Ästhetik: 8. Vorlesung: Kant (1) "Kritik der Urteilskraft"
Um Verwirrung zu vermeiden, sei darauf
hingewiesen, dass Kant auch in der
ersten Kritik, also in der Kritik der
reinen Vernunft auch schon von Ästhetik
spricht, nämlich in der im Kapitel über
die transzendentale
Ästhetik, mit der beginnt quasi das der
der Haupttext des Buches. Aber in der
ersten Kritik meint Ästhetik etwas
anderes, nämlich also nicht sozusagen
die Wissenschaft der sinnlichen
Wahrnehmung oder nicht die Wissenschaft
der sinnlichen Wahrnehmung für äh das
Schöne, für Erfahrung des
Schönen, sondern es meint die
Untersuchung von Bedingungen sinnlicher
Wahrnehmung, die wir annehmen müssen,
damit wir überhaupt ein Objekt sozusagen
quantifizieren oder sinnlich wahrnehmen
können. Und diese Bedingung der
sinnlichen Wahrnehmung und darum geht's
in der transzendentalen Ästhetik. Also
was sind die Bedingungen der Möglichkeit
sinnlicher Wahrnehmung an dieser dabei
kommt ja auf Raum und Zeit zu sprechen,
um deutlich zu machen, dass nur in Raum
und Zeit überhaupt sinnliche Wahrnehmung
stattfinden kann. Er nennt das reine
Anschauung und unterscheidet die dann
noch von den
Kategorien. Mit der Kritik der
Urteilskraft, also der dritten Kritik
verhält es sich aber anders. jetzt
interessiert kann nicht mehr nur die
erkenntnisoretischen Bedingungen von
sinnlicher Wahrnehmung eben dazu gehören
Raum und Zeit, sondern sein Ziel ist es
einen Beitrag zu Fragen der Rezeption
von Kunstwerken zu
leisten, aber er tut es auf eine ganz
andere Art und Weise als Baumgarten es
tat, denn in der Kritik der
Urteilskraft, also der dritten von drei
Kritiken kümmert es kann nämlich nicht,
ob und wie sinnliche Wahrnehmung zur
Erkenntnis beiträgt. Das war das
Hauptmotiv von
Baumgarten, sondern ihn interessiert,
unter welchen Bedingungen wir etwas als
schön
beurteilen. Es geht um die Bedingungen
des Geschmacksurteils und das etwas ganz
anderes als was jetzt Baumgarten
interessiert hat.
Denn diese Geschmacksurteile und das
interessiert kann können die mich von
Tatsachen
urteilen, das ist ein Mikrofon und
moralischen Urteilen lügen. Äh du sollst
nicht lügen oder der Mensch soll nicht
lügen, unterschieden werden und dann ist
die Frage, ja, aber wie unterscheiden d
sich sich diese verschiedenen
Urteilsformen
voneinander? Damit aber verändert sich
bei Kant tatsächlich die Rolle der
Ästhetik. Sie ist bei Baumgarten noch
Teil der Erkenntnislehre. Also insofern
er sagt, ja, was ist was ist mehr in der
partikulären Hetzetas der Dinge an
Wahrheitspotenzial, selbst wenn dieses
Wahrheitspotenzial nicht propositional
begrifflich aufgefangen werden kann?
Es geht eben bei Baumgarten um die
unteren
Erkenntnisquellen. Bekannt aber geht es
um den Bereich der Urteilskraft, also
sagen, was sind die Eigenschaften, die
in bestimmten Urteilen über das Schöne
Anwendung
finden, nämlich das betrifft eben unsere
subjektive Empfindung oder diverse eine
oder eine universale Geltung dieses
Urteil über das Schöne, was das damit
bekannt konkret auf sich hat, dazu
kommen wir noch, wenn wir uns mit der
mit dem ganz konkret mit dem schönen
auseinandersetzen. Oder noch einmal
anders gesagt, Kant interessiert weniger
die Bestimmung, inwiefern die sinnliche
Erkenntnis irreduzibel gegenüber einer
Verstandesnammenhänge ist, sondern er
möchte wissen, was genau ein Urteil über
einen schönen Gegenstand von einem
Urteil über ein Faktum oder ein Urteil
über einen moralischen Sachverhalt
unterscheidet. Das bleibt immer noch
sehr abstrakt, ja, wenn man sich denkt,
h okay, aber was hat das tatsächlich
jetzt mit Ästhetik zu tun? Äh und das
wird jetzt irgendwie gleich noch mal
deutlicher. Da jedoch einige von ihnen
Kanzphilosophie noch nicht mehr studiert
haben, muss ich einen kleinen Umweg
machen, um nämlich deutlich zu machen,
warum Kant überhaupt glaubt über über
eine Kritik der Urteilskraft schreiben
zu
müssen. Daher er erst einige einleitende
Kommentare zu Kant und zu zentralen
Einsichten, die mit seiner Philosophie
verbunden sind, damit wir begreifen.
Okay, also die auch die seine dritte
Kritik versucht nicht nur etwas über
Urteile der Schönen zu sagen, sondern
sie hat auch irgendwie einen größeren
mit sousagen sie hat eine sie zu
schreiben hat eine Notwendigkeit, die
sich aus den ersten beiden Kritiken
ergibt und das versuche ich Ihnen im
folgenden
darzulegen. Man könnte sagen, eine der
grundlegendsten Einsichten von Kant ist
der simple Hinweis, dass es überall
dort, wo wir etwas erkennen, zu einem
Zusammenspiel von Erkenntniskkräften
kommt, nämlich einerseits Sinnlichkeit
und Verstand.
Dieses Zusammenspiel findet immer dann
statt, wenn wir etwas verstehen oder
wenn sich uns etwas in der Welt optisch
darbiet, taptisch äh oder in Worten.
Dann höre ich etwas beispielsweise und
mein Verstand verarbeitet das
gehört. Also das Zusammenspiel betrifft
nämlich einerseits unsere sinnliche
Empfänglichkeit, also unsere fünf
Sinne und das was unsere fün fünf Sinne
quasi unserem geistigen
Bestimmungsvermögen zutragen. Also, wir
haben unsere fünf Sinne und wir haben
ein geistiges
Bestimmungsvermögen, die zwei Quellen
der
Erkenntnis. Interessanterweise fällt
dabei auf, dass wir Menschen als Wesen,
die Sinneseindrücke haben, letztlich
immer mit einer unbegrenzten Vielfalt
sinnlicher Eindrücke konfrontiert
sind. Das ganz trivial, denn kein Blatt,
keine Pflanze gleich dem anderen, kein
Stuhl gleich dem anderen etc. Das heißt,
wir sind scheinbar immer mit anderen
Formen und Ansichten der uns umgebenden
Welt der Erfahrung konfrontiert.
nichts gleicht dem
anderen. Kann spricht in diesem Kontext
auch von einer unbegrenzten sinnlichen
Mannighaltigkeit, die uns
umgibt. Aber wir gehen in dieser
Mannfaltigkeit eben nicht einfach unter,
sondern wir schaffen es ähnlich wie
nichtsprachbegabte Tiere das auch tun
können, nämlich die Welt um uns so zu
ordnen, dass wir für uns nicht nur aus
Sinneseindrücken besteht, sondern auch
aus über die Zeit gleichbleibenden
Konstanten oder Objekten. Das haben wir
eigentlich mit Tieren gemeinsam, weil
auch Tiere lernen mit Objekten natürlich
umzugehen. Wir erkennen schließlich in
der Welt vielfältige Dinge und als
sprachliche Wesen können wir diese Dinge
und das unterscheidet uns von nicht
sprachbegabten Tieren eben auch in
abstrakte Ordnungsklaster eingruppieren
und uns Gedanken darüber machen und auch
uns Gedanken über die Gedanken, die wir
gemacht haben,
machen. Wir können also unsere
Anschauung unter Begriffe bringen. Also,
es gibt sinnliche Anschauung durch
unsere Sinne. Ganz klar, wir ordnen die
unter
Begriffe und können quasi diese Begriffe
in Begründungsstrukturen
wiederum bauen, neue Begriffe empfinden
erfinden, feinere Begriffe und uns
Gedanken über diese Begriffe machen, ob
diese Begriffe mit dem sinnlichen Input
irgendwie gut zusammenstimmen oder
nicht.
