und Zeit hinzu der Sachverhalt

58:53

ereignet erst sein und Zeit aus ihrem

58:58

Verhältnis in ihr eigenes und zwar durch

59:02

das im Geschick und im lichtenden

59:05

reichen sich verbergende

59:10

ereignen demnach bezeugt sich das es das

59:15

gibt im es gibt sein es gibt Zeit als

59:19

das

59:22

Ereignis die Aussage ist richichttig und

59:25

doch zugleich unwahr das heißt sie

59:27

verbirgt uns den Sachverhalt denn

59:31

unversehens haben wir ihn als etwas

59:33

anwesendes vorgestellt während wir doch

59:37

versuchen Anwesenheit als solche zu

59:42

denken aber vielleicht werden wir mit

59:45

einem Schlag allen Schwierigkeiten allen

59:49

umständlichen und anscheinend

59:51

fruchtlosen Erörterungen enthoben wenn

59:55

wir die schon

59:56

längstfällige einfache Frage stellen und

1:00:00

beantworten was ist das

1:00:04

Ereignis hierzu sei eine Zwischenfrage

1:00:08

erlaubt was heißt hier beantworten und

1:00:14

Antwort Antworten meint das

1:00:17

sagen dass dem hier zu denkenden

1:00:21

Sachverhalt das heißt dem

1:00:23

Ereignis

1:00:25

entspricht wenn der Sachverhalt jedoch

1:00:28

verwehrt von ihm in der Weise eine

1:00:31

Aussage zu sagen dann müssen wir auf den

1:00:35

in der gestellten Frage erwarteten

1:00:39

Aussagesatz

1:00:42

verzichten dies bedeutet jedoch das

1:00:46

Unvermögen

1:00:47

eingestehen das hierzu denkende

1:00:51

sachgerecht zu

1:00:53

sagen

1:00:55

oder ist es ratsamer nicht erst auf die

1:00:58

Antwort sondern bereits auf die Frage zu

1:01:03

verzichten denn wie steht es mit der

1:01:06

einleuchtend berechtigten

1:01:08

unverzwungen vorgebrachten Frage was ist

1:01:12

das

1:01:14

Ereignis dabei fragen wir nach dem was

1:01:17

sein nach dem Wesen nachdem wie das

1:01:21

Ereignis W das heißt

1:01:25

mit der anscheinend harmlosen Frage was

1:01:29

ist das

1:01:30

Ereignis verlangen wir eine Auskunft

1:01:33

über das Sein des

1:01:35

Ereignisses wenn nun aber das Sein

1:01:38

selbst sich als solches erweist was ih

1:01:42

das Ereignis gehört und aus ihm erst die

1:01:46

Bestimmung von Anwesenheit

1:01:48

empfängt dann fallen wir mit der

1:01:50

vorgebrachten Frage zu dem zurück was

1:01:54

allererst seine Bestimmung verlangt das

1:01:58

sein aus der

1:02:01

Zeit diese Bestimmung zeigte sich aus

1:02:05

der Vorsicht auf das es gibt im

1:02:08

Durchblick durch die ineinander

1:02:11

verfugten Weisen des Gebens nämlich das

1:02:15

schicken und

1:02:18

reichen schicken von sein beruht im

1:02:22

lichtend verbergenden reichen des

1:02:24

mehrfältigen Anwesens in den offenen

1:02:28

Bereich des

1:02:29

Zeitraums das reichen aber beruht in

1:02:32

eins mit dem schicken im

1:02:36

ereignen dieses das heißt das

1:02:38

eigentümliche des ereignens

1:02:41

Ereignisses bestimmt sich bestimmt auch

1:02:44

den Sinn dessen was wir hier immer

1:02:48

wieder das beruhen

1:02:53

nennen das jetzt Gesagte

1:02:57

erlaubt nötigt sogar in gewisser

1:03:00

Hinsicht zu sagen wie das Ereignis nicht

1:03:05

zu denken

1:03:06

ist wir können das mit dem Namen das

1:03:09

Ereignis genannte nicht mehr am

1:03:12

Leitfaden der geläufigen Wortbedeutung

1:03:15

vorstellen denn sie versteht Ereignis im

1:03:18

Sinne von Vorkommnis und

1:03:21

Geschehnis nicht aus dem E

1:03:25

als dem lichtend

1:03:27

verwahrenden reichen und

1:03:30

