Giulia Enders I Neuer Bestseller "Organisch" - Was uns die Organe lehren I Talk mit Lars Haider
Medical author Giulia Enders discusses her book 'Organisch', explaining how we can learn to appreciate and care for our bodies by understanding our organs as complex, cooperative systems rather than mere machines of self-optimization.
This video bridges biological science with practical, existential wisdom, offering actionable insights on sleep, breathing, immunity, and skin health from one of Germany's most successful popular science writers.
Section summaries
Introduction and Book Success
optionalHost introduces Giulia Enders and discusses the massive commercial success of her first book, 'Darm mit Charme'.
The Origin Story and Creative Process
optionalGiulia discusses how she wrote her first book at 22, throwing away a year's worth of draft work, and her sister's illustrations.
The Lungs and the Breath Experiment
watchContains an interactive breathing exercise, the biological link between breathing and stress, and her great-grandmother's wisdom.
Immunity, Sleep, and Inflammation
watchAn in-depth look at how sleep shapes immune cells, the relationship between immunity and depression, and critiques of food supplements.
The Brain at Night and REM Sleep
watchExplains the neurology of sleep, why sleep medications are counterproductive, and how REM sleep processes emotions and solves problems.
Skin, Sun Protection, and Touch
watchExplains how UV light damages DNA, how physical sunscreen acts as a mirror, and the psychological impact of self-touch and connection.
Muscles, Titin, and the Myth of Constant Strain
watchCritiques the performance society using muscle biology, explaining Titin proteins, muscle atrophy, and why regeneration is key.
Closing: Value of the Body and Complex Systems
watchGiulia calculates the economic value of the body and applies organic principles of complex systems to modern societal issues.
Key points
- The Soft Power of the Lungs — The lungs act as a bridge between the conscious and subconscious mind, and their inherent physical flexibility is what allows them to cycle 20,000 times a day. Only through softness and elasticity does physical strength endure without burning out.
- The True Purpose of Sleep and the Nightly Transfer of Power — During sleep, older evolutionary parts of the brain actively quiet the conscious prefrontal cortex. This quiet phase is essential because it allows the body to manufacture immune cells and process emotions under stable, low-stress conditions.
- Titin and the Physics of Muscle Regeneration — Muscles rely on Titin, a structural spring protein that stores elastic energy when a muscle is simultaneously tensed and stretched. Physical gains and structural adjustments of these proteins occur during the recovery phase, not the training phase.
“Wer Durst hat, trinkt, wem es schwer ist atmet.” — Giulia Enders (quoting her great-grandmother)
“Nur durch Weichheit reicht die Kraft.” — Giulia Enders
AI-generated from the transcript. May contain errors.
Herzlich willkommen. Mein Name ist Lars
Heider. Wir sind heute auf Kampagel in
der Halle K6. Und wenn ich wir sage,
dann sitzt mir gegenüber schräg
gegenüber eine Frau, die etwas geschafft
hat, was einem Lottwinnen gleich kommt
und zwar einem Lotto Gewinn so 10
Millionen Euro im Jackpot und die
Zusatzzahl.
Sie hat vor genau 11 Jahren ein Buch
geschrieben über ähm über ein Thema, auf
das man erstmal kommen muss. Sie hat ein
Buch geschrieben über den Damen und ich
kann mir vorstellen, dass damals der
Verlager, wenn wir gleich sprechen,
vielleicht gedacht hat, ach, es wird
vielleicht ganz witzig und vielleicht
kaufen das ein paar Leute. Und aus
diesen paar Leuten sind 8 Millionen
geworden. Also 8 Millionen verkaufte
Bücher über das Buch ähm Dam Scham. Und
damit ist sie mit einem einzigen Buch
eine der erfolgreichsten deutschen
Sachbuchautoren.
Und wir werden gleich darüber sprechen,
warum man, wenn man das geschafft hat,
wenn man also einmal im Lotto gewonnen
hat, warum man dann weiter Lotto spielt
und
noch ein zweites Buch schreibt. Dazu
gehört aber zur Weit dazu gehört, ähm,
dass sie 11 Jahre nicht gebraucht hat,
sondern dass zwischen dem ersten und dem
zweiten Buch 11
Jahre liegen. Und ich freue mich sehr
heute zu Gast zu haben auf Kampel
Kampnagel Julia Anders. Herzlich
willkommen.
Hallo,
Julia.
Julia, wir machen erstmal den erstmal
den Test. Wir wissen, dein Oberarzt aus
dem israelitischen Krankenhaus ist heute
hier. Du hast, das ist ja in Hamburg
immer wichtig, wo immer die Leute
herkommen, dass man betont, eigentlich
hatten sie ihre schönste Zeit in Hamburg
und das war bei dir, glaube ich, auch
so. Du hast im israelitischen
Krankenhaus gearbeitet, der Oberarzt ist
hier. Kurzer Test, wie viel Sie müssen
sich nicht normalerweise haben Ärzte
immer Angst, wenn man sagt, ist ein Arzt
anwesend. Ähm hier vorne, wenn was ist,
ist Julia heute diejenige, die alles
übernimmt. Wie viel Ärzte haben wir
heute? Einfaches Handzeichen reicht.
Ah, also um die zehn. Das ist irgendwie
doch für die anderen alle ein gutes
Gefühl. Ähm und für dich Julia auch ein
gutes Gefühl mit so viel Kollegen.
Ja, das ist auch immer bei meinen
Urlauben so mit meinen Freundinnen aus
dem Studium, da kann jeder sich alles
verletzen, weil wir immer irgendjemanden
dafür dabei haben.
Du hast, ich habe es gesagt, du und du
musst die Geschichte noch mal erzählen,
obwohl du sie 100 mal erzählt hast, die
Menschen, die hier sind und ich kenne
sie nicht. Wie war das damals? Du warst
23, richtig?
Und bist wie auf die Idee gekommen, ein
Buch über den Damen zu schreiben?
Ja, ich war sogar noch 22 und habe
eigentlich einfach immer nur Freundinnen
Freunden von dem Dam erzählt, wo ich den
einfach, na ja, ziemlich köstlich fand.
Und irgendwann hat eine Freundin mir
eine E-Mail geschrieben, guck mal, da
gibt's so Science Slams, da erzählt man
über seinen Lieblingswissenschaftsthema.
geh doch da mal hin. Und dann habe ich
das gemacht und fand es lustig und
irgendwann daraufhin hat mir eine
Literaturagentin geschrieben, ob ich
mich mal treffen will und hat dann
gefragt, ob ich mir nicht vorstellen
könnte, ein Buch zu schreiben. Habe ich
erstmal gesagt, na ja, 40 Seiten oder
so.
Und dann meinte sie: "Ja, ich höre dich
ja drüber reden, fang mal an, könnten
mehr werden." Und so war das im Grunde.
Und dann habt ihr dieses Buch schon
damals mit dem Titel Dam Scharm oder
gab's ich irgendwo habe ich gelesen,
dass ist eine Agentur beauftragt wurde,
sich noch mal einen anderen Titel zu
überlegen, weil der zu einfach zu banal
war. Re?
Ja, ich glaube dem Buchverlag war das so
ein bisschen fremd. Also da waren eher
die die hatten auch die Sorge, wo soll
dieses Buch denn hingelegt werden? Es
soll irgendwie klar in der Gesundheits
oder Ratgeberecke und dann wurde gleich
ja, es wurde richtig eine Agentur
beauftragt, die noch mal suchen sollte.
Lang rum überlegt durch dick und dünn
war ein Vorschlag Glück im Bauch 8 m
Wohlfühlwellness. Bei jedem Vorschlag,
den meine Schwester und ich so per
E-Mail bekommen haben, sind wir immer so
ein Stückchen tiefer im Sessel gesunken
und meine Schwester hat dann zum Glück
so, die ist so eine stohische, ich hätte
dann irgendwann gesagt, komm, keine
Ahnung, was findst du denn lustig? dick
und dünn oder und sie hat dann gesagt,
nö, finde ich alles nicht lustig, machst
du nicht. Und dann und wä einfach ganz
stisch dabei geblieben und so hieß es
dann damit schon.
Was war die Erwartung damals, als das
Buch auf den Markt kam?
Also, ich hatte keine. Ich wollte was
Gutes gemacht haben, wo ich danach sagen
kann, das ist ordentlich. So, glaube
ich, hat mich meine Mama erzogen. Die
hat gesagt, wenn das machst, gut. Wenn
es gut ist, machst es. Wenn es nicht gut
ist, lässt es. Und während dem Schreiben
hatte ich auch immer mal so bisschen
Phasen, wo ich dachte, oh Gott, ich weiß
nicht. Und hat gesagt, dann lässt es
einfach so ungefähr. Also, es ging mir
immer nur drum, dass ich am Ende sagen
kann, das ist eine runde Sache, das habe
ich glaube ich gut gemacht, soweit ich
das beurteilen kann.
Und wie ist es dann so ein Erfolg
geworden?
Na ja, also das kann ich jetzt irgendwie
mich selbst auch fragen. Ähm, ich habe
ja mal manchmal so aus Witz gesagt, das
Buch ist halt nur für die Leute, die ein
DM haben.
Aber im Grunde glaube ich ein ein Faktor
war schon auch, dass es so die Zeit war,
in der das angefangen hat, dass wir oft
so ein Bildschirm und ein Gehirn waren,
also viel am Handy, viel am Computer und
der DM ist schon auch einfach was sehr
körperliches, viel körperlicher als
gargelig rumdauen in völlig eigenen
Bewegungsmustern. geht irgendwie nicht,
finde ich fast schon. Also glaube ich,
dass er da auch eine Art Gegengewicht
war
und das kann man, wir haben darüber im
Vorgespräch gesprochen, kann ich das
hier erzählen? Also ich kann nur jedem
raten, der eine Darmspiegelung macht,
dieses Mittel, wie heißt das Mittel?
wohl
das nicht zu nehmen,
a,
sondern sich dieses, das ist eine
einmalige Gelegenheit, sich mit seinem
wirklichen Inneren zu beschäftigen. Und
es war, ich fand es es war ein
unglaublich, ich glaube, der Arzt, der
bei mir das dann vorgenommen hat, der
fand mein Interesse am Ende übertrieben.
Ähm, er hat dann auch irgendwie, also
während er anfing, hat er auch den
großen Filter gemacht, das war 2021 und
sagte, sind Sie nicht der vom Armblatt
und und haben Sie nicht gerade dieses
Buch über Olaf Scholz geschrieben? Und
dann habe ich ihm während der gesamten
Darmspülung
in der Hoffnung, dass er nicht
einschläft, also die Vorzüge von Olaf
Scholz erklärt. Ähm, aber ich fand
trotzdem, wenn man dieses dieses ist es
das schönste Organ, also man denkt ja oh
Dam ekliche, aber ich fand das so
faszinierend so, also ich habe mich, ich
will nicht sagen, dass mich mir meiner
eigenen Damen verliebt hat. So ist es
nicht gekommen,
aber es ist schon ein ganz besonderes
Organ, ne? Ja, ich würde jetzt noch mal
ganz vorsichtig abgrenzend sagen, die
Empfehlung, das ohne Propopol zu machen
kommt von Herr Dr. Lars Heider und nicht
von
übrigens, es war eine Empfehlung des des
Chefarztes in der Klinik. Ich habe ihn
nicht gefragt, der war auch gerade 50
geworden und habe gesagt, haben Sie das
denn auch gemacht? Ja. Und haben Sie es
mit Propopol gemacht? Nein. Warum?
Also ich Propool ist schon auch was
angenehmes. Wenn ich da so die Menschen
beobachtet habe, die da wieder
aufgewacht sind, fanden die das in der
Regel glaube ich ganz schön mit. Es
kommt ja auch immer drauf an, wie
einfach das Ganze so ist, ob man das
angenehm findet oder nicht. Aber es
stimmt schon, wenn man den Dünndarm mal
zu Gesicht bekommt, der ist schön. Also,
ich finde den Dünndarm auch noch ein
echt ein Ticken schöner als den
Dickdarm, weil er ja diese samtige
Oberfläche hat auch so ganz rosa, wie
also wirklich wie so rosa ich finde, das
hat was.
Haben die Menschen in den Ländern in
deinen ist es in 40 Ländern erschienen
das Buch? Hast du so ein paar Titel, wie
das in anderen Ländern hieß dann, weil
Damen mit Scham ist wahrscheinlich so
eine typische deutsche, wie hieß es in
Weißt du wie es in Frankreich hieß oder
in Ja, Le Charm Discret the Lant ist
französisch
angelehnt aus dem Buch aus, ich glaube
den 70ern, wenn ich mich nicht irre und
in ja in Italien.
Ah, na ja, da wusste ich es mal, aber es
fällt mir jetzt gerade nicht ein. Es
gibt dann tamen mit Schamen, also man
kann es auch direkt übersetzen und im
Englischen ganz simpel. Got
Got.
Ich hätte es ja wirklich gerne Charming
Bowels genannt, aber das äh manchmal
kommt man nur seit. Nicht bei allen
Verhandlung war meine Schwester dabei.
So sollte ich es eigentlich sagen. Ja.
Wie ist das Verhältnis? Gibt es ein
unterschiedes Verhältnis der Menschen,
die du jetzt erlebt hast in den
verschiedenen Ländern zum Damm?