Wie gesagt, Blätter ähneln sich durch
Akte der Komplexitätsreduktion, so wie
Tische sich ähneln und keine Ahnung, wie
ich ein die Farbe rot eben nicht nur in
der Schweizer Flagge entdecke, sondern
auch in einem roten
Feuerlöscher. Das leistet unser
geistiges Bestimmungsvermögen. Also
sonst du sagen, wäre das, was wir
wahrnehmen, nur ein einziger Flow von
sinnlichen
Wahrnehmungen, nur ein Strom von völlig
unbestimmten Partikularitäten. Der Geist
ordnet diese Partikularitäten in
sozusagen in Kluster und als
sprachbegabte Wesen können wir diese
Klennen und orden und uns darüber
Gedanken
machen. Das funktioniert aber nur, wenn
eben unsere Erkenntnisse von dem
Zusammenspiel zwischen Besonderheit,
also der Mannigfalt des Sinnlichen, vor
mir ist eine Mannigfahlt des Sinnlichen,
die ist quasi
unendlich und einer Allgemeinheit der
geistigen Ordnung geprägt ist. Also
unser Erkenntnis braucht dieses
Zusammenspiel. sinnliche Mannfertigkeit
und dann die Allgemeinheit des ordnenden
Denkens.
Und dabei spielt dann die sinnliche
Anschauung eine entscheidende Rolle als
eine von zwei Erkenntnisgränten und
natürlich unser begriffliches
Verstandesf. Unsere Erkenntnisse und
auch die der Kunst müssen immer diese
Kluft zwischen dem sinnlichen
Besonderheiten und den geistigen
Allgemeinheiten überbrücken. Also unsere
Erkenntnis ist am am angewiesen auf
diese Kluft.
Das heißt aber auch, dass wir die uns
umgebende Wirklichkeit scheinbar nie in
der epistemischen Fülle all der
Vielheiten erkennen, die es ja da
draußen
gibt. Und deshalb kann man sagen, dass
die uns umgebende Wirklichkeit kleiner
ist als die Menge ihrer Teile. Man
könnte sagen, keine Ahnung, wenn Sie
hier ein Tier haben, das erkennt
vielleicht noch mal ganz andere Dinge,
oder wenn wir einen Sonarrezeptor haben,
dann hätten wir da noch irgendwie
könnten wir aus dieser Viel, die es da
draußen gibt, noch was anderes
wahrnehmen, was vielleicht eine Flederus
aus wahrnehmen kann. Können wir aber
nicht. Wir haben auch nicht so gute
Nasen, keine Ahnung wie Bären oder
andere
Tiere. Das heißt auch auf unsere fünf
Sinne können natürlich nur das heraus
Entschuldigung können natürlich nur das
herausfiltern, was
ähm was sich innerhalb der Grenzen
unserer fünf Sinne
befindet. Also die uns umgebende
mögliche Möglichkeit ist kleiner als die
Menge ihrer Teile. Da könnte man sagen,
ist die Menge ihrer Teile überhaupt
abzählbar aus oder ist die Menge ihrer
Teile unendlich?
Hier quasi liegt ein eine erste zentrale
These ersten Kritik. hatten wir im
Seminar, glaube ich, auch besprochen aus
der Vorräde, wenn ich mich recht sinne.
Genau. Äh was das alles mit Ästhetik zu
tun hat, keine Sorge, wir kommen wir
kommen nach hin. Ich muss nur das
Problem aufweisen. Also hierin, also
deswegen schreibt er hierin liegt eben
das Experiment einer Gegenprobe der
Wahrheit des Resultats jener ersten
Würdigung unserer Vernunfterkenntnis A
priori, also es gibt
Verstandbegriffe, die Erfahrung möglich
machen, kommen nicht aus der Erfahrung,
dass sie nämlich nur auf Erscheinungen
gehen, die Sache an sich, also die
Wirklichkeit in ihrer Vielfalt dagegen
zwar als für sich wirklich, also da
tatsächlich, wir müssen da annehmen,
dass da eine Vielfalt ist, die
unbegrenzt ist, aber von uns unerkannt
liegen lassen, denn Das was uns
notwendig über die Grenze der Erfahrung
oder Erscheinung hinaus zugehen treibt,
ist das unbedingte und dann spricht
dazuagen von den Dingen, die wir dann
trotzdem denken wollen, weil sie jen
unserer Erfahrung liegen, beispielsweise
äh Gott Unsterblichkeit und so weiter,
also metaphysische
Objekte. Aber das Zitat zeige ich Ihnen.
Also die Erscheinungswelt ist kleiner
als die Welt der Sachen an sich oder der
Sachen an sich.
Die uns umgebende Wirklichkeit ist
kleiner als die Menge ihrer Teile und
das Raster, dass wir Menschen auf die
sinnlichen Anschauungen legen, liefert
uns nicht die Natur selbst, liefert uns
nicht die Sachen selbst oder das Ding an
sich selbst, sondern die Natur, wie sie
von unserem Erkenntnisvermögen rezipiert
werden kann. Ist ja klar, sind alle noch
an Bord.
Okay. Kann schreibt dann aber auch noch
eine zweite Kritik. Also sozusagen das
wäre die eine Kernthese der ersten
Kritik.
Wir erkennen, wir kennen wir erkennen
objektive Sachen, weil wir alle die
gleichen Gleisterstrukturen haben, aber
die Wirklichkeit in ihrer Fülle erkennen
wir nicht. ob es sie dann wirklich gibt
oder ob das ein Grenzbegriff ist, se
dahingestellt. Dann schreibt aber Kant
noch eine zweite Kritik, denn ihm war
klar, dass den Menschen nicht nur
interessiert, was er in der Welt
erkennen kann, sondern auch wie der
Mensch handeln muss, also Kritik der
praktischen Vernunft, zumindest dann,
wenn er glaubt, ein freiheitliches und
moralisches Wesen zu
sein. Unter naturwissenschaftlichen
Prämissen, die Kant in der ersten Kritik
sozusagen thematisiert, weil er will ja
sagen, ist Naturwissenschaft wirklich
möglich. Ja, und er sagt, ja, es ist
möglich, weil es geistige abriorische,
also erfahrungsunabhängige Prinzipien
gibt. Ist das ist also diese Frage der
Moralität nur ein begrenztes Thema.
Kommt auch vor, aber nicht in dem im
gleichen Maße wie in der Kritik der
praktischen
Vernunft. Und das ist ein und also wenn
es in der ersten Kritik nur eben sag mal
um nur Naturwissenschaft geht, dann
merken sie auch, dass sie gleich
irgendwie ein Problem mit der Freiheit
haben. Denn wenn sie und ihr
menschliches ihr Gehirn oder unser
menschliches Gehirn unter einem
Mikroskop legen, dann entdecken sie da
keine Freiheit.
Sie entdecken dann vielleicht
Sprachregionen und können dann sagen,
dass in diesen Sprachregionen ihre
kognitive Kraft liegt, Urteile zu
fällen. Aber in diesem Fall wäre ja die
Freiheit ja wiederum eine
Natureigenschaft. Das heißt also
determiniert durch eine Gehirnregion und
in dem Sinne nicht
frei. Unser Gehirn ist schließlich wie
das Gehirn eines Elefanten ein
Naturprodukt und wenn sie die
Schädeldecke aufdrücken, finden Sie
darin natürlich ein Naturprodukt und
keine Freiheit.