schicken so hörte man neulich verkünden

1:03:33

die innerhalb der Europäischen

1:03:35

Wirtschaftsgemeinschaft erzielte

1:03:37

Einigung sei ein europäisches Ereignis

1:03:41

von welthistorischeer

1:03:44

Bedeutung fällt nun im Zusammenhang eine

1:03:47

Erörterung des Seins das Wort Ereignis

1:03:52

und hört man das Wort nur nach der

1:03:54

geläufigen Bedeutung dann trät es sich

1:03:57

förmlich auf vom Ereignis des Seins zu

1:04:02

reden denn ohne das sein vermag kein

1:04:07

Seiendes als ein solches zu sein dem

1:04:10

gemäß kann das sein für das höchste für

1:04:14

das allerbedeutsamste

1:04:16

Ereignis

1:04:17

gewöhnlichen Sinne ausgegeben

1:04:21

werden allein

1:04:25

geht nicht auch die einzige Absicht

1:04:27

dieses Vortrags dahin dass sein selbst

1:04:31

als das Ereignis in den Blick zu bringen

1:04:38

allerdings nur sagt das mit dem Wort

1:04:41

Ereignis genannte ganz

1:04:44

anderes

1:04:45

dementsprechend ist auch das

1:04:47

unscheinbare und stets verfängliche weil

1:04:53

merdeutige

1:04:54

zu

1:05:00

denken gesetzt wir lassen für die

1:05:03

Erörterung von Sein und Zeit die

1:05:05

gewöhnliche Bedeutung des Wortes

1:05:07

Ereignis fahren und folgen stattessen

1:05:10

dem im schicken von Anwesenheit und im

1:05:14

lichtenden reichen des Zeitraums sich

1:05:17

andeutenden

1:05:18

Sinn dann bleibt auch so noch die Rede

1:05:22

vom sein als eignis

1:05:26

unbestimmt sein als das

1:05:31

Ereignis früher dachte die Philosophie

1:05:34

vom Seienden her sein als idea als

1:05:38

aktuualitas als Wille und jetzt dies

1:05:43

könnte man denken als

1:05:45

Ereignis so verstanden meint Ereignis

1:05:49

eine abgewandelte Auslegung des Seins

1:05:53

die sie zurecht besteht eine Fortsetzung

1:05:57

der Metaphysik

1:05:58

darstellt das All bedeutet in diesem

1:06:02

Falle

1:06:03

Ereignis als eine Art des Seins

1:06:07

untergeordnetem sein das den

1:06:10

festgehaltenen Leitbegriff

1:06:13

bildet denken wir jedoch wie es versucht

1:06:16

wurde sein im Sinne von Anwesen lassen

1:06:20

dass es im Geschick

1:06:23

gibt dass seinerseits im lichtend

1:06:26

Verborgenen reichen der eigentlichen

1:06:29

Zeit beruht dann gehört das Sein in das

1:06:34

Ereignis aus diesem empfangen das geben

1:06:37

und dessen Gabe ihre

1:06:40

Bestimmung dann wäde das sein eine Art

1:06:43

des Ereignisses und nicht das Ereignis

1:06:46

eine Art des

1:06:48

Seins die Zuflucht in eine solche

1:06:51

Umkehrung wäre zu billig sie denkt an

1:06:55

der Sache vorbei

1:06:57

Ereignis ist nicht der umgreifende

1:07:00

Oberbegriff unter den sich sein und Zeit

1:07:04

einordnen

1:07:06

ließen logische

1:07:08

ordnungsbeziehungen sagen hier nichts

1:07:11

denn indem wir dem Sein selbst

1:07:15

nachdenken seinem eigenen vololgen

1:07:18

erweist es sich als die durch das

1:07:22

reichen von Zeit Werte Gabe des

1:07:26

Geschicks von

1:07:28

Anwesenheit die Gabe von Anwesen ist

1:07:32

Eigentum des

1:07:34

ereignens sein verschwindet im

1:07:39

Ereignis in der Wendung sein als das

1:07:43

Ereignis meint das alles jetzt sein

1:07:48

Anwesen lassen geschickt im

1:07:52

ereignen Zeit gereicht im ereigen Sein

1:07:57

und Zeit

1:07:58

ereignet im

1:08:01

Ereignis und dieses

1:08:04

selbst lässt sich vom Ereignis noch mehr

1:08:09

sagen unterwegs wurde schon mehr gedacht

1:08:13

aber es wurde nicht eigens