Ja, ich hatte manchmal so den Eindruck,
wenn es sehr katholisch war, dann war da
schon das Tabu auch noch mal bisschen
stärker fühlbar. Ich hatte in Portugal
eine Journalistin, die mir gesagt, die
war über 30, die mir dann gesagt hat,
sie hat noch nie sich in der Toilette
umgedreht, weil ihre Mutter ihr als
kleines Mädchen gesagt hat, das macht
man nicht. Die hat noch nie gesehen, was
dann da passiert, wenn man sich umdreht,
z.B. und hat es dann, nachdem sie das
Buch gelesen hat, zum ersten Mal sich
getraut.
Weiß nicht, soll ich dann sagen, bittte
schön, aber
in Israel war im israelitischen
Krankenhaus, dass ein Arzt dir dein
eigenes Buch empfohlen hat.
Nein, nein, nein, nein, nein.
Das war ein anderes außerhalb.
Das war noch im Studium, das war bei
einem Praktikumsteil am Ende vom
Studium. Ja,
okay. Also, wir wollen ja nicht über Dit
sprechen. Die meisten Man Test. Wer hat
Damit Scham gelesen von Ihnen? Hol. Da
kann man sagen, es sind mehr Dame
Schamleser als Ärzte in diesem S.
Das ist schöne schöne, also
nehme ich gerne hin.
So und dann natürlich 8 Millionen 8
Millionen verkaufte Bücher. Dann war das
so eigentlich mit 23 ähm dass du
eigentlich dich hättest zurücklegen
können, hättest sagen können, ja,
ja, mit 24,
mit 24
ähm
das also
weiß ich nicht, ist das so?
Ich weiß nicht, was man so kriegt, aber
ich habe mal so, ich denke mal so, wenn
man vielleicht z.B. 1 € pro Buch nur
bekommen würde, dann kann man das ja
relativ leicht ausrechnen und mit
Ich weiß nicht, ob man nur 1 € kriegt.
Wir sind ja schon auch in Deutschland,
du weißt, was die Steuer noch mal machen
und so.
Stimmt. Aber die Frage war, ähm du hast
dann erstmal als Ärztin gearbeitet,
ja,
im israelischen Krankenhaus, unter
anderem?
Na, ich habe mein Studium fertig
gemacht. Äh, ich habe dann ein halbes
Jahr Pause gemacht, weil ich dachte, ich
glaube einmal ausatmen, bisschen
realisieren, was da gerade alles
passiert, das ist gut. Und dann habe ich
angefangen im Krankenhaus zu arbeiten.
Genau.
Und dann wieder in der Coronaphase
aufgehört und auch Hamburg verlassen,
richtig? 2020 war ich noch komplett am,
also war ich noch im Krankenhaus, habe
aber schon parallel geschrieben, weil
ich schon die Idee hat schon so gebrannt
unter den Nägeln und am Ende vom Jahr
habe ich dann gemerkt, das kann ich
nicht gleichzeitig und ich glaube jetzt
ist auch alles einigermaßen entspannt.
Ich habe gemerkt, ich musste da glaube
ich kein schlechtes Gewissen haben dann
zu gehen. Ja. Hat der Verlag nicht
Olstein irre Druck gemacht und hat
gesagt, irgendwie wäre schön, wenn es
nicht 11 Jahre dauert, bis das nächste
Buch, also wenn jemand sonst so ein
Erfolg hat, dann heißt es nächstes Jahr
in eineinhalb Jahren wäre es schon
schön, wenn wir nachlegen könnten. Wie
hat den Ulstein hatte gesagt, lass dir
lass dir Zeit, alle Zeit der Welt. Nee,
da muss ich echt sagen, die waren cool.
Vielleicht waren sie auch noch so ein
bisschen verschreckt. Ich weiß es nicht
genau, weil meine Schwester und ich
waren ja jetzt nicht die angenehmsten
äh so zum Zusammenarbeiten, weil wir
schon viel unseren eigenen Senf immer
bei allem zugeben wollten. Vielleicht
war es so eine Mischung aus. Sie waren
echt cool und auch ein bisschen
verschreckt.
Manchmal ist es ja eine gute Mischung.
Wer weiß? Bisschen ist ja nicht alles
einfach nur schlecht oder gut.
So ähnlich muss ich ihn auch gegangen
sein. Du hast dann angefangen zu
schreiben, hast ein Jahr geschrieben und
hast dann das, was du in diesem Jahr
geschrieben hast, einfach,
weil es dir nicht gefallen hat,
komplett weggeworfen. Alles weggeworfen.
Ja.
Was hat der hat der Verlacht dann
gesagt?
Okay.
Was? Und würdest du heute sagen, würdest
du heute sagen, das was du damals
geschrieben hast, war so so viel
schlechter als das, was jetzt organisch
geworden ist? Also, es gibt einfach so
ein Gefühl, das ist so wie wenn man über
so ein so ein Kunststoff drüber streicht
und dann gibt so Funken, ne? Und das ist
aber auch so ein Gefühl beim Schreiben,
wo ich einfach merke, ja, das so soll
das sein, da wollte ich hin, jetzt bin
ich da. So, so und wenn das das halt
nicht da ist, dann kommt wieder meine
Mama in meinem Kopf hoch und sagt, wenn
es nicht gut ist, machst es nicht.
Was hat deine Schwester? muss man sagen,
dann ist es ist eigentlich fast ein
bisschen ungerecht, dass du hier alleine
sitzt, weil natürlich die Magie dieser
Bücher,
die hat auch viel mit den Illustrationen
deiner Schwester zu tun. Wunderschöne
Illustration, insbesondere der Menschen
in diesem Buch. Ähm, was hat denn deine
Schwester damals gesagt, dazu gesagt
hast, äh Jill, ich fange noch mal
komplett von vorne an.
Ich glaube, wir haben da so eine Art
miteinander zu reden, die von außen,
glaube ich, echt komisch wirken würde
auf einige Leute. Das ist sehr wort. Ich
kann dann sagen, das ist scheiße. Und
dann sagt nickt meine Schwester und dann
ist eigentlich die ganze
Arbeitsbesprechung, was jetzt sonst ein
Team Meeting über eine Stunde wä, ist
dann an der Stelle beendet. Da wisst
sie, also sie muss mich angucken. Ich
kann manchmal, ich sag nur, hör nur, wie
sie im Telefon hallo sagt, dann ist
schon einfach alles klar und dann wird
da auch nichts in Frage gestellt. Wenn
meine Schwester dann gesagt hätte, nee,
das ist fantastisch, dann wäre ich noch
mal nach Hause gegangen und hätte noch
mal hingesetzt. Aber meine Schwester
weiß schon, wenn ich sag und sie weiß
und dann wir wissen schon. Ja,
richtig cool wäre natürlich auch
gewesen, du schreibst dieses eine Buch,
es wird dieser unglaubliche Erfolg
und du sagst, ich schreib nie wieder ein
Buch.
Das hatte ich auch vor.
Das ja, das so dachte ich das auch, weil
also das war ja einfach ein wahnsinniges
Erlebnis und alles so gut gelaufen und
ich dachte gerade auch in Deutschland,
ich kriege viel mehr Gegenwind oder
Kritik und dann waren alle so nett,
selbst irgendwelche Professoren, die
mich dann eingeladen haben in die
Vorlesung einfach 10 Minuten was zu
erzählen. Also es war so fast so
traumhaft gut und da dachte ich, na,
also das möchte ich eigentlich nicht
antasten, aber ich konnte irgendwie auch
nichts dafür. Also das kam halt einfach
zu mir so dieses da knitzelt so unter
den Fingern und ich hatte so das Gefühl,
da ist wieder was, dem will ich so eine
Stimme geben, das muss gesagt werden.
Ich will auch, dass das nicht nur
gesagt, sondern so gefühlt wird und ja,
dann wusste ich, das Gefühl kenne ich
halt leider und das ist das Gefühl, wenn
ich glaube ich dazu ein Buch schreiben
kann.
Dürfen wir jetzt alle 11 Jahre auf ein
neues auf ein neues Buch von dir hoffen?
Das weiß ich nicht. Vielleicht ist das
mein letztes, aber das habe ich beim
ersten auch gesagt und jetzt bin ich
bisschen vorsichtig
und jetzt und jetzt gehen wir mal in
dieses Buch rein und ich merke schon,
wir machen mal die erste. Es gibt es ist
mit mitmachen, es ist mit Übungen. Es
gibt in dem Buch auch Übungen.
Die erste d machen sie, sind sie bereit
mitzumachen? Die Ärzte und die Dame
Charmleser würde ich sagen. Ma
nur die beiden Gruppen
die anderen kön da oben ist dann der
Herr da oben ist dann im Moment hat
nicht zu tun. Also um ein bisschen
runterzukommen, sagst du ganz einfacher
Trick 6 Sekunden ausatmen. Ich stoppe
die Zeit und Sie atmen jetzt alle mal
vorsichtig 6 Sekunden aus. Wie of muss
man mal Sachen und dann 4 Sekunden ein.
Wie oft muss man es hintereinander
machen?
Im Grunde geht's wirklich drum einfach
echt länger ausatmen als ein. Das ist
schon der hal die halbe Magie. Wir
machen mal 6 Sekunden. Ich mach mal ein
bisschen. Ich mach mal 8 Sekunden.
Darf ich noch ergänzen, eigentlich
machen wir das für Lars Heider, weil
Lars Heider hatte heute echt einen
langen Tag. Trotzdem hier ist so fit,
ist so nett. Also auch Sie, die das
jetzt mitmachen oder nichts machen sie
eigentlich für L
eigent eigentlich für mich, damit ich
mal ein Augenblick mich sammeln kann.
Äh, es geht jetzt jetzt jetzt ausatmen.
Weiter weiter weiter weiter weiter.
Müsste man nicht viel mehr hören. Und
jetzt wieder einatmen. 4 Sekunden.
Wer wer merkt schon was?
Es ist in der Regel so eine Minute, dann
kann man aber tatsächlich beim
Blutabnehmen schon feststellen, dass die
Stresshormone weniger werden. Man kann
beim Blutdruck messen merken, der
Blutdruck sinkt leicht ab, die
Herzfrequenz geht ein bisschen runter.
Und das Schöne und deswegen kommen so
Tipps auch nur vor im Buch, man kann
auch bisschen erklären, warum das so ist
und man hat es dann ziemlich schnell
verstanden und man kriegt nicht einfach
nur so ein Tipp an die Birne
geschleudert.
Das muss man wirklich sagen. Ich wollte
jetzt so ein bisschen charmant da
reingehen wegen da mit Charm. ähm das
Buch, wenn Sie erwarten, dass es eine
Ansammlung von Tipps ist, dann muss ich
Sie enttäuschen. Es ist keine Ansammlung
von Tipps. Es ist ein Buch wirklich, wo
Ihnen sehr genau erklärt wird, wie
einzelne Organe funktionieren. Bei der
Lunge da sagst du, das Interessante ist,
das ist halt ein Organ, was wir bewusst
steuern können, z.B. mit Artentechnik,
z.B. jetzt jetzt haben wir es gerade
wirklich mit dem bewusstesten,
vordersten Teil vom Gehirn angepeilt und
dann gesagt, beweg dich mal so und jetzt
wieder so. Das geht bei der Niere ja
nicht, das geht auch beim Darm nicht so
gut. Da können wir höchstens sagen,
nein, nicht jetzt. Aber das war's auch
schon. Und wir können auch unser
sagst du manchmal zum Damen nein, nicht
jetzt. Äh
na, ich hoffe, jeder sagt es ab und zu
mal, aber wir haben quasi auch bei den
Blutgefäßen nicht die Fähigkeit zu
sagen, zieht euch zusammen, ich will
nicht rot werden. Und plötzlich ist dann
hier dieses Atemorgan, was sagt, okay,
ich höre einfach mal auf beide. Und wenn
du nicht dran an mich denkst, dann
macht's wieder das Unterbewusstsein und
das ist ja irgendwie erstmal interessant
und dann ist es aber auch ziemlich
praktisch, weil wir so auch in Kontakt
treten können. Das Bewusstsein kann
manchmal wieder was runteratmen, was das
Unterbewusstsein sich ängstlich nervös
hochgeatmet hat. So kann es also sagen,
du willst jetzt hier aufgeregt sein,
aber im Grunde sehe ich, es gibt gar
nicht so ein Grund. Also mache ich mal
wieder.
Okay, so bisschen wie meine Schwester
und ich, wenn wir uns unterhalten, dann
verstehen die einander auf einmal so auf
einer Ebene, auf der Lungenebene.
Die Lunge sagst du ist ein sehr, du
vergleichst in dem Buch immer das Organ
es geht und es geht nicht um alle
Organe, die es geht. Z.B. findet das
Herz nicht statt.
Das stimmt nicht.
Also findet mit ein Kapitel nicht.
Na ja, es ist ja ein Hohlmuskel. Es ist
also bei den Muskeln
bei den Muskeln. Okay.
Fairerweise mus
fairerweise muss man Es hat kein eigenes
Kapitel, aber du vergleichst immer die
eigenen Organe mit Menschen. Und hier
bei der Lunge sagst du, das finde ich so
schön, das ist die die sagst du es
besser, die stille Weiche, die sich so
ein bisschen
die stille Kraft des Weichen.
Die stille Kraft des Weichen. So. Und
das erinnert dich an
meine Uroma.
Warum? Meine Uroma war eine sehr weiche,
sehr gutmütige Frau. Hat auch so
irgendwie so kleine Felzerin und äh
so eine kleine Felin.
So eine kleine Felin. Die Leute, die das
jetzt nur hören, sehen nicht, dass wir
so mit zwei Fingern das
viele Hamburger viele Hamburger waren
noch nie aus der Stadt raus. Da musst du
aufpassen, was du den erzählst.