K weiß um das Problem erlöst es, indem
er behauptet, dass Freiheit zwar nicht
naturwissenschaftlich bewiesen werden
kann, aber doch moralphilosophisch
postuliert werden muss. Schließlich ruht
unser ganzes Moral- und Rechtssystem auf
der Prämisse, dass wir Menschen ab einem
bestimmten Alter für unsere Handlung
verantwortlich
sind. Und nicht nur das Kant behauptet
darüber hinaus den Primat der
praktischen Vernunft. Also, es gibt eine
eine höhere Bedeutung der praktischen
Vernunft über die theoretische, so als
wolle er unter allen Umständen
vermeiden, dass man ihn als materiellen
Reduktionisten bezeichnen könnte. Also
so über überspitzt formuliere ich das
jetzt
mal. Und der Hinweis auf die
Vorherrschaft der praktischen Vernunft
ist auch nachvollziehbar, da es ja
ansonsten zwei Vernunft Vernünfte gäbe,
ja, eine theoretische und eine
praktische. Klingt irwi klingt irgendwie
nicht gut. Ja, wir haben doch wir sind
doch wir denken doch mit einer Vernunft.
Ich bin ja nicht
Schizophren. Und trotzdem könnte man
sagen, ja, bekannt es ist, bleibt der
Mensch fast ein bisschen schizophren
zurück.
Spekulative Erkenntnis, theoretische und
praktische Vernunft können eben nicht
irgendwie wie nebeneinander
bestehen. Der spekulativen Vernunft,
aber untergeordnet zu sein, kann man der
reinen praktischen Vernunft gar nicht
zumuten. Also der spekulativen Vernunft,
aber untergeordnet sein kann man der
reinpraktischen Vernunft gar nicht
zumuten, weil alles Interesse zuletzt
praktisch
ist und selbst dass der spekulativen
Vernunft nur bedingt und praktischen
Gebraucher allein vollständig ist.
Nun hat also Kant zwei Bücher
geschrieben. Im ersten Buch, das den
Bereich der theoretischen Philosophie
zugesprochen wird, geht es um eine
Philosophie theoretische Kritik, wie die
menschlichen Erkenntnisbedingungen
aussehen. Wie gesagt, zwei Quellenlehre.
Und im zweiten Buch, das Philosophie
praktisch ist, geht es um die Frage, ob
und wie wir Menschen moralisch handeln
sollen oder handeln
können. Kant kommt dann dabei, also bei
der zweiten Kritik auf ein objektives
moralisches Gesetz zu sprechen, das den
Menschen nicht als ein rein pragmatisch
denkendes Wesen auslegt oder jetzt nicht
nur als ein Naturwesen auslegt, sondern
eben als ein Freiheitswesen auslegt. äh
das tatsächlich aufgrund von einer
moralischen ein Einsichtskraft
tatsächlich fähig ist, sagen wir mal
das, was Kant das Faktum der Vernunft
nimmt, zu verwirklichen. Also wir sind
eben nicht nur Tiere äh sondern wir sind
freiheitliche Wesen kann nennt das wir
sind Bewohner zweier Welten, also ein
ein phänomenaler Bereich, ein
sogenannter nominaler Bereich. äh und
auf diese Art und Weise versucht er zu
sagen, okay, also ich spreche nicht über
zwei Vernunftformen, ich spreche
eigentlich über eine, äh aber ich muss
aber dennoch spreche ich gleichzeitig
doch über zwei, äh aber die eine ist
höher zu bewerten als die andere.
Das heißt, Kant hat trotzdem ein Problem
und das ist gerade für die wie die
Nachkant Jana ist ein sehr großes
Problem, weil sie Kant wie Mosels
Mendels und sagen wird als den alles
Zamalmer
darstellen. ein schönes Wort auch eben
von Mendelson habe ich aber auch bei
Herder mal gelesen, denn seine also wie
gesagt, sie sehen das Problem, denn
seine theoretische Philosophie ist
trotzdem nicht mit seiner praktischen
Philosophie einfach kompatibel und das
zeigt sich an dem simplen Hinweis, dass
wir kannzufolge tatsächlich nie ganz
sicher sein können, ob wir Menschen
wirklich dem moralischen Gesetz, dessen
Einsicht für Kant Bedingung menschlicher
Freiheit ist, folgen, wenn wir
beispielsweise jetzt auch auf einem auf
der Straße einem Obdachlosen einen
Almosen geben, dann Dann kann es sein,
dass wir das nicht aus dem reinen
moralischen Gesetz tun, sondern weil wir
dann gutes Gefühl haben möchten und dann
wäre wäre wäre quasi dann hätten wir z
eine gute Handlung, aber das
Motivationsvermögen wäre nicht das
Richtige gewesen für Kant. Und wir
wissen im gewissen Sinne nie, ob wir
tatsächlich das reine moralische Gesetz
äh also befolgen können, äh weil wir uns
in dem Sinne selber nicht transparent
sind.
Dann wäre aber die Motivation eben in
diesem Fall des Obdach des des
Almosengebens eine falsche. Wir würden
aus Eigeninteresse eher Almosen schenkt
nicht aufgrund moralischer
Gesetze. Kant glaubt seiner Perspektive
trotzdem das Problem gelöst zu haben
durch das im Zitat erwähnte Primat der
praktischen Vernunft.
Und auf praktischer Ebene muss man Kant
hier wirklich recht geben. Stellen Sie
sich vor, Sie gehen zur Bahnhofsmission
und verkünden die Relativität der guten
Handlungen oder oder sie würden vor
Gericht stehen und sagen, ja, ich bin
irgendwie in Naturwesen, ich bin ja gar
nicht frei. Insofern können sie mich gar
nicht beurteilen. Sie merken, äh man man
würde sie nicht wahrnehmen können. Das
Gericht wird sie trotzdem verurteilen
oder man oder wenn sie alle guten Werke
in Frage stellen werden im Sinne von ja,
das sind wahrscheinlich doch alles nur
tierische Reaktionen, stehen sie als
Zyniker da.
Von hier liegt sich also theoretisch
gesprochen tatsächlich die Normativität
nah, die die Kant vertreten muss, damit
seine Vernunft nicht in verschiedene
Vernunftformen auseinanderbricht und
sozusagen schizophren wird. Und trotzdem
muss man sagen, dass das Problem
bestehen bleibt und zwar, weil das von
Kant erwähnte Primat der praktischen
Vernunft der selbst wiederum eigentlich
nur so etwas wie eine Art Postulat ist.
Es kann nicht wissenschaftlich bewiesen
werden. Er muss es also er muss es ist
eine Art Dogma.
Es begründet sich zirkulär. Es kann ja
nicht über die theoretische
naturwissenschaftliche Vernunft also
begründet werden. Es ist es ist es ist
zirkulär. Es ist es ist ein es ist eine
Selbstsetzung. Zwar pragmatisch
nachvollziehbar, aber es ist eine
Selbstsetzung. Es begründet sich
zirkulär, das heißt aus seiner eigenen
Perspektive, der Perspektive der
praktischen Vernunft. Diese ist ja nicht
theoretischer, sondern funktional
pragmatischer Art. Aber das moralische
Gesetz verbleibt eben in diesem Sinne
auf dem Status einer
Idee. Selbst wenn Kant behauptet, dass
es das gerade nicht ist, sondern
unmittelbarer Ausdruck des moralischen
Gesetzes in uns selbst.
Das Faktum der Vernunft soll aber für
Kant gerade keine Idee sein, weil es
keine kein regulativer Begriff ist, wie
andere Ideen Gott, Welt Seele und es
soll auch kein Postulat sein wie
Unsterblichkeit, weil es nicht
angenommen werden muss, sondern weil er
behauptet, dass es gegeben ist, das
Faktum der Vernunft.
Aber als Gegebnis ist es natürlich doch
postuliert. Insofern versteht man auch
eine Kritik von Habermaß und Apel, die
sich genau mit diesem Faktum der
Vernunft sozusagen als eine subjektive
Eigenschaft des Menschen kritisch
auseinandersetzen, weil sie der Meinung
sind, das Faktum der Vernunft hat nichts
mit dem der subjektiven Bestimmung des
Menschen und seiner Abhängigkeit von
Faktum der Vernunft zu tun, sondern mit
dem Menschen als einem dialogischen
Wesen und dann kommen sie plötzlich von
Faktum der Vernunft als eine subjektive
Eigenschaft des des einzelnen Menschen
zum Zur Diskursethik, die dann sagt, das
Faktum der Vernunft hängt an bestimmte
Diskursprämissen, ist nicht mehr
individuell, sondern quasi
intersubjektiv.
