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Giulia Enders I Neuer Bestseller "Organisch" - Was uns die Organe lehren I Talk mit Lars Haider

1:20:1515,073 words · ~75 min readGermanTranscribed Jun 4, 2026
AI Summary

Medical author Giulia Enders discusses her book 'Organisch', explaining how we can learn to appreciate and care for our bodies by understanding our organs as complex, cooperative systems rather than mere machines of self-optimization.

This video bridges biological science with practical, existential wisdom, offering actionable insights on sleep, breathing, immunity, and skin health from one of Germany's most successful popular science writers.

Section summaries

0:00-2:01

Introduction and Book Success

optional

Host introduces Giulia Enders and discusses the massive commercial success of her first book, 'Darm mit Charme'.

2:01-14:07

The Origin Story and Creative Process

optional

Giulia discusses how she wrote her first book at 22, throwing away a year's worth of draft work, and her sister's illustrations.

14:07-26:13

The Lungs and the Breath Experiment

watch

Contains an interactive breathing exercise, the biological link between breathing and stress, and her great-grandmother's wisdom.

26:13-38:19

Immunity, Sleep, and Inflammation

watch

An in-depth look at how sleep shapes immune cells, the relationship between immunity and depression, and critiques of food supplements.

38:19-46:23

The Brain at Night and REM Sleep

watch

Explains the neurology of sleep, why sleep medications are counterproductive, and how REM sleep processes emotions and solves problems.

46:23-56:28

Skin, Sun Protection, and Touch

watch

Explains how UV light damages DNA, how physical sunscreen acts as a mirror, and the psychological impact of self-touch and connection.

56:28-1:10:35

Muscles, Titin, and the Myth of Constant Strain

watch

Critiques the performance society using muscle biology, explaining Titin proteins, muscle atrophy, and why regeneration is key.

1:10:35-1:18:39

Closing: Value of the Body and Complex Systems

watch

Giulia calculates the economic value of the body and applies organic principles of complex systems to modern societal issues.

Key points

  • The Soft Power of the Lungs — The lungs act as a bridge between the conscious and subconscious mind, and their inherent physical flexibility is what allows them to cycle 20,000 times a day. Only through softness and elasticity does physical strength endure without burning out.
  • The True Purpose of Sleep and the Nightly Transfer of Power — During sleep, older evolutionary parts of the brain actively quiet the conscious prefrontal cortex. This quiet phase is essential because it allows the body to manufacture immune cells and process emotions under stable, low-stress conditions.
  • Titin and the Physics of Muscle Regeneration — Muscles rely on Titin, a structural spring protein that stores elastic energy when a muscle is simultaneously tensed and stretched. Physical gains and structural adjustments of these proteins occur during the recovery phase, not the training phase.
Wer Durst hat, trinkt, wem es schwer ist atmet. Giulia Enders (quoting her great-grandmother)
Nur durch Weichheit reicht die Kraft. Giulia Enders

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0:00

Herzlich willkommen. Mein Name ist Lars

0:02

Heider. Wir sind heute auf Kampagel in

0:05

der Halle K6. Und wenn ich wir sage,

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dann sitzt mir gegenüber schräg

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gegenüber eine Frau, die etwas geschafft

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hat, was einem Lottwinnen gleich kommt

0:15

und zwar einem Lotto Gewinn so 10

0:18

Millionen Euro im Jackpot und die

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Zusatzzahl.

0:21

Sie hat vor genau 11 Jahren ein Buch

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geschrieben über ähm über ein Thema, auf

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das man erstmal kommen muss. Sie hat ein

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Buch geschrieben über den Damen und ich

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kann mir vorstellen, dass damals der

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Verlager, wenn wir gleich sprechen,

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vielleicht gedacht hat, ach, es wird

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vielleicht ganz witzig und vielleicht

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kaufen das ein paar Leute. Und aus

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diesen paar Leuten sind 8 Millionen

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geworden. Also 8 Millionen verkaufte

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Bücher über das Buch ähm Dam Scham. Und

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damit ist sie mit einem einzigen Buch

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eine der erfolgreichsten deutschen

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Sachbuchautoren.

0:54

Und wir werden gleich darüber sprechen,

0:55

warum man, wenn man das geschafft hat,

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wenn man also einmal im Lotto gewonnen

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hat, warum man dann weiter Lotto spielt

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und

1:01

noch ein zweites Buch schreibt. Dazu

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gehört aber zur Weit dazu gehört, ähm,

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dass sie 11 Jahre nicht gebraucht hat,

1:08

sondern dass zwischen dem ersten und dem

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zweiten Buch 11

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Jahre liegen. Und ich freue mich sehr

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heute zu Gast zu haben auf Kampel

1:16

Kampnagel Julia Anders. Herzlich

1:18

willkommen.

1:18

Hallo,

1:24

Julia.

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Julia, wir machen erstmal den erstmal

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den Test. Wir wissen, dein Oberarzt aus

1:30

dem israelitischen Krankenhaus ist heute

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hier. Du hast, das ist ja in Hamburg

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immer wichtig, wo immer die Leute

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herkommen, dass man betont, eigentlich

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hatten sie ihre schönste Zeit in Hamburg

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und das war bei dir, glaube ich, auch

1:40

so. Du hast im israelitischen

1:41

Krankenhaus gearbeitet, der Oberarzt ist

1:43

hier. Kurzer Test, wie viel Sie müssen

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sich nicht normalerweise haben Ärzte

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immer Angst, wenn man sagt, ist ein Arzt

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anwesend. Ähm hier vorne, wenn was ist,

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ist Julia heute diejenige, die alles

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übernimmt. Wie viel Ärzte haben wir

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heute? Einfaches Handzeichen reicht.

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Ah, also um die zehn. Das ist irgendwie

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doch für die anderen alle ein gutes

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Gefühl. Ähm und für dich Julia auch ein

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gutes Gefühl mit so viel Kollegen.

2:11

Ja, das ist auch immer bei meinen

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Urlauben so mit meinen Freundinnen aus

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dem Studium, da kann jeder sich alles

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verletzen, weil wir immer irgendjemanden

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dafür dabei haben.

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Du hast, ich habe es gesagt, du und du

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musst die Geschichte noch mal erzählen,

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obwohl du sie 100 mal erzählt hast, die

2:24

Menschen, die hier sind und ich kenne

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sie nicht. Wie war das damals? Du warst

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23, richtig?

2:30

Und bist wie auf die Idee gekommen, ein

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Buch über den Damen zu schreiben?

2:33

Ja, ich war sogar noch 22 und habe

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eigentlich einfach immer nur Freundinnen

2:38

Freunden von dem Dam erzählt, wo ich den

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einfach, na ja, ziemlich köstlich fand.

2:43

Und irgendwann hat eine Freundin mir

2:44

eine E-Mail geschrieben, guck mal, da

2:45

gibt's so Science Slams, da erzählt man

2:47

über seinen Lieblingswissenschaftsthema.

2:50

geh doch da mal hin. Und dann habe ich

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das gemacht und fand es lustig und

2:54

irgendwann daraufhin hat mir eine

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Literaturagentin geschrieben, ob ich

2:58

mich mal treffen will und hat dann

2:59

gefragt, ob ich mir nicht vorstellen

3:00

könnte, ein Buch zu schreiben. Habe ich

3:02

erstmal gesagt, na ja, 40 Seiten oder

3:05

so.

3:06

Und dann meinte sie: "Ja, ich höre dich

3:08

ja drüber reden, fang mal an, könnten

3:10

mehr werden." Und so war das im Grunde.

3:11

Und dann habt ihr dieses Buch schon

3:14

damals mit dem Titel Dam Scharm oder

3:17

gab's ich irgendwo habe ich gelesen,

3:19

dass ist eine Agentur beauftragt wurde,

3:21

sich noch mal einen anderen Titel zu

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überlegen, weil der zu einfach zu banal

3:25

war. Re?

3:26

Ja, ich glaube dem Buchverlag war das so

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ein bisschen fremd. Also da waren eher

3:30

die die hatten auch die Sorge, wo soll

3:31

dieses Buch denn hingelegt werden? Es

3:33

soll irgendwie klar in der Gesundheits

3:34

oder Ratgeberecke und dann wurde gleich

3:37

ja, es wurde richtig eine Agentur

3:38

beauftragt, die noch mal suchen sollte.

3:41

Lang rum überlegt durch dick und dünn

3:42

war ein Vorschlag Glück im Bauch 8 m

3:45

Wohlfühlwellness. Bei jedem Vorschlag,

3:48

den meine Schwester und ich so per

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E-Mail bekommen haben, sind wir immer so

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ein Stückchen tiefer im Sessel gesunken

3:55

und meine Schwester hat dann zum Glück

3:56

so, die ist so eine stohische, ich hätte

3:58

dann irgendwann gesagt, komm, keine

4:00

Ahnung, was findst du denn lustig? dick

4:03

und dünn oder und sie hat dann gesagt,

4:04

nö, finde ich alles nicht lustig, machst

4:07

du nicht. Und dann und wä einfach ganz

4:09

stisch dabei geblieben und so hieß es

4:11

dann damit schon.

4:13

Was war die Erwartung damals, als das

4:14

Buch auf den Markt kam?

4:17

Also, ich hatte keine. Ich wollte was

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Gutes gemacht haben, wo ich danach sagen

4:20

kann, das ist ordentlich. So, glaube

4:22

ich, hat mich meine Mama erzogen. Die

4:23

hat gesagt, wenn das machst, gut. Wenn

4:25

es gut ist, machst es. Wenn es nicht gut

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ist, lässt es. Und während dem Schreiben

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hatte ich auch immer mal so bisschen

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Phasen, wo ich dachte, oh Gott, ich weiß

4:32

nicht. Und hat gesagt, dann lässt es

4:34

einfach so ungefähr. Also, es ging mir

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immer nur drum, dass ich am Ende sagen

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kann, das ist eine runde Sache, das habe

4:40

ich glaube ich gut gemacht, soweit ich

4:42

das beurteilen kann.

4:43

Und wie ist es dann so ein Erfolg

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geworden?

4:46

Na ja, also das kann ich jetzt irgendwie

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mich selbst auch fragen. Ähm, ich habe

4:50

ja mal manchmal so aus Witz gesagt, das

4:52

Buch ist halt nur für die Leute, die ein

4:54

DM haben.

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Aber im Grunde glaube ich ein ein Faktor

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war schon auch, dass es so die Zeit war,

5:01

in der das angefangen hat, dass wir oft

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so ein Bildschirm und ein Gehirn waren,

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also viel am Handy, viel am Computer und

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der DM ist schon auch einfach was sehr

5:10

körperliches, viel körperlicher als

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gargelig rumdauen in völlig eigenen

5:14

Bewegungsmustern. geht irgendwie nicht,

5:16

finde ich fast schon. Also glaube ich,

5:18

dass er da auch eine Art Gegengewicht

5:20

war

5:21

und das kann man, wir haben darüber im

5:22

Vorgespräch gesprochen, kann ich das

5:23

hier erzählen? Also ich kann nur jedem

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raten, der eine Darmspiegelung macht,

5:27

dieses Mittel, wie heißt das Mittel?

5:29

wohl

5:30

das nicht zu nehmen,

5:31

a,

5:31

sondern sich dieses, das ist eine

5:33

einmalige Gelegenheit, sich mit seinem

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wirklichen Inneren zu beschäftigen. Und

5:38

es war, ich fand es es war ein

5:39

unglaublich, ich glaube, der Arzt, der

5:41

bei mir das dann vorgenommen hat, der

5:43

fand mein Interesse am Ende übertrieben.

5:46

Ähm, er hat dann auch irgendwie, also

5:49

während er anfing, hat er auch den

5:50

großen Filter gemacht, das war 2021 und

5:53

sagte, sind Sie nicht der vom Armblatt

5:55

und und haben Sie nicht gerade dieses

5:57

Buch über Olaf Scholz geschrieben? Und

6:00

dann habe ich ihm während der gesamten

6:01

Darmspülung

6:02

in der Hoffnung, dass er nicht

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einschläft, also die Vorzüge von Olaf

6:05

Scholz erklärt. Ähm, aber ich fand

6:07

trotzdem, wenn man dieses dieses ist es

6:11

das schönste Organ, also man denkt ja oh

6:14

Dam ekliche, aber ich fand das so

6:16

faszinierend so, also ich habe mich, ich

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will nicht sagen, dass mich mir meiner

6:20

eigenen Damen verliebt hat. So ist es

6:21

nicht gekommen,

6:23

aber es ist schon ein ganz besonderes

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Organ, ne? Ja, ich würde jetzt noch mal

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ganz vorsichtig abgrenzend sagen, die

6:29

Empfehlung, das ohne Propopol zu machen

6:31

kommt von Herr Dr. Lars Heider und nicht

6:34

von

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übrigens, es war eine Empfehlung des des

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Chefarztes in der Klinik. Ich habe ihn

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nicht gefragt, der war auch gerade 50

6:40

geworden und habe gesagt, haben Sie das

6:42

denn auch gemacht? Ja. Und haben Sie es

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mit Propopol gemacht? Nein. Warum?

6:46

Also ich Propool ist schon auch was

6:49

angenehmes. Wenn ich da so die Menschen

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beobachtet habe, die da wieder

6:51

aufgewacht sind, fanden die das in der

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Regel glaube ich ganz schön mit. Es

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kommt ja auch immer drauf an, wie

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einfach das Ganze so ist, ob man das

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angenehm findet oder nicht. Aber es

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stimmt schon, wenn man den Dünndarm mal

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zu Gesicht bekommt, der ist schön. Also,

7:02

ich finde den Dünndarm auch noch ein

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echt ein Ticken schöner als den

7:05

Dickdarm, weil er ja diese samtige

7:07

Oberfläche hat auch so ganz rosa, wie

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also wirklich wie so rosa ich finde, das

7:12

hat was.

7:13

Haben die Menschen in den Ländern in

7:14

deinen ist es in 40 Ländern erschienen

7:16

das Buch? Hast du so ein paar Titel, wie

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das in anderen Ländern hieß dann, weil

7:20

Damen mit Scham ist wahrscheinlich so

7:21

eine typische deutsche, wie hieß es in

7:23

Weißt du wie es in Frankreich hieß oder

7:24

in Ja, Le Charm Discret the Lant ist

7:29

französisch

7:30

angelehnt aus dem Buch aus, ich glaube

7:32

den 70ern, wenn ich mich nicht irre und

7:35

in ja in Italien.

7:39

Ah, na ja, da wusste ich es mal, aber es

7:41

fällt mir jetzt gerade nicht ein. Es

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gibt dann tamen mit Schamen, also man

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kann es auch direkt übersetzen und im

7:47

Englischen ganz simpel. Got

7:49

Got.

7:50

Ich hätte es ja wirklich gerne Charming

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Bowels genannt, aber das äh manchmal

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kommt man nur seit. Nicht bei allen

7:56

Verhandlung war meine Schwester dabei.

7:58

So sollte ich es eigentlich sagen. Ja.

8:00

Wie ist das Verhältnis? Gibt es ein

8:01

unterschiedes Verhältnis der Menschen,

8:02

die du jetzt erlebt hast in den

8:04

verschiedenen Ländern zum Damm?

8:06

Ja, ich hatte manchmal so den Eindruck,

8:08

wenn es sehr katholisch war, dann war da

8:10

schon das Tabu auch noch mal bisschen

8:12

stärker fühlbar. Ich hatte in Portugal

8:14

eine Journalistin, die mir gesagt, die

8:16

war über 30, die mir dann gesagt hat,

8:18

sie hat noch nie sich in der Toilette

8:20

umgedreht, weil ihre Mutter ihr als

8:21

kleines Mädchen gesagt hat, das macht

8:23

man nicht. Die hat noch nie gesehen, was

8:25

dann da passiert, wenn man sich umdreht,

8:27

z.B. und hat es dann, nachdem sie das

8:28

Buch gelesen hat, zum ersten Mal sich

8:30

getraut.

8:32

Weiß nicht, soll ich dann sagen, bittte

8:34

schön, aber

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in Israel war im israelitischen

8:39

Krankenhaus, dass ein Arzt dir dein

8:41

eigenes Buch empfohlen hat.

8:42

Nein, nein, nein, nein, nein.

8:43

Das war ein anderes außerhalb.

8:45

Das war noch im Studium, das war bei

8:46

einem Praktikumsteil am Ende vom

8:48

Studium. Ja,

8:49

okay. Also, wir wollen ja nicht über Dit

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sprechen. Die meisten Man Test. Wer hat

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Damit Scham gelesen von Ihnen? Hol. Da

8:57

kann man sagen, es sind mehr Dame

8:58

Schamleser als Ärzte in diesem S.

9:02

Das ist schöne schöne, also

9:04

nehme ich gerne hin.

9:05

So und dann natürlich 8 Millionen 8

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Millionen verkaufte Bücher. Dann war das

9:10

so eigentlich mit 23 ähm dass du

9:13

eigentlich dich hättest zurücklegen

9:14

können, hättest sagen können, ja,

9:17

ja, mit 24,

9:18

mit 24

9:20

ähm

9:20

das also

9:21

weiß ich nicht, ist das so?