Na, aber also ich muss mal sagen, die
Menschen in Hamburg sind schon größer
als in Süddeutschland. Ist mir
aufgefallen, ist hierhergezogen. Gibt's
dazu Daten? Ich weiß es nicht, aber ich
find's, wenn man hier in den
Einkaufsstraßen rumläuft, schon spürbar.
Das ist Wir sind sehr,
aber jetzt driften wir ab.
Nein, wir das ist eine Stadt der großen
Menschen. Das stimmt. Ja,
ist doch so oder
hat man ja an Olaf Scholz z.B. gesehen.
Die Ausnahme
Giovanni de Lorenzo, Helmut Schmidt,
alles Riesen. Na gut. ähm
für mich immer noch groß, ehrlich
gesagt. Auf jeden Fall ähm ja, meine Oma
war Oma war eine sehr weiche Person und
ich musste sofort auch an sie denken,
weil ich ein paar Wochen vorher auch
noch so gelesen habe, was gibt's Neues
zur Lunge und dann gesehen habe, oh,
jetzt ist rausgekommen, tolle neue
Erkenntnis, alle 5 Minuten seufzt die
einmal tief.
Dann dachte ich halt auch so, na ja,
okay. Also beim Damen war ich so
bisschen coolere Meldungen gewohnt,
ehrlich gesagt. Und da musste ich dann
aber habe ich geschaltet und habe
gemerkt, ja, Moment, meine Uroma hatte
auch diesesch Gott, ach Gott, ach Gott,
was immer immer so weiter erzählt wurde
von ihr. Und das war aber quasi so ein
Weg, wie ich plötzlich auch dieses sehr
weiche passive Organ, was ja immer nur
mitgeht, wenn die Muskeln diese
Atembewegung antreiben, macht einfach
immer nur mit. Äh plötzlich konnte ich
das Organ anderen wertschätzenderen
Licht sehen, weil ich hatte auch so ein
bisschen die Regel, ich kann nicht
drüber schreiben, wenn ich es noch nicht
genug respektiere oder wertschätze, weil
also was soll das? Quatsch, das wäre ja
gezwungen. So, ich will drüber
schreiben, wenn da so dieses ah ja so
bist du, so tickst du und mir aufkommt.
Und das da hat mir meine Oma tatsächlich
irgendwie geholfen, weil sie war zwar
weich und passiv, aber sie wollte Dinge.
Sie ist dann zu Yoga treffen gegangen,
hat sich in Sterngunde eingelesen, fand
vegetarisch sein lustig und sowas und
hat die alle so auf ihre ganz eigene
weiche Art auch gekriegt und ganz viel
auch uns Familienmitgliedern so
mitgegeben, was bis heute existiert.
ihre ihre endlose Neugier, ihre milde
auch manchmal so ihre klugen Sprüche.
Sie hat z.B. so gesagt, wer wer Durst
hat, trinkt, wem es schwer ist atmet.
Und das war so einer von diesen Dingen,
die die heute noch gibt. Und ich hatte
dann auch mal irgendwann so ein Tagebuch
Ausschnitt gelesen von ihr, da hat sie
so geschrieben, sie hatte Phasen, da war
sie so ein bisschen trauriger und dann
Phasen da war sie wieder fit und gut
drauf. Und in so einer traurigen Phase
hat sie mir geschrieben, es fühlt sich
an als ob ich unten auf dem Grund im
Wasser liege und alles ist so schwer.
Aber ich erinnere mich wieder, ichme ja
Luft und die ist ganz leicht.
Und das war so ein Moment, wo ich, also
da war ich bisschen gerührt auch und
dachte so, ja, sie ist eigentlich
irgendwie die Lunge. Sie ist nicht
dieser Businessman, der auf die harte
Art alles mit Ellenbogen rausbekommt,
aber sie bekam ihre Dinge und sie war
ein wertvolles Fundament für alle nach
ihr. Und das ist die Lunge auch, die den
Stoffwechsel beeinflusst, die das Herz
beeinflusst, die Verdauung massiert,
indem sie da hoch und runter atmet und
die Bewegung mitmacht. Und ähm ja,
plötzlich hat sowas geswitcht. Ich habe
die Lunge aus dem Winkel gesehen und
dann konnte ich auch die ganze
Forschung, die ich dazu irgendwo
gesammelt hatte, so anordnen, dass es
wie so ineinander gefallen ist und dann
konnte ich schreiben.
Das ist das Schöne an deinem Buch, dass
man anfängt, diese ganzen Organe, die
einem ja fremd ist natürlich das völlig
falsche Wort, aber man fängt die an die
als Komplizen zu begreifen und irgendwie
so richtig lieb zu gewinnen. Es geht
auch äh gerade für die Lunge übrigens,
während Sie hier sitzen, während wir
aber atmen wir ungefähr jetzt bin ich
schlecht 2000 mal ungefähr in diesen
einerinhalb Stunden, das ist eine Menge.
Es gibt eine, das war mir nicht bewusst,
du kannst das wunderbar machen. Es gibt
eine E-Mail abnö.
Ja, genau.
Was macht das, was macht das Aufrufen an
E-Mail mit unserer Lunge? Das ist ein
Phänomen, dass manche Leute, wenn eine
E-Mail so reinkommt, die diesen Ton
hören und die den dann öffnen, einfach
die Luft anhalten, ohne es zu merken. Nt
man dann E-Mail ab. Nö, ist natürlich
dann ist natürlich dann wirklich von
Vorteil, man kriegt nicht so viele
E-Mails, aber falls doch, kann das
teilweise auch mal ganz unangenehme
Auswirkungen haben
und das ist das passiert instinktiv,
wenn man denkt, was kommt da jetzt?
Ja, quasi ist ja vielleicht auch ein
bisschen verständlich, dass so
unterbewusstere Bereiche denken, oh, was
spannendes kommt in der Wildnis. würde
jetzt den Atem anhalten, nur für die
E-Mail ist es halt doch unnötig.
Ja,
dann schreibst du aber auch, und das
fand ich stark, ähm aufs Handy starren
ist ja so ähnlich auf warten auf die
E-Mail ist aus Lungensicht ähnlich wie
Meditation, hat eine ähnliche Wirkung
oder habe ich das falsch gelesen?
Doch, das gibt da auch Studien aus den
70ern noch zum Fernsehen, die sowas
ähnliches zeigen, weil einfach wenn das
Bewusstsein mal bisschen abgelenkt ist
und diese ganzen Flimmerinationen
verarbeiten muss, mischt sich es nicht
mehr so arg beim Atmen z.B. ein, wenn es
nicht gerade ein spannenden Krimmi, wo
es dann anfängt zu hächeln oder so, aber
es ist quasi bisschen abgelenkt wie so
eine Katze mit ihrem Wollkneul und wenn
das Atmen vom Unterbewusstsein primär
gesteuert wird, ist es oft sehr viel
effizienter, sanfter, nicht so
übertrieben und unnötig tief oder
unnötig flach. Ähm und äh das da kann es
tatsächlich mal diese entspannende
angenehme Wirkung, die so Bildschirme
auf uns haben, mitklären als einfaktor.
Übrigens auch noch eine Sache, die ich
über die Oma und Uroma und Lunge besser
verstanden habe, war so ein Spruch, den
meine Oma immer zu mir gesagt hat, den
sie von ihrer Mutter, also meine Uroma
hatte und es war immer so dieses
deutsche Deutsche Mausi. Also er hat
immer so gesagt, wenn ich haagt Deutsch
Deutsche Italienisch für weich weich,
komm entspann dich mal so ein bisschen.
Und ich habe das immer so verstanden als
komm jetzt entspann dich mal, ne? So
wenn man so bisschen zu ehrgeizig, zu
angespannt irgendwie mit dem Kopf durch
die Wand und ich habe dann erst, als ich
über die Lunge gelesen habe, verstanden,
was es eigentlich auch noch bedeutet.
Das bedeutet nämlich nur so, nur durch
Weichheit reicht die Kraft. Also, sie
hat mir nicht gesagt, entspann dich mal,
du Angespannte, sondern sie hat gesagt,
Mausi, nur wenn du auch mal weich wirst,
reicht deine Kraft für dieses
anstrengende harte Leben. Und das habe
ich, also das kam mir dann bei der
Lunge, weil nur dadurch, dass die Lunge
so weich und flexibel ist, können wir
20.000 mal am Tag oder jetzt in diesen
anderthalb Stunden 1500, 2000 mal atmen,
weil wenn die Phasern zu fest wären,
wäre das so viel Muskelarbeit, diese
Bewegung 20.000 1 mal am Tag, das wäre
zu anstrengend. Das ken würde uns zu
viel Kraft kosten. Das gibt's bei
manchen Lungenerkrankungen ja leider
auch, aber quasi die Weichheit ist das,
wodurch die Kraft reicht. Und das nehme
ich mir manchmal bei anstrengenden Tagen
zum Vorbild. Wenn ich viele Termine
jetzt gerade ist so eine Phase
hintereinander habe, dann mache ich
nicht dieses jetzt noch den Nacken hoch
und die Zähne zusammenbeißen und durch,
sondern dann denke ich, um das zu
schaffen, brauche ich immer
zwischendurch einfach wieder die
Weichheit und dann geht's besser.
Wir kommen nachher noch zu dem Thema
Entspannung und Spannung auch ein eines
meine Lieblingskapitel, wenn es um Sport
geht und die Frage, ob man überhaupt
Sport machen sollte. Sein Sie gespannt.
Ähm, eine andere Frage wäre jetzt, wenn
wir beide, was wir nicht tun, diesen
Raum verlassen würden und würden wir da
reinkommen, dann würden wir
wahrscheinlich ähm die Raumluft anders
wahrnehmen.
Das schreibst du auch und da fand ich
hoch interessant, dass in 66 bis 78%
aller Klassenzimmer
die zulässigen Grenzwerte für unter
anderem Kohlendioxid und andere Dinge
erhöht sind. Und mit anderen Worten, das
macht müde und die deshalb kann man
sagen, deshalb sind die Leistungen in
deutschen Klassenzimmern so wie sie
sind.
Na ja, also es ist zumindest ein Faktor,
der berücksichtigt werden könnte, weil
während wir viel über PISA und alles
mögliche immer diskutieren und wer ist
jetzt woran schuld, wird der Körper in
so Diskussion halt total oft vergessen,
einfach ausgeklammert und dass wir da
jetzt schon viele und auch tatsächlich
große europaweite Studien haben, bei
denen man sieht, der CO2 Wert ist so
hoch, dass sich dann z.B. einfach
Gehirngefäße zusammenziehen, man wird
müde, man wird unkonzentriert, das wäre
ja eigentlich nicht wünschenswert in so
einem Klassenzimmer, aber äh das ist
immer so ein Randthema irgendwie, was
dann auch nicht so ganz für voll
genommen wird, obwohl es eigentlich eine
sehr körperliche Realität hat. So. Ja,
und da hast du uns, glaub, da hast du
uns vor allen uns Männern gefallen getan
mit deinem Buch. Zumindest habe ich das
meiner Frau vorgelesen, die darauf
besteht, egal zu welcher Jahreszeit mit
geschlossenen Fenstern zu schlafen. Und
ich habe geschrieben, Julia Anders
schreibt hier gerade: "Schlaf mit
geöffneten geschlossenen Fenster ist 8%
schlechter als Schlaf mit geöffnetem
Fenster."
Das da gab's auch Daten dazu. Es geht
quasi um die, wenn einem Raum sich
einfach verbrauchte Luft ansammelt, so
wie in den Klassenzimmern, dann wirkt
sich das auf unseren Körper aus und man
sieht eben in in solchen Bedingungen
schlafen wir halt auch schlechter. Ja,
und jetzt kann man es auf
unterschiedliche Arten lösen, wenn es
einfach auch viel zu kalt ist und das
Fenster aufzumachen, reicht irgendwas,
was die Luft einfach ein bisschen
zirkuliert, vielleicht eine offene Tür
zum Rest der Wohnung, aber wenn man es
halt sogar nachmessen kann, dann finde
ich es immer. Zumindest kann man mal
ausprobieren, ob man sich irgendwie
fitter fühlt. Ein Experiment wäre es
wert.
Ich glaube auch. Ich w ich werde meiner
Frau den Podcast an dieser Stelle noch
mal vorspielen. Ähm du hast über deine
Urgroßmutter gesprochen. Deine
Großmutter hat etwas gemacht, was sie
nicht glauben konnte. Die hat ein Stück
Käsekuchen in eine Vitrine gestellt und
da und da wie viel Jahre lang im
Wohnzimmer ausgestellt?
Über 20 Jahre. Es hielt sich auch
wirklich so lange. Es war ein Freund aus
Amerika, der wirklich so ein
fantastischen Philadelphia Cream
Cheesecake gemacht hat und alle fanden
den so klasse und sie fand es so lustig,
dass sie das in so einer jetzt
konservieren lassen und in der Vitrine
ausgestellt und meine Schwester hat es
ein paar Jahre später, als sie hungrig
war und noch ein kleines Mädchen
angebissen und dieser Biss war dann auch
20 Jahre lang immer noch sichtbar
danach.
Und wie hat dann noch geschmeckt? Das
ist ja
nicht gut. Sie hat gesagt so ranzig
irgendwie. Ja,
aber das stand dann tatsächlich, also im
Wohnzimmer Fernseher, Bücher und dann
steht ein Stück Käsekuch.
Genau so war meine Oma.
Da wurde gewertschätzt, was
gewertschätzt werden konnte.
Ich glaube, da gibt's viele, die ne ich
weiß noch bei der bei der Urgroßmutter
meiner Kinder, wenn dann also so breit
Schimmel auf der Marmelade war, da hat
sie den einfach abgekratzt und hat
gesagt, ist doch noch gut.