Sie werden das für ein marginales
Problem halten, aber tatsächlich hatte
ich vor einigen Wochen ein Kollege mit
einem Kollegen äh von einer anderen
Universität genau über diese Frage einen
riesigen Streit, der dazu führte, dass
wir uns jetzt nicht mehr zum Geburtstag
gratulieren. Und zwar war das Problem,
dass ich in der in einer Seminarsitzung
tatsächlich darauf hinwies und in der
Seminarsitzung ging es um um KZ
Autonomiebegriff und dann wies ich
darauf hin, dass Kant diesen
Autonomiebegriff ja irgendwie spaltet,
also irgendwie aufweiß, dass es zwei
verschiedene Kritik Formen gibt oder
zwei zwei
Vernunftformen. Und äh der Kollege warf
mir deswegen vor quasi diese die
Studenten nicht mit dieser These
konfrontieren zu müssen, weil wir sie
wir ich muss sie ja stärken im Leben.
Ja, ich muss Ihnen ja ich muss ihn ja
sozusagen auf die Schulter klopfen und
im Sinne von gehen Sie mal, Sie sind ein
autonomes Wesen und also sie merken es
sei unverantwortlich diese diese These
äh zu stark zu machen, weil man den
Eindruck hat, also Kant will will ja
eigentlich doch die Vernunft irgendwie
retten und zu sagen, ja, die die
Autonomie ist und wir gar nicht zu
sagen, bei Kant in sich gespalten äh
wäre in dem Sinne unverantwortlich.
Also, es war wirklich ein ziemlich
interessanter Streit.
Äh, ich erwähne das äh nicht, weil ich
hier vielleicht im Unrecht war und mein
mein mein Kollege im Recht, sondern weil
hier wirklich etwas ernstzunehmendes
Auftritt, als hier, dass hier wirklich
ein Problem ist, mit dem Kant uns
konfrontiert
äh und das tatsächlich Kant eigenes
System irgendwie an die Grenzen der der
Kohenz bringt. Und ich meine These oder
zu sagen, ich würde sagen, dass Größe
darin darin liegt, dass ihr dieses
diesen Konflikt nicht löst.
und zwar ganz bewusst nicht löst, weil
dieses Konflikt quasi vom der dieser
Konflikt quasi vom Subjekt selbst
irgendwie gelöst werden muss. Also es
gibt sie haben keine Garantie, ich
überspitze es jetzt ein bisschen, sie
haben keine Garantie, sie haben kein
Urheberrecht auf ihre Autonomie.
Die Autonomie ist selber eine Frage, die
sich die Sie sich stellen
müssen. Aber eben Sie sehen das Problem
Kant liegt uns einerseits nah, dass
Freiheit jenseits unserer Grenzen der
Erkenntnis liegt und sie im Sinne und in
dem Sinne nur ein Postulat ist und in
der Kritik der praktischen Vernunft wird
sie ein Faktum der Vernunft, aber sie
bleiben bei dem Problem, sie kriegen
ihre Freiheit nicht unter ein unter ein
Mikroskop. Da da finden sie nur ein ein
Naturjekt ihr ihr Gehirn.
Das heißt aber auch, dass diese dass das
kantische
Subjekt und ich möchte behaupten, dass
es das mustergültige Subjekt der
Freiheit im Reich der Freiheit
ist. Also ich fühle ja Kant ein, um sie
einzuführen in das Reich der
Freiheit. Und ich würde sagen, die
Freiheit von er kann spricht, Hand hat
etwas mit diesem Problem zu tun, das im
Zentrum seiner Theorie ist.
Also das nämlich das Subjekt der
Freiheit im Reich der Freiheit ist in
dem Sinne immer jenseits dieser Welt,
aber eben nicht als als Phänomen und
irgendwie sozusagen auch nicht als
Garantie, sondern eher als eine Art
Idee. Aber die Idee muss das einzelne
Subjekt in dem Sinne verkörpern.
Sie erinnern sich vielleicht noch einmal
an meine These zu den Höhlenmalereien
von Lasco, wo ich darauf hingewiesen
habe, dass das Subjekt hier so etwas wie
eine Art transzendentale Blickrichtung
auf die Welt
verkörpert. Es ist kein klassisches
Objekt unter Objekten, sondern mit
Witgenstein sagt eine Grenze zur Welt.
Also das Subjekt ist immer eine Art
Grenze zur Welt.
Und ich würde sagen, das das begegnet
uns bei Kant auch eben bei die Grenze
unter anderem schon an der an der quasi
an der Bipolarität zwischen
theoretischer Philosophie Natur und
praktischer Philosophie Freiheit
auftaucht. Das kantische Subjekt kann
nicht selbst Objekt seiner eigenen
Erkenntnis sein und das kann auch nicht
selbst Objekt seiner seiner Moralität
werden. Das könnte nur aus
Gottesperspektive, so wie das Auge sich
selbst nicht quasi in seinem im
Gesichtsfeld sehen kann. Das Subjekt
erscheint bekannt demnach nur indirekt
als Lehrer Ort der Möglichkeit als
strukturelle Bedingung, nicht als
phänomenale Gegebenheit. Oder man könnte
auch sagen, es begegnet uns im gewissen
Sinne aus seiner Negativität heraus.
Aber scheinbar hat diese Negativität
etwas mit der Freiheit zu tun. Und da
merken Sie schon, Freiheit ist hier
nicht irgendwie Wahlfreiheit im Sinne
von ess ich jetzt Nutella oder Marmelade
am Morgen. Ja, daran beweist sich nicht
ihre Freiheit. ja, zu sagen, dass das
wäre irgendwie das da daran entscheidet
sich irgendwie welche Vorlieben sie
haben, ja, oder was was ihnen sinnlich
gefällt, aber jetzt noch nicht zu sagen,
die Freiheit im Kantischen
Sinn. Also deswegen noch mal, also die
es gibt eben deswegen diese
Inkompatibilität zwischen der ersten
Kritik und der
zweiten. Sie impliziert für Kant nicht,
dass wir unseren Glauben an das
moralische Gesetz aufgeben dürfen.
Gerade nicht. Also selbst wenn das
moralische Geselb nicht nicht
naturwissenschaftlich bewiesen werden s
kann, sind sie umso mehr auf
aufgefordert sozusagen sich der Frage,
ob es das gibt und ob sie dafür ein
Stellvertreter sein wollen in dieser ja
chaotischen Welt kurzusagen die Frage
auf sie
zurückfällt. Aber es heißt doch, dass
wir nicht eben mit erkennstoretische
wissenschaftlicher Erkenntnis, also mit
der Erkennisk der Essenkritik unser
Handelt als freiheitlich und moralisch
bewiesen ansehen
können. Und doch ist es auch eine
philosophische Katastrophe. Das kann die
eben wie gesagt dieses dieses Urteil
fällt unter anderem, weil die
traditionelle Philosophie immer darum
bemüht war und das ist sie bis heute ein
einheitliches sich nicht
widersprechendes philosophisches System
zu entwerfen und die Kantianer die quasi
Postkantianer arbeiten sich genau daran
ab von Fichte Überschellung bis bis
Hegel aber sie sehen bisschen die
Modernität also die Nachkantianer werfen
Kant also auch wiederum sehr überspitzt
vor ein nichteinheitliches System
überliefert zu haben.
Und die Stärke von Kant würde ich sagen,
besteht daran gerade das nicht geleistet
zu haben, sondern sozusagen ein ein
unvorständiges System hat stehen stehen
gelassen zu
haben. Aber Kanzmodernität liegt eben
darin mit diesem Anspruch zu brechen,
also ein einheitliches System zu
bringen. Das jetzt meine Interpretation.
Man kann nicht sagen, dass er sich
dessen bewusst ist, weil natürlich er
auch wieder darum ringt, dieses System
kohent zu machen. Aber ich habe den
Eindruck, es gelingt ihm am letztenendes
nicht.
Mit anderen Worten gesagt, Kant
etabliert zwei grundlegend
unterschiedliche Bereiche der Vernunft.