9:23

Ich weiß nicht, was man so kriegt, aber

9:25

ich habe mal so, ich denke mal so, wenn

9:25

man vielleicht z.B. 1 € pro Buch nur

9:27

bekommen würde, dann kann man das ja

9:29

relativ leicht ausrechnen und mit

9:34

Ich weiß nicht, ob man nur 1 € kriegt.

9:36

Wir sind ja schon auch in Deutschland,

9:38

du weißt, was die Steuer noch mal machen

9:40

und so.

9:40

Stimmt. Aber die Frage war, ähm du hast

9:44

dann erstmal als Ärztin gearbeitet,

9:46

ja,

9:46

im israelischen Krankenhaus, unter

9:48

anderem?

9:48

Na, ich habe mein Studium fertig

9:49

gemacht. Äh, ich habe dann ein halbes

9:51

Jahr Pause gemacht, weil ich dachte, ich

9:53

glaube einmal ausatmen, bisschen

9:54

realisieren, was da gerade alles

9:56

passiert, das ist gut. Und dann habe ich

9:58

angefangen im Krankenhaus zu arbeiten.

9:59

Genau.

10:00

Und dann wieder in der Coronaphase

10:02

aufgehört und auch Hamburg verlassen,

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richtig? 2020 war ich noch komplett am,

10:07

also war ich noch im Krankenhaus, habe

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aber schon parallel geschrieben, weil

10:10

ich schon die Idee hat schon so gebrannt

10:12

unter den Nägeln und am Ende vom Jahr

10:15

habe ich dann gemerkt, das kann ich

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nicht gleichzeitig und ich glaube jetzt

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ist auch alles einigermaßen entspannt.

10:20

Ich habe gemerkt, ich musste da glaube

10:21

ich kein schlechtes Gewissen haben dann

10:23

zu gehen. Ja. Hat der Verlag nicht

10:24

Olstein irre Druck gemacht und hat

10:26

gesagt, irgendwie wäre schön, wenn es

10:28

nicht 11 Jahre dauert, bis das nächste

10:30

Buch, also wenn jemand sonst so ein

10:32

Erfolg hat, dann heißt es nächstes Jahr

10:34

in eineinhalb Jahren wäre es schon

10:36

schön, wenn wir nachlegen könnten. Wie

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hat den Ulstein hatte gesagt, lass dir

10:39

lass dir Zeit, alle Zeit der Welt. Nee,

10:42

da muss ich echt sagen, die waren cool.

10:44

Vielleicht waren sie auch noch so ein

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bisschen verschreckt. Ich weiß es nicht

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genau, weil meine Schwester und ich

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waren ja jetzt nicht die angenehmsten

10:50

äh so zum Zusammenarbeiten, weil wir

10:53

schon viel unseren eigenen Senf immer

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bei allem zugeben wollten. Vielleicht

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war es so eine Mischung aus. Sie waren

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echt cool und auch ein bisschen

11:00

verschreckt.

11:05

Manchmal ist es ja eine gute Mischung.

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Wer weiß? Bisschen ist ja nicht alles

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einfach nur schlecht oder gut.

11:12

So ähnlich muss ich ihn auch gegangen

11:13

sein. Du hast dann angefangen zu

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schreiben, hast ein Jahr geschrieben und

11:16

hast dann das, was du in diesem Jahr

11:17

geschrieben hast, einfach,

11:19

weil es dir nicht gefallen hat,

11:21

komplett weggeworfen. Alles weggeworfen.

11:24

Ja.

11:25

Was hat der hat der Verlacht dann

11:26

gesagt?

11:28

Okay.

11:31

Was? Und würdest du heute sagen, würdest

11:32

du heute sagen, das was du damals

11:34

geschrieben hast, war so so viel

11:36

schlechter als das, was jetzt organisch

11:37

geworden ist? Also, es gibt einfach so

11:39

ein Gefühl, das ist so wie wenn man über

11:41

so ein so ein Kunststoff drüber streicht

11:44

und dann gibt so Funken, ne? Und das ist

11:47

aber auch so ein Gefühl beim Schreiben,

11:48

wo ich einfach merke, ja, das so soll

11:49

das sein, da wollte ich hin, jetzt bin

11:51

ich da. So, so und wenn das das halt

11:53

nicht da ist, dann kommt wieder meine

11:55

Mama in meinem Kopf hoch und sagt, wenn

11:57

es nicht gut ist, machst es nicht.

11:58

Was hat deine Schwester? muss man sagen,

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dann ist es ist eigentlich fast ein

12:02

bisschen ungerecht, dass du hier alleine

12:03

sitzt, weil natürlich die Magie dieser

12:05

Bücher,

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die hat auch viel mit den Illustrationen

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deiner Schwester zu tun. Wunderschöne

12:10

Illustration, insbesondere der Menschen

12:12

in diesem Buch. Ähm, was hat denn deine

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Schwester damals gesagt, dazu gesagt

12:16

hast, äh Jill, ich fange noch mal

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komplett von vorne an.

12:20

Ich glaube, wir haben da so eine Art

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miteinander zu reden, die von außen,

12:23

glaube ich, echt komisch wirken würde

12:25

auf einige Leute. Das ist sehr wort. Ich

12:28

kann dann sagen, das ist scheiße. Und

12:32

dann sagt nickt meine Schwester und dann

12:34

ist eigentlich die ganze

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Arbeitsbesprechung, was jetzt sonst ein

12:36

Team Meeting über eine Stunde wä, ist

12:39

dann an der Stelle beendet. Da wisst

12:41

sie, also sie muss mich angucken. Ich

12:43

kann manchmal, ich sag nur, hör nur, wie

12:45

sie im Telefon hallo sagt, dann ist

12:47

schon einfach alles klar und dann wird

12:48

da auch nichts in Frage gestellt. Wenn

12:50

meine Schwester dann gesagt hätte, nee,

12:52

das ist fantastisch, dann wäre ich noch

12:54

mal nach Hause gegangen und hätte noch

12:56

mal hingesetzt. Aber meine Schwester

12:58

weiß schon, wenn ich sag und sie weiß

13:00

und dann wir wissen schon. Ja,

13:02

richtig cool wäre natürlich auch

13:03

gewesen, du schreibst dieses eine Buch,

13:05

es wird dieser unglaubliche Erfolg

13:08

und du sagst, ich schreib nie wieder ein

13:10

Buch.

13:10

Das hatte ich auch vor.

13:12

Das ja, das so dachte ich das auch, weil

13:14

also das war ja einfach ein wahnsinniges

13:17

Erlebnis und alles so gut gelaufen und

13:19

ich dachte gerade auch in Deutschland,

13:21

ich kriege viel mehr Gegenwind oder

13:22

Kritik und dann waren alle so nett,

13:25

selbst irgendwelche Professoren, die

13:26

mich dann eingeladen haben in die

13:27

Vorlesung einfach 10 Minuten was zu

13:29

erzählen. Also es war so fast so

13:31

traumhaft gut und da dachte ich, na,

13:33

also das möchte ich eigentlich nicht

13:35

antasten, aber ich konnte irgendwie auch

13:37

nichts dafür. Also das kam halt einfach

13:39

zu mir so dieses da knitzelt so unter

13:43

den Fingern und ich hatte so das Gefühl,

13:44

da ist wieder was, dem will ich so eine

13:45

Stimme geben, das muss gesagt werden.

13:47

Ich will auch, dass das nicht nur

13:48

gesagt, sondern so gefühlt wird und ja,

13:51

dann wusste ich, das Gefühl kenne ich

13:52

halt leider und das ist das Gefühl, wenn

13:54

ich glaube ich dazu ein Buch schreiben

13:56

kann.

13:57

Dürfen wir jetzt alle 11 Jahre auf ein

13:59

neues auf ein neues Buch von dir hoffen?

14:01

Das weiß ich nicht. Vielleicht ist das

14:03

mein letztes, aber das habe ich beim

14:04

ersten auch gesagt und jetzt bin ich

14:06

bisschen vorsichtig

14:07

und jetzt und jetzt gehen wir mal in

14:09

dieses Buch rein und ich merke schon,

14:10

wir machen mal die erste. Es gibt es ist

14:12

mit mitmachen, es ist mit Übungen. Es

14:14

gibt in dem Buch auch Übungen.

14:15

Die erste d machen sie, sind sie bereit

14:17

mitzumachen? Die Ärzte und die Dame

14:20

Charmleser würde ich sagen. Ma

14:22

nur die beiden Gruppen

14:24

die anderen kön da oben ist dann der

14:26

Herr da oben ist dann im Moment hat

14:28

nicht zu tun. Also um ein bisschen

14:30

runterzukommen, sagst du ganz einfacher

14:32

Trick 6 Sekunden ausatmen. Ich stoppe

14:36

die Zeit und Sie atmen jetzt alle mal

14:38

vorsichtig 6 Sekunden aus. Wie of muss

14:42

man mal Sachen und dann 4 Sekunden ein.

14:43

Wie oft muss man es hintereinander

14:44

machen?

14:44

Im Grunde geht's wirklich drum einfach

14:46

echt länger ausatmen als ein. Das ist

14:48

schon der hal die halbe Magie. Wir

14:50

machen mal 6 Sekunden. Ich mach mal ein

14:51

bisschen. Ich mach mal 8 Sekunden.

14:52

Darf ich noch ergänzen, eigentlich

14:53

machen wir das für Lars Heider, weil

14:55

Lars Heider hatte heute echt einen

14:57

langen Tag. Trotzdem hier ist so fit,

14:59

ist so nett. Also auch Sie, die das

15:01

jetzt mitmachen oder nichts machen sie

15:03

eigentlich für L

15:03

eigent eigentlich für mich, damit ich

15:05

mal ein Augenblick mich sammeln kann.

15:07

Äh, es geht jetzt jetzt jetzt ausatmen.

15:13

Weiter weiter weiter weiter weiter.

15:14

Müsste man nicht viel mehr hören. Und

15:17

jetzt wieder einatmen. 4 Sekunden.

15:21

Wer wer merkt schon was?

15:25

Es ist in der Regel so eine Minute, dann

15:27

kann man aber tatsächlich beim

15:28

Blutabnehmen schon feststellen, dass die

15:30

Stresshormone weniger werden. Man kann

15:32

beim Blutdruck messen merken, der

15:33

Blutdruck sinkt leicht ab, die

15:34

Herzfrequenz geht ein bisschen runter.

15:36

Und das Schöne und deswegen kommen so

15:38

Tipps auch nur vor im Buch, man kann

15:40

auch bisschen erklären, warum das so ist

15:42

und man hat es dann ziemlich schnell

15:43

verstanden und man kriegt nicht einfach

15:45

nur so ein Tipp an die Birne

15:46

geschleudert.

15:47

Das muss man wirklich sagen. Ich wollte

15:48

jetzt so ein bisschen charmant da

15:50

reingehen wegen da mit Charm. ähm das

15:53

Buch, wenn Sie erwarten, dass es eine

15:54

Ansammlung von Tipps ist, dann muss ich

15:57

Sie enttäuschen. Es ist keine Ansammlung

15:58

von Tipps. Es ist ein Buch wirklich, wo

16:00

Ihnen sehr genau erklärt wird, wie

16:01

einzelne Organe funktionieren. Bei der

16:03

Lunge da sagst du, das Interessante ist,

16:05

das ist halt ein Organ, was wir bewusst

16:07

steuern können, z.B. mit Artentechnik,

16:10

z.B. jetzt jetzt haben wir es gerade

16:12

wirklich mit dem bewusstesten,

16:13

vordersten Teil vom Gehirn angepeilt und

16:15

dann gesagt, beweg dich mal so und jetzt

16:17

wieder so. Das geht bei der Niere ja

16:19

nicht, das geht auch beim Darm nicht so

16:20

gut. Da können wir höchstens sagen,

16:21

nein, nicht jetzt. Aber das war's auch

16:23

schon. Und wir können auch unser

16:26

sagst du manchmal zum Damen nein, nicht

16:27

jetzt. Äh

16:27

na, ich hoffe, jeder sagt es ab und zu

16:29

mal, aber wir haben quasi auch bei den

16:32

Blutgefäßen nicht die Fähigkeit zu

16:34

sagen, zieht euch zusammen, ich will

16:36

nicht rot werden. Und plötzlich ist dann

16:37

hier dieses Atemorgan, was sagt, okay,

16:40

ich höre einfach mal auf beide. Und wenn

16:41

du nicht dran an mich denkst, dann

16:43

macht's wieder das Unterbewusstsein und

16:44

das ist ja irgendwie erstmal interessant

16:47

und dann ist es aber auch ziemlich

16:49

praktisch, weil wir so auch in Kontakt

16:51

treten können. Das Bewusstsein kann

16:52

manchmal wieder was runteratmen, was das

16:55

Unterbewusstsein sich ängstlich nervös

16:57

hochgeatmet hat. So kann es also sagen,

16:59

du willst jetzt hier aufgeregt sein,

17:00

aber im Grunde sehe ich, es gibt gar

17:02

nicht so ein Grund. Also mache ich mal

17:03

wieder.

17:05

Okay, so bisschen wie meine Schwester

17:07

und ich, wenn wir uns unterhalten, dann

17:08

verstehen die einander auf einmal so auf

17:10

einer Ebene, auf der Lungenebene.

17:12

Die Lunge sagst du ist ein sehr, du

17:14

vergleichst in dem Buch immer das Organ

17:17

es geht und es geht nicht um alle

17:18

Organe, die es geht. Z.B. findet das

17:20

Herz nicht statt.

17:21

Das stimmt nicht.

17:22

Also findet mit ein Kapitel nicht.

17:23

Na ja, es ist ja ein Hohlmuskel. Es ist

17:25

also bei den Muskeln

17:26

bei den Muskeln. Okay.

17:27

Fairerweise mus

17:28

fairerweise muss man Es hat kein eigenes

17:30

Kapitel, aber du vergleichst immer die

17:32

eigenen Organe mit Menschen. Und hier

17:35

bei der Lunge sagst du, das finde ich so

17:36

schön, das ist die die sagst du es

17:39

besser, die stille Weiche, die sich so

17:41

ein bisschen

17:42

die stille Kraft des Weichen.

17:44

Die stille Kraft des Weichen. So. Und

17:46

das erinnert dich an

17:47

meine Uroma.

17:49

Warum? Meine Uroma war eine sehr weiche,

17:53

sehr gutmütige Frau. Hat auch so

17:56

irgendwie so kleine Felzerin und äh

18:00

so eine kleine Felin.

18:01

So eine kleine Felin. Die Leute, die das

18:03

jetzt nur hören, sehen nicht, dass wir

18:04

so mit zwei Fingern das

18:05

viele Hamburger viele Hamburger waren

18:07

noch nie aus der Stadt raus. Da musst du

18:08

aufpassen, was du den erzählst.

18:10

Na, aber also ich muss mal sagen, die

18:12

Menschen in Hamburg sind schon größer

18:13

als in Süddeutschland. Ist mir

18:15

aufgefallen, ist hierhergezogen. Gibt's

18:17

dazu Daten? Ich weiß es nicht, aber ich

18:18

find's, wenn man hier in den

18:19

Einkaufsstraßen rumläuft, schon spürbar.

18:22

Das ist Wir sind sehr,

18:22

aber jetzt driften wir ab.

18:24

Nein, wir das ist eine Stadt der großen

18:25

Menschen. Das stimmt. Ja,

18:26

ist doch so oder

18:27

hat man ja an Olaf Scholz z.B. gesehen.

18:30

Die Ausnahme

18:30

Giovanni de Lorenzo, Helmut Schmidt,

18:32

alles Riesen. Na gut. ähm

18:34

für mich immer noch groß, ehrlich

18:36

gesagt. Auf jeden Fall ähm ja, meine Oma

18:39

war Oma war eine sehr weiche Person und

18:42

ich musste sofort auch an sie denken,

18:43

weil ich ein paar Wochen vorher auch

18:45

noch so gelesen habe, was gibt's Neues

18:47

zur Lunge und dann gesehen habe, oh,

18:48

jetzt ist rausgekommen, tolle neue

18:50

Erkenntnis, alle 5 Minuten seufzt die

18:52

einmal tief.

18:54

Dann dachte ich halt auch so, na ja,

18:56

okay. Also beim Damen war ich so

18:57

bisschen coolere Meldungen gewohnt,

18:59

ehrlich gesagt. Und da musste ich dann

19:01

aber habe ich geschaltet und habe

19:02

gemerkt, ja, Moment, meine Uroma hatte

19:04

auch diesesch Gott, ach Gott, ach Gott,

19:06

was immer immer so weiter erzählt wurde

19:08

von ihr. Und das war aber quasi so ein

19:10

Weg, wie ich plötzlich auch dieses sehr

19:12

weiche passive Organ, was ja immer nur

19:15

mitgeht, wenn die Muskeln diese

19:17

Atembewegung antreiben, macht einfach

19:19

immer nur mit. Äh plötzlich konnte ich

19:21

das Organ anderen wertschätzenderen

19:24

Licht sehen, weil ich hatte auch so ein

19:25

bisschen die Regel, ich kann nicht

19:26

drüber schreiben, wenn ich es noch nicht

19:28

genug respektiere oder wertschätze, weil

19:31

also was soll das? Quatsch, das wäre ja

19:32

gezwungen. So, ich will drüber

19:33

schreiben, wenn da so dieses ah ja so

19:36

bist du, so tickst du und mir aufkommt.