Ja, das sind die Ja, aber das waren eben
auch die Menschen, die den Krieg erlebt
haben, die Hunger erlebt haben. Und so
war meine Oma auch. Also was die noch
alles gegessen hatte, das war war
eindrucksvoll, aber sie hat's sie hat
bis 99 Jahre gelebt man staunt dann die
ist auch die Obosmutter ist auch 93
geworden. Man staunt die Großmutter ist
sozusagen die Patin für das Immunsystem
für die Haut für das Immunsystem ist es
ihr bester Freund Bill.
Stimmt so rum da von dem kam auch das
Käse von dem kam auch der Käsekuchen.
Bin ich mit den
sie sie hat den Käsekuchen konserviert,
aber der stand bei Bill im Haus. Genau.
Das Immunsystem ist das eigentlich im
weitesten Sinne ein ist das ein Organ?
Na, so so eng ist es nicht. Ist ja eher
organisch.
[Gelächter]
Ja.
Und ich habe gelernt ähm es gibt einen
Zusammenhang, das war mir nicht klar,
zwischen dem Immunsystem
und Depression.
Ja, es ist zumindest da eine der
Theorien, die wir gerade mehr und mehr
forschen, dass man sehen, es es gibt
eine Untergruppe, also nicht alle
Menschen mit Depression, sondern eine
Untergruppe, bei denen auch
Entzündungswerte immer erhöht sind im
Blut und bei denen dann in einzelnen
Studien sich immer mal wieder zeigt,
dass äh Medikamente, die Entzündung eben
äh abmildern, antientzündliche
Medikamente, dass die dann auch die
Stimmung bessern können bei einem Teil
dieser Menschen. Das heißt, da ist ein
Verbindung und ich finde sowas dann
immer gut, wenn ich es mir auch
irgendwie selber nachfühlen oder
erklären kann. Und ich denke, jeder
kennt es bei so einer richtig starken
Grippe, wenn man wie so Bleiern im Bett
liegt und irgendwie gar nicht mehr hoch
und in die Pushen kommt. Und das kommt
ja auch vom Immunsystem. Das kommt
dadurch, dass das Immunsystem Stoffe
ausschüttet und sagt, nee, bleib mal
liegen. Wir brauchen jetzt alle
Kalorien, um hier neue Immunzellen
herzustellen und nicht um lustig
rumzuwandern. Das ist ein Zweck, die
diese Beeinflussung verfolgt. Und was
ist, wenn sowas mal irgendwie aus dem
Fugengerät äh nicht mehr richtig
reguliert wird und sowas z.B. auch dann
solche Gefühle und Stimmungen bei
Depressionen mit verursacht.
Kommt daher auch im im was immer lang
spielt ja auch der DM eine große Rolle.
Richtig kommt daher dieser Satz, den
meine Großmutter immer zu mir gesagt
hat: "Kinder, zieht euch warm an, Kälte
greift den DM an."
Das ist wirklich ein schöner Reim. Ich
weiß, er ist ja schon sehr, er ist schon
sehr zentral. Er wird in der Regel
wirklich die ganze Zeit gut durchblude,
wenn die Füße schon lang kalt sind beim
DM noch warm.
Also stimmte dieser Satz gar nicht.
Na, kommt drauf an, wie du es jetzt
übertreibst mit der Kälte. Irgendwann
kühlt natürlich alles runter, aber
aber das ist interessant nicht, dass
meine Oma da immer nur so ein wegen des
Reimes das erzählt. Das hatte gar keine
Bedeutung und ich gebe das ja auch an
meine Kinder weiter und sag: "Kinder,
zieht euch warm an."
Aber du sagst als die Damexpertin
Europas, du hast den Satz nie du hast
den Satz nie gehört.
Ich finde den Reim schön, sage ich
erstmal. Okay.
Und dann würde ich sagen, ja, warm sein
ist ja auch kein schlechter Tipp. Lass
doch einfach den Reim mit dem guten Tipp
existieren. Wir lassen den Reim mal
wirken. Du schreibst, das Immunsystem
stärken ist nicht die beste Idee.
Einsatz. Warum nicht? Und es kommt auch
immer noch aus so dieser ganzen Sprache
von erster Zweiter Weltkrieg, die auch
damals viel der Forschung zum
Immunsystem beeinflusst hat und da
geht's immer drum abzuwähren, Truppen zu
haben, auf was draufzuhauen, eine
Barriere zu verteidigen und das ist
schon auch richtig. So was macht das
Immunsystem auch, aber wenn wir uns
jetzt die andere Forschung angucken,
gerade so seit den 90ern, die Danger
Hypothese z.B., dann sehen wir, das ist
wirklich mit nichten alles, was das
Immunsystem macht. Das Immunsystem ist
neugierig. Es guckt vor allem, wie
geht's? Und zwar nicht nur den ganzen
Tag, sondern ein Leben lang und lernt
auch über den Lauf unseres Lebens dazu,
sodass wenn wir dann irgendwann in
höherem Alter sind, wir auch ein
gealtetes und gebildetes Immunsystem
haben, was dann sagt Fieber bei diesem
Nasenerreger, nein oder sowas. Ja, also
da da verändert sich auch viel in einem
in einem Leben und
deswegen ist dieses einfach nur auf
Stärken abzuzielen so ein bisschen
fehlgeleitet. Wir wollen eigentlich ein
ausgeglichenes Immunsystem, was auch
merkt, wenn es jetzt nicht mehr
entzündet sein muss, damit dann auch
wieder die Entzündung runter reguliert,
z.P. Und wie bei allem, wo wir einfach
nur mehr anhäufen, kann auch mit mehr
eher mal was schiefgehen. Also wer eine
Autokolonne mit 20 verschiedenen
Fahrzeugen hat, der hat auch erst hat
auch eher mal irgendwie Probleme und
muss dauernd zur Wartung. Und so ist es
beim Immunsystem, wenn wir zu viel
Immunzellen die ganze Zeit bilden, weil
wir dauernd hohe Kalorien zur Verfügung
haben, um das zu tun z.B. auch. dass
dann auch das Risiko steigt, Allergien
zu bekommen oder Autoimmunkrankheiten.
Da gibt's ja ganz viele, also was viele
nicht, aber so in dem in in dem in dem
Umfeld in gerade in Hamburg, die
schwören auf irgendwelche
Nahrungsergänzungsmittel und ich hatte
gerade neulich war ich bei einer
Freundin und dann äh saßen die Kinder
beim Frühstück und jedes Kind nahmen sie
zwischen 13 und 15 verschiedene
Tabletten. Also sind keine Tabletten,
sondern was irgendwie was mit Vitamin
und so.
Aber stimmt das oder ist das jetzt eine
Lar Heider Geschichte?
Moment mal, Moment mal.
13 oder? Was heiß den jetzt heißt ganz
kurz, was heißt denn in Lars Heider
Geschichte?
Das habe ich jetzt mal so genannt wegen
dem Dammreim.
Stimmt das? Stimmt das? Oder ist das
jetzt so ein Julia Enders Buch? Ähm,
nein, also dann tatsächlich ich sonst
würde ich nicht erzählen. Meine Frau
sagt, übertreib nicht, vielleicht waren
es elf, aber es waren.
Das ist das, was du meinst, ne, dass man
aufpassen muss, dass man nicht
vermeintlich Gutes für das Immunsystem
tut und es dann übertreibt.
Ja, ich bin schon auch so die letzte,
die wenn Leute sagen, ich merke das,
aber es tut mir gut, dann irgendjemand
was wegnimmt, weil wenn es anscheinend
wirklich sich gut anfühlt, dann mach.
Aber was ich halt nicht mag, ist diese
Haltung des Misstrauens. Also, wenn man
so das Gefühl hat, ein gesunder junger
Körper ist so blöd, dass der nicht fähig
ist, aus dem Essen die Sachen
rauszuholen, die er braucht, das mag ich
nicht, weil das stimmt einfach auch
nicht. Und es, was es schon gibt, ist so
die Empfehlung, wenn Kinder z.B. nur
Toastbrot und Chicken Nuggets essen,
dann tatsächlich sagen auch so die
Leitlinien, wenn da eine Mangelernährung
irgendwie möglich ist, dann können ist
es auch sinnvoll fürs Immunsystem von
Kindern so ein Multivitaminpräparat zu
nehmen. Manchmal gibt's ja so Phasen, wo
manche Kinder wirklich gar nichts essen.
Da könnte es also Sinn machen, aber
sonst eigentlich nicht.
Sonst nicht. Wenn man das Immunsystem so
ein bisschen unterstützen will, dann
sagst du, es gibt fünf Sachen. Kriegst
zusammen. Schlaf, Bewegung, Ernährung,
Stress, kluge Hygiene. Mm.
Kann man irgendwas gewichten? Ich weiß,
ich war mal, ich war mal bei einem
Führungskräfteinar
da war ein der Arzt von Jürgen Klopp
und der hat gesagt, dann dann hab hat
die ganzen Manager da gefragt, was macht
ihr? Und hab gesagt, ja, das und ich
mache ich lauf Marathon und dies und am
Ende des ganzen Seminars hat er gesagt,
wissen Sie was, können Sie alles
vergessen? Entscheidend ist, dass sie
genug schlafen.
Mhm.
Ähm hat der Schlaf tatsächlich eine
herausgehobene Stellung. Er kommt auch
oft auch in meinem Lieblingskapitel, wo
dann das Hirn diesen wo das eine Teil
des Hirns sich verabschiedet und an das
anderen Teil des Hirns übergibt. Kommen
wir gleich zu. Aber ist der Schlaf
tatsächlich für all das, was in dem
Körper passiert?
Hat er was herausgehobenes aus deiner
Sicht?
Ja, vor, also zumindest stimmt das nicht
so wie er oft gesehen wird, der ist nur
so diese Akkuaufladezeit, das schon
wieder auch so ein technisches Bild, was
einfach dann für so einen organischen
Körper nicht zutrifft. Da passieren
viele ganz andersartige
Gedankenprozesse, die man eigentlich
auch als aktives und sehr interessantes
Denken bezeichnen könnte, auch für
Problemlösung und Verarbeitung von
Gefühlen immens wichtig. Und bei den
Immunzellen z.B. ist es so, dass wir im
Tiefschlaf einfach ein ganzes Schar
Immunzellen, also den größten Teil der
Immunzellen stellen wir im im Tiefschlaf
her. Und äh da sieht man jetzt auch bei
Menschen z.B. mit so chronisch
entzündlichen Krankheiten, dass da oft
auch in also oder ist eine wirklich
relativ mittlerweile verfestigende
Vermutung, dass da auch eine
Zusammenhang besteht, wenn die nicht
genug Tiefschlaf haben oder der
Tiefschlag nicht gut genug ist. Ähm,
dann werden bestimmte Reifestufen, also
die Ausreifung von Immunzellen z.B. hin
zu toleranteren, die können dann nicht
ganz stattfinden und dann bilden sich
mehr aggressivere Immunzellen z.B. was
dann wieder eine chronische entzündungs
entzündliche Krankheit antreibt. Also so
Zusammenhänge gibt's da z.B. TH17
Zellen, wer da jetzt wer da nachlesen
will, so ein Stichwort. Ähm und das ist
ein Faktor, wo man sagen kann, ja klar,
also wenn da alle diese Zellen gebildet
werden und man hat nicht genug davon,
ist es wahrscheinlich nicht so gut. Und
man sieht auch bei Menschen, die ganz
kurz einfach ein paar Tage gar nicht
schlafen, da wird das Immunsystem
runtergeregelt. Also ist dann total
tolerant, könnte man sagen, oder schwach
würden andere sagen. Das ist z.B. nach
einer Organtransplantation manchmal
gewünscht und sinnvoll. Ähm, aber wenn
es dann zu lange weitergeht, der
schlechte Schlaf, dann gleicht das
wieder aus und wird so überaggressiv.
Und das würde dann das Risiko eben für
entzündliche Krankheiten erhöhen. Und
das ist z.B. eine Sache, die man jetzt
so auf die auch immer mehr jetzt
Forschung äh gelenkt wird oder wo mehr
Forschung zu stattfindet. Und das
Interessante dazu finde ich noch, warum
werden denn diese ganzen Zellen im
Schlaf hergestellt? Und das Schöne daran
ist, dass es die Antwort ist, weil wir
da viel weniger Fehler machen. Der
Körper kann nämlich total in Ruhe seine
ganzen Zellprozesse stattfinden lassen
und muss dann nicht währenddessen
schnell Insulin ausschütten, weil wir
was gegessen haben oder zur Straßenbahn
rennen und dann kommt Adrenalin noch
dazu, sondern so richtig in Ruhe und
dann stellt er auch dann mehr Sachen
her, weil er einfach eine nicht so viel
Kalorien für andere, dann kann er quasi
alles bündeln in einen Zeitslot, wo er
in Ruhe gelassen wird, sein Ding macht
und das dann ordentlicher macht, als
wenn wir wach sind. Und deswegen werden
z.B. bevorzugt die Immunzellen
hergestellt.
Komm, wir springen das kommt im Buch ein
bisschen später. Wir sprechen gleich mal
über den Schlaf, das viel mit dem Gehirn
zu tun hat. Erstmal kurzer Test, dass
wir wissen, wie es mit ihrem
Schlafverhalten ist. Das ist nicht
schlimm. Wer schläft weniger als 6
Stunden die Nacht?
Ehrlich, ne? Ja. Oha.