1:08:16

gesagt nämlich dies das zum geben als

1:08:21

schicken das an sich halten

1:08:24

nämlich dieses das im reichen von

1:08:27

gewesen und ankommen Verweigerung von

1:08:30

Gegenwart und vorenthalt von Gegenwart

1:08:34

spielen das jetzt genannte an sich

1:08:37

halten Verweigerung

1:08:40

vorenthalt zeigt dergleichen wie ein

1:08:43

sich

1:08:44

entziehen kurz gesagt den

1:08:48

Endzug sofern aber die durch ihn

1:08:52

bestimmten Weisen des bens schicken und

1:08:55

reichen im ereigenen beruhen musste ein

1:09:00

Zug zum eigentümlichen des Ereignisses

1:09:04

gehören dies zu erörtern ist nicht mehr

1:09:08

Sache dieses

1:09:11

Vortrags zwar wurde jetzt im Durchblick

1:09:14

durch das Sein selbst durch die Zeit

1:09:18

selbst wurde im Einblick in das Geschick

1:09:21

von sein und in das reichen von Zeitraum

1:09:26

erblickbar was Ereignis

1:09:30

sagt doch gelangen wir auf diesem Weg zu

1:09:33

etwas anderem als zu einem bloßen

1:09:37

Gedankengebilde aus dem Hinterhalt

1:09:40

dieses

1:09:41

Verdachts spricht die Meinung das

1:09:45

Ereignis müsste doch etwas Seiendes sein

1:09:50

indes das Ereignis ist weder noch gibt

1:09:55

es das Ereignis das eine wie das andere

1:09:59

sagen bedeutet eine Verkehrung des

1:10:02

sachverhals gleich als wollten wir den

1:10:05

Quell aus dem Strom

1:10:09

herleichen was bleibt zu sagen nur dies

1:10:14

das Ereignis

1:10:17

ereignet damit sagen wir vom selben her

1:10:21

auf dasselbe zu dasselbe dem Anschein

1:10:26

nach sagt dies nichts es sagt auch

1:10:31

nichts solange wir das Gesagte als einen

1:10:34

bloßen Satz hören und ihn dem Verhör

1:10:37

durch die Logik

1:10:39

ausliefern wie aber wenn wir das Gesagte

1:10:43

unablässig als den Anhalt für das

1:10:46

Nachdenken übernehmen und dabei

1:10:50

bedenken dass dieses selbe

1:10:54

nicht einmal etwas Neues ist sondern das

1:10:58

älteste des alten im abendländischen

1:11:02

denken das

1:11:04

uralte das sich in dem Namen

1:11:07

ala

1:11:09

verbirgt aus dem was durch dieses

1:11:12

anfängliche aller leitworte des Denkens

1:11:16

vorgesagt wird spricht eine

1:11:20

Verbindlichkeit die jedes Denken bindet

1:11:24

gesetzt dass er sich dem Geheiß des zu

1:11:28

denkenden

1:11:32

fügt es galt sein im Durchblick durch

1:11:36

die eigentliche Zeit in sein eigenes zu

1:11:40

denken aus dem

1:11:43

Ereignis ohne Rücksicht auf die

1:11:46

Beziehung des Seins zum

1:11:49

seien sein ohne das Seiende denken heißt

1:11:54

sein ohne Rücksicht auf die Metaphysik

1:11:59

denken eine solche Rücksicht herrscht

1:12:02

nun aber auch noch in der Absicht die

1:12:07

Metaphysik zu

1:12:09

überwinden darum gilt es vom Überwinden

1:12:13

der Metaphysik abzulassen und die

1:12:17

Metaphysik sich selbst zu

1:12:21

überlassen wenn eine Überwindung nötig

1:12:25

bleibt dann geht sie dasjenige denken an

1:12:29

dass ich eigens in das Ereignis

1:12:33

einlässt um es aus ihm her auf es zu zu

1:12:40

sagen es gilt

1:12:42

unablässig die Hindernisse zu überwinden

1:12:46

die ein solches sagen leicht

1:12:50

unzureichend

1:12:52

machen ein Hindernis dieser

1:12:56

Art bleibt auch das Sagen vom

1:13:00

Ereignis in der Weise eines Vortrags er

1:13:05

hat nur in aussagees setzen

1:13:19

[Musik]

1:13:22

gesprochen

1:13:23

[Musik]

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