Also er würde das nicht so sehen. Ja,
aber jetzt sehen wir mal, also wenn alle
K Postkan ein Problem mit Kant haben,
dann hat Kant etwas nicht gesehen, was
die anderen aber in dem
sagen. Also zwei scheinbar
unterschiedliche Vernunftbereiche, erste
und zweite
Kritik. Der erste Bereich theoretische
Vernunft. Er versucht den Erkenntnissen
der Naturwissenschaft eine Grundlage zu
geben und so weiter, Bedingung der
Möglichkeit von Erfahrung zu etablieren
äh und gleichzeitig äh Fragen der
Metaphysik döffnen, aber eben immer
unter dem Begriff, was von von welchen
Grenzen aus können wir diese
metaphysischen Fragen denn überhaupt
stellen? Und er will ja diese Fragen
retten. Er will ja nicht sagen, dass wir
uns nicht mit Gott Unsterblichkeit,
Seele Welt und wie nicht beschäftigen
soll. Da wir sagen, nee, wir müssen uns
damit beschäftigen, aber eben unter
meinen aufgewiesenen Erkenntnisgrenzen.
Und dann quasi der zweite
Bereich, den der Bereich der praktischen
Vernunft, Moralität, Freiheit, der uns
nahelegt, dass wir nur dann unsere
Freiheit glauben, also wenn wir an der
fest an der Idee festhalten, tatsächlich
das moralische Gesetz so ein bisschen
wie Jesus das Kreuz in diese Welt tragen
zu
müssen. Aber eben sie sie merken, das
ist das Problem. Kein Wunder also wenn
Kant kein Wunder kein Wunder also wenn
Kant tatsächlich zu den Spitznamen von
Mendelsohn bekam der alles zermaler zu
sein. Die Selbstbehauptung bzw. die
Selbstermächtigung des Subjekts durch
kann scheint sich irgendwie gegen sich
selbst zu
richten. In theoretischer Philosophie
provoziert erkenntnis anscheinend die
Auslöschung einer objektiven Welt.
Erinnern Sie sich von den Grenzen her
kann ich nur die Welt an der Erscheinung
erkennen, nicht die Sachen da an sich
hinter den Erscheinungen. Ja. Ich ich
kann ja nicht ich schaue ja jetzt nicht
aus der Gottesperspektive hier auf
diesen Hörsaal, sondern nur aus der aus
der Perspektive eines Menschen. Ein Hund
würde hier was vielleicht was ganz
anderes sehen, ein Engel vielleicht auch
und ein Alien eventuell
auch. Das heißt also scheinbar
Auslöschung der objektiven Welt auf
theoretischer
Ebene. Und jetzt das Problem, dann haben
wir die praktische Vernunft. Da
behauptet aber Kant, wir müssen dem
moralischen Gesetz folgen. Das heißt,
wir sind frei, aber sie wir sind
eigentlich zwanghaft frei. Wir müssen ja
dem moralischen Gesetz folgen. Und sie
merken, das ist echt irgendwie, was ist
den das für eine Theorie? Ja, so auf der
theoretischen Ebene ist die Welt nicht
da. Auf der zweiten Ebene bin ich frei,
aber ich muss, ich bin zwanghaft frei.
Ähm und und das ist das Zeitgenossen
Kant alles schon
aufgefallen. Und gerade diese letzte
Frage, also wie kann ich frei sein und
zwanghaft frei wird Schille auf den Plan
rufen, weil er sagt, das kann doch nicht
sein, wir müssen doch frei, wir müssen
doch sozusagen mit Anmut anmut und Würde
frei sein oder aus dem berühmter
berühmter Aufsatz von von Schiller. ähm
groß, aber wirklich eine Kantexperte,
zumindest was die praktische Philosophie
betrifft. Also nun, ich erwähne das, um
Ihnen aufzuweisen, dass Kant eben der
alles Zermal ist, aber auch selbst das
Problem
erkannte, dass eben Natur und Freiheit,
also theoretische Philosophie und
praktische Philosophie letztenendes
relativ stark voneinander getrennt
wurden und er jetzt das Problem
hat, diese Kluft zu kitten. Und jetzt
kommt die dritte Kritik ins Spiel, die
Kritik der Urteilskraft.
Wenn Kant also nun eine dritte Kritik
schreibt, so hofft er eine Theorie zu
entwerfen, die von ihm aufgerissene
Kluft zwischen Natur an
Naturwissenschaft theoretisch und
Freiheit ansatzweise zu
überwinden. Sie sehen also, worum es
hier geht, um nichts weniger als den
Versuch, ein scheinbar inkompatibles
System irgendwie zu kitten, also selbst
wenn Kantes nicht behaupten würde, dass
es inkompatibel sei, oder so umzudrehen
oder umzudeuten, dass die Spannung
zwischen theoretischer und praktischer
Philosophie sich auflöst. Und dabei
wird, wie wir sehen, kannst
Urteilstheorie über das Schöne eine
besondere Rolle spielen. Eine
Urteilstheorie, die sich speziell mit
dem sogenannten Naturschönen
beschäftigt. Und trotzdem kann man
bezweifeln, äh, dass das Kant gelungen
ist. Ich habe ja ein Zitat entdeckt von
Schopenhauer, der behauptet, gerade die
dritte Kritik sei ein völlig heterogenes
Werk. Das zerfällt nämlich in zwei
Teile. Einmal eine Art sozusagen
transzendentale Lehre der Teleologie und
andererseits in eine Theorie quasi über
das Schöne und über das Erhabene und
Schukm aus der Meinung, also das ist ein
völlig heterogenes Buch. Äh und soll
damit will ich ihn nur deutlich machen,
äh dass nicht alle überzeugt sind, dass
Kant das gelungen
ist. Okay, kommen wir direkt zur äh
Kritik der Urteilskraft.
Kant. Sie haben noch Kraft oder? Ja,
weil wir haben noch eine gute viertel
gute 25
Minuten.
Also Kant geht in diesem Werk so vor wie
immer, also als Transzendentalphilosoph,
indem er eine sogenannte transzendentale
Untersuchung anstellt und zwar in
Anbetracht der Frage, was wir meinen,
wenn wir behaupten, ein Gegenstand sei
schön. Was ist noch mal eine
transzendentale Erklärung? hier noch mal
anprojiziert. Sie versucht notwendige
Bedingungen aufzudecken, die bestimmten
Urteilen, die wir Menschen fällen
zugrunde
liegen. Das ist so trivial wie es sich
anhört. Also welche auf welche
Bedingungen komme ich, wenn ich Urteile
über Sachverhalte, moralische Urteile
oder Urteile über das schöne Fälle?
Wir haben demnach quasi drei
verschiedene Kritiken mit drei
verschiedenen
Erkenntnisvermögen. Während die erste
Kritik primär sich mit dem Verstand
beschäftigt, die zweite mit dem Vermögen
der Vernunft, als dem Vermögen der
moralischen oder als Vermögen der Ideen
geht es in der dritten Kritik um die
sogenannte Urteilskraft. Genauer gesagt
um die reflektierende Urteilskraft.
Was damit gemeint ist, erklärt sich am
leichtesten, wenn man die sogenannte
reflektierende Urteilskraft von der
bestimmenden Urteilskraft
unterscheidet. Ganz allgemein besagt,
verweist der Begriff der Urteilskraft
auf die Fähigkeit, das Besondere als
enthalten unter dem Allgemeinen zu
denken ist ganz trivial, also ist
überhaupt nicht komplex.
Bestimmend verfährt die Urteilskraft,
wenn das Besondere unter ein allgemein
gegebenes Allgemeine äh subsumiert wird.
Was diese Urteilskraft, die bestimmende
von der Reflektierenden unterscheidet,
ist tatsächlich die Fähigkeit
quasi ein partikuläres unter ein noch
nicht gefundenes allgemeines zu
subsumieren. Also dazu sagen, da bauen
sie im gewissem Sinne einen neuen
Begriff aus allgemeinen Erfahrungen.