6 bis 7
machst du auch mit, Julia, meldest du
dich auch gleich? Ja. War nicht, ich war
noch lange nicht. 6 bis 7
bis 8
8 bis 9
bis 10
bin ich der einzige der neun der
Bist du wirklich der einzige noch mal
bis
kann noch jemand aus sich melden
vielleicht
nein nein nein ne wollen die Hamburg der
Hamburger ja 9 bis 10 ist wahrscheinlich
ist wahrscheinlich zu lang beschreibst
das und ich liebe dieses Kapitel es
findet im Gehirn
wenn wir schlafen, ein Machtwechsel
statt,
eine Machtübergabe.
Eine Machtübergabe. Erklär mal, was da
wer übergibt da an wen? So gefühlt habe
ich Gefühlt, die Jungen übergeben an die
Alten.
Ja, tatsächlich. Okay,
also in unserem Gehirn gibt's ja
verschiedene Bereiche, die sich auch
später in der Geschichte so ausgeformt
haben, wie sie jetzt aussehen. Ähm und
dieser jüngste Teil vorne, der bewusste
Teil ähm der halt tagsüber alles regelt
und die Verantwortung trägt, der wird
beim Schlafen so eingeltt. Und zwar sind
es weiter unten ältere liegende
Hirnbereiche, die können quasi die
Nervenpfasern, die hochziehen und die da
oben dem Bewusstsein überhaupt die
Informationen bringen, können die
berieseln mit Substanzen, die die dann
einfach unempfindlicher werden lassen,
so dass immer weniger oben ankommt und
quasi diese ganz vielen Bilder an
Informationen, aus denen so dieser Film
des Bewusstseits entstehen, verlangsamen
dadurch Stück für Stück und dann auf
einmal reißt es ab und wir schlafen.
Warum gibt es dann Menschen zumindest
behauptet, dass meine Frau, die noch bei
der Formulierung gute Nacht einschlafen,
weil das besonders effektiv läuft bei
ihr in dem Moment. Da wird richtig
ordentlich geht leider nicht sie, es
betrifft nicht sie. Es ist der Po.
Also sie kann so richtig schnell
einschlafen.
Also ich, also ich kann sehr schnell
einschlafen.
Ach so, du kannst richtig,
aber weil dann das, weil die die älteren
Herrenschichten das dann schneller
einlullen oder weil das
oder ist da oben zu wenig was eingel
muss? Das kann natürlich auch sein.
Nein,
nee, das glaube ich nicht. Aber ich
glaube, die diese Berieselung
funktioniert dann kräftig gut und die
wird z.B. bei Schlafmitteln nachgeahmt.
Dann nehmen wir den Stoff ein, der quasi
fürs Berieseln zuständig ist und dann
macht's einmal flop.
Du das du schreibst das B du noch mal
erklären etwas durchaus kritisch die
Wirkung von Schlafmitteln, ne? Weil du
sagst, sie führen nicht zu einem tiefen
Schlaf, sie führen zu einer Berieselung.
In Messungen sehen wir eben eher, dass
man dadurch so dieses Belämerte hat und
dann trotzdem noch während der Nacht
eigentlich aufwacht oder nicht tft genug
schläft, aber sich einfach nur nicht so
dran erinnert. Und dann haben wir auch
manchmal das Problem bei älteren Leuten,
wenn die dann doch mal raus müssen auf
Toilette, sind dann noch so belämert,
dann stürzen sie eher. Also eigentlich
sind das nicht so schöne Medikamente und
das wissen ja auch viele, wenn es für
einen gut funktioniert, wie gesagt,
nehme ich niemanden was weg, aber von
der deutschen Gesellschaft für
Schlafmedizin wird eher empfohlen, das
auf dem anderen Weg anzugehen, wenn wir
nicht gut schlafen.
Übrigens interessanter Punkt. Ähm, also
wenn wenn ältere Menschen feststellen,
wenn sie nachts rausgehen und sie
stürzen dann mal leichter, könnte es
auch daran sein, dass sie Schlafmittel
genommen haben.
Na ja. Ja. Ja, das ist eine klare
Nebenwirkung. Ja.
Okay. Okay. Und dann ist das Wichtige,
dass man nicht irgendwie diese Jungen,
dieses aktive Gehirnzentrum in der Nacht
mit irgendwas reizt, ne? Also, wenn dann
einer dich anklopft und sagt, wie viel
ist 7 x 7? Dann ist das sofort wieder
da.
Ja, dann weißt du es, das ist immer
meine Aufgabe und zack ist es wieder am
Start. oder eben auch auf die Uhr gucken
und die Uhrzeit lesen oder sich jetzt
Gedanken machen, wie der Tag morgen
wird. Das machen ja die anderen
Gehirnbereichen nicht. Wenn es also
quasi das Gefühl bekommt, ah, dafür
sollte ich jetzt hier sein und parat
sein, dann springt's eben an. Und das
dann wieder schlafen zu legen ist
manchmal wie bei Kindern, die sagen, was
jetzt bin ich hier, hallo, so ungefähr.
Ja,
und das geht bei einigen aber schneller
und tatsächlich und bei anderen
langsamer dieses Abschalten. Oder liegt
es daran, dass das Abschalten länger
geht, weil die
bei denen es länger dauert sich dann
vielleicht noch Gedanken machen und noch
irgendein Thema wälzen? und dann eben
immer wieder dieses Gehirn, was
eigentlich am Tag aktiv ist, nicht zur
Ruhe kommen lassen.
Ja, es gibt eben auch so ähm Verbindung,
Verschaltungsarten, bei denen dann
dieses Berieseln quasi kurz
ausgeschaltet wird. gesagt, ach so, ja,
das Großherrn muss jetzt jetzt wichtige
Gedanken machen. Na gut, wir hören mal
auf mit berieseln und gucken, was dabei
rauskommt, so ungefähr. Und das ist ja
auch ein Versprechen, was die hier im
Bereich auch einhalten müssen. Also die,
die uns da schlafen lassen, die müssen
ja auch klar sagen, wenn jetzt irgendwas
Blödes passiert, lass ich dich direkt
aufwachen, weil das ist ja sonst
gefährlich. Und wenn so ein Mechanismus
dann eben leider zweckfremdet wird, weil
das Gehirn sagt, oh, wichtige Gedanken
über das Essen in der Mensa morgen, dann
können die unteren Bereiche nicht sagen,
neö, das ist kein wichtiger Gedanke in
der Regel, weil die müssen dann schon
auch ihrem Kollege vertrauen da. So,
also so ein bisschen ist die Dynamik
würde ich.
Das finde ich so schön zu wissen, wenn
man denkt so ach weißt du was Großherrn?
Das war's für heute. Leg dich hin.
Lass es lass es gut sein.
Ist gar nicht deine Schicht. Gerade
ist gar nicht lass es gut sein. Und du
hast es dann so wunderbar beschrieben,
dann gucken die Augen plötzlich nach
innen.
A so ja, die bewegen sich passend zu
Prozessen im Inneren die Augäpfel. Das
ist nicht nur im Remmschlaf, den man ja
mit so Augenbewegung assoziiert, sondern
auch schon in früheren Schlaffphasen, so
dass z.B. Augen dann so ein Muster
haben, wie wenn wir durch irgendwie ein
Wald laufen, hin und her gucken oder auf
einem Schiff sind, was so wankt und was
so einen Punkt am Horizont anvisiert.
Also tatsächlich irgendwie als würden
wir jetzt auf eine Reise gehen an
anderen Orten. Das tun wir ja auch.
Wir haben eben gerade geguckt, wie lange
die meisten Leute schlafen. Ich glaube,
ich kann hier sagen, die meisten
schlafen zu wenig in diesem Saal,
vor allem in den frühen Stunden. Die
werden ja oft geklaut, weil der Wecker
klingelt, ne? Dann nehmen wir uns die
letzten zwei Stunden, die wir vielleicht
noch länger oder eine Stunde und das ist
der Remmschlaf. Und das ist eigentlich
interessant und auch tatsächlich
untererforscht, weil man mit dem
Remmschlaf einige Dinge in Verbindung
bringt, z.B. Schmerzempfindlichkeit,
ähm Hormongleichgewicht, aber vor allem
und das ist viel besser belegt, die
Arbeit Verarbeitung von Gefühlen oder
das ähm ja auf neue Lösungen kommen. Da
gibt's eine ganz schöne Studie, da hat
man Menschen skif fahren lassen und dann
in der Nacht immer in den verschiedenen
Remmphasen geweckt, weil die Rennphasen
kommen mehrmals in der Nacht und dann
eben vor allem im zweiten Teil der Nacht
immer länger. Und am Anfang träumen die
einfach davon Ski zu fahren. Dann weckt
man sie später z.B. noch mal auf. Dann
haben sie schon standen sie auf Schian,
aber sind durch eine weiße Halle gezogen
worden und beim dritten Mal waren sie
auf einem Fließband und alles um sie war
einfach nur weiß und wie so windstill
und das finde ich deswegen eine schöne
Studie, weil das zeigt, wie das Gehirn
in dieser Art ähm andere Informationen
zu benutzen auf Lösungen kommen kann,
weil es nimmt dann z.B. das mechanische
Wissen oder die Haptik von so einem
Fließband oder wie wäre die Bewegung
Bewegung ganz ohne Wind oder es fährt
die Kurven noch mal nach, aber eben in
einer ganz anderen unter auf anderen
Untergrundbedingung und verarbeitet
quasi Erfahrungen in unserem Leben aus
dem was ganz anderem Lagerhalle Wind mit
Wind ohne Wind Beugung und so weiter um
dann morgen diese Skisstrecke vielleicht
besser fahren zu können, weil es
irgendein Erkenntnis aus den anderen
Erlebnissen und Haptiken oder
Erfahrungen nutzen kann, um in Problem
anders anzugehen. Das finde ich dafür so
eine echt gelungene schöne Studie. Sag
mal, wenn man dann nachts hast
und dann Moment, weil wir hatten es ja
eigentlich davon und dann klauen wir uns
diesen Schlaf irgendwie doch auch
schade, oder? Das sage ich ja, es gibt
ja nichts schöneres als schlafen. Also
irgendwie
goldene Gedoll, also nichts ist schöner,
auch wenn es alle um ein herum dann
nervt. Ähm
und viele sagen, wie passt das zur
Arbeit eines Chefredakteurs, aber das
ist eine andere Geschichte.
Na ja, nein, weil du dann auf Lösung
kommst.
Dann komme ich auf Ich komme im Schlaf
auf Lösung. Das ist richtig.
Sag mal und dann hat man ja manchmal
dieses, man träumt so Skifahren oder man
rennt so und dann hat man das Gefühl,
man muss irgendwie eine Schlucht
überspringen und dann zuckt man so. Ist
das normal? Ich zuck manchmal so im
Schlaf und denk und denkst du, ich bin
hingefallen, bin ich zum Glück nicht,
weil ich liege ja schon.
Aber was ist das?
Vor allem beim Einschlafen gibt es ja
auch diese Muskelzuckung. ist es ist
dann, wenn die wenn die der Tonus also
wie wie angespannt, wie fest die Muskeln
sind, wenn das langsam nachlässt und die
weicher und entspannter werden und dann
träumen ganz viele Leute, dass sie
fallen in diesem Moment und das sind
aber auch andere Träume als später diese
Rem, Verarbeitungslösungsträume. Das
sind eher so kurze Momente, kurze
Gedanken, die dann nicht lange
weitergehen oder eine Handlung haben
oder so.
Also nichts schlimmes, Frau Doktor, wenn
das ist
nicht schlimmes Heider.
Sehr gut. Wollen wir zur Haut kommen?
auch ein wunderbares das größte Organ.
Richtig. Die Haut ist immer dieses
sagt man so, ne? Die größte Oberfläche
oder sowas.
Die Haut ist tot, habe ich gehört.
Die Haut ist tot. Ja, das ist wir sind
wir leben lebendigen Wesen sind
eingehüllt in eine Schicht aus toter
Zellen, weil das am meisten Sinn macht,
weil es das Lebendige schützt. Ich
muss gerade so an Schweigen der Lämmer
denken
dabei.
Oha, die Dame Scharmleser gucken auch
so.
Ja, die haben den guten
Ja, okay. Das ist aber eine interessante
auch in diesem Kapitel unglaublich
vieles, weil jemand so, wenn man so ein
bisschen hell hellhäutiger ist und so,
man sich ja z.B. immer um diese tote
Haut zu schützen, sich ganz viel
eincremt und dann war immer die leere
und dann gehst du eine Stunde in die
Sonne und dann cremst du noch mal nach
und dann gehst du wieder eine Stunde und
dann cremst du noch mal nach und dann
lese ich da, das bringt nichts, du musst
dich oder es falsch gelesen.
Nee, nee, nachcreme. Es bringt schon was
Nacht bringt doch was.
Ja. Ja, weil man es ja abschwitzt, weil
man es abrubbelt, sich bewegt.
Ich hatte jetzt so das so verstandet,
dass sozusagen es für jeden gibt es eine
Zeit, die man in der Sonne sein kann
ohne Sonnenbrand und die verlängert sich
um ein um den Lichtschutzfaktor
sozusagen.
Genau. Aber nicht noch mal, wenn man
sich noch mal ein man hält den dann nur
aufrecht, den Lichtschutzfaktor.
Genau. Also, wenn man jetzt sag wir mal,
kann mit dem Lichtschutzfaktor, was
nimmt man heute? 50.
Mm.
Nimmst du 50 oder was nimmst du?
Ja, fürs Gesicht nehme ich manchmal 50.
Ja.