19:38

Und das da hat mir meine Oma tatsächlich

19:40

irgendwie geholfen, weil sie war zwar

19:42

weich und passiv, aber sie wollte Dinge.

19:45

Sie ist dann zu Yoga treffen gegangen,

19:46

hat sich in Sterngunde eingelesen, fand

19:49

vegetarisch sein lustig und sowas und

19:51

hat die alle so auf ihre ganz eigene

19:53

weiche Art auch gekriegt und ganz viel

19:56

auch uns Familienmitgliedern so

19:57

mitgegeben, was bis heute existiert.

19:59

ihre ihre endlose Neugier, ihre milde

20:03

auch manchmal so ihre klugen Sprüche.

20:04

Sie hat z.B. so gesagt, wer wer Durst

20:07

hat, trinkt, wem es schwer ist atmet.

20:10

Und das war so einer von diesen Dingen,

20:12

die die heute noch gibt. Und ich hatte

20:13

dann auch mal irgendwann so ein Tagebuch

20:15

Ausschnitt gelesen von ihr, da hat sie

20:17

so geschrieben, sie hatte Phasen, da war

20:18

sie so ein bisschen trauriger und dann

20:21

Phasen da war sie wieder fit und gut

20:22

drauf. Und in so einer traurigen Phase

20:24

hat sie mir geschrieben, es fühlt sich

20:26

an als ob ich unten auf dem Grund im

20:29

Wasser liege und alles ist so schwer.

20:31

Aber ich erinnere mich wieder, ichme ja

20:34

Luft und die ist ganz leicht.

20:37

Und das war so ein Moment, wo ich, also

20:38

da war ich bisschen gerührt auch und

20:40

dachte so, ja, sie ist eigentlich

20:41

irgendwie die Lunge. Sie ist nicht

20:43

dieser Businessman, der auf die harte

20:45

Art alles mit Ellenbogen rausbekommt,

20:47

aber sie bekam ihre Dinge und sie war

20:49

ein wertvolles Fundament für alle nach

20:52

ihr. Und das ist die Lunge auch, die den

20:54

Stoffwechsel beeinflusst, die das Herz

20:56

beeinflusst, die Verdauung massiert,

20:58

indem sie da hoch und runter atmet und

21:00

die Bewegung mitmacht. Und ähm ja,

21:03

plötzlich hat sowas geswitcht. Ich habe

21:05

die Lunge aus dem Winkel gesehen und

21:07

dann konnte ich auch die ganze

21:08

Forschung, die ich dazu irgendwo

21:09

gesammelt hatte, so anordnen, dass es

21:11

wie so ineinander gefallen ist und dann

21:13

konnte ich schreiben.

21:14

Das ist das Schöne an deinem Buch, dass

21:15

man anfängt, diese ganzen Organe, die

21:17

einem ja fremd ist natürlich das völlig

21:20

falsche Wort, aber man fängt die an die

21:22

als Komplizen zu begreifen und irgendwie

21:24

so richtig lieb zu gewinnen. Es geht

21:25

auch äh gerade für die Lunge übrigens,

21:27

während Sie hier sitzen, während wir

21:29

aber atmen wir ungefähr jetzt bin ich

21:32

schlecht 2000 mal ungefähr in diesen

21:34

einerinhalb Stunden, das ist eine Menge.

21:36

Es gibt eine, das war mir nicht bewusst,

21:39

du kannst das wunderbar machen. Es gibt

21:40

eine E-Mail abnö.

21:42

Ja, genau.

21:43

Was macht das, was macht das Aufrufen an

21:45

E-Mail mit unserer Lunge? Das ist ein

21:47

Phänomen, dass manche Leute, wenn eine

21:48

E-Mail so reinkommt, die diesen Ton

21:50

hören und die den dann öffnen, einfach

21:51

die Luft anhalten, ohne es zu merken. Nt

21:54

man dann E-Mail ab. Nö, ist natürlich

21:56

dann ist natürlich dann wirklich von

21:57

Vorteil, man kriegt nicht so viele

21:59

E-Mails, aber falls doch, kann das

22:01

teilweise auch mal ganz unangenehme

22:03

Auswirkungen haben

22:04

und das ist das passiert instinktiv,

22:06

wenn man denkt, was kommt da jetzt?

22:08

Ja, quasi ist ja vielleicht auch ein

22:10

bisschen verständlich, dass so

22:11

unterbewusstere Bereiche denken, oh, was

22:13

spannendes kommt in der Wildnis. würde

22:15

jetzt den Atem anhalten, nur für die

22:16

E-Mail ist es halt doch unnötig.

22:18

Ja,

22:18

dann schreibst du aber auch, und das

22:20

fand ich stark, ähm aufs Handy starren

22:23

ist ja so ähnlich auf warten auf die

22:24

E-Mail ist aus Lungensicht ähnlich wie

22:27

Meditation, hat eine ähnliche Wirkung

22:29

oder habe ich das falsch gelesen?

22:30

Doch, das gibt da auch Studien aus den

22:32

70ern noch zum Fernsehen, die sowas

22:34

ähnliches zeigen, weil einfach wenn das

22:36

Bewusstsein mal bisschen abgelenkt ist

22:37

und diese ganzen Flimmerinationen

22:39

verarbeiten muss, mischt sich es nicht

22:41

mehr so arg beim Atmen z.B. ein, wenn es

22:44

nicht gerade ein spannenden Krimmi, wo

22:45

es dann anfängt zu hächeln oder so, aber

22:46

es ist quasi bisschen abgelenkt wie so

22:48

eine Katze mit ihrem Wollkneul und wenn

22:50

das Atmen vom Unterbewusstsein primär

22:52

gesteuert wird, ist es oft sehr viel

22:53

effizienter, sanfter, nicht so

22:55

übertrieben und unnötig tief oder

22:57

unnötig flach. Ähm und äh das da kann es

23:01

tatsächlich mal diese entspannende

23:03

angenehme Wirkung, die so Bildschirme

23:05

auf uns haben, mitklären als einfaktor.

23:08

Übrigens auch noch eine Sache, die ich

23:10

über die Oma und Uroma und Lunge besser

23:13

verstanden habe, war so ein Spruch, den

23:15

meine Oma immer zu mir gesagt hat, den

23:17

sie von ihrer Mutter, also meine Uroma

23:19

hatte und es war immer so dieses

23:21

deutsche Deutsche Mausi. Also er hat

23:23

immer so gesagt, wenn ich haagt Deutsch

23:25

Deutsche Italienisch für weich weich,

23:27

komm entspann dich mal so ein bisschen.

23:29

Und ich habe das immer so verstanden als

23:31

komm jetzt entspann dich mal, ne? So

23:32

wenn man so bisschen zu ehrgeizig, zu

23:34

angespannt irgendwie mit dem Kopf durch

23:35

die Wand und ich habe dann erst, als ich

23:38

über die Lunge gelesen habe, verstanden,

23:40

was es eigentlich auch noch bedeutet.

23:41

Das bedeutet nämlich nur so, nur durch

23:44

Weichheit reicht die Kraft. Also, sie

23:47

hat mir nicht gesagt, entspann dich mal,

23:48

du Angespannte, sondern sie hat gesagt,

23:49

Mausi, nur wenn du auch mal weich wirst,

23:52

reicht deine Kraft für dieses

23:53

anstrengende harte Leben. Und das habe

23:56

ich, also das kam mir dann bei der

23:58

Lunge, weil nur dadurch, dass die Lunge

24:00

so weich und flexibel ist, können wir

24:02

20.000 mal am Tag oder jetzt in diesen

24:05

anderthalb Stunden 1500, 2000 mal atmen,

24:08

weil wenn die Phasern zu fest wären,

24:10

wäre das so viel Muskelarbeit, diese

24:13

Bewegung 20.000 1 mal am Tag, das wäre

24:15

zu anstrengend. Das ken würde uns zu

24:17

viel Kraft kosten. Das gibt's bei

24:19

manchen Lungenerkrankungen ja leider

24:20

auch, aber quasi die Weichheit ist das,

24:23

wodurch die Kraft reicht. Und das nehme

24:25

ich mir manchmal bei anstrengenden Tagen

24:27

zum Vorbild. Wenn ich viele Termine

24:29

jetzt gerade ist so eine Phase

24:30

hintereinander habe, dann mache ich

24:32

nicht dieses jetzt noch den Nacken hoch

24:34

und die Zähne zusammenbeißen und durch,

24:35

sondern dann denke ich, um das zu

24:37

schaffen, brauche ich immer

24:38

zwischendurch einfach wieder die

24:39

Weichheit und dann geht's besser.

24:41

Wir kommen nachher noch zu dem Thema

24:43

Entspannung und Spannung auch ein eines

24:45

meine Lieblingskapitel, wenn es um Sport

24:48

geht und die Frage, ob man überhaupt

24:49

Sport machen sollte. Sein Sie gespannt.

24:52

Ähm, eine andere Frage wäre jetzt, wenn

24:54

wir beide, was wir nicht tun, diesen

24:55

Raum verlassen würden und würden wir da

24:57

reinkommen, dann würden wir

24:59

wahrscheinlich ähm die Raumluft anders

25:02

wahrnehmen.

25:03

Das schreibst du auch und da fand ich

25:04

hoch interessant, dass in 66 bis 78%

25:08

aller Klassenzimmer

25:11

die zulässigen Grenzwerte für unter

25:13

anderem Kohlendioxid und andere Dinge

25:15

erhöht sind. Und mit anderen Worten, das

25:17

macht müde und die deshalb kann man

25:20

sagen, deshalb sind die Leistungen in

25:21

deutschen Klassenzimmern so wie sie

25:23

sind.

25:24

Na ja, also es ist zumindest ein Faktor,

25:26

der berücksichtigt werden könnte, weil

25:28

während wir viel über PISA und alles

25:30

mögliche immer diskutieren und wer ist

25:31

jetzt woran schuld, wird der Körper in

25:33

so Diskussion halt total oft vergessen,

25:36

einfach ausgeklammert und dass wir da

25:38

jetzt schon viele und auch tatsächlich

25:39

große europaweite Studien haben, bei

25:42

denen man sieht, der CO2 Wert ist so

25:44

hoch, dass sich dann z.B. einfach

25:46

Gehirngefäße zusammenziehen, man wird

25:48

müde, man wird unkonzentriert, das wäre

25:50

ja eigentlich nicht wünschenswert in so

25:52

einem Klassenzimmer, aber äh das ist

25:55

immer so ein Randthema irgendwie, was

25:57

dann auch nicht so ganz für voll

25:58

genommen wird, obwohl es eigentlich eine

26:00

sehr körperliche Realität hat. So. Ja,

26:04

und da hast du uns, glaub, da hast du

26:05

uns vor allen uns Männern gefallen getan

26:07

mit deinem Buch. Zumindest habe ich das

26:08

meiner Frau vorgelesen, die darauf

26:10

besteht, egal zu welcher Jahreszeit mit

26:13

geschlossenen Fenstern zu schlafen. Und

26:15

ich habe geschrieben, Julia Anders

26:16

schreibt hier gerade: "Schlaf mit

26:19

geöffneten geschlossenen Fenster ist 8%

26:22

schlechter als Schlaf mit geöffnetem

26:25

Fenster."

26:27

Das da gab's auch Daten dazu. Es geht

26:29

quasi um die, wenn einem Raum sich

26:31

einfach verbrauchte Luft ansammelt, so

26:33

wie in den Klassenzimmern, dann wirkt

26:34

sich das auf unseren Körper aus und man

26:37

sieht eben in in solchen Bedingungen

26:38

schlafen wir halt auch schlechter. Ja,

26:41

und jetzt kann man es auf

26:41

unterschiedliche Arten lösen, wenn es

26:43

einfach auch viel zu kalt ist und das

26:45

Fenster aufzumachen, reicht irgendwas,

26:47

was die Luft einfach ein bisschen

26:48

zirkuliert, vielleicht eine offene Tür

26:50

zum Rest der Wohnung, aber wenn man es

26:51

halt sogar nachmessen kann, dann finde

26:53

ich es immer. Zumindest kann man mal

26:55

ausprobieren, ob man sich irgendwie

26:57

fitter fühlt. Ein Experiment wäre es

26:59

wert.

26:59

Ich glaube auch. Ich w ich werde meiner

27:01

Frau den Podcast an dieser Stelle noch

27:03

mal vorspielen. Ähm du hast über deine

27:05

Urgroßmutter gesprochen. Deine

27:06

Großmutter hat etwas gemacht, was sie

27:08

nicht glauben konnte. Die hat ein Stück

27:10

Käsekuchen in eine Vitrine gestellt und

27:13

da und da wie viel Jahre lang im

27:16

Wohnzimmer ausgestellt?

27:17

Über 20 Jahre. Es hielt sich auch

27:19

wirklich so lange. Es war ein Freund aus

27:21

Amerika, der wirklich so ein

27:22

fantastischen Philadelphia Cream

27:25

Cheesecake gemacht hat und alle fanden

27:27

den so klasse und sie fand es so lustig,

27:29

dass sie das in so einer jetzt

27:30

konservieren lassen und in der Vitrine

27:32

ausgestellt und meine Schwester hat es

27:33

ein paar Jahre später, als sie hungrig

27:36

war und noch ein kleines Mädchen

27:37

angebissen und dieser Biss war dann auch

27:39

20 Jahre lang immer noch sichtbar

27:41

danach.

27:42

Und wie hat dann noch geschmeckt? Das

27:43

ist ja

27:44

nicht gut. Sie hat gesagt so ranzig

27:46

irgendwie. Ja,

27:46

aber das stand dann tatsächlich, also im

27:48

Wohnzimmer Fernseher, Bücher und dann

27:50

steht ein Stück Käsekuch.

27:51

Genau so war meine Oma.

27:54

Da wurde gewertschätzt, was

27:55

gewertschätzt werden konnte.

27:56

Ich glaube, da gibt's viele, die ne ich

27:58

weiß noch bei der bei der Urgroßmutter

28:00

meiner Kinder, wenn dann also so breit

28:02

Schimmel auf der Marmelade war, da hat

28:04

sie den einfach abgekratzt und hat

28:06

gesagt, ist doch noch gut.

28:08

Ja, das sind die Ja, aber das waren eben

28:10

auch die Menschen, die den Krieg erlebt

28:11

haben, die Hunger erlebt haben. Und so

28:13

war meine Oma auch. Also was die noch

28:16

alles gegessen hatte, das war war

28:18

eindrucksvoll, aber sie hat's sie hat

28:20

bis 99 Jahre gelebt man staunt dann die

28:23

ist auch die Obosmutter ist auch 93

28:24

geworden. Man staunt die Großmutter ist

28:26

sozusagen die Patin für das Immunsystem

28:29

für die Haut für das Immunsystem ist es

28:31

ihr bester Freund Bill.

28:33

Stimmt so rum da von dem kam auch das

28:34

Käse von dem kam auch der Käsekuchen.

28:36

Bin ich mit den

28:37

sie sie hat den Käsekuchen konserviert,

28:39

aber der stand bei Bill im Haus. Genau.

28:41

Das Immunsystem ist das eigentlich im

28:43

weitesten Sinne ein ist das ein Organ?

28:46

Na, so so eng ist es nicht. Ist ja eher

28:48

organisch.

28:49

[Gelächter]

28:51

Ja.

28:52

Und ich habe gelernt ähm es gibt einen

28:55

Zusammenhang, das war mir nicht klar,

28:57

zwischen dem Immunsystem

28:59

und Depression.

29:01

Ja, es ist zumindest da eine der

29:03

Theorien, die wir gerade mehr und mehr

29:05

forschen, dass man sehen, es es gibt

29:07

eine Untergruppe, also nicht alle

29:09

Menschen mit Depression, sondern eine

29:10

Untergruppe, bei denen auch

29:11

Entzündungswerte immer erhöht sind im

29:13

Blut und bei denen dann in einzelnen

29:15

Studien sich immer mal wieder zeigt,

29:17

dass äh Medikamente, die Entzündung eben

29:19

äh abmildern, antientzündliche

29:22

Medikamente, dass die dann auch die

29:23

Stimmung bessern können bei einem Teil

29:26

dieser Menschen. Das heißt, da ist ein

29:28

Verbindung und ich finde sowas dann

29:30

immer gut, wenn ich es mir auch

29:32

irgendwie selber nachfühlen oder

29:33

erklären kann. Und ich denke, jeder

29:35

kennt es bei so einer richtig starken

29:36

Grippe, wenn man wie so Bleiern im Bett

29:39

liegt und irgendwie gar nicht mehr hoch

29:41

und in die Pushen kommt. Und das kommt

29:43

ja auch vom Immunsystem. Das kommt

29:44

dadurch, dass das Immunsystem Stoffe

29:46

ausschüttet und sagt, nee, bleib mal

29:47

liegen. Wir brauchen jetzt alle

29:49

Kalorien, um hier neue Immunzellen

29:50

herzustellen und nicht um lustig

29:52

rumzuwandern. Das ist ein Zweck, die

29:54

diese Beeinflussung verfolgt. Und was

29:56

ist, wenn sowas mal irgendwie aus dem

29:58

Fugengerät äh nicht mehr richtig

30:00

reguliert wird und sowas z.B. auch dann

30:02

solche Gefühle und Stimmungen bei

30:04

Depressionen mit verursacht.