Also es gibt eine bestimmende
Urteilskraft und es eine gibt eine
reflektierende
Urteilskraft. Ich muss, um Ihnen ein
Beispiel zu geben, bei der sinnlichen
Wahrnehmung meines Autos auf der Straße
nicht erst erklären, was der was der
Gegenstand, der vor mir steht irgendwie
ist, weil ich meine sinnliche
Wahrnehmung gleich unter dem Begriff
Autosubsumiere. Also jetzt auch wieder
sehr vereinfacht
gesagt. Bei der reflektierenden
Urteilskraft ist aber das Allgemeine,
also der Begriff, mit dem ich etwas
partikulares partikuläres zu bestimmen
versuche, eben in dem Sinne noch nicht
gegeben. Da würden wir sagen, da ist ja
klar, sozusagen äh die ganze
Wissenschaft könnte man sagen, ist die
Kunst aus dem Partikulären etwas
Allgemeines abzuziehen. Reflektierende
Urteilskraft.
Mit anderen Worten, die reflektierende
Urteilskraft
sucht ohne begrifflichen Leitfaden, weil
den muss sie ja das Begriff, wie sie ja
gerade erst finden, das allgemeine ein
Verhältnis zwischen dem Besonderen und
einem möglichen Allgemeinen
entdecken. Sie ist in dem Sinne
reflektierend, reflektierende
Urteilskraft. Ich spreche über die
Kritik der Urteilskraft, weil sie vom
Einzelnen ausgeht und nach etwas
Allgemeinem fragt, dass es noch nicht
gibt. Wie gesagt, wenn ich einen Tisch
sehe, allgemein ist sofort da. Kein
Problem.
Als Beispiel kann man auf die Anfänge
der Physik verweisen oder hier äh was
Kant selbst über Galilei
schreibt. Man könnte sagen, die Forscher
suchten nach einer Ordnung in den Bahnen
der Gestirne, bevor sie ein
theoretisches Modell beispielsweise
irgendwie irgendwelche
Gravitationsgesetze hatten. Die Daten
waren zunächst bloß Phänomene, aber man
hatte das Gefühl, sie müssten
irgendeiner Ordnung folgen, aber die
Ordnung war noch nicht klar. Also, wir
haben ein partikuläres und jetzt kommt
reflektierende Urteilskraft. Verdammt
noch mal, wie können wir aus diesem aus
diesem einzelnphänomen etwas machen,
wenn wir das Allgemeine noch nicht
haben? Es ist wirklich relativ
trivial. Deswegen kann er
schreiben, als Galilei seine Kugeln die
schiefe Fläche mit einer von ihm
selbstgebählten Schwere
herabrollen oder ein gewisser Stahl,
Metalle und so weiter, das zeigte, so
ging allen Naturforschern ein Licht auf.
Sie begriffen, dass die Vernunft nur das
einsieht, was sie selbst nach ihrem
Entwurf Entwürfe hervorbringt. Das ist
schon wieder kurios. Also die Vernunft
kann sowieso nur das einsehen, was sie
selbst
hervorbringt, dass sie mit Prinzipien
ihrer Urteile nach beständigen Gesetzen
vorangehen und die Natur nötigen müsse
auf ihre Fragen zu antworten. Also
nicht, also nicht der Mensch antwortet
auf die Natur, sondern der Mensch zwingt
die Natur auf seine Allgemeinbegriffe zu
antworten. nicht aber sich von ihr
gleichsam am Leitbande gängeln lassen zu
müssen, denn sonst hängen zufällige nach
keinem vorherentworfenen Plane gemachten
Beobachtung gar nicht in einem
notwendigen Gesetz
zusammen. Also, ich habe es Ihnen nur
noch mal gebracht als reflektierende
Urteilskraft, also etwas etwas
allgemeine wird gesucht. Die
reflektierende Urteilskraft ist demnach
bekannt eine kognitive Haltung, die wir
immer dann brauchen, wenn wir uns in
einem offenen Feld befinden, wenn das
Allgemeine nicht bekannt ist.
Kant lenkt jetzt seine Leser auf zwei
bestimmte und auf den Beweislauf der
Kritik der Urteilskraft wichtige
Anwendungsfragen, nämlich auf Fragen der
Ästhetik, das Schöne und das Erhabende
und auch auf Fragen der
Teleologie. Und auf den ersten Blick
könnte man das könnte man jetzt wirklich
denken,
äh, dass Schopenhauer hier recht hat,
was das sind doch zwei komische Texte.
Also einmal geht's um das Schöne, einmal
geht's um Fragen der Teleologie. Wie
soll das zusammenpassen?
Denn auf den ersten Blick, wie gesagt,
könnte man meinen, dass die Analysen
über die über Urteile über das Schöne
und das Erhabende scheinen völlig
losgelöst zu sein von der Frage, ob die
uns umgebenen Natur einen inneren Zweck
hat. Und das wäre sozusagen die Idee der
Tologie. Die Uhr hat die die Natur hat
einen inneren Zweck, auf den sie
ausgerichtet ist.
Und in dem Sinne könnten wir dann der
Natur also metaphysisch als ein
metaphysisch sin sinnvolles Gefüge
begegnen. Warum ist das jetzt für Kant
so wichtig? Also diese Teliologie, also
es gibt eine eine Logosstruktur und eine
Zielgerichtetheit der Natur. Warum ist
das jetzt für Kant so wichtig?
Nun, weil organische Naturerscheinungen
wie etwa Pflanzen, Tiere oder komplexe
Organismen uns in der Art und Weise, wie
wir sie wahrnehmen, vernünftig gestaltet
erscheinen und wir uns trotzdem die
Frage stellen müssen, ob wir mit der
Annahme einer vernünftigen bzw.
zielorientierten
Naturordnung spekulative Metaphysik
machen oder
nicht. Erinnern Sie sich doch, es geht
um die Frage, wie kriegen wir einerseits
Natur und Freiheit zusammen? Und jetzt
kommt die Urteilskraft und Schad. Kann
ich auf die Natur
schauen und die Natur sozusagen als ein
schönes sinnvolles Ganzes erkennen oder
nicht? Dann wenn man könnte sagen, wenn
das gelungen
ist, dann ist vielleicht Natur und
Freiheit doch irgendwie kombiniert dann
oder dann ist ein dann ist eine Brücke
zumindest irgendwie geschaffen. Dann ist
die Natur nämlich nicht einfach nur
sozusagen ein mechanisches ein
mechanisches Werkzeug, sondern so schön
und so sinnvoll eventuell wie die wie
die Kunst oder wie das
Naturschöne. Sie kennen vielleicht
diverse Debatten über Intelligent
Design, da geht ja um die ähnliche
Frage, ja, also müssen wir irgendwie
einen Designer annehmen Gott, der das
macht, oder wenn wir im Materialisten
sind, macht's dann überhaupt Sinn von
Teleologie zu sprechen und müssen wir
dann sagen, ja, Teleologie wohin Zweck,
Gerichtetheit, warum ist es nicht
trotzdem irgendwie nur alles ein
chaotischer Naturkreislauf? Kantwille
uns nahlegen zu sagen, nein, das so
können wir es gerade nicht schauen. Und
wenn es uns gelingt oder wenn ich Kant
eine Urteilstheorie entfalte, die zeigt,
warum wir es gerade nicht also tun
sollten, dann ist es mir eventuell
gelungen, aus einer aus einer rein
theoretischen Philosophie und der Frage
nach der Freiheit zu entdecken. Ja,
vielleicht ist die Natur selber nach
einem metaphysischen Freiheits Prinzip
gestaltet. Und dann könnte man sagen,
ja, ihm ist vielleicht tatsächlich diese
diese schizophrene Kluft zwischen Natur
und Freiheit irgendwie
gelungen. Also deswegen noch mal die
Frage, was hat das jetzt mit der
reflektierenden Urteilskraft zu tun?
Nun, es hat insofern etwas mit ihr zu
tun, da wir kanzufolge natürliche
Phänomene tatsächlich so betrachten
dürfen. Hier denken Sie an keine Ahnung
so ein Biberbau hier. Ja, Biber der bau
der baut seinen Bau, der baut seinen
Staudamm.