Ja, aber wieso manchmal 50? Das klingt
so als ob es da noch einen Trick gibt,
den uns nicht den du uns erst in 11
Jahren verraten willst. Also ich mache
das wirklich eher, wenn ich länger in
die Sonne gehe und wenn ich halt nur so
meine paar Minuten schnell irgendwas
mache, dann nicht immer so religiös.
Aber meine meine Freundinnen aus dem
Studio machen das alle so religiös, dass
eine Freundin mal bevor wir zusammen in
Urlaub gefahren sind, sich schnell noch
im Drogeriemarkt Sonnencreme geholt hat,
weil sie nicht so geschämt werden wollte
dafür, dass sie sich nicht gut einkrt.
Ich weiß nicht, das ist ja jetzt auch so
ein Trendphänomen. Ich finde immer das
Schöne daran, wenn ich es verstehe, ich
habe da z.B. das erste Mal verstanden,
warum Sonnencreme überhaupt
funktioniert, nämlich weil Sonne ja
einfach eine Schwingung hat und eine
echt krasse Energie und mit dieser
Energie kann die eben auf unsere DNA
treffen in den Hautzellen und die
schwingt dann mit, wie wenn man so beim
Wasserglas den Rand streicht mit nassem
Finger, ne? Das fängt ja dann auch an zu
schwingen und genau, weil UV Strahlung
und die DNA eben so ein gleiches
Schwingungsmoment haben, schwingt die
DNA mit. Für kurz ist es auch okay, aber
zu viel davon und dann kann sie eben
kaputt gehen an Stellen und äh deswegen
wollen wir Sonnencreme haben, damit
nicht zu viel DNA kaputt geht, weil
bisschen was können wir super selbst
reparieren, alles wieder gut, zu viel
Schäden auf einmal, da kriegt der Körper
jetzt nicht immer in Griff und dann kann
es eben blöde Schäden geben. Und die
Sonnencremes gibt's ja in zwei Arten.
Die einen cremt man auf und das sind so
chemische organische quasi und da
schwingt das Molekül mit auch im UVlicht
und schwingt nimmt dadurch dem UVlicht
bisschen Energie weg, kann also nicht
mehr mit dieser Energie auf voll auf die
DNA treffen und die anderen und das
kennt man auch, wenn man sich eincremt
und die Haut schimmert dann so weißlich,
die sind eben wie kleine Spiegel, die
reflektieren einfach das Sonnenlicht.
Deswegen schimmern wir dann auch so
weißlich. Und das fand ich irgendwie
witzig, weil in dem ganzen Kapitel
geht's ja um zwischenmenschliche
Beziehungen. Wie gehen wir mit wie wie
halten wir unser inneres Schirm uns ab,
aber treten auch in Verbindung mit der
Welt? Sonne war da für mich so ein
Sinnbild von okay, es kommt Energie von
außen und dann ein bisschen was davon
ist auch gut und sehr gesund im übrigen,
wenn wir immer wieder Sonne abkriegen,
weil schreibst du, das ist nämlich das
große Problem, zu viel Sonne ist doof,
zu wenig Sonne ist aber auch doof
auch und das sehen wir in allen
möglichen Studien so Nordsüdgefälle
viele Krankheiten gibt's dann eben bei
Menschen, die nicht so viel Sonne
abkriegen, einfach mehr. Es ist also
eigentlich tatsächlich ganz gut, wenn
wir immer so an den Bereich rankommen,
den unsere Haut noch gut aushält von der
Sonne und das schön regelmäßig, das
schützt vor einigen Krankheiten. Genau.
Aber wenn es dann eben zu viel wird,
dann brauchen wir wieder so ein bisschen
Ruhe. Und das kennt man ja vom
Miteinander auch. Manchmal kommen Leute
und es ist dann irgendwie nett für die
ersten 5 Minuten und dann doch bisschen
zu viel auf Dauer. Und da habe ich mir
tatsächlich manchmal abgeguckt, was der
Sonnenschutz macht, weil wenn mir dann
jemand so zu schlimme, zu viele schlimme
Sachen erzählt, so und dann hat er noch
und dann dieses und dann ist irgendwann
merke ich so innerlich, oh, ist bisschen
viel gerade für mich von außen und dann
mache ich jetzt wieder Sonnenschutz und
entweder reflektiere ich dann und sag,
das ist ganz schön schlimm für dich,
oder? Oder ich spring mit und sag: "Oh,
ganz ganz schlimm." Und ich habe
gemerkt, das ist viel besser als dann
Ratschläge zu geben, mich ganz arg
reinzusteigern unds auch furchtbar zu
finden oder mich so über überwältigen zu
lassen davon. Und dann denke ich an den
Sonnenschutz und denke, ja, lustig, so
mache ich es jetzt auch.
Aber noch mal wichtig für alle zu
wissen, wenn man also wenn man das
einmal eincremt, dann kann man sozusagen
ausrechnen so ungefähr, wie lange man in
der Sonne bleiben sollte. Man kann diese
Zeit aber nicht verlängern durch
mehrfach eincremen. Die Zeit ist immer
dieselbe, richtig? Genau. Also, sagen
wir, man hat jetzt so eine recht helle
Haut. 15 bis 20 Minuten kann man in der
Sonne sein, oder dass die Haut so
rötlich und gereizt wird. Und wenn man
jetzt mit dem Faktor ähm 15 eincremt,
steigert das man das ums 15 fache und
Faktor 30 ums 30fach
und bei 50 dann kann man schon
ja, aber
kann man das für den Hamburg für den
ganzen Sommer reichen normalerweise
meistens kommen wir ja meistens kommen
wir nicht wirklich auf den Wert, weil
dafür bräuchte man glaube ich so ein
zwei Teelöffel pro Gesicht dann das
machen schon
aber du sagst auch du sagst auch ein
Teelöffel pro Gesicht ist die Empfehlung
aus dem Buch richtig
genau ja
habe ich mit habe ich mitgenommen. ähm
die
wer das schafft und dann tropft's nicht
vom Kind, top.
Aber meistens sind wir deswegen bisschen
unter eigentlich.
Es gibt jetzt auch so eine Stifte. Meine
Kinder haben so Stifte den sich so wie
so ein, also ich hoffe, das sind
Sonnenschutz und nicht Deo. Sehen aus
wie Deoroller und dann reiben die sich
so damit ein. Das geht auch. Mm.
Also auch 80% der Hautalterung, das muss
man auch wissen, kommt durch
Sonne.
Durch die Sonne. Das heißt, wenn man den
Schatten sucht oder Textilien oder
Mützen trägt oder Cappies oder so,
altert die Haut halt einfach langsamer.
Aber man lebt auch nicht so lange, weil
wenn man viel Sonne hat, lebt man
länger. Habe ich auch gelernt.
Nein. So alles, was in diesen in diesem
Zeitraum ist, den die eigene Haut gut
verträgt, das kann ja bei manchen sind
das über 50 Minuten, bei anderen eben
nur um die 20. Das kann die eigene Haut
gut machen. Und wer schon weiß, heute
wird's länger oder heute bin ich im
tropischen Urlaub, den ganzen Tag
draußen unterwegs, der kann ein bisschen
die Hautalterung aufhalten, indem man
sich nicht so dieser ganzen krassen
Energie aussetzt und damit sehr viel
günstiger und wirksamer Anti-Aging
betreiben als viele Kosmetiker.
Fast alle. Im, du hast es gerade gesagt,
es geht in dem Buch ja nicht immer nur
um das rein organische, sondern es geht
ja um die Frage, was können wir von
unserem Körper eigentlich lernen? Mm.
Und im Bereich in diesem Kapitel über
die Haut geht es halt auch um Berührung,
um zwischenmenschliche. Und was mich am
meisten interessiert jetzt, ist die
Frage ähm was können wir lernen von der
Haut für eines der Hauptthemen gerade
einer Stadt wie Hamburg, nämlich das
Thema Einsamkeit. 53% aller Haushalte in
Hamburg sind ein Personenhaushalte. Das
heißt nicht, dass diese Menschen einsam
sind, aber sie sind dann spätestens zu
Hause allein. Was können wir lernen von
der Haut äh wenn es um Einsamkeit geht?
Und was heißt es vielleicht auch, wie
man wenn man mit sich allein ist, man
trotzdem sich nicht einsam fühlen muss,
weil man sich anders fühlt? Das musst du
beschreiben. Im Buch schreibst du es
sehr, sehr schön, aber ich kann es
natürlich nicht so wiedergeben, sonst
hätte ich ja dieses Buch geschrieben.
Na, also ich fand es sehr faszinierend
über Berührung zu lesen und auch einige
Effekte der Berührung, die ja teilweise
nah an beruhigende Medikamente rankommt.
Also, da gab's eine schöne Studie, wo
ähm ein Mensch liegt in so einer Röhre
und neben ihm auf dem Stuhl sitzt sein
Partnermensch und die beiden halten
Hände und man kann dann genau sehen, wie
der nervösere Mensch, weil er in so
einer komischen Röhre steckt, plötzlich
einfach ruhiger atmet, ruhigeren
Herzschlag bekommt. Also all diese
Parameter, die man messen, die
Hautleidgeschwindigkeit wird wieder
entspannter sowas. Ähm und das ist ja
eigentlich ein super Effekt, wenn man
dafür nicht irgendwas spritzen muss, um
den Weg zu nüddeln, so. Ja. Und ähm das
ist äh auch äh beispielsweise ganz
prominent und viele kennen das schon bei
Studien zu frühgeborenen Babys, die viel
bessere Vitalparameter haben, also
entspannter Atmen, guten Stoffwechsel
bekommen, wenn sie Kontakt, Hautkontakt
mit ihren Eltern haben, z.B. ähm und
also einmal sieht man da diese Wirkung
von Berührung. Wir merken irgendwie, da
ist jemand anderes da, wir merken, ich
bin da. Das Schöne ist ja auch, der
ruhige Mensch wird nicht nervöser,
sondern tatsächlich der nervösere Mensch
wird beim Anfassen ruhiger. Nett, oder?
Dass es nur in die Richtung geht.
Und ähm ja, das ist also einmal zu der
Verbindung zu uns und anderen und wie
wohltuend das sein kann und dann gibt es
ja aber natürlich auch einfach
Selbstberührung. Also wir berühren uns
im Gesicht, ich knete oft mit den Händen
sowas und vor kurzem habe ich mich auch
mal mit äh Freundinnen drüber
unterhalten. Dann wir so gesagt, ja, wie
duscht ihr denn eigentlich? Und haben
dann gemerkt, ja, also da gibt's
wirklich eine große Palette, die einen,
die sich so nutztierartig mit
zugekniffenen Augen so kernseifig
abschrubben, schnell erledigt, so
ungefähr und das auch ja gar nicht mehr
merken, manchmal so dieses Rabiate, weil
es irgendwie gemacht werden muss oder
vielleicht das Wasser auch zu kalt, aber
man ignoriert und macht einfach weiter
oder sowas und dann habe ich vorhinen,
die haben da eine Sammlung an Duftölen
und Schwämmchen und das wird zelebriert
und ganz leicht eingekreiselnde
Bewegungen und also wo ich so dachte Der
Wahnsinn. Das sagt doch auch irgendwie
ganz interessant viel drüber aus, wie
wir unseren Körper so behandeln
und ich finde es interessant, weil das
ist natürlich echt mal interessantes
Thema, man fragt, wie duscht du? Duscht
du z.B. Nein, aber du hast diese Regen,
machst du die Regen, du hast diese
Regendusche. Manche haben diese
Regendusche und dann nimmst du die
oder machst du erst mit dem, was man,
wie heißt das Ding, was man abnimmt?
Der Kopf. Der Duschkopf.
Der Duschkopf. Machst du erstmal den an
und dann gibt's so verschiedene so ganz
harten Strahl, ganz weichen Strahl. ein
nicht spürst, wechselst du dann wieder
auf die Regendusche. Das ist so so ein
Thema tatsächlich. Es mir schon wie
duscht du?
Ja, genauso. Hör schon, dass da eine
Regendusche im Spiel hab nicht alle das
ist wirklich eine Regendusche und ich
wollte die erst nicht und aber ich
kriege es immer nicht Christus es auf
mache ich an und denk ist das Wasser
erstmal kalt und denke ich okay mache
jetzt an und dann muss es ja über diesen
über dieses Ding in der Hand gehen und
wenn dann die Regendusche ist und dann
kriegst du dieses kalte Wasser ab, dann
ist das ganze Spaß schon wieder vorb
immer erstmal kalt ist
aber duschen ist äh aber interessant,
man hat ich habe noch nie mit dem guten
Freund, das werde ich mal machen an
diesem Wochenende mal mit meinem besten
Freund,
der erzählt nämlich immer die der ist
immer oft bei uns und behaupte, wenn ich
dann komme, er würde auch bei uns
duschen. Vielleicht kann man das mal
vielleicht können wir das mal machen.
Okay, ist das Thema ist das Thema auch
geklärt. Willst du einmal kurz
zwischendurch zur noch mal ein Stück
lesen, dass die Leute and haben oder
hast du hast du ein Wunsch? Ich ich habe
und zwar ja vielleicht wir kommen gleich
zu dem Bereich Leistung
und es gibt einen Bereich Leistung und
Titin, nicht Titanm
und vielleicht kannst du das so ein
bisschen zur Einleitung ähm
ja da guck
h sie mal zu ist auch lustig das auch
das ist ein kritischerer Text für
ja das Buch ich wollte sagen, das Buch
ist an sich auch lustig und wir werden
nachher noch mal mit Frau Dr. darüber
sprechen, ob sie sich auch vorstellen
könnte jenseits der ganzen Dinge, die
wir unserem Körper tragen, ein Buch zu
schreiben, was romanhafte Züge hat, weil
ich glaube, ich würde das jetzt super
gerne, weil du magst eine gute
Medizinerin sein, aber ich glaube, am
besten bist du als Schriftstellerin.