30:06

Kommt daher auch im im was immer lang

30:08

spielt ja auch der DM eine große Rolle.

30:10

Richtig kommt daher dieser Satz, den

30:12

meine Großmutter immer zu mir gesagt

30:13

hat: "Kinder, zieht euch warm an, Kälte

30:16

greift den DM an."

30:17

Das ist wirklich ein schöner Reim. Ich

30:19

weiß, er ist ja schon sehr, er ist schon

30:21

sehr zentral. Er wird in der Regel

30:22

wirklich die ganze Zeit gut durchblude,

30:24

wenn die Füße schon lang kalt sind beim

30:26

DM noch warm.

30:26

Also stimmte dieser Satz gar nicht.

30:28

Na, kommt drauf an, wie du es jetzt

30:29

übertreibst mit der Kälte. Irgendwann

30:31

kühlt natürlich alles runter, aber

30:32

aber das ist interessant nicht, dass

30:33

meine Oma da immer nur so ein wegen des

30:35

Reimes das erzählt. Das hatte gar keine

30:37

Bedeutung und ich gebe das ja auch an

30:38

meine Kinder weiter und sag: "Kinder,

30:40

zieht euch warm an."

30:41

Aber du sagst als die Damexpertin

30:44

Europas, du hast den Satz nie du hast

30:46

den Satz nie gehört.

30:48

Ich finde den Reim schön, sage ich

30:49

erstmal. Okay.

30:51

Und dann würde ich sagen, ja, warm sein

30:53

ist ja auch kein schlechter Tipp. Lass

30:55

doch einfach den Reim mit dem guten Tipp

30:56

existieren. Wir lassen den Reim mal

30:59

wirken. Du schreibst, das Immunsystem

31:03

stärken ist nicht die beste Idee.

31:06

Einsatz. Warum nicht? Und es kommt auch

31:08

immer noch aus so dieser ganzen Sprache

31:10

von erster Zweiter Weltkrieg, die auch

31:13

damals viel der Forschung zum

31:14

Immunsystem beeinflusst hat und da

31:16

geht's immer drum abzuwähren, Truppen zu

31:18

haben, auf was draufzuhauen, eine

31:20

Barriere zu verteidigen und das ist

31:22

schon auch richtig. So was macht das

31:23

Immunsystem auch, aber wenn wir uns

31:25

jetzt die andere Forschung angucken,

31:27

gerade so seit den 90ern, die Danger

31:29

Hypothese z.B., dann sehen wir, das ist

31:31

wirklich mit nichten alles, was das

31:33

Immunsystem macht. Das Immunsystem ist

31:35

neugierig. Es guckt vor allem, wie

31:37

geht's? Und zwar nicht nur den ganzen

31:39

Tag, sondern ein Leben lang und lernt

31:41

auch über den Lauf unseres Lebens dazu,

31:44

sodass wenn wir dann irgendwann in

31:45

höherem Alter sind, wir auch ein

31:47

gealtetes und gebildetes Immunsystem

31:49

haben, was dann sagt Fieber bei diesem

31:51

Nasenerreger, nein oder sowas. Ja, also

31:55

da da verändert sich auch viel in einem

31:56

in einem Leben und

31:59

deswegen ist dieses einfach nur auf

32:00

Stärken abzuzielen so ein bisschen

32:03

fehlgeleitet. Wir wollen eigentlich ein

32:04

ausgeglichenes Immunsystem, was auch

32:06

merkt, wenn es jetzt nicht mehr

32:07

entzündet sein muss, damit dann auch

32:09

wieder die Entzündung runter reguliert,

32:11

z.P. Und wie bei allem, wo wir einfach

32:13

nur mehr anhäufen, kann auch mit mehr

32:16

eher mal was schiefgehen. Also wer eine

32:18

Autokolonne mit 20 verschiedenen

32:19

Fahrzeugen hat, der hat auch erst hat

32:22

auch eher mal irgendwie Probleme und

32:23

muss dauernd zur Wartung. Und so ist es

32:25

beim Immunsystem, wenn wir zu viel

32:26

Immunzellen die ganze Zeit bilden, weil

32:28

wir dauernd hohe Kalorien zur Verfügung

32:31

haben, um das zu tun z.B. auch. dass

32:33

dann auch das Risiko steigt, Allergien

32:35

zu bekommen oder Autoimmunkrankheiten.

32:37

Da gibt's ja ganz viele, also was viele

32:38

nicht, aber so in dem in in dem in dem

32:40

Umfeld in gerade in Hamburg, die

32:43

schwören auf irgendwelche

32:44

Nahrungsergänzungsmittel und ich hatte

32:46

gerade neulich war ich bei einer

32:48

Freundin und dann äh saßen die Kinder

32:50

beim Frühstück und jedes Kind nahmen sie

32:52

zwischen 13 und 15 verschiedene

32:53

Tabletten. Also sind keine Tabletten,

32:55

sondern was irgendwie was mit Vitamin

32:57

und so.

32:58

Aber stimmt das oder ist das jetzt eine

32:59

Lar Heider Geschichte?

33:00

Moment mal, Moment mal.

33:02

13 oder? Was heiß den jetzt heißt ganz

33:04

kurz, was heißt denn in Lars Heider

33:05

Geschichte?

33:06

Das habe ich jetzt mal so genannt wegen

33:08

dem Dammreim.

33:09

Stimmt das? Stimmt das? Oder ist das

33:11

jetzt so ein Julia Enders Buch? Ähm,

33:14

nein, also dann tatsächlich ich sonst

33:16

würde ich nicht erzählen. Meine Frau

33:18

sagt, übertreib nicht, vielleicht waren

33:19

es elf, aber es waren.

33:20

Das ist das, was du meinst, ne, dass man

33:22

aufpassen muss, dass man nicht

33:24

vermeintlich Gutes für das Immunsystem

33:25

tut und es dann übertreibt.

33:27

Ja, ich bin schon auch so die letzte,

33:30

die wenn Leute sagen, ich merke das,

33:31

aber es tut mir gut, dann irgendjemand

33:33

was wegnimmt, weil wenn es anscheinend

33:34

wirklich sich gut anfühlt, dann mach.

33:37

Aber was ich halt nicht mag, ist diese

33:39

Haltung des Misstrauens. Also, wenn man

33:40

so das Gefühl hat, ein gesunder junger

33:42

Körper ist so blöd, dass der nicht fähig

33:44

ist, aus dem Essen die Sachen

33:45

rauszuholen, die er braucht, das mag ich

33:47

nicht, weil das stimmt einfach auch

33:49

nicht. Und es, was es schon gibt, ist so

33:51

die Empfehlung, wenn Kinder z.B. nur

33:53

Toastbrot und Chicken Nuggets essen,

33:55

dann tatsächlich sagen auch so die

33:57

Leitlinien, wenn da eine Mangelernährung

33:59

irgendwie möglich ist, dann können ist

34:01

es auch sinnvoll fürs Immunsystem von

34:03

Kindern so ein Multivitaminpräparat zu

34:05

nehmen. Manchmal gibt's ja so Phasen, wo

34:07

manche Kinder wirklich gar nichts essen.

34:09

Da könnte es also Sinn machen, aber

34:10

sonst eigentlich nicht.

34:11

Sonst nicht. Wenn man das Immunsystem so

34:13

ein bisschen unterstützen will, dann

34:14

sagst du, es gibt fünf Sachen. Kriegst

34:16

zusammen. Schlaf, Bewegung, Ernährung,

34:18

Stress, kluge Hygiene. Mm.

34:22

Kann man irgendwas gewichten? Ich weiß,

34:23

ich war mal, ich war mal bei einem

34:25

Führungskräfteinar

34:27

da war ein der Arzt von Jürgen Klopp

34:31

und der hat gesagt, dann dann hab hat

34:32

die ganzen Manager da gefragt, was macht

34:34

ihr? Und hab gesagt, ja, das und ich

34:36

mache ich lauf Marathon und dies und am

34:38

Ende des ganzen Seminars hat er gesagt,

34:39

wissen Sie was, können Sie alles

34:40

vergessen? Entscheidend ist, dass sie

34:42

genug schlafen.

34:43

Mhm.

34:44

Ähm hat der Schlaf tatsächlich eine

34:47

herausgehobene Stellung. Er kommt auch

34:49

oft auch in meinem Lieblingskapitel, wo

34:52

dann das Hirn diesen wo das eine Teil

34:54

des Hirns sich verabschiedet und an das

34:56

anderen Teil des Hirns übergibt. Kommen

34:57

wir gleich zu. Aber ist der Schlaf

34:59

tatsächlich für all das, was in dem

35:01

Körper passiert?

35:03

Hat er was herausgehobenes aus deiner

35:05

Sicht?

35:06

Ja, vor, also zumindest stimmt das nicht

35:08

so wie er oft gesehen wird, der ist nur

35:10

so diese Akkuaufladezeit, das schon

35:12

wieder auch so ein technisches Bild, was

35:14

einfach dann für so einen organischen

35:15

Körper nicht zutrifft. Da passieren

35:17

viele ganz andersartige

35:19

Gedankenprozesse, die man eigentlich

35:21

auch als aktives und sehr interessantes

35:23

Denken bezeichnen könnte, auch für

35:26

Problemlösung und Verarbeitung von

35:27

Gefühlen immens wichtig. Und bei den

35:30

Immunzellen z.B. ist es so, dass wir im

35:32

Tiefschlaf einfach ein ganzes Schar

35:34

Immunzellen, also den größten Teil der

35:36

Immunzellen stellen wir im im Tiefschlaf

35:38

her. Und äh da sieht man jetzt auch bei

35:41

Menschen z.B. mit so chronisch

35:42

entzündlichen Krankheiten, dass da oft

35:45

auch in also oder ist eine wirklich

35:47

relativ mittlerweile verfestigende

35:49

Vermutung, dass da auch eine

35:51

Zusammenhang besteht, wenn die nicht

35:52

genug Tiefschlaf haben oder der

35:54

Tiefschlag nicht gut genug ist. Ähm,

35:56

dann werden bestimmte Reifestufen, also

35:59

die Ausreifung von Immunzellen z.B. hin

36:02

zu toleranteren, die können dann nicht

36:04

ganz stattfinden und dann bilden sich

36:05

mehr aggressivere Immunzellen z.B. was

36:08

dann wieder eine chronische entzündungs

36:10

entzündliche Krankheit antreibt. Also so

36:12

Zusammenhänge gibt's da z.B. TH17

36:15

Zellen, wer da jetzt wer da nachlesen

36:16

will, so ein Stichwort. Ähm und das ist

36:19

ein Faktor, wo man sagen kann, ja klar,

36:21

also wenn da alle diese Zellen gebildet

36:23

werden und man hat nicht genug davon,

36:24

ist es wahrscheinlich nicht so gut. Und

36:26

man sieht auch bei Menschen, die ganz

36:27

kurz einfach ein paar Tage gar nicht

36:29

schlafen, da wird das Immunsystem

36:30

runtergeregelt. Also ist dann total

36:32

tolerant, könnte man sagen, oder schwach

36:34

würden andere sagen. Das ist z.B. nach

36:36

einer Organtransplantation manchmal

36:38

gewünscht und sinnvoll. Ähm, aber wenn

36:40

es dann zu lange weitergeht, der

36:42

schlechte Schlaf, dann gleicht das

36:43

wieder aus und wird so überaggressiv.

36:45

Und das würde dann das Risiko eben für

36:47

entzündliche Krankheiten erhöhen. Und

36:49

das ist z.B. eine Sache, die man jetzt

36:51

so auf die auch immer mehr jetzt

36:53

Forschung äh gelenkt wird oder wo mehr

36:56

Forschung zu stattfindet. Und das

36:58

Interessante dazu finde ich noch, warum

37:00

werden denn diese ganzen Zellen im

37:02

Schlaf hergestellt? Und das Schöne daran

37:04

ist, dass es die Antwort ist, weil wir

37:06

da viel weniger Fehler machen. Der

37:09

Körper kann nämlich total in Ruhe seine

37:11

ganzen Zellprozesse stattfinden lassen

37:13

und muss dann nicht währenddessen

37:14

schnell Insulin ausschütten, weil wir

37:16

was gegessen haben oder zur Straßenbahn

37:17

rennen und dann kommt Adrenalin noch

37:19

dazu, sondern so richtig in Ruhe und

37:21

dann stellt er auch dann mehr Sachen

37:23

her, weil er einfach eine nicht so viel

37:25

Kalorien für andere, dann kann er quasi

37:27

alles bündeln in einen Zeitslot, wo er

37:29

in Ruhe gelassen wird, sein Ding macht

37:31

und das dann ordentlicher macht, als

37:32

wenn wir wach sind. Und deswegen werden

37:34

z.B. bevorzugt die Immunzellen

37:37

hergestellt.

37:38

Komm, wir springen das kommt im Buch ein

37:39

bisschen später. Wir sprechen gleich mal

37:40

über den Schlaf, das viel mit dem Gehirn

37:43

zu tun hat. Erstmal kurzer Test, dass

37:45

wir wissen, wie es mit ihrem

37:46

Schlafverhalten ist. Das ist nicht

37:48

schlimm. Wer schläft weniger als 6

37:51

Stunden die Nacht?

37:55

Ehrlich, ne? Ja. Oha.

37:58

6 bis 7

38:00

machst du auch mit, Julia, meldest du

38:01

dich auch gleich? Ja. War nicht, ich war

38:03

noch lange nicht. 6 bis 7

38:06

bis 8

38:10

8 bis 9

38:14

bis 10

38:17

bin ich der einzige der neun der

38:19

Bist du wirklich der einzige noch mal

38:22

bis

38:22

kann noch jemand aus sich melden

38:24

vielleicht

38:24

nein nein nein ne wollen die Hamburg der

38:26

Hamburger ja 9 bis 10 ist wahrscheinlich

38:28

ist wahrscheinlich zu lang beschreibst

38:29

das und ich liebe dieses Kapitel es

38:31

findet im Gehirn

38:34

wenn wir schlafen, ein Machtwechsel

38:36

statt,

38:36

eine Machtübergabe.

38:38

Eine Machtübergabe. Erklär mal, was da

38:40

wer übergibt da an wen? So gefühlt habe

38:42

ich Gefühlt, die Jungen übergeben an die

38:45

Alten.

38:46

Ja, tatsächlich. Okay,

38:48

also in unserem Gehirn gibt's ja

38:50

verschiedene Bereiche, die sich auch

38:52

später in der Geschichte so ausgeformt

38:54

haben, wie sie jetzt aussehen. Ähm und

38:57

dieser jüngste Teil vorne, der bewusste

38:59

Teil ähm der halt tagsüber alles regelt

39:02

und die Verantwortung trägt, der wird

39:04

beim Schlafen so eingeltt. Und zwar sind

39:07

es weiter unten ältere liegende

39:08

Hirnbereiche, die können quasi die

39:10

Nervenpfasern, die hochziehen und die da

39:12

oben dem Bewusstsein überhaupt die

39:14

Informationen bringen, können die

39:15

berieseln mit Substanzen, die die dann

39:17

einfach unempfindlicher werden lassen,

39:19

so dass immer weniger oben ankommt und

39:22

quasi diese ganz vielen Bilder an

39:24

Informationen, aus denen so dieser Film

39:25

des Bewusstseits entstehen, verlangsamen

39:28

dadurch Stück für Stück und dann auf

39:30

einmal reißt es ab und wir schlafen.

39:33

Warum gibt es dann Menschen zumindest

39:34

behauptet, dass meine Frau, die noch bei

39:37

der Formulierung gute Nacht einschlafen,

39:40

weil das besonders effektiv läuft bei

39:42

ihr in dem Moment. Da wird richtig

39:44

ordentlich geht leider nicht sie, es

39:45

betrifft nicht sie. Es ist der Po.

39:48

Also sie kann so richtig schnell

39:49

einschlafen.

39:49

Also ich, also ich kann sehr schnell

39:50

einschlafen.

39:51

Ach so, du kannst richtig,

39:52

aber weil dann das, weil die die älteren

39:55

Herrenschichten das dann schneller

39:56

einlullen oder weil das

39:58

oder ist da oben zu wenig was eingel

40:00

muss? Das kann natürlich auch sein.