Also, wir können diese Phänomene in der
Natur so betrachten, als seien sie auf
ein Ziel oder eine natürliche Ordnung
angelegt. Oder anders gesagt, immer wenn
wir auf Besonderheiten in der Natur
treffen, zu denen wir noch kein
allgemeines gefunden haben, das ihren
Zweck erklärt, kommt Kant zufolge unsere
Urteilskraft als reflektierende
Urteilskraft zur Anwendung.
Sie müssen bedenken, Darwins
Evolutionstheorie äh kommt erst 1859,
hat noch nicht das Welt das Licht der
Welt entdeckt und da wird auch noch
keine Theorie evolutionärer
Anpassung zur Debatte
gestellt. Deshalb kann kann noch nicht
von einer evolutionären Anpassung als
ein mechanistisches Verhältnis sprechen,
sondern erwäht einen anderen Weg eben,
diese quasi telogische
Zwecketzung gegen ein mechanistisches
Verständnis und K hätte trotzdem auch
die wahrscheinlich die die
dawinistische in dem Sinne
abgelehnt. gegen ein mechanis
mechanistisches Verständnis der Natur
spricht er ähm von Naturzweckmäßigkeit,
ohne gleichzeitig zu behaupten, dass
diese Naturzweckmäßigkeit tatsächlich
auf so etwas wie einen intelligenten
Designer wie Gott hinweist. Also in dem
Sinne hält er sich wieder
zurück. Dann könnte man zwar gegenkant
immer noch einbenden, dass das Verhalten
eines Bibers, der einen Staudamm zur
Nahrungssuche baut oder wofür auch
immer, doch problemlos durch
Naturgesetze erklärt werden könnte.
Aber Kanzargument bezieht sich auf eine
tiefgreifende liegende
erkenntnheoretische Frage, nämlich wie
muss wie müssen wir über die Natur
urteilen, damit sie für uns verständlich
wird.
Kant sagt also nicht, dass natürliche
Phänomene sich nicht mechanismisch
erklären lassen könnten, sondern dass es
in bestimmten Fällen eine Art
Betrachtung gibt, bei der wir so bei der
wir diese Phänomene so aus auffassen,
als ob sie zweckmäßig geordnet sein auf
einen und dannit irgendwie auch auf
einen finalen metaphysischen Zweck
hingeordnet sind.
Ein Uhrwerk oder ein Schaud lassen sich
mechanistisch erklären, weil sie von
einem äußeren Zweck geleitet sind.
Aber ein lebendiger Organismus und das
haben wir bei dem Biber der der Fall ist
es nicht nur eben nicht nur eine
Maschine äh es gibt ein zweckmäßiges
Ganzes in dem alle Teile so aufeinander
abgestimmt sind, dass sie sich
gegenseitig hervorbringen und
aufrechhalten und kann nennt die das
eine eben eine innere
Zweckmäßigkeit und hier setzt dann auch
dieologische Urteilskraft ein.
Wir können es versuchen, zwar versuchen
alles mechanistisch zu erklären, aber
wir kommen an eine Grenze, weil das
Leben selbst einer Art von
Selbstorganisation zeigt, die sich nicht
so leicht auf eine reine Kausalität
reduzieren
lässt. Deswegen hier das Zitat: "Die
Naturzmäßigkeit verdeutlicht mir, dass
unser Begriff der Natur nicht einfach
eine Mechanism gleicht, sondern die
Natur als
Kunst betrachten lässt oder als Kunst
betrachtet werden kann. Und hier
verstehen Sie, glaube ich, wiederum,
warum ihr glaubt jetzt mit dieser
Urteilskraft, worauf das Schöne in eine
Rolle spielt, jetzt wiederum diese die
die das Problem der ersten beiden
Kritiken zu lösen. Wie kriege ich aus
einer Naturkausalität und an einem
Freiheitspostulat irgendwie eine kohente
These These. Na, in der Art und Weise,
dass ich die Natur als ein
sinnorientiertes Objekt interpretieren
oder auslegen darf.
Zweites Zitat: "Sie, die Urteilskraft
erweitert also wirklich zwar nicht
unsere Erkenntnis der Natur,
Naturobjekte, aber doch unseren Begriff
der Natur, nämlich von einem bloßen
Mechanism zu dem Begriff von eben
derselben als Kunst.
Das Prinzip, das die reflektierende
Urteilskraft dabei anleitet, lautet
dabei wie
folgt. Die aus
Einzelfällenartig aufgestellten
empirischen Naturgesetze sind so im
Rahmen von jetzt Zitat transzendental zu
nennenden Naturgesetzen
auszulegen als ob ein Verstand, wenn
gleich nicht der unserige sie zum Berufe
unserer Erkenntnis Vermögen gegeben
hätte und damit meint er natürlich einen
Gottesverstand.
Also, wir dürfen in die Natur so
schauen, als sei sie zweckmäßig und
tatsächlich von einem göttlichen Geist
verbirgt, der der Natur die Möglichkeit
gibt oder sousagen oder die
Zielgerichtetheit sinnhaft zu
sein. Das uns umgebende manigfaltige
soll aus einem gleich uns unbekannten
Prinzip der Einheit als notwendig
angesehen werden. Aber sie sie merken,
also er sagt nicht, dass es wirklich so
ist. Er sagt, wir müssen aber eigentlich
auf die Natur so schauen, wir können gar
nicht anders als in dies als in dieser
Natur eine Art Zweckmäßigkeit zu
entdecken. Deswegen, wie ich vorhin
sagte, haben Sie erleben sie diese
Debatten bei bei reduktiven
Materialisten, die dann zwar auch von
Teleologie sprechen, aber selber nicht
genau wissen, ja, was meint denn jetzt
eigentlich Teleologie? Ja, weil sie
natürlich nicht an ein an eine
metaphysische Teleologie glauben wollen.
Ja, und dann bleibt aber dann bleibt die
Frage, ja, was dann macht doch eventuell
der Begriff der Tologie überhaupt keinen
Sinn.
Es wird dabei aber nicht behauptet, dass
damit wie gesagt die tatsächliche
Verfassung der der die tatsächliche
Verfassung der Welt so beschrieben ist.
Also, wir können zwar annehmen, dass der
Biber, dass der Biber in einer Welt
lebt, die und die sinnvoll gestaltet
ist, eventuell von einem höheren
göttlichen Prinzip, aber aber auch dafür
gibt es keinen wissenschaftlichen
Beweis, aber wir müssen es annehmen. Wir
müssen so in die Welt schauen. Anders
kriegen wir die Vielgestaltigkeit gar
nicht unter oder hätten wir gar kein
Interesse daran irgendwie im gewissen
Sinne neue Erkenntnisse unter neue
allgemeinen Begriffe zu
bringen. Daher bezeichnet Kant auch das
Prinzip der reflektierenden Urteilskraft
und wie gesagt die dritte Kritik heißt
Kritik der
Urteilskraft als das Prinzip der
Zweckmäßigkeit der Natur in ihrer
Mannigfertigkeit als ein
transzendentales Betrieb Prinzip also
als ein Prinzip als Bedingung der
Möglichkeit von
Erkenntnis entstand nicht der Erfahrung
und es kann nicht der Natur
vorschreiben, wie sie sich zu verhalten
hat. reflektierende Urteilskraft gibt
sich nur als Prinzip, dass sie sich
sozusagen selber
gibt. Hier noch mal, ich komme zum
Abschluss.
Also da, wo es aber wie gesagt, also das
heißt, wir können wir wir schauen auf
die Natur in dem in der Art und Weise,
dass wir den Eindruck haben, es macht
Sinn, das Partikuläre auf ein
allgemeines zu schauen. ist die
Bedingung der Möglichkeit für Kant äh
die äh überhaupt Naturwissenschaften zu
betreiben und die Nat und und wobei wir
dann tatsächlich die Natur im gewissem
Sinne wie ein Kunstwerk betrachten
können. Also, ich habe angefangen mit
dem mit der bestimmenden Urteilskraft
und mit der reflektierenden
Urteilskraft. Also da, wo es gar keine
Probleme gibt, das das Besondere unter
das Allgemeine zu subsumieren, wie z.B.
dass hier vor mir ein ein Redennerpuls
ist. In dem Sinne braucht könnte man
sagen, da braucht fast gar keine
Urteilskraft. Urteilskraft kommt in
allen drei Kritiken bei Kant vor.