Und da würde, also ich persönlich würde
mich
darüber freuen,
kannst du dich ja später mit meinem
Oberarzt drüber und die Ich würde mich
darüber freuen und die Kollegen von
Ulstein, die mir für diesen Satz 500 €
gegeben haben, auch nein, Lies.
Gut, gut. Hier kommt der Text zur
Leistung. Wer mehr leistet, verdient ein
besseres Leben. Das ist die Prämisse der
Leistungsgesellschaft.
Sie sollte fairer sein als die
Standesgesellschaft vor ihr, in der sich
alles darum drehte, in welche Familie
ein Mensch hineingeboren wurde. Als
Belohnung für Leistung gibt es bei uns
Geld, soziale Anerkennung oder sogar
Macht. Das erhöht die Chancen auf ein
besseres Leben und liefert die
Motivation, sich anzustrengen.
Eine Bewegung macht schließlich nur
Sinn, wenn man von A nach B will. Wieso
sollte man irgendwohin, wenn A schon gut
genug ist? Die Leistungsgesellschaft
bietet permanent B, mehr Geld, mehr
Anerkennung, mehr Macht.
Doch was, wenn wir nur noch B
hinterherlaufen und währenddessen das
versprochene bessere Leben gar nicht
bekommen?
Und was, wenn Geld, Anerkennung oder
Macht eben doch nicht alles sind? Läßt
sich Leistung überhaupt fair beurteilen?
Das sind nur drei der Fragen, die wir
Menschen uns stellen. Nun, da wir das
Konzept schon ein paar Generationen lang
austesten.
Die Muskelforschung hatte lange ganz
ähnliche Probleme. Eigentlich war für
sie nämlich klar, was Muskeln schaffen,
kommt einzig und allein von der Leistung
der Proteinfüßchen im Inneren. Leisten
sie mehr, springen wir weiter oder heben
schwerere Gewichte. daran lässt sich
folglich auch bemessen, wie stark wir
sind. Für einige Bewegungen stimmt das
und ihre Leistung lässt sich genauso
berechnen. Für andere jedoch nicht.
Beine springen dann plötzlich weiter,
obwohl sie sich nicht entsprechend mehr
anstrengen. Die Leistung der
Proteinfüßchen
bleibt gleich.
Diese Ungereimtheit war lange ein Dorn
im Auge einer sonst wunderbar einfachen
Leistungsformel.
Im Jahr 2015 kam es zu einer neuen
Hypothese: Titin. Titin ist eine
Proteinfeder, spiralförmig gewunden wie
ein Telefonkabel.
Wird ein Muskel vom Nerv aktiviert,
zeigt Titin, was es kann. Auf einmal
wickelt es sich stramm ans Zellgerüst
und gleicht dadurch einer Sprungfeder.
Dehnen wir den so angespannten Muskel
kann die Feder Energie aufnehmen und
später wieder abgeben. Das verändert
unsere Muskeln enorm. Sie werden von
analogen Lastenhebern zu organischen
Steinschleudern.
Jetzt kann man noch ein bisschen
weitermachen. Man kann z.B. will sagen,
dass dadurch bestimmte Phänomene, die
wir früher nicht so verstanden haben,
wie z.B. bei den olympischen Sprintern,
die hüpfen immer so vor der Startlinie
und dann rennen die tatsächlich
schneller, als wenn die nicht hüpfen.
Das hat man dadurch das erste Mal
verstanden, weil die laden ihre
Tinfedern auf, die geben die Energie
dann ab beim Rennen und dadurch wird's
schneller. Aber auch z.B. Dinge wie Yoga
oder Pilates, wo man immer Bewegungen
hat oder viele Bewegungen, bei denen man
den Muskel anspannt und gleichzeitig
dehnt. übt und stellt diese
Titinenfedern quasi ein, so dass die
sich immer besser auf uns und unsere
Bewegung einstellen und holt dann sogar
bei durchrainierten Fußballern oder eben
zierlichen Frauenkörpern mit gar nicht
so viel Muskeln noch ein bisschen mehr
Kraft raus. Und ja, vielleicht hier auch
noch der Zusammenhang zur Welt, bei der
man dann nämlich sagen kann, die Welt
ist dynamisch. Das hat unser Körper bei
der Entwicklung von Titin verstanden.
Doch wie sehr haben wir es auch als
Gesellschaft verinnerlicht. Die moderne
Arbeitsforschung stößt immer öfter auf
Erkenntnisse, die an die Dynamik von
Titin erinnern, dass wir eben nicht nur
Lastenheber, sondern auch dynamische
Steinschleudern sein können. Das Fazit
solcher Studien lautet dann etwa:
Mitarbeiterin, die anderen hilft, statt
sich nur für den eigenen Erfolg zu
bemühen, steigert die Leistung eines
ganzen Teams meist um ein Vielfaches im
Vergleich zu einem einzelnen
leistungsstarken Überflieger.
oder eine gemeinsame Meditation am
Morgen senkt die Unfallhäufigkeit auf
Baustellen oder ein Mittagsschlaf und
eine e-Mailfreie Stunde führen zu einem
produktiveren Arbeitstag als eine Stunde
längeres Arbeiten.
Erkenntnisse wie diese sind nicht
nagelneu. Und dennoch würden die
wenigsten beim Personalbüro ein
Meditationskissen beantragen oder sich
mittags nach einer schlechten Nacht für
15 Minuten im Nebenraum schlafen legen.
Eine Gehaltserhöhung dafür in der
Kollegung zu verbreiten. So etwas klingt
fast schon unerhört.
Ich finde ja gerade, das ist eine der
schönsten Stellen. Ich finde ja wirklich
die Menschen, die für die dafür sorgen,
dass man sich in ihrer Gegenwart
besonders wohlfühlt. Ich finde, das sind
die, die tatsächlich auch mehr Gehalt
kriegen sollten und das ist eine
Eigenschaft, die aus meiner Sicht
komplett unterschätzt wird.
Ja, wie machst du das dann beim
Abendblatt?
Ich mach das genau, das ist meine
einzige Funktion beim Armblatt. Ich
sorge mir hat mal ein einer meiner
Vorsetzenden gesagt auf die Frage, warum
er mich denn jetzt an diesem Posten
gesagt hat, sagt es ist so nett mit
ihnen zusammenzuarbeiten.
Mm. Das ist natürlich nicht so schön,
weil du wirst natürlich lieber hören,
sie sind ein großer Intellektueller, sie
sind wie Giovanni De Lorenzo in groß.
Man kann ja beides man kann ja angenehm
und klug sein.
Genau, aber ich fand das ich fand es
eigentlich schönen schönen Satz. Ich
habe mich sehr gefreut übrigens, dass du
man kann in Hamburg wieder über
Fußballer sprechen in diesem äh Jahr.
Das war lange nicht möglich. Du wirst ja
eben gerade auch Fußballer erwähnt.
Das geht ja jetzt wieder, auch wenn der
HSV in der neuen Saison noch nicht ein
einziges Tor geschossen hat,
aber vielleicht, wenn sie einschießen,
dann hüpfen sie ja so rum wie diese
Sprinter und werden dann vielleicht
wieder schneller. Ja,
so Sport, da erzählst du eine wunderbare
Studie und die wird sie alle jetzt
jubeln lassen. Mich hat sie jubeln
lassen. Ich habe sie laut meiner Frau
vorgelesen. Es gibt eine Studie, zwei
Gruppen. Die eine Gruppe macht
irgendwelche Übungen dü
freiwillig melden würre,
ich weiß was
ist die Gruppe, die nur daran denkt,
diese Übungen zu machen
und siehe da, das Ergebnis ist dasselbe.
Nein, das stimmt nicht. sind besser. Die
sind besser auch noch als die anderen.
Ja.
Besser. Ja. Aber warum sollte dann
irgendjemand von den 500 Menschen, die
heute hier sind, noch mal Sport machen,
weil es Spaß macht? Aber es reicht.
Also, wenn die jetzt alle wir machen
machen Sie das jetzt ruhig mal. Denken
Sie einfach mal, Sie würden jetzt
richtig so richtig 50 Kniebeugen, 40
Liegestützen Muskeln brennen
und das ist das die sind dann das ist
besser. Also es ist besser es ist,
können wir das heute sagen, Frau Dr.
Anders? Es ist besser keinen Sport zu
machen. Also, es ist besser an Sport zu
denken als Sport zu machen.
Soll ich jetzt uns die Freude nehmen,
diese Studie zu erklären?
Du sollst einfach jetzt nur ja sagen,
so wie Ärzte in den Medien meistens,
gell? Nee, also es geht da auch
tatsächlich darum, dass es ja wirklich
schon Leistungssportler sind, bei denen
das gemacht wurde. Deren Muskeln sind
also schon ziemlich vortrainiert und die
holen dann oft nicht unbedingt mehr
raus, indem die die Muskeln noch mehr
aufpumpen, sondern indem die Nerven im
Gehirn, die ja auch an der Bewegung
beteiligt sind, trainieren auf diese
Bewegung ganz genau noch mal zu achten,
sich alles davon vorzustellen und dann
stärkeren Impuls an die Muskeln zu
schmeißen, weil der Wille, der Gedanke
dahinter größer ist. Und das ist doch
auch wieder eigentlich eine ganz schöne
Metapher fürs Leben. Ich habe auch oft
jetzt immer mal wieder gehört, so die
jungen Menschen, die wollen jetzt nach
Covidparty machen und wollen sich
flüchten in Fantasiewelten. Ich glaube
nicht. Ich glaube, die sind müde von
Sinnlosigkeit und manchmal bringt eine
stärkere Motivation oder der Wille
anzupacken, kommt von woan, noch mal
eine Stufe weiter hinten. Nicht einfach
nur dieser pure stumpfe Fleiß und eine
Stunde länger im Büro, sondern dieses
ja, warum? Was ist mein Motivation? Ähm,
wie wie sieht wie sieht der Schwung auf
der Arbeit aus? Was für Prozesse bin ich
da beteiligt? Also einem Schritt weiter
hinten.
Das heißt, dieser Satz Gedanken können
Berge versetzen. Stimmt.
Na ja, Gedanken können bei einer Studie
mit Basketballern, die am Ende besser
werden lassen als die, die Basketball
spielen. Zumindest das ist richtig.
Wow, das ist doch eine gute Nachricht,
aber auch das muss man auch wissen, auch
eine gute Nachricht. Ähm, man kann viel
trainieren, die Muskeln wachsen, aber
das wissen die meisten wahrscheinlich
schon. Die Muskeln wachsen in der Phase
in der Domin nicht trainiert, in der
Entspannungsphase. Deshalb sind diese,
das sagen ja dann die Trainer immer,
aber wir müssen die die Trainingsnü das
die Belastungssteuerung ist so wichtig,
aber es stimmt tatsächlich.
Ja, die ist vor allem finde ich so
wichtig zu wissen, all diese gelobten
Effekte, wir sagen Sport ist so toll,
weil da da und all die, also wirklich
fast all diese Effekte finden in der
Erholungsphase nach dem Sport statt. Das
heißt auch bei unserem Handeln, wenn wir
sagen, oh, der ist so toll, der macht so
viel, das relevante, das der der das
innere Wachsen, das sich noch überlegen,
was brauche ich beim nächsten Mal, um es
noch besser hinzukriegen, das drauf
einstellen, äh ganz fein die Titinfedern
z.B. nachzuziehen. Das findet in der
Erholungsphase statt und Leistungs im
Leistungssport ist es schon lange so,
dass oder also zumindest du wirst ja
wissen, du bist ja sportlich ganz gut
bewandert, da plant man das Training
nach den Regenerationszeiten,
wenn die schneller klappen, wenn die
Erholung noch effektiver wird, dann kann
ich mir mehr zumuten. Ja, interessantes
Experiment für die Arbeitswelt oder
nicht?
Ja, absolut. Und die Frage ist natürlich
auch, wie viel Sport muss man machen und
wie lange darf die Erholungsphase sein?
Also muss das immer gleich sein? Nein.
Nein, nein. Es kommt einfach drauf an,
also z.B. Leute, die mit vollem
Muskelkater immer gleich
weiterrainieren, die haben nach mehreren
Wochen weniger Kraft.
Das ist doch quasi die Parallele zum
Burnout Phänomen,
Burnout Syndrom, wenn du jetzt so sagen
willst. Aber quasi ähm das da sind viele
so so interessante, finde ich Parallelen
auch, wenn man guckt, was ist dann work
life Balance und was ist
Überentspannung? Das gibt's ja auch,
wenn wir unsere Muskelmer einfach nur
noch da liegen, dann bauen wir ja auch
Muskelmasse ab. Und sowas haben wir z.B.
auch bei Menschen, die unfreiwillig in
der Arbeitslosigkeit rutschen oder
Menschen, die in der Rente Sorge haben,
dass sie einfach eher nur abbauen und
nicht mehr eigentlich die Sachen machen
können, die sie gerne wollen, weil wir
ja auch ein bisschen Herausforderung
brauchen. Also, es gibt Argumente für
beide Seiten bei den Muskeln, aber ich
glaube, eine schöne Art dieses
Gleichgewicht in der Mitte zu verstehen,
da gilt dieser alte Satz, den ähm ähm
den viele Therapeuten, viele Ärzte
sagen, use it or lose it. Das gilt auch
tatsächlich für Muskeln. Du beschreibst
das schön. Also der Muskel, wenn er
nicht gebraucht wird, dann ist es so,
als ob einer den Keller mal durchräumt.