40:02

Nein,

40:03

nee, das glaube ich nicht. Aber ich

40:04

glaube, die diese Berieselung

40:07

funktioniert dann kräftig gut und die

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wird z.B. bei Schlafmitteln nachgeahmt.

40:11

Dann nehmen wir den Stoff ein, der quasi

40:13

fürs Berieseln zuständig ist und dann

40:15

macht's einmal flop.

40:16

Du das du schreibst das B du noch mal

40:18

erklären etwas durchaus kritisch die

40:21

Wirkung von Schlafmitteln, ne? Weil du

40:23

sagst, sie führen nicht zu einem tiefen

40:25

Schlaf, sie führen zu einer Berieselung.

40:26

In Messungen sehen wir eben eher, dass

40:28

man dadurch so dieses Belämerte hat und

40:30

dann trotzdem noch während der Nacht

40:32

eigentlich aufwacht oder nicht tft genug

40:33

schläft, aber sich einfach nur nicht so

40:35

dran erinnert. Und dann haben wir auch

40:36

manchmal das Problem bei älteren Leuten,

40:38

wenn die dann doch mal raus müssen auf

40:39

Toilette, sind dann noch so belämert,

40:40

dann stürzen sie eher. Also eigentlich

40:42

sind das nicht so schöne Medikamente und

40:44

das wissen ja auch viele, wenn es für

40:46

einen gut funktioniert, wie gesagt,

40:47

nehme ich niemanden was weg, aber von

40:49

der deutschen Gesellschaft für

40:50

Schlafmedizin wird eher empfohlen, das

40:52

auf dem anderen Weg anzugehen, wenn wir

40:53

nicht gut schlafen.

40:54

Übrigens interessanter Punkt. Ähm, also

40:55

wenn wenn ältere Menschen feststellen,

40:57

wenn sie nachts rausgehen und sie

41:00

stürzen dann mal leichter, könnte es

41:02

auch daran sein, dass sie Schlafmittel

41:04

genommen haben.

41:05

Na ja. Ja. Ja, das ist eine klare

41:07

Nebenwirkung. Ja.

41:08

Okay. Okay. Und dann ist das Wichtige,

41:10

dass man nicht irgendwie diese Jungen,

41:12

dieses aktive Gehirnzentrum in der Nacht

41:15

mit irgendwas reizt, ne? Also, wenn dann

41:17

einer dich anklopft und sagt, wie viel

41:19

ist 7 x 7? Dann ist das sofort wieder

41:21

da.

41:21

Ja, dann weißt du es, das ist immer

41:22

meine Aufgabe und zack ist es wieder am

41:24

Start. oder eben auch auf die Uhr gucken

41:26

und die Uhrzeit lesen oder sich jetzt

41:28

Gedanken machen, wie der Tag morgen

41:29

wird. Das machen ja die anderen

41:30

Gehirnbereichen nicht. Wenn es also

41:31

quasi das Gefühl bekommt, ah, dafür

41:33

sollte ich jetzt hier sein und parat

41:35

sein, dann springt's eben an. Und das

41:37

dann wieder schlafen zu legen ist

41:38

manchmal wie bei Kindern, die sagen, was

41:40

jetzt bin ich hier, hallo, so ungefähr.

41:43

Ja,

41:43

und das geht bei einigen aber schneller

41:45

und tatsächlich und bei anderen

41:46

langsamer dieses Abschalten. Oder liegt

41:48

es daran, dass das Abschalten länger

41:49

geht, weil die

41:50

bei denen es länger dauert sich dann

41:51

vielleicht noch Gedanken machen und noch

41:53

irgendein Thema wälzen? und dann eben

41:55

immer wieder dieses Gehirn, was

41:57

eigentlich am Tag aktiv ist, nicht zur

41:59

Ruhe kommen lassen.

42:00

Ja, es gibt eben auch so ähm Verbindung,

42:03

Verschaltungsarten, bei denen dann

42:05

dieses Berieseln quasi kurz

42:07

ausgeschaltet wird. gesagt, ach so, ja,

42:09

das Großherrn muss jetzt jetzt wichtige

42:10

Gedanken machen. Na gut, wir hören mal

42:12

auf mit berieseln und gucken, was dabei

42:14

rauskommt, so ungefähr. Und das ist ja

42:16

auch ein Versprechen, was die hier im

42:17

Bereich auch einhalten müssen. Also die,

42:19

die uns da schlafen lassen, die müssen

42:21

ja auch klar sagen, wenn jetzt irgendwas

42:23

Blödes passiert, lass ich dich direkt

42:25

aufwachen, weil das ist ja sonst

42:26

gefährlich. Und wenn so ein Mechanismus

42:28

dann eben leider zweckfremdet wird, weil

42:30

das Gehirn sagt, oh, wichtige Gedanken

42:32

über das Essen in der Mensa morgen, dann

42:35

können die unteren Bereiche nicht sagen,

42:37

neö, das ist kein wichtiger Gedanke in

42:38

der Regel, weil die müssen dann schon

42:40

auch ihrem Kollege vertrauen da. So,

42:41

also so ein bisschen ist die Dynamik

42:43

würde ich.

42:43

Das finde ich so schön zu wissen, wenn

42:44

man denkt so ach weißt du was Großherrn?

42:47

Das war's für heute. Leg dich hin.

42:50

Lass es lass es gut sein.

42:51

Ist gar nicht deine Schicht. Gerade

42:52

ist gar nicht lass es gut sein. Und du

42:54

hast es dann so wunderbar beschrieben,

42:56

dann gucken die Augen plötzlich nach

42:57

innen.

42:59

A so ja, die bewegen sich passend zu

43:01

Prozessen im Inneren die Augäpfel. Das

43:03

ist nicht nur im Remmschlaf, den man ja

43:05

mit so Augenbewegung assoziiert, sondern

43:07

auch schon in früheren Schlaffphasen, so

43:09

dass z.B. Augen dann so ein Muster

43:11

haben, wie wenn wir durch irgendwie ein

43:13

Wald laufen, hin und her gucken oder auf

43:14

einem Schiff sind, was so wankt und was

43:16

so einen Punkt am Horizont anvisiert.

43:18

Also tatsächlich irgendwie als würden

43:20

wir jetzt auf eine Reise gehen an

43:21

anderen Orten. Das tun wir ja auch.

43:24

Wir haben eben gerade geguckt, wie lange

43:25

die meisten Leute schlafen. Ich glaube,

43:27

ich kann hier sagen, die meisten

43:29

schlafen zu wenig in diesem Saal,

43:31

vor allem in den frühen Stunden. Die

43:33

werden ja oft geklaut, weil der Wecker

43:34

klingelt, ne? Dann nehmen wir uns die

43:36

letzten zwei Stunden, die wir vielleicht

43:38

noch länger oder eine Stunde und das ist

43:39

der Remmschlaf. Und das ist eigentlich

43:41

interessant und auch tatsächlich

43:43

untererforscht, weil man mit dem

43:45

Remmschlaf einige Dinge in Verbindung

43:46

bringt, z.B. Schmerzempfindlichkeit,

43:49

ähm Hormongleichgewicht, aber vor allem

43:52

und das ist viel besser belegt, die

43:53

Arbeit Verarbeitung von Gefühlen oder

43:55

das ähm ja auf neue Lösungen kommen. Da

43:58

gibt's eine ganz schöne Studie, da hat

44:00

man Menschen skif fahren lassen und dann

44:02

in der Nacht immer in den verschiedenen

44:04

Remmphasen geweckt, weil die Rennphasen

44:06

kommen mehrmals in der Nacht und dann

44:08

eben vor allem im zweiten Teil der Nacht

44:10

immer länger. Und am Anfang träumen die

44:12

einfach davon Ski zu fahren. Dann weckt

44:14

man sie später z.B. noch mal auf. Dann

44:16

haben sie schon standen sie auf Schian,

44:18

aber sind durch eine weiße Halle gezogen

44:20

worden und beim dritten Mal waren sie

44:22

auf einem Fließband und alles um sie war

44:25

einfach nur weiß und wie so windstill

44:27

und das finde ich deswegen eine schöne

44:29

Studie, weil das zeigt, wie das Gehirn

44:31

in dieser Art ähm andere Informationen

44:34

zu benutzen auf Lösungen kommen kann,

44:36

weil es nimmt dann z.B. das mechanische

44:39

Wissen oder die Haptik von so einem

44:40

Fließband oder wie wäre die Bewegung

44:43

Bewegung ganz ohne Wind oder es fährt

44:45

die Kurven noch mal nach, aber eben in

44:47

einer ganz anderen unter auf anderen

44:49

Untergrundbedingung und verarbeitet

44:51

quasi Erfahrungen in unserem Leben aus

44:53

dem was ganz anderem Lagerhalle Wind mit

44:56

Wind ohne Wind Beugung und so weiter um

44:59

dann morgen diese Skisstrecke vielleicht

45:00

besser fahren zu können, weil es

45:02

irgendein Erkenntnis aus den anderen

45:04

Erlebnissen und Haptiken oder

45:05

Erfahrungen nutzen kann, um in Problem

45:08

anders anzugehen. Das finde ich dafür so

45:10

eine echt gelungene schöne Studie. Sag

45:13

mal, wenn man dann nachts hast

45:14

und dann Moment, weil wir hatten es ja

45:16

eigentlich davon und dann klauen wir uns

45:17

diesen Schlaf irgendwie doch auch

45:19

schade, oder? Das sage ich ja, es gibt

45:21

ja nichts schöneres als schlafen. Also

45:23

irgendwie

45:24

goldene Gedoll, also nichts ist schöner,

45:26

auch wenn es alle um ein herum dann

45:28

nervt. Ähm

45:31

und viele sagen, wie passt das zur

45:32

Arbeit eines Chefredakteurs, aber das

45:34

ist eine andere Geschichte.

45:35

Na ja, nein, weil du dann auf Lösung

45:36

kommst.

45:37

Dann komme ich auf Ich komme im Schlaf

45:38

auf Lösung. Das ist richtig.

45:41

Sag mal und dann hat man ja manchmal

45:42

dieses, man träumt so Skifahren oder man

45:44

rennt so und dann hat man das Gefühl,

45:47

man muss irgendwie eine Schlucht

45:48

überspringen und dann zuckt man so. Ist

45:50

das normal? Ich zuck manchmal so im

45:52

Schlaf und denk und denkst du, ich bin

45:53

hingefallen, bin ich zum Glück nicht,

45:54

weil ich liege ja schon.

45:56

Aber was ist das?

45:57

Vor allem beim Einschlafen gibt es ja

45:59

auch diese Muskelzuckung. ist es ist

46:01

dann, wenn die wenn die der Tonus also

46:03

wie wie angespannt, wie fest die Muskeln

46:05

sind, wenn das langsam nachlässt und die

46:06

weicher und entspannter werden und dann

46:08

träumen ganz viele Leute, dass sie

46:10

fallen in diesem Moment und das sind

46:12

aber auch andere Träume als später diese

46:14

Rem, Verarbeitungslösungsträume. Das

46:17

sind eher so kurze Momente, kurze

46:19

Gedanken, die dann nicht lange

46:20

weitergehen oder eine Handlung haben

46:22

oder so.

46:22

Also nichts schlimmes, Frau Doktor, wenn

46:23

das ist

46:24

nicht schlimmes Heider.

46:26

Sehr gut. Wollen wir zur Haut kommen?

46:28

auch ein wunderbares das größte Organ.

46:30

Richtig. Die Haut ist immer dieses

46:31

sagt man so, ne? Die größte Oberfläche

46:33

oder sowas.

46:34

Die Haut ist tot, habe ich gehört.

46:36

Die Haut ist tot. Ja, das ist wir sind

46:39

wir leben lebendigen Wesen sind

46:41

eingehüllt in eine Schicht aus toter

46:43

Zellen, weil das am meisten Sinn macht,

46:46

weil es das Lebendige schützt. Ich

46:48

muss gerade so an Schweigen der Lämmer

46:49

denken

46:50

dabei.

46:52

Oha, die Dame Scharmleser gucken auch

46:55

so.

46:56

Ja, die haben den guten

46:59

Ja, okay. Das ist aber eine interessante

47:01

auch in diesem Kapitel unglaublich

47:03

vieles, weil jemand so, wenn man so ein

47:05

bisschen hell hellhäutiger ist und so,

47:07

man sich ja z.B. immer um diese tote

47:09

Haut zu schützen, sich ganz viel

47:11

eincremt und dann war immer die leere

47:13

und dann gehst du eine Stunde in die

47:14

Sonne und dann cremst du noch mal nach

47:16

und dann gehst du wieder eine Stunde und

47:17

dann cremst du noch mal nach und dann

47:18

lese ich da, das bringt nichts, du musst

47:21

dich oder es falsch gelesen.

47:22

Nee, nee, nachcreme. Es bringt schon was

47:24

Nacht bringt doch was.

47:25

Ja. Ja, weil man es ja abschwitzt, weil

47:27

man es abrubbelt, sich bewegt.

47:28

Ich hatte jetzt so das so verstandet,

47:29

dass sozusagen es für jeden gibt es eine

47:31

Zeit, die man in der Sonne sein kann

47:32

ohne Sonnenbrand und die verlängert sich

47:35

um ein um den Lichtschutzfaktor

47:37

sozusagen.

47:38

Genau. Aber nicht noch mal, wenn man

47:39

sich noch mal ein man hält den dann nur

47:41

aufrecht, den Lichtschutzfaktor.

47:42

Genau. Also, wenn man jetzt sag wir mal,

47:43

kann mit dem Lichtschutzfaktor, was

47:45

nimmt man heute? 50.

47:47

Mm.

47:47

Nimmst du 50 oder was nimmst du?

47:49

Ja, fürs Gesicht nehme ich manchmal 50.

47:51

Ja.

47:52

Ja, aber wieso manchmal 50? Das klingt

47:54

so als ob es da noch einen Trick gibt,

47:55

den uns nicht den du uns erst in 11

47:57

Jahren verraten willst. Also ich mache

47:59

das wirklich eher, wenn ich länger in

48:00

die Sonne gehe und wenn ich halt nur so

48:02

meine paar Minuten schnell irgendwas

48:03

mache, dann nicht immer so religiös.

48:06

Aber meine meine Freundinnen aus dem

48:08

Studio machen das alle so religiös, dass

48:10

eine Freundin mal bevor wir zusammen in

48:12

Urlaub gefahren sind, sich schnell noch

48:13

im Drogeriemarkt Sonnencreme geholt hat,

48:15

weil sie nicht so geschämt werden wollte

48:17

dafür, dass sie sich nicht gut einkrt.

48:19

Ich weiß nicht, das ist ja jetzt auch so

48:20

ein Trendphänomen. Ich finde immer das

48:22

Schöne daran, wenn ich es verstehe, ich

48:24

habe da z.B. das erste Mal verstanden,

48:26

warum Sonnencreme überhaupt

48:27

funktioniert, nämlich weil Sonne ja

48:29

einfach eine Schwingung hat und eine

48:30

echt krasse Energie und mit dieser

48:33

Energie kann die eben auf unsere DNA

48:35

treffen in den Hautzellen und die

48:36

schwingt dann mit, wie wenn man so beim

48:38

Wasserglas den Rand streicht mit nassem

48:40

Finger, ne? Das fängt ja dann auch an zu

48:42

schwingen und genau, weil UV Strahlung

48:44

und die DNA eben so ein gleiches

48:46

Schwingungsmoment haben, schwingt die

48:47

DNA mit. Für kurz ist es auch okay, aber

48:50

zu viel davon und dann kann sie eben

48:52

kaputt gehen an Stellen und äh deswegen

48:54

wollen wir Sonnencreme haben, damit

48:56

nicht zu viel DNA kaputt geht, weil

48:58

bisschen was können wir super selbst

48:59

reparieren, alles wieder gut, zu viel

49:01

Schäden auf einmal, da kriegt der Körper

49:03

jetzt nicht immer in Griff und dann kann

49:05

es eben blöde Schäden geben. Und die

49:07

Sonnencremes gibt's ja in zwei Arten.

49:09

Die einen cremt man auf und das sind so

49:11

chemische organische quasi und da

49:15

schwingt das Molekül mit auch im UVlicht

49:18

und schwingt nimmt dadurch dem UVlicht

49:20

bisschen Energie weg, kann also nicht

49:21

mehr mit dieser Energie auf voll auf die

49:23

DNA treffen und die anderen und das

49:25

kennt man auch, wenn man sich eincremt

49:26

und die Haut schimmert dann so weißlich,

49:29

die sind eben wie kleine Spiegel, die

49:31

reflektieren einfach das Sonnenlicht.