Die Einbildungskraft übernimmt hier die
entscheidenden Aufgaben. Aufgaben, die
strikt gesehen dann irgendwie, sag mal,
im größeren Kontext auch ein Teslaauto
leisten könn könnte. Also auch ein
Teslaauto kann eventuell einen Bordstein
erkennen oder ein oder ein Baumstamm und
dergleichen und eine Straße. Also da
könnte man sagen, so richtig
Urteilskraft ähm braucht's ja nicht
unbedingt. Hier gelingt eine simple
Erkenntnis nach
Musterzuordnungen. Urteilskraft braucht
es aber, wie diverse so Trolly Beispiele
aus der Ethik äh vorzeigen. Kennen Sie
kennen Sie vielleicht so die Debatten.
Also äh wenn es um die Frage geht, ja,
soll jetzt an eine Straßenbahn äh auf
einer Linie über fünf Menschen fahren
oder über zwei Menschen oder über fünf
Kinder oder fünf alte alte Menschen?
Ähm, okay. Und dann könnte man sagen,
äh, dann in diesem Fall müsste ein Tesla
unterscheiden lernen oder halt bestimmte
Kriterien haben. Und besonders
interessant wäre es nicht nur, wenn er
jetzt erkennt, das sind fünf Alte und da
sind fünf Kinder und dann natürlich
fährt er dann über die alten äh der der
Meinung, werden sie alle mit mir sein.
Ähm, sondern wenn es dann wirklich noch
mal Grenzwälle gibt, dann müsste er dann
bräuchte er Urteilskraft. Ja, weil der
Witz der Urteilskraft ist ja auch Sie
brauchen ein
Kraftmoment, also ein ein
Deisionsmoment.
Okay, also das heißt, im Gegensatz zu
festen Mustern arbeitet die Urteilskraft
dort, wo die Kontexte unklar und offen
sind. Sie ermöglicht mit Situation
umzugehen, in denen kein vor
vorgefertigtes Schema und keine feste
Regel
existiert. Und noch genauer gesagt, wo
erst aus etwas Partikulärem wiederum ein
allgemeines abgeleitet werden kann. Und
in der heutigen Debatte um keine Ahnung
um KI kommen ihr genau immer wieder auf
diese Frage. Ja, gibt's gibt's überhaupt
Urteilskraft bei KI? Also ich habe den
Eindruck, das gibt's jedenfalls immer
mehr. Ob dahinter dann ein Bewusstsein
ist, ist mir fast egal. die Urteilskraft
find ich im Person KI
erstaunlich, aber wenn sie quasi der das
also wenn eben etwas etwas Partikulärum
s etwas ab allgemeines abgeleitet werden
und wenn sie diesen Mechanismus
verstanden haben, also dass es diese
Differenz gibt bestimmte Urteilskraft
und reflektierende Urteilskraft und was
Urteilskraft dann wirklich bedeutet,
wenn sie nicht einfach nur ein Teslaauto
sein wollen, dann haben sie eigentlich
auch alle Serien, alle Folgen von Dr.
Haus verstanden. Kennen Sie die Serie?
Okay. Äh, weil die diese Serie besteht
aus zwei Formen von Protagonisten. Das
sind sozusagen hier die Hilfe ist Helfer
und das ist sozusagen das Genie Dr.
Haus. Ja, ich identifiziere mich immer
mit Dr. Haus.
Also, weil tatsächlich, also was dieses
Helferteam von Dr. Haus
auszeichnet, ist, dass sie tatsächlich
immer nur im Rahmen der bestimmenden
Urteilskraft arbeiten, ja, der zufolge
das Besondere unter ein schon bekanntes
Allgemeine subsumiert wird.
Aber just diese Grenze überspringt Dr.
Haus in fast jeder Folge immer wieder
gelingt es ihm aus einem Partikulären
ein noch unbekanntes Allgemeine
abzuleiten. Für diejenigen, also die die
Haerie nicht kennen, sei so viel gesagt,
dass jede Folge damit beginnt, dass ein
Krank in das, ich glaube das heißt
Princeton Krankenhaus gebracht wird und
dann sehen wir, wie Dr. aus allen
Widerständen seines unfähigen Teams, das
sind die da oben,
diese Volltrottel, ja, äh all seinen
Widerständen zum Trotz am Ende des Leben
der Kranken rettet, weil ihm gelingt in
der Retten in der in der durch die
Partikularität ein neues Allgemeine zu
denken. Wie kommt er auf die Idee? Nur
also genau, aber jetzt kommen wir noch
einmal zur Frage, warum glaubt Kamt mit
der Kritik der Urteilskraft die ersten
beiden Kritiken verbinden zu können? Ich
habe schon angedeutet, ich bin gleich
fertig.
Er kommt auf die Idee, weil wir Menschen
nach seiner Meinung gar nicht anders
können als transzendentale Bestimmung
der Zweckmäßigkeit zu entdecken. Also
etwas, das den Objekten, die unsere
Erfahrung ausmachen, immer schon
eingeschrieben ist, also sozusagen als
Sinnhaftigkeit. Sonst könnte man sagen,
bräuchten wir gar keine Wissenschaft,
wenn es nicht doch etwa ein Prinzip
gibt, dass wir noch entdecken
könnten. Der Mensch darf im Umgang mit
der Welt der Erfahrung immer auch als
ein freiheitliches Wesen auf die Natur
schauen, die ähnlich zielgerichtet ist,
wie es der Mensch auf der Ebene seines
nominalen Wesens als moralisches Wesen
zielgerichtet ist, auf das moralische
Gesetz oder das höchste Gut hinzu zuu
zuzuschreiden schreiten schreiten,
selbst wenn wir schon tot sind.
Die Urteilskraft und speziell die
reflektierende Urteilskraft versucht dem
nach Natur und Freiheit zu einer
wohlbestimmten Einheit in einer ihr
innewohnenden Zweckmäßigkeit zu
führen. Diese innere Zweckmäßigkeit ist
dann aber keine Eigenschaft der
betreffenden Naturdinge. Also wie
gesagt, wir können nicht tatsächlich
sagen, dass es tatsächlich eine
metaphysische Eigenschaft
gibt, aber wir können äh aber es ist
richtig, dass wir sozusagen diesen
Betrachtungsrahmen anwenden, wenn wir
auf die Natur
schauen. Oder noch einmal anders gesagt,
wir können auf die Welt um uns
herumschauen, als hätte sie einen
Endzweck und auch dann noch, wenn es
viele Besonderheiten und
Partikularitäten gibt, für die wir
tatsächlich keine allgemeines gefunden
haben oder wenn es keine Ahnung
Katastrophen und Kriege gibt, wie wir
sie gerade erleben. Diese These vom
Endzweck äh ist dann in dem Sinne keine
Tatsachenbehauptung, aber sozusagen es
ist ein Grundprinzip, mit dem wir auf
die Welt
schauen. Die Freiheitsgesetze, wie sie
der die zweite Kritik offenlegt, müssen
potenziell auf die Naturgesetze
angewendet werden können. Und auch damit
sehen Sie sozusagen, warum die dritte
Kritik der Urteilskraft eine Kluft oder
sozusagen die Brücke zwischen den ersten
beiden Kritiken ist. Oder noch einmal
anders gesagt, die Urteilskraft und
speziell die reflektierende möchte, dass
wir einen Fortschritt in der
Zerkhaftigkeit der Welt, unserer
Erfahrung und das ist die Welt der Natur
sehen bzw. postulieren sodass die Welt
der Erfahrung in einem stetigen Prozess
moralischer Perfektionierung steht, an
dem wir teilnehmen. Es ist 12:1 Uhr.
Vielleicht machen wir nächste Sitzung
mal ein paar Fragen. Jetzt mache ich
Schluss. Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit. Ich
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