49:32

Deswegen schimmern wir dann auch so

49:34

weißlich. Und das fand ich irgendwie

49:36

witzig, weil in dem ganzen Kapitel

49:37

geht's ja um zwischenmenschliche

49:39

Beziehungen. Wie gehen wir mit wie wie

49:41

halten wir unser inneres Schirm uns ab,

49:43

aber treten auch in Verbindung mit der

49:45

Welt? Sonne war da für mich so ein

49:46

Sinnbild von okay, es kommt Energie von

49:48

außen und dann ein bisschen was davon

49:51

ist auch gut und sehr gesund im übrigen,

49:53

wenn wir immer wieder Sonne abkriegen,

49:54

weil schreibst du, das ist nämlich das

49:55

große Problem, zu viel Sonne ist doof,

49:58

zu wenig Sonne ist aber auch doof

49:59

auch und das sehen wir in allen

50:00

möglichen Studien so Nordsüdgefälle

50:03

viele Krankheiten gibt's dann eben bei

50:04

Menschen, die nicht so viel Sonne

50:05

abkriegen, einfach mehr. Es ist also

50:07

eigentlich tatsächlich ganz gut, wenn

50:09

wir immer so an den Bereich rankommen,

50:11

den unsere Haut noch gut aushält von der

50:12

Sonne und das schön regelmäßig, das

50:14

schützt vor einigen Krankheiten. Genau.

50:16

Aber wenn es dann eben zu viel wird,

50:18

dann brauchen wir wieder so ein bisschen

50:20

Ruhe. Und das kennt man ja vom

50:21

Miteinander auch. Manchmal kommen Leute

50:22

und es ist dann irgendwie nett für die

50:24

ersten 5 Minuten und dann doch bisschen

50:25

zu viel auf Dauer. Und da habe ich mir

50:28

tatsächlich manchmal abgeguckt, was der

50:30

Sonnenschutz macht, weil wenn mir dann

50:32

jemand so zu schlimme, zu viele schlimme

50:34

Sachen erzählt, so und dann hat er noch

50:36

und dann dieses und dann ist irgendwann

50:37

merke ich so innerlich, oh, ist bisschen

50:39

viel gerade für mich von außen und dann

50:41

mache ich jetzt wieder Sonnenschutz und

50:42

entweder reflektiere ich dann und sag,

50:45

das ist ganz schön schlimm für dich,

50:47

oder? Oder ich spring mit und sag: "Oh,

50:49

ganz ganz schlimm." Und ich habe

50:51

gemerkt, das ist viel besser als dann

50:53

Ratschläge zu geben, mich ganz arg

50:55

reinzusteigern unds auch furchtbar zu

50:57

finden oder mich so über überwältigen zu

51:00

lassen davon. Und dann denke ich an den

51:01

Sonnenschutz und denke, ja, lustig, so

51:03

mache ich es jetzt auch.

51:04

Aber noch mal wichtig für alle zu

51:06

wissen, wenn man also wenn man das

51:08

einmal eincremt, dann kann man sozusagen

51:10

ausrechnen so ungefähr, wie lange man in

51:12

der Sonne bleiben sollte. Man kann diese

51:14

Zeit aber nicht verlängern durch

51:16

mehrfach eincremen. Die Zeit ist immer

51:18

dieselbe, richtig? Genau. Also, sagen

51:19

wir, man hat jetzt so eine recht helle

51:21

Haut. 15 bis 20 Minuten kann man in der

51:24

Sonne sein, oder dass die Haut so

51:25

rötlich und gereizt wird. Und wenn man

51:27

jetzt mit dem Faktor ähm 15 eincremt,

51:31

steigert das man das ums 15 fache und

51:34

Faktor 30 ums 30fach

51:36

und bei 50 dann kann man schon

51:37

ja, aber

51:38

kann man das für den Hamburg für den

51:39

ganzen Sommer reichen normalerweise

51:40

meistens kommen wir ja meistens kommen

51:42

wir nicht wirklich auf den Wert, weil

51:43

dafür bräuchte man glaube ich so ein

51:44

zwei Teelöffel pro Gesicht dann das

51:46

machen schon

51:47

aber du sagst auch du sagst auch ein

51:48

Teelöffel pro Gesicht ist die Empfehlung

51:50

aus dem Buch richtig

51:52

genau ja

51:52

habe ich mit habe ich mitgenommen. ähm

51:55

die

51:55

wer das schafft und dann tropft's nicht

51:57

vom Kind, top.

51:59

Aber meistens sind wir deswegen bisschen

52:00

unter eigentlich.

52:01

Es gibt jetzt auch so eine Stifte. Meine

52:02

Kinder haben so Stifte den sich so wie

52:04

so ein, also ich hoffe, das sind

52:06

Sonnenschutz und nicht Deo. Sehen aus

52:07

wie Deoroller und dann reiben die sich

52:09

so damit ein. Das geht auch. Mm.

52:11

Also auch 80% der Hautalterung, das muss

52:15

man auch wissen, kommt durch

52:17

Sonne.

52:17

Durch die Sonne. Das heißt, wenn man den

52:19

Schatten sucht oder Textilien oder

52:22

Mützen trägt oder Cappies oder so,

52:25

altert die Haut halt einfach langsamer.

52:28

Aber man lebt auch nicht so lange, weil

52:29

wenn man viel Sonne hat, lebt man

52:30

länger. Habe ich auch gelernt.

52:31

Nein. So alles, was in diesen in diesem

52:33

Zeitraum ist, den die eigene Haut gut

52:35

verträgt, das kann ja bei manchen sind

52:36

das über 50 Minuten, bei anderen eben

52:38

nur um die 20. Das kann die eigene Haut

52:41

gut machen. Und wer schon weiß, heute

52:42

wird's länger oder heute bin ich im

52:44

tropischen Urlaub, den ganzen Tag

52:45

draußen unterwegs, der kann ein bisschen

52:48

die Hautalterung aufhalten, indem man

52:50

sich nicht so dieser ganzen krassen

52:52

Energie aussetzt und damit sehr viel

52:54

günstiger und wirksamer Anti-Aging

52:56

betreiben als viele Kosmetiker.

52:59

Fast alle. Im, du hast es gerade gesagt,

53:01

es geht in dem Buch ja nicht immer nur

53:03

um das rein organische, sondern es geht

53:04

ja um die Frage, was können wir von

53:06

unserem Körper eigentlich lernen? Mm.

53:08

Und im Bereich in diesem Kapitel über

53:09

die Haut geht es halt auch um Berührung,

53:11

um zwischenmenschliche. Und was mich am

53:13

meisten interessiert jetzt, ist die

53:15

Frage ähm was können wir lernen von der

53:18

Haut für eines der Hauptthemen gerade

53:21

einer Stadt wie Hamburg, nämlich das

53:22

Thema Einsamkeit. 53% aller Haushalte in

53:26

Hamburg sind ein Personenhaushalte. Das

53:28

heißt nicht, dass diese Menschen einsam

53:30

sind, aber sie sind dann spätestens zu

53:32

Hause allein. Was können wir lernen von

53:34

der Haut äh wenn es um Einsamkeit geht?

53:37

Und was heißt es vielleicht auch, wie

53:40

man wenn man mit sich allein ist, man

53:42

trotzdem sich nicht einsam fühlen muss,

53:43

weil man sich anders fühlt? Das musst du

53:45

beschreiben. Im Buch schreibst du es

53:47

sehr, sehr schön, aber ich kann es

53:48

natürlich nicht so wiedergeben, sonst

53:49

hätte ich ja dieses Buch geschrieben.

53:52

Na, also ich fand es sehr faszinierend

53:54

über Berührung zu lesen und auch einige

53:57

Effekte der Berührung, die ja teilweise

54:00

nah an beruhigende Medikamente rankommt.

54:02

Also, da gab's eine schöne Studie, wo

54:05

ähm ein Mensch liegt in so einer Röhre

54:07

und neben ihm auf dem Stuhl sitzt sein

54:09

Partnermensch und die beiden halten

54:11

Hände und man kann dann genau sehen, wie

54:13

der nervösere Mensch, weil er in so

54:15

einer komischen Röhre steckt, plötzlich

54:17

einfach ruhiger atmet, ruhigeren

54:18

Herzschlag bekommt. Also all diese

54:20

Parameter, die man messen, die

54:21

Hautleidgeschwindigkeit wird wieder

54:23

entspannter sowas. Ähm und das ist ja

54:26

eigentlich ein super Effekt, wenn man

54:27

dafür nicht irgendwas spritzen muss, um

54:29

den Weg zu nüddeln, so. Ja. Und ähm das

54:32

ist äh auch äh beispielsweise ganz

54:35

prominent und viele kennen das schon bei

54:38

Studien zu frühgeborenen Babys, die viel

54:41

bessere Vitalparameter haben, also

54:44

entspannter Atmen, guten Stoffwechsel

54:46

bekommen, wenn sie Kontakt, Hautkontakt

54:47

mit ihren Eltern haben, z.B. ähm und

54:51

also einmal sieht man da diese Wirkung

54:53

von Berührung. Wir merken irgendwie, da

54:54

ist jemand anderes da, wir merken, ich

54:56

bin da. Das Schöne ist ja auch, der

54:58

ruhige Mensch wird nicht nervöser,

55:00

sondern tatsächlich der nervösere Mensch

55:01

wird beim Anfassen ruhiger. Nett, oder?

55:04

Dass es nur in die Richtung geht.

55:06

Und ähm ja, das ist also einmal zu der

55:09

Verbindung zu uns und anderen und wie

55:11

wohltuend das sein kann und dann gibt es

55:13

ja aber natürlich auch einfach

55:14

Selbstberührung. Also wir berühren uns

55:16

im Gesicht, ich knete oft mit den Händen

55:18

sowas und vor kurzem habe ich mich auch

55:20

mal mit äh Freundinnen drüber

55:21

unterhalten. Dann wir so gesagt, ja, wie

55:23

duscht ihr denn eigentlich? Und haben

55:26

dann gemerkt, ja, also da gibt's

55:27

wirklich eine große Palette, die einen,

55:29

die sich so nutztierartig mit

55:31

zugekniffenen Augen so kernseifig

55:33

abschrubben, schnell erledigt, so

55:35

ungefähr und das auch ja gar nicht mehr

55:37

merken, manchmal so dieses Rabiate, weil

55:40

es irgendwie gemacht werden muss oder

55:41

vielleicht das Wasser auch zu kalt, aber

55:43

man ignoriert und macht einfach weiter

55:44

oder sowas und dann habe ich vorhinen,

55:46

die haben da eine Sammlung an Duftölen

55:49

und Schwämmchen und das wird zelebriert

55:51

und ganz leicht eingekreiselnde

55:53

Bewegungen und also wo ich so dachte Der

55:55

Wahnsinn. Das sagt doch auch irgendwie

55:57

ganz interessant viel drüber aus, wie

55:59

wir unseren Körper so behandeln

56:01

und ich finde es interessant, weil das

56:02

ist natürlich echt mal interessantes

56:03

Thema, man fragt, wie duscht du? Duscht

56:05

du z.B. Nein, aber du hast diese Regen,

56:08

machst du die Regen, du hast diese

56:10

Regendusche. Manche haben diese

56:11

Regendusche und dann nimmst du die

56:14

oder machst du erst mit dem, was man,

56:15

wie heißt das Ding, was man abnimmt?

56:17

Der Kopf. Der Duschkopf.

56:18

Der Duschkopf. Machst du erstmal den an

56:20

und dann gibt's so verschiedene so ganz

56:22

harten Strahl, ganz weichen Strahl. ein

56:24

nicht spürst, wechselst du dann wieder

56:26

auf die Regendusche. Das ist so so ein

56:28

Thema tatsächlich. Es mir schon wie

56:30

duscht du?

56:33

Ja, genauso. Hör schon, dass da eine

56:34

Regendusche im Spiel hab nicht alle das

56:36

ist wirklich eine Regendusche und ich

56:38

wollte die erst nicht und aber ich

56:40

kriege es immer nicht Christus es auf

56:42

mache ich an und denk ist das Wasser

56:43

erstmal kalt und denke ich okay mache

56:45

jetzt an und dann muss es ja über diesen

56:47

über dieses Ding in der Hand gehen und

56:49

wenn dann die Regendusche ist und dann

56:50

kriegst du dieses kalte Wasser ab, dann

56:52

ist das ganze Spaß schon wieder vorb

56:53

immer erstmal kalt ist

56:54

aber duschen ist äh aber interessant,

56:56

man hat ich habe noch nie mit dem guten

56:57

Freund, das werde ich mal machen an

56:58

diesem Wochenende mal mit meinem besten

57:00

Freund,

57:01

der erzählt nämlich immer die der ist

57:03

immer oft bei uns und behaupte, wenn ich

57:04

dann komme, er würde auch bei uns

57:05

duschen. Vielleicht kann man das mal

57:07

vielleicht können wir das mal machen.

57:09

Okay, ist das Thema ist das Thema auch

57:12

geklärt. Willst du einmal kurz

57:13

zwischendurch zur noch mal ein Stück

57:16

lesen, dass die Leute and haben oder

57:17

hast du hast du ein Wunsch? Ich ich habe

57:20

und zwar ja vielleicht wir kommen gleich

57:22

zu dem Bereich Leistung

57:23

und es gibt einen Bereich Leistung und

57:26

Titin, nicht Titanm

57:28

und vielleicht kannst du das so ein

57:30

bisschen zur Einleitung ähm

57:32

ja da guck

57:33

h sie mal zu ist auch lustig das auch

57:35

das ist ein kritischerer Text für

57:37

ja das Buch ich wollte sagen, das Buch

57:38

ist an sich auch lustig und wir werden

57:39

nachher noch mal mit Frau Dr. darüber

57:42

sprechen, ob sie sich auch vorstellen

57:43

könnte jenseits der ganzen Dinge, die

57:46

wir unserem Körper tragen, ein Buch zu

57:47

schreiben, was romanhafte Züge hat, weil

57:50

ich glaube, ich würde das jetzt super

57:51

gerne, weil du magst eine gute

57:53

Medizinerin sein, aber ich glaube, am

57:55

besten bist du als Schriftstellerin.

57:58

Und da würde, also ich persönlich würde

57:59

mich

58:01

darüber freuen,

58:01

kannst du dich ja später mit meinem

58:03

Oberarzt drüber und die Ich würde mich

58:05

darüber freuen und die Kollegen von

58:06

Ulstein, die mir für diesen Satz 500 €

58:08

gegeben haben, auch nein, Lies.

58:11

Gut, gut. Hier kommt der Text zur

58:12

Leistung. Wer mehr leistet, verdient ein

58:16

besseres Leben. Das ist die Prämisse der

58:19

Leistungsgesellschaft.

58:21

Sie sollte fairer sein als die

58:23

Standesgesellschaft vor ihr, in der sich

58:26

alles darum drehte, in welche Familie

58:28

ein Mensch hineingeboren wurde. Als

58:31

Belohnung für Leistung gibt es bei uns

58:34

Geld, soziale Anerkennung oder sogar

58:37

Macht. Das erhöht die Chancen auf ein

58:40

besseres Leben und liefert die

58:42

Motivation, sich anzustrengen.

58:45

Eine Bewegung macht schließlich nur

58:47

Sinn, wenn man von A nach B will. Wieso

58:51

sollte man irgendwohin, wenn A schon gut

58:53

genug ist? Die Leistungsgesellschaft

58:57

bietet permanent B, mehr Geld, mehr

59:01

Anerkennung, mehr Macht.

59:04

Doch was, wenn wir nur noch B

59:06

hinterherlaufen und währenddessen das

59:08

versprochene bessere Leben gar nicht

59:11

bekommen?

59:13

Und was, wenn Geld, Anerkennung oder

59:16

Macht eben doch nicht alles sind? Läßt

59:19

sich Leistung überhaupt fair beurteilen?

59:23

Das sind nur drei der Fragen, die wir

59:25

Menschen uns stellen. Nun, da wir das

59:27

Konzept schon ein paar Generationen lang

59:30

austesten.

59:32

Die Muskelforschung hatte lange ganz

59:35

ähnliche Probleme. Eigentlich war für

59:37

sie nämlich klar, was Muskeln schaffen,

59:40

kommt einzig und allein von der Leistung

59:43

der Proteinfüßchen im Inneren. Leisten

59:47

sie mehr, springen wir weiter oder heben

59:50

schwerere Gewichte. daran lässt sich

59:53

folglich auch bemessen, wie stark wir

59:56

sind. Für einige Bewegungen stimmt das

59:59

und ihre Leistung lässt sich genauso

1:00:01

berechnen. Für andere jedoch nicht.

1:00:04

Beine springen dann plötzlich weiter,

1:00:07

obwohl sie sich nicht entsprechend mehr

1:00:09

anstrengen. Die Leistung der

1:00:11

Proteinfüßchen

1:00:13

bleibt gleich.

1:00:15

Diese Ungereimtheit war lange ein Dorn

1:00:18

im Auge einer sonst wunderbar einfachen

1:00:21

Leistungsformel.

1:00:23

Im Jahr 2015 kam es zu einer neuen

1:00:26

Hypothese: Titin. Titin ist eine

1:00:30

Proteinfeder, spiralförmig gewunden wie

1:00:33

ein Telefonkabel.

1:00:34

Wird ein Muskel vom Nerv aktiviert,

1:00:37

zeigt Titin, was es kann. Auf einmal

1:00:40

wickelt es sich stramm ans Zellgerüst

1:00:42

und gleicht dadurch einer Sprungfeder.

1:00:45

Dehnen wir den so angespannten Muskel

1:00:47

kann die Feder Energie aufnehmen und

1:00:49

später wieder abgeben. Das verändert

1:00:52

unsere Muskeln enorm. Sie werden von

1:00:55

analogen Lastenhebern zu organischen

1:00:58

Steinschleudern.

1:01:03

Jetzt kann man noch ein bisschen

1:01:04

weitermachen. Man kann z.B. will sagen,

1:01:06

dass dadurch bestimmte Phänomene, die

1:01:08

wir früher nicht so verstanden haben,

1:01:09

wie z.B. bei den olympischen Sprintern,

1:01:12

die hüpfen immer so vor der Startlinie

1:01:14

und dann rennen die tatsächlich

1:01:15

schneller, als wenn die nicht hüpfen.

1:01:17

Das hat man dadurch das erste Mal

1:01:18

verstanden, weil die laden ihre

1:01:20

Tinfedern auf, die geben die Energie

1:01:22

dann ab beim Rennen und dadurch wird's

1:01:24

schneller. Aber auch z.B. Dinge wie Yoga

1:01:26

oder Pilates, wo man immer Bewegungen

1:01:28

hat oder viele Bewegungen, bei denen man

1:01:30

den Muskel anspannt und gleichzeitig

1:01:32

dehnt. übt und stellt diese

1:01:34

Titinenfedern quasi ein, so dass die

1:01:37

sich immer besser auf uns und unsere

1:01:38

Bewegung einstellen und holt dann sogar

1:01:40

bei durchrainierten Fußballern oder eben

1:01:42

zierlichen Frauenkörpern mit gar nicht

1:01:44

so viel Muskeln noch ein bisschen mehr

1:01:46

Kraft raus. Und ja, vielleicht hier auch

1:01:49

noch der Zusammenhang zur Welt, bei der

1:01:52

man dann nämlich sagen kann, die Welt

1:01:54

ist dynamisch. Das hat unser Körper bei

1:01:56

der Entwicklung von Titin verstanden.

1:01:59

Doch wie sehr haben wir es auch als

1:02:01

Gesellschaft verinnerlicht. Die moderne

1:02:04

Arbeitsforschung stößt immer öfter auf

1:02:06

Erkenntnisse, die an die Dynamik von

1:02:09

Titin erinnern, dass wir eben nicht nur

1:02:11

Lastenheber, sondern auch dynamische

1:02:13

Steinschleudern sein können. Das Fazit

1:02:16

solcher Studien lautet dann etwa:

1:02:19

Mitarbeiterin, die anderen hilft, statt

1:02:22

sich nur für den eigenen Erfolg zu

1:02:23

bemühen, steigert die Leistung eines

1:02:26

ganzen Teams meist um ein Vielfaches im

1:02:29

Vergleich zu einem einzelnen

1:02:31

leistungsstarken Überflieger.

1:02:33

oder eine gemeinsame Meditation am

1:02:36

Morgen senkt die Unfallhäufigkeit auf

1:02:38

Baustellen oder ein Mittagsschlaf und

1:02:41

eine e-Mailfreie Stunde führen zu einem

1:02:44

produktiveren Arbeitstag als eine Stunde

1:02:47

längeres Arbeiten.

1:02:49

Erkenntnisse wie diese sind nicht

1:02:51

nagelneu. Und dennoch würden die

1:02:53

wenigsten beim Personalbüro ein

1:02:55

Meditationskissen beantragen oder sich

1:02:59

mittags nach einer schlechten Nacht für

1:03:01

15 Minuten im Nebenraum schlafen legen.

1:03:04

Eine Gehaltserhöhung dafür in der

1:03:06

Kollegung zu verbreiten. So etwas klingt

1:03:10

fast schon unerhört.

1:03:13

Ich finde ja gerade, das ist eine der

1:03:15

schönsten Stellen. Ich finde ja wirklich

1:03:16

die Menschen, die für die dafür sorgen,

1:03:19

dass man sich in ihrer Gegenwart

1:03:21

besonders wohlfühlt. Ich finde, das sind

1:03:23

die, die tatsächlich auch mehr Gehalt

1:03:24

kriegen sollten und das ist eine

1:03:26

Eigenschaft, die aus meiner Sicht

1:03:27

komplett unterschätzt wird.

1:03:28

Ja, wie machst du das dann beim

1:03:29

Abendblatt?

1:03:29

Ich mach das genau, das ist meine

1:03:30

einzige Funktion beim Armblatt. Ich

1:03:32

sorge mir hat mal ein einer meiner

1:03:34

Vorsetzenden gesagt auf die Frage, warum

1:03:36

er mich denn jetzt an diesem Posten

1:03:37

gesagt hat, sagt es ist so nett mit

1:03:39

ihnen zusammenzuarbeiten.

1:03:40

Mm. Das ist natürlich nicht so schön,

1:03:42

weil du wirst natürlich lieber hören,

1:03:43

sie sind ein großer Intellektueller, sie

1:03:45

sind wie Giovanni De Lorenzo in groß.

1:03:49

Man kann ja beides man kann ja angenehm

1:03:52

und klug sein.

1:03:53

Genau, aber ich fand das ich fand es

1:03:54

eigentlich schönen schönen Satz. Ich

1:03:55

habe mich sehr gefreut übrigens, dass du

1:03:56

man kann in Hamburg wieder über

1:03:58

Fußballer sprechen in diesem äh Jahr.

1:04:00

Das war lange nicht möglich. Du wirst ja

1:04:01

eben gerade auch Fußballer erwähnt.

1:04:03

Das geht ja jetzt wieder, auch wenn der

1:04:04

HSV in der neuen Saison noch nicht ein

1:04:06

einziges Tor geschossen hat,

1:04:08

aber vielleicht, wenn sie einschießen,

1:04:09

dann hüpfen sie ja so rum wie diese

1:04:10

Sprinter und werden dann vielleicht

1:04:12

wieder schneller. Ja,

1:04:13

so Sport, da erzählst du eine wunderbare

1:04:17

Studie und die wird sie alle jetzt

1:04:18

jubeln lassen. Mich hat sie jubeln

1:04:19

lassen. Ich habe sie laut meiner Frau

1:04:21

vorgelesen. Es gibt eine Studie, zwei

1:04:24

Gruppen. Die eine Gruppe macht

1:04:26

irgendwelche Übungen dü

1:04:30

freiwillig melden würre,

1:04:32

ich weiß was

1:04:32

ist die Gruppe, die nur daran denkt,

1:04:35

diese Übungen zu machen

1:04:38

und siehe da, das Ergebnis ist dasselbe.

1:04:41

Nein, das stimmt nicht. sind besser. Die

1:04:43

sind besser auch noch als die anderen.

1:04:46

Ja.

1:04:46

Besser. Ja. Aber warum sollte dann

1:04:47

irgendjemand von den 500 Menschen, die

1:04:50

heute hier sind, noch mal Sport machen,

1:04:52

weil es Spaß macht? Aber es reicht.

1:04:54

Also, wenn die jetzt alle wir machen

1:04:56

machen Sie das jetzt ruhig mal. Denken

1:04:57

Sie einfach mal, Sie würden jetzt

1:04:58

richtig so richtig 50 Kniebeugen, 40

1:05:02

Liegestützen Muskeln brennen

1:05:04

und das ist das die sind dann das ist

1:05:06

besser. Also es ist besser es ist,

1:05:08

können wir das heute sagen, Frau Dr.

1:05:10

Anders? Es ist besser keinen Sport zu

1:05:13

machen. Also, es ist besser an Sport zu

1:05:15

denken als Sport zu machen.

1:05:17

Soll ich jetzt uns die Freude nehmen,

1:05:19

diese Studie zu erklären?

1:05:21

Du sollst einfach jetzt nur ja sagen,

1:05:24

so wie Ärzte in den Medien meistens,

1:05:26

gell? Nee, also es geht da auch

1:05:29

tatsächlich darum, dass es ja wirklich

1:05:30

schon Leistungssportler sind, bei denen

1:05:32

das gemacht wurde. Deren Muskeln sind

1:05:33

also schon ziemlich vortrainiert und die

1:05:35

holen dann oft nicht unbedingt mehr

1:05:37

raus, indem die die Muskeln noch mehr

1:05:38

aufpumpen, sondern indem die Nerven im

1:05:41

Gehirn, die ja auch an der Bewegung

1:05:43

beteiligt sind, trainieren auf diese

1:05:46

Bewegung ganz genau noch mal zu achten,

1:05:47

sich alles davon vorzustellen und dann

1:05:50

stärkeren Impuls an die Muskeln zu

1:05:52

schmeißen, weil der Wille, der Gedanke

1:05:54

dahinter größer ist. Und das ist doch

1:05:56

auch wieder eigentlich eine ganz schöne

1:05:57

Metapher fürs Leben. Ich habe auch oft

1:05:59

jetzt immer mal wieder gehört, so die

1:06:01

jungen Menschen, die wollen jetzt nach

1:06:02

Covidparty machen und wollen sich

1:06:04

flüchten in Fantasiewelten. Ich glaube

1:06:06

nicht. Ich glaube, die sind müde von

1:06:08

Sinnlosigkeit und manchmal bringt eine

1:06:11

stärkere Motivation oder der Wille

1:06:12

anzupacken, kommt von woan, noch mal

1:06:14

eine Stufe weiter hinten. Nicht einfach

1:06:16

nur dieser pure stumpfe Fleiß und eine

1:06:18

Stunde länger im Büro, sondern dieses

1:06:20

ja, warum? Was ist mein Motivation? Ähm,

1:06:23

wie wie sieht wie sieht der Schwung auf

1:06:24

der Arbeit aus? Was für Prozesse bin ich

1:06:26

da beteiligt? Also einem Schritt weiter

1:06:28

hinten.

1:06:29

Das heißt, dieser Satz Gedanken können

1:06:31

Berge versetzen. Stimmt.

1:06:33

Na ja, Gedanken können bei einer Studie

1:06:35

mit Basketballern, die am Ende besser

1:06:37

werden lassen als die, die Basketball

1:06:39

spielen. Zumindest das ist richtig.

1:06:41

Wow, das ist doch eine gute Nachricht,

1:06:43

aber auch das muss man auch wissen, auch

1:06:44

eine gute Nachricht. Ähm, man kann viel

1:06:47

trainieren, die Muskeln wachsen, aber

1:06:49

das wissen die meisten wahrscheinlich

1:06:50

schon. Die Muskeln wachsen in der Phase

1:06:53

in der Domin nicht trainiert, in der

1:06:55

Entspannungsphase. Deshalb sind diese,

1:06:57

das sagen ja dann die Trainer immer,

1:06:58

aber wir müssen die die Trainingsnü das

1:07:00

die Belastungssteuerung ist so wichtig,

1:07:03

aber es stimmt tatsächlich.

1:07:04

Ja, die ist vor allem finde ich so

1:07:06

wichtig zu wissen, all diese gelobten

1:07:08

Effekte, wir sagen Sport ist so toll,

1:07:10

weil da da und all die, also wirklich

1:07:12

fast all diese Effekte finden in der

1:07:15

Erholungsphase nach dem Sport statt. Das

1:07:18

heißt auch bei unserem Handeln, wenn wir

1:07:19

sagen, oh, der ist so toll, der macht so

1:07:20

viel, das relevante, das der der das

1:07:23

innere Wachsen, das sich noch überlegen,

1:07:25

was brauche ich beim nächsten Mal, um es

1:07:27

noch besser hinzukriegen, das drauf

1:07:29

einstellen, äh ganz fein die Titinfedern

1:07:32

z.B. nachzuziehen. Das findet in der

1:07:34

Erholungsphase statt und Leistungs im

1:07:36

Leistungssport ist es schon lange so,

1:07:38

dass oder also zumindest du wirst ja

1:07:40

wissen, du bist ja sportlich ganz gut

1:07:41

bewandert, da plant man das Training

1:07:43

nach den Regenerationszeiten,

1:07:45

wenn die schneller klappen, wenn die

1:07:47

Erholung noch effektiver wird, dann kann

1:07:49

ich mir mehr zumuten. Ja, interessantes

1:07:51

Experiment für die Arbeitswelt oder

1:07:53

nicht?

1:07:54

Ja, absolut. Und die Frage ist natürlich

1:07:56

auch, wie viel Sport muss man machen und

1:07:58

wie lange darf die Erholungsphase sein?

1:08:00

Also muss das immer gleich sein? Nein.

1:08:03

Nein, nein. Es kommt einfach drauf an,

1:08:04

also z.B. Leute, die mit vollem

1:08:07

Muskelkater immer gleich

1:08:08

weiterrainieren, die haben nach mehreren

1:08:09

Wochen weniger Kraft.

1:08:11

Das ist doch quasi die Parallele zum

1:08:13

Burnout Phänomen,

1:08:15

Burnout Syndrom, wenn du jetzt so sagen

1:08:17

willst. Aber quasi ähm das da sind viele

1:08:19

so so interessante, finde ich Parallelen

1:08:23

auch, wenn man guckt, was ist dann work

1:08:24

life Balance und was ist

1:08:26

Überentspannung? Das gibt's ja auch,

1:08:28

wenn wir unsere Muskelmer einfach nur

1:08:30

noch da liegen, dann bauen wir ja auch

1:08:31

Muskelmasse ab. Und sowas haben wir z.B.

1:08:33

auch bei Menschen, die unfreiwillig in

1:08:35

der Arbeitslosigkeit rutschen oder

1:08:37

Menschen, die in der Rente Sorge haben,

1:08:39

dass sie einfach eher nur abbauen und

1:08:40

nicht mehr eigentlich die Sachen machen

1:08:42

können, die sie gerne wollen, weil wir

1:08:44

ja auch ein bisschen Herausforderung

1:08:45

brauchen. Also, es gibt Argumente für

1:08:47

beide Seiten bei den Muskeln, aber ich

1:08:48

glaube, eine schöne Art dieses

1:08:50

Gleichgewicht in der Mitte zu verstehen,

1:08:52

da gilt dieser alte Satz, den ähm ähm

1:08:54

den viele Therapeuten, viele Ärzte

1:08:56

sagen, use it or lose it. Das gilt auch

1:08:59

tatsächlich für Muskeln. Du beschreibst

1:09:01

das schön. Also der Muskel, wenn er

1:09:03

nicht gebraucht wird, dann ist es so,

1:09:06

als ob einer den Keller mal durchräumt.

1:09:07

Die Sachen, die ich nicht brauch,

1:09:08

schmeiße ich weg.

1:09:09

Die Muskeln haben immer einen

1:09:10

aufgeräumten Keller, die sagen, brauch

1:09:12

ich nicht weg.

1:09:13

Ja,

1:09:14

und das ist dieses, was man tatsächlich

1:09:15

dann erlebt, wenn wenn Menschen älter

1:09:17

werden und sich nicht mehr bewegen oder

1:09:19

zu wenig bewegen oder zu wenig sitzen,

1:09:21

dann

1:09:22

ist das dieser Effekt

1:09:23

und auch das Fatale, wenn dann z.B.

1:09:25

wegen dem Knochenbruch lang im

1:09:26

Krankenhaus gelegt werden muss, wenn

1:09:27

dann manche Leute da schwer wieder

1:09:29

zurückkommen in ihre ursprüngliche Kraft

1:09:31

und Aktivität, weil einfach doch einiges

1:09:34

an Muskelmasse verloren gegangen ist.

1:09:36

Ja,

1:09:36

das ist dieses, ich habe ja zwei Jahre,

1:09:38

als noch Zivilings gab, im Krankenhaus

1:09:40

gearbeitet und habe da gelernt äh etwas,

1:09:42

was auf den ersten Blick völlig harmlos

1:09:44

klingt, bei älteren Leuten nicht selten

1:09:47

tödlich ist, nämlich der

1:09:47

Oberschenkelhalsbruch. Mm. Durch diesen

1:09:49

der dieser Effekt trägt dazu bei.

1:09:51

Interessant ist da auch wieder das

1:09:53

Titin, weil jetzt z.B. Studien gibt,

1:09:55

dass es sehr wirkungsvoll vor

1:09:56

Muskelabbau schützen kann und das z.B.

1:09:59

äh ein Modell wäre, was man öfter

1:10:01

ausprobieren könnte, wenn Menschen im

1:10:03

Krankenhaus liegen, nicht nur irgendwie

1:10:04

ein bisschen Bewegung oder Massage

1:10:06

manchmal, sondern wirklich Dehnung und

1:10:09

gleichzeitig den Muskel anspannen. Das

1:10:11

äh da finden dann so eine Markierung vom

1:10:13

Titin statt und die schützt auch vor

1:10:15

einem zu starken Muskelabb. Muss man

1:10:17

jetzt noch ein bisschen mehr erforschen,

1:10:18

bis sowas irgendwie eine gängige

1:10:20

Empfehlung ist, aber da gibt's schon

1:10:21

ganz interessante Ergebnisse zu.

1:10:24

Also das ist vielleicht die schön der

1:10:26

schönste Teil, ne? Also wir sorgen dafür

1:10:28

für gute Stimmung im Büro. machen zu

1:10:30

wenig machen nicht so viel Sport,

1:10:31

stellen es uns nur vor,

1:10:33

stellen uns nur vor und äh nutzen diese

1:10:35

Zeit, um dieses Buch zu lesen. Du hast

1:10:37

am Ende oder weiß g Ende am Ende ist,

1:10:40

hast du mal ausgeleint, das ist das

1:10:41

allerschönste. Man möchte ja eigentlich

1:10:43

immer ein Menschvoller Reichtum sein.

1:10:45

Also man möchte, jeder von uns möchte so

1:10:47

sein wie Klaus Michael Kühne.

1:10:50

Nein, aber

1:10:52

36 36 Milliarden Euro Vermögen gerade,

1:10:55

aber das ist ähm nix, ne? Was heiß nix?

1:10:59

Du hast gesagt, wenn man den

1:10:59

menschlichen Körper nachbauen würde,

1:11:02

wäre jeder von uns wie viel wert?

1:11:05

Es gibt da verschiedene Arten. Also

1:11:07

klar, wenn wir jetzt die Organe so wie

1:11:08

wir es jetzt haben, eine Dialysemaschine

1:11:10

z.B., Ja, oder man kann so die

1:11:13

rudimentärsten Funktionen vom Darm oder

1:11:15

eine Herzlungenmaschine, um Herz und

1:11:17

Lunge kurz zu ersetzen, da kommt man auf

1:11:19

unterschiedliche Summen, wie wenn man

1:11:21

jetzt wirklich mal versuchen würde aus

1:11:23

echten Zellen und entlangen biologischer

1:11:25

Strukturen so diese ganzen Feingfäße,

1:11:28

das Nervensystem, da wäre man schon bei

1:11:30

500 Millionen Euro und drüber und

1:11:32

insgesamt, wenn man das auch noch mit

1:11:33

dem Gehirn und alles verknüpfen will,

1:11:35

wenn wir so groben Berechnung, weil wir

1:11:38

können es ja noch nicht, wir können es

1:11:39

nur in etwa schätzen bei 10 Billionen

1:11:41

Das heißt, jeder von uns ist 10

1:11:43

Billionen Euro wert. Da sind die 22 €

1:11:46

Eintritt heute irgendwie.

1:11:48

Da können Sie noch ein Buch kaufen

1:11:50

nachher. Die Gelegenheit, es soll die

1:11:51

Gelegenheit da geben.

1:11:53

Na, ich finde das schön, weil also nur

1:11:55

um das mal so gefühlbar zu machen, das

1:11:56

ist der Wert der zehn größten

1:11:58

Unternehmen der Welt. Es ist der Wert

1:12:00

der Immobilien von New York City, aller

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Immobilien oder auch der gesamten

1:12:05

Kunstwerke dieser Welt, die so käuflich

1:12:08

gelistet und zusammenrechenbar sind. Und

1:12:11

das ist doch irgendwie verrückt. Also

1:12:12

auf der einen Seite auch so zu

1:12:14

verstehen, das wertvollste, was ein

1:12:15

Mensch jemals besitzen kann, haben wir

1:12:17

schon längst. Und das andere aber auch,

1:12:19

was sagt es denn über unsere

1:12:21

Wertschätzung? Wir sehen ja oft diese

1:12:23

weltliche mit Geld und Wertbeiträgen

1:12:26

versehene Welt so als das wichtige Ding

1:12:28

und die ist ja auch sehr wichtig, aber

1:12:30

im Vergleich zu so einer Natur mit

1:12:32

diesen Dingen, die sie über

1:12:34

Hunderttausende und dann manchmal

1:12:36

Millionen von Jahren geformt erschaffen,

1:12:38

immer wieder verbessert hat, wie

1:12:40

verblasst manchmal diese weltliche Welt

1:12:43

im Gegensatz zu dem, was da schon alles

1:12:45

entstanden ist.

1:12:53

Das wäre eigentlich der Moment, wo man

1:12:55

den Raumlufttest machen könnte, diese

1:12:57

Veranstaltung, aber das machen wir

1:12:59

nicht, weil ähm du hast das Buch ja

1:13:00

nicht nur geschrieben, auch natürlich um

1:13:02

Organe, um das besser zu verstehen, um

1:13:04

den Körper besser zu verstehen, es ist

1:13:06

übrigens auch ein Buch, kann man sagen,

1:13:07

das war glaube ich auch dein Anspruch,

1:13:09

das kann so jemand wie ich lesen, das

1:13:11

kann aber auch der Oberarzt lesen, der

1:13:13

Sitz, also der Anspruch ist äh, dass

1:13:15

sich die, die sich damit auskennen,

1:13:17

nicht langweilen.

1:13:18

Und die anderen sowieso nicht richtig.

1:13:20

Ja, das das hoffe ich zumindest. Ist so

1:13:22

Johannes oder kann der Oberarzt lesen?

1:13:25

Ja.

1:13:26

Ja, gut. Ah ja, guck Johannes sagt, kann

1:13:29

der Oberarzt lesen.

1:13:30

Seid ihr verwandt oder verschwägert? Nur

1:13:31

einfach

1:13:33

nur einfach auch von Olstein eingeladen

1:13:35

heute Abend. Nein, sich glaube ich sogar

1:13:38

eine Karte gekauft. Ich hat ih ja sonst

1:13:40

auf die Liste, aber er war zu schnell.

1:13:42

10 Billionen. Ähm,

1:13:44

was können wir alles? Das ist das klingt

1:13:46

immer so, das klingt immer so an. Es

1:13:47

gibt auch richtige Passagen darüber. Wir

1:13:49

sind ja in einer Phase in was die

1:13:51

Gesellschaft anbelangt, was die Politik

1:13:53

anbelangt, ähm

1:13:56

wo man das Gefühl hat, oh, irgendwie

1:13:58

funktioniert gar nichts mehr. In was

1:14:00

können wir lernen von unserem Körper für

1:14:02

das, was in den nächsten Jahren auf uns

1:14:04

zukommt? In Sachen Klimawandel, in

1:14:06

Sachen Sicherheit, in Sachen sozialer

1:14:08

Sicherungssysteme, in Sachen Friedrich

1:14:10

März, was können wir lernen?

1:14:13

Na, also einmal finde ich ab und zu

1:14:15

haben sich unsere Diskussionen ganz

1:14:16

schön festgefahren. Es gibt jetzt immer

1:14:18

häufiger Lager A und Lager B und der

1:14:20

eine sagt halt das, der andere das, dann

1:14:22

hauen sie sich und das war's dann

1:14:23

wieder. Ich finde oder ich würde mal

1:14:25

anbieten, ich glaube so eine körperliche

1:14:27

Perspektive bei einigen diesen Themen

1:14:29

und nicht nur rhetorische abstrikte

1:14:30

Begriffe tut da manchmal ganz gut, weil

1:14:32

der Körper ist erfrischend konkret und

1:14:36

er hat z.B. Grenzen. Eine Lunge ist 600

1:14:38

g schwer. Wie viel Schmutz die aus der

1:14:40

Luft aufnehmen kann, erreicht einfach

1:14:42

irgendwann eine messbare Grenze, die wir

1:14:44

dann wahrnehmen können und sehen können

1:14:47

und

1:14:48

nachempfinden können, wo die liegt und

1:14:49

das mittlerweile sogar auch schon

1:14:50

ziemlich genau wissen seit 2021. Ähm und

1:14:54

das ist, glaube ich, manchmal was, was

1:14:56

ich auch beruhigend finde. Und noch der

1:14:58

Gedanke dazu, die Welt wird gerade auch

1:15:00

wahnsinnig komplex. Also früher hatten

1:15:02

wir eine Firma mit irgendwie mehreren

1:15:04

Etagen und dann hat man immer den über

1:15:05

sich gefragt und so war das geregelt und

1:15:07

heute hat man globale Unternehmen und

1:15:09

wenn da irgendjemand aufs Coleplay

1:15:11

Konzert geht und wird im falschen Moment

1:15:13

gefilmt, dann ändert sich die

1:15:14

Unternehmensstruktur über Nacht, weil

1:15:15

irgendwie doch alle verschaltet und so

1:15:17

weiter und so fort. Also es ist ja

1:15:18

einfach vieles plötzlich fühlt sich aus

1:15:21

der Hand genommen, unkontrollierbar,

1:15:22

komplex an. Und da finde ich beruhigend,

1:15:25

der Körper ist auch ein komplexes System

1:15:27

und mit so ein paar Grundprinzipien, die

1:15:29

Sinn machen und die sinnvoll sind und

1:15:31

manchmal vielleicht als Denkanstoß auch

1:15:33

übertragbar sind auf die Gesellschaft,

1:15:35

kriegt der Körper es ganz gut hin. Ich

1:15:37

finde das beruhigend, weil wir können

1:15:38

nicht mehr zurück in die einfache Welt,

1:15:40

auch wenn manche Menschen oder Parteien

1:15:42

das so an die Wand kleben, als ginge

1:15:44

das, das geht nicht mehr. Und aber es

1:15:46

ist beruhigend, dass wir wissen,

1:15:47

komplexe Systeme können es ganz gut

1:15:50

schaffen, wenn ein paar Dinge stimmig

1:15:52

sind.

1:15:52

Ich habe ich habe gerade neulich das war

1:15:53

ich ein interessanten Satz, ich weiß gar

1:15:55

nicht von wem. Ähm was ist das was ist

1:15:58

im Moment die beiden Kernversprechen.

1:16:00

Ähm das eine ist, dass Politiker, die

1:16:03

auch an der Regierungsand sagen, wir als

1:16:05

Menschen müssen uns ändern und die

1:16:07

anderen, die an die Regierung kommen,

1:16:09

sagen: "Nein, du als Mensch musst dich

1:16:10

nicht ändern. Wir verändern deine

1:16:12

Umgebung."

1:16:13

Und die Wahrheit ist natürlich ja, der

1:16:15

Mensch muss sich ändern, aber der Körper

1:16:17

zeigt auch, er kann er kann sich

1:16:19

anpassen, er kann sich verändern. Das

1:16:20

ist gar nicht so schlimm. Und es ist

1:16:22

eigentlich ein eigentlich ist die

1:16:24

Veränderung der normale Vorgang. Du hast

1:16:26

es gesagt, jedes Jahr je jede Nacht

1:16:28

werden 90% aller irgendwelche komischen

1:16:30

Stoffe rausgeblasen. Zellen erneuern

1:16:32

sich. Also die Erneuerung, vor der ja

1:16:35

viele Menschen Angst haben, die

1:16:36

Veränderung ist eigentlich das der

1:16:38

Normalzustand des Körpers. Also, wir

1:16:40

können uns ändern, aber die Frage ist

1:16:42

auch immer wohin. Und wenn man sich

1:16:44

jetzt mal so die Menschheitsgeschichte

1:16:45

anguckt, sind eigentlich immer die

1:16:47

Bedürfnisse von Menschen, die treibenden

1:16:49

Kräfte zu einer Veränderung. Also, wir

1:16:50

haben eine Lunge ausgebildet, weil im

1:16:52

die Fischwesen, die die Lebewesen damals

1:16:55

waren, da wurde das Wasser drumherum zu

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Sauerstoffarm. Es war also einfach ein

1:16:59

Bedürfnis. Ich will Sauerstoff, ich will

1:17:02

atmen. Und dann bildet sich plötzlich

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ein ganzes Organ und anhand von

1:17:05

Bedürfnissen haben wir uns vorwärts

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entwickelt und das Bedürfnis zu essen

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auch wenn mal Winter ist, äh hat Agrar

1:17:12

Prozesse angetrieben und Gewächshäuse

1:17:15

und jetzt die industrielle

1:17:16

Nahrungsmittelproduktion und unser

1:17:17

Bedürfnis menschliche Beziehungen zu

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haben, führt zu solchen Entwicklung wie

1:17:21

Facebook und Instagram und Bestätigung

1:17:24

und Zugehörigkeit ist da auch mit

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abgebildet. Also unsere Bedürfnisse sind

1:17:28

die treibenden Kräfte. Aber was mich

1:17:29

hier beunruhigt und warum ich nicht

1:17:31

einfach sagen würde, ach, folgen wir

1:17:32

doch der lustigen Politik und verändern

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uns dann einfach je nachdem, was die

1:17:35

halt machen, ist, weil gerade das auch

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mittlerweile instrumentalisiert wird und

1:17:40

die äh Unternehmen teilweise unsere

1:17:42

Bedürfnisse sehr viel besser verstehen

1:17:44

als wir, was wir bei Social Media

1:17:46

merken, die verstehen, wie unser

1:17:48

Belohnungssystem im Gehirn funktioniert,

1:17:50

wir nicht. Also folgen wir einfach nur

1:17:52

noch. Und in dem Moment, wenn nicht mehr

1:17:54

die treibende Kraft das ist, was ein

1:17:55

Mensch wirklich braucht, sondern was ihm

1:17:57

aufgeschwatzt oder gut verkauft wird,

1:17:59

was er zu brauchen oder wollen hat,

1:18:02

gerät ja dieser Prozess, dass wir uns

1:18:03

nach dem richten, was wir wirklich

1:18:05

brauchen, irgendwie aus den Fugen. Das

1:18:07

finde ich gruselig. Deswegen ja,

1:18:09

deswegen ist es tatsächlich so, dass

1:18:10

hier fünf Bedürfnisse abgebildet sind

1:18:13

anhand von Organen, die zu den

1:18:14

Bedürfnissen passen. Körperliche

1:18:16

Grundbedürfnisse, die Lunge, Sicherheit

1:18:18

des Immunsystem, Hautbeziehungen,

1:18:20

Muskeln, Kraft und Wirksamkeit und beim

1:18:22

Gehirn eben das übersinnliche Denken

1:18:24

sein, was wir auch von der Maslovischen

1:18:27

Pyramide kennen, weil ich dachte, hier

1:18:29

will ich auch die körperliche

1:18:31

Perspektive hören, die nicht so

1:18:32

verfälschbare, die sehr konkrete. Ja,

1:18:36

und sie werden, das können wir zum

1:18:37

Abschluss sagen, wenn sie das Buch

1:18:38

gelesen haben, genau das empfinden und

1:18:41

ein gutes Gefühl haben, viel besser als

1:18:43

wenn sie jetzt noch heute Abend joggen

1:18:44

gehen. Ähm,

1:18:46

aber auch joggen wäre okay.

1:18:47

Ist auch okay. Wir verabreden uns. Das

1:18:50

ist dann ja das Jahr 2036.

1:18:54

Ich will nicht sagen, wie alt ich dann

1:18:55

wäre, weil das ist eine unvorstellbar

1:18:57

hohe Zahl.

1:18:58

Aber du schläfst ja 10 Stunden. Du bist

1:19:00

frisch und wunderbar. Sicher. Du

1:19:01

wirst dann du bist dann ja noch nicht

1:19:02

mal 50. Es ist verrückt. Ich ähm ich

1:19:05

danke dir erstmal an dieser Stelle sehr

1:19:07

herzlich. Es kommt gleich noch Christian

1:19:09

Heimann und danke. Ich will nur die

1:19:09

Gelegenheit nutzen, bevor sie gleich

1:19:11

ganz viel klatschen, auf zwei

1:19:12

Veranstaltungen in dieser wunderbaren

1:19:14

Reihe in Schider treffen Heider

1:19:15

hinzuweisen. Nächste Woche am 11.

1:19:17

September in Blankenese ähnliche

1:19:19

Veranstaltung mit Luisa Neubauer und

1:19:21

Cornelia Funkel. Das ist ganz toll. Und

1:19:24

am 17. September, wenn Sie Lust haben,

1:19:26

Karten gibt's auf arenblatt.de de mit

1:19:29

Christian Rach, der ja nicht nur ein

1:19:30

wunderbarer Koch ist und

1:19:31

Restaurantester,

1:19:33

sondern auch in der Zwischenzeit ein

1:19:35

Politikpodcaster. Also, ob wir dann

1:19:37

daranreichen an das, was wir heute Abend

1:19:39

erlebt haben, das weiß ich nicht, liebe

1:19:41

Julia. Es hat mir große große Freude

1:19:44

gemacht. Sie können gleich noch Julia

1:19:47

Anders draußen erleben. Du schreibst in

1:19:49

deine Bücher alles rein, was ähm wenn

1:19:53

jemand jetzt Fragen hat, z.B. Muttermal

1:19:55

oder so, würdest du das auch dir kurz

1:19:56

angucken? Ich kann es dann abmalen auf

1:19:59

die schnelle vielleicht. Wir gucken mal,

1:20:00

was heute noch so gelingt oder?

1:20:02

Also, Dr. Julia Anders, vielen Dank.

1:20:05

Vielen Dank.

1:20:07

[Musik]

1:20:10

[Applaus]

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