Die Sachen, die ich nicht brauch,
schmeiße ich weg.
Die Muskeln haben immer einen
aufgeräumten Keller, die sagen, brauch
ich nicht weg.
Ja,
und das ist dieses, was man tatsächlich
dann erlebt, wenn wenn Menschen älter
werden und sich nicht mehr bewegen oder
zu wenig bewegen oder zu wenig sitzen,
dann
ist das dieser Effekt
und auch das Fatale, wenn dann z.B.
wegen dem Knochenbruch lang im
Krankenhaus gelegt werden muss, wenn
dann manche Leute da schwer wieder
zurückkommen in ihre ursprüngliche Kraft
und Aktivität, weil einfach doch einiges
an Muskelmasse verloren gegangen ist.
Ja,
das ist dieses, ich habe ja zwei Jahre,
als noch Zivilings gab, im Krankenhaus
gearbeitet und habe da gelernt äh etwas,
was auf den ersten Blick völlig harmlos
klingt, bei älteren Leuten nicht selten
tödlich ist, nämlich der
Oberschenkelhalsbruch. Mm. Durch diesen
der dieser Effekt trägt dazu bei.
Interessant ist da auch wieder das
Titin, weil jetzt z.B. Studien gibt,
dass es sehr wirkungsvoll vor
Muskelabbau schützen kann und das z.B.
äh ein Modell wäre, was man öfter
ausprobieren könnte, wenn Menschen im
Krankenhaus liegen, nicht nur irgendwie
ein bisschen Bewegung oder Massage
manchmal, sondern wirklich Dehnung und
gleichzeitig den Muskel anspannen. Das
äh da finden dann so eine Markierung vom
Titin statt und die schützt auch vor
einem zu starken Muskelabb. Muss man
jetzt noch ein bisschen mehr erforschen,
bis sowas irgendwie eine gängige
Empfehlung ist, aber da gibt's schon
ganz interessante Ergebnisse zu.
Also das ist vielleicht die schön der
schönste Teil, ne? Also wir sorgen dafür
für gute Stimmung im Büro. machen zu
wenig machen nicht so viel Sport,
stellen es uns nur vor,
stellen uns nur vor und äh nutzen diese
Zeit, um dieses Buch zu lesen. Du hast
am Ende oder weiß g Ende am Ende ist,
hast du mal ausgeleint, das ist das
allerschönste. Man möchte ja eigentlich
immer ein Menschvoller Reichtum sein.
Also man möchte, jeder von uns möchte so
sein wie Klaus Michael Kühne.
Nein, aber
36 36 Milliarden Euro Vermögen gerade,
aber das ist ähm nix, ne? Was heiß nix?
Du hast gesagt, wenn man den
menschlichen Körper nachbauen würde,
wäre jeder von uns wie viel wert?
Es gibt da verschiedene Arten. Also
klar, wenn wir jetzt die Organe so wie
wir es jetzt haben, eine Dialysemaschine
z.B., Ja, oder man kann so die
rudimentärsten Funktionen vom Darm oder
eine Herzlungenmaschine, um Herz und
Lunge kurz zu ersetzen, da kommt man auf
unterschiedliche Summen, wie wenn man
jetzt wirklich mal versuchen würde aus
echten Zellen und entlangen biologischer
Strukturen so diese ganzen Feingfäße,
das Nervensystem, da wäre man schon bei
500 Millionen Euro und drüber und
insgesamt, wenn man das auch noch mit
dem Gehirn und alles verknüpfen will,
wenn wir so groben Berechnung, weil wir
können es ja noch nicht, wir können es
nur in etwa schätzen bei 10 Billionen
Das heißt, jeder von uns ist 10
Billionen Euro wert. Da sind die 22 €
Eintritt heute irgendwie.
Da können Sie noch ein Buch kaufen
nachher. Die Gelegenheit, es soll die
Gelegenheit da geben.
Na, ich finde das schön, weil also nur
um das mal so gefühlbar zu machen, das
ist der Wert der zehn größten
Unternehmen der Welt. Es ist der Wert
der Immobilien von New York City, aller
Immobilien oder auch der gesamten
Kunstwerke dieser Welt, die so käuflich
gelistet und zusammenrechenbar sind. Und
das ist doch irgendwie verrückt. Also
auf der einen Seite auch so zu
verstehen, das wertvollste, was ein
Mensch jemals besitzen kann, haben wir
schon längst. Und das andere aber auch,
was sagt es denn über unsere
Wertschätzung? Wir sehen ja oft diese
weltliche mit Geld und Wertbeiträgen
versehene Welt so als das wichtige Ding
und die ist ja auch sehr wichtig, aber
im Vergleich zu so einer Natur mit
diesen Dingen, die sie über
Hunderttausende und dann manchmal
Millionen von Jahren geformt erschaffen,
immer wieder verbessert hat, wie
verblasst manchmal diese weltliche Welt
im Gegensatz zu dem, was da schon alles
entstanden ist.
Das wäre eigentlich der Moment, wo man
den Raumlufttest machen könnte, diese
Veranstaltung, aber das machen wir
nicht, weil ähm du hast das Buch ja
nicht nur geschrieben, auch natürlich um
Organe, um das besser zu verstehen, um
den Körper besser zu verstehen, es ist
übrigens auch ein Buch, kann man sagen,
das war glaube ich auch dein Anspruch,
das kann so jemand wie ich lesen, das
kann aber auch der Oberarzt lesen, der
Sitz, also der Anspruch ist äh, dass
sich die, die sich damit auskennen,
nicht langweilen.
Und die anderen sowieso nicht richtig.
Ja, das das hoffe ich zumindest. Ist so
Johannes oder kann der Oberarzt lesen?
Ja.
Ja, gut. Ah ja, guck Johannes sagt, kann
der Oberarzt lesen.
Seid ihr verwandt oder verschwägert? Nur
einfach
nur einfach auch von Olstein eingeladen
heute Abend. Nein, sich glaube ich sogar
eine Karte gekauft. Ich hat ih ja sonst
auf die Liste, aber er war zu schnell.
10 Billionen. Ähm,
was können wir alles? Das ist das klingt
immer so, das klingt immer so an. Es
gibt auch richtige Passagen darüber. Wir
sind ja in einer Phase in was die
Gesellschaft anbelangt, was die Politik
anbelangt, ähm
wo man das Gefühl hat, oh, irgendwie
funktioniert gar nichts mehr. In was
können wir lernen von unserem Körper für
das, was in den nächsten Jahren auf uns
zukommt? In Sachen Klimawandel, in
Sachen Sicherheit, in Sachen sozialer
Sicherungssysteme, in Sachen Friedrich
März, was können wir lernen?
Na, also einmal finde ich ab und zu
haben sich unsere Diskussionen ganz
schön festgefahren. Es gibt jetzt immer
häufiger Lager A und Lager B und der
eine sagt halt das, der andere das, dann
hauen sie sich und das war's dann
wieder. Ich finde oder ich würde mal
anbieten, ich glaube so eine körperliche
Perspektive bei einigen diesen Themen
und nicht nur rhetorische abstrikte
Begriffe tut da manchmal ganz gut, weil
der Körper ist erfrischend konkret und
er hat z.B. Grenzen. Eine Lunge ist 600
g schwer. Wie viel Schmutz die aus der
Luft aufnehmen kann, erreicht einfach
irgendwann eine messbare Grenze, die wir
dann wahrnehmen können und sehen können
und
nachempfinden können, wo die liegt und
das mittlerweile sogar auch schon
ziemlich genau wissen seit 2021. Ähm und
das ist, glaube ich, manchmal was, was
ich auch beruhigend finde. Und noch der
Gedanke dazu, die Welt wird gerade auch
wahnsinnig komplex. Also früher hatten
wir eine Firma mit irgendwie mehreren
Etagen und dann hat man immer den über
sich gefragt und so war das geregelt und
heute hat man globale Unternehmen und
wenn da irgendjemand aufs Coleplay
Konzert geht und wird im falschen Moment
gefilmt, dann ändert sich die
Unternehmensstruktur über Nacht, weil
irgendwie doch alle verschaltet und so
weiter und so fort. Also es ist ja
einfach vieles plötzlich fühlt sich aus
der Hand genommen, unkontrollierbar,
komplex an. Und da finde ich beruhigend,
der Körper ist auch ein komplexes System
und mit so ein paar Grundprinzipien, die
Sinn machen und die sinnvoll sind und
manchmal vielleicht als Denkanstoß auch
übertragbar sind auf die Gesellschaft,
kriegt der Körper es ganz gut hin. Ich
finde das beruhigend, weil wir können
nicht mehr zurück in die einfache Welt,
auch wenn manche Menschen oder Parteien
das so an die Wand kleben, als ginge
das, das geht nicht mehr. Und aber es
ist beruhigend, dass wir wissen,
komplexe Systeme können es ganz gut
schaffen, wenn ein paar Dinge stimmig
sind.
Ich habe ich habe gerade neulich das war
ich ein interessanten Satz, ich weiß gar
nicht von wem. Ähm was ist das was ist
im Moment die beiden Kernversprechen.
Ähm das eine ist, dass Politiker, die
auch an der Regierungsand sagen, wir als
Menschen müssen uns ändern und die
anderen, die an die Regierung kommen,
sagen: "Nein, du als Mensch musst dich
nicht ändern. Wir verändern deine
Umgebung."
Und die Wahrheit ist natürlich ja, der
Mensch muss sich ändern, aber der Körper
zeigt auch, er kann er kann sich
anpassen, er kann sich verändern. Das
ist gar nicht so schlimm. Und es ist
eigentlich ein eigentlich ist die
Veränderung der normale Vorgang. Du hast
es gesagt, jedes Jahr je jede Nacht
werden 90% aller irgendwelche komischen
Stoffe rausgeblasen. Zellen erneuern
sich. Also die Erneuerung, vor der ja
viele Menschen Angst haben, die
Veränderung ist eigentlich das der
Normalzustand des Körpers. Also, wir
können uns ändern, aber die Frage ist
auch immer wohin. Und wenn man sich
jetzt mal so die Menschheitsgeschichte
anguckt, sind eigentlich immer die
Bedürfnisse von Menschen, die treibenden
Kräfte zu einer Veränderung. Also, wir
haben eine Lunge ausgebildet, weil im
die Fischwesen, die die Lebewesen damals
waren, da wurde das Wasser drumherum zu
Sauerstoffarm. Es war also einfach ein
Bedürfnis. Ich will Sauerstoff, ich will
atmen. Und dann bildet sich plötzlich
ein ganzes Organ und anhand von
Bedürfnissen haben wir uns vorwärts
entwickelt und das Bedürfnis zu essen
auch wenn mal Winter ist, äh hat Agrar
Prozesse angetrieben und Gewächshäuse
und jetzt die industrielle
Nahrungsmittelproduktion und unser
Bedürfnis menschliche Beziehungen zu
haben, führt zu solchen Entwicklung wie
Facebook und Instagram und Bestätigung
und Zugehörigkeit ist da auch mit
abgebildet. Also unsere Bedürfnisse sind
die treibenden Kräfte. Aber was mich
hier beunruhigt und warum ich nicht
einfach sagen würde, ach, folgen wir
doch der lustigen Politik und verändern
uns dann einfach je nachdem, was die
halt machen, ist, weil gerade das auch
mittlerweile instrumentalisiert wird und
die äh Unternehmen teilweise unsere
Bedürfnisse sehr viel besser verstehen
als wir, was wir bei Social Media
merken, die verstehen, wie unser
Belohnungssystem im Gehirn funktioniert,
wir nicht. Also folgen wir einfach nur
noch. Und in dem Moment, wenn nicht mehr
die treibende Kraft das ist, was ein
Mensch wirklich braucht, sondern was ihm
aufgeschwatzt oder gut verkauft wird,
was er zu brauchen oder wollen hat,
gerät ja dieser Prozess, dass wir uns
nach dem richten, was wir wirklich
brauchen, irgendwie aus den Fugen. Das
finde ich gruselig. Deswegen ja,
deswegen ist es tatsächlich so, dass
hier fünf Bedürfnisse abgebildet sind
anhand von Organen, die zu den
Bedürfnissen passen. Körperliche
Grundbedürfnisse, die Lunge, Sicherheit
des Immunsystem, Hautbeziehungen,
Muskeln, Kraft und Wirksamkeit und beim
Gehirn eben das übersinnliche Denken
sein, was wir auch von der Maslovischen
Pyramide kennen, weil ich dachte, hier
will ich auch die körperliche
Perspektive hören, die nicht so
verfälschbare, die sehr konkrete. Ja,
und sie werden, das können wir zum
Abschluss sagen, wenn sie das Buch
gelesen haben, genau das empfinden und
ein gutes Gefühl haben, viel besser als
wenn sie jetzt noch heute Abend joggen
gehen. Ähm,
aber auch joggen wäre okay.
Ist auch okay. Wir verabreden uns. Das
ist dann ja das Jahr 2036.
Ich will nicht sagen, wie alt ich dann
wäre, weil das ist eine unvorstellbar
hohe Zahl.
Aber du schläfst ja 10 Stunden. Du bist
frisch und wunderbar. Sicher. Du
wirst dann du bist dann ja noch nicht
mal 50. Es ist verrückt. Ich ähm ich
danke dir erstmal an dieser Stelle sehr
herzlich. Es kommt gleich noch Christian
Heimann und danke. Ich will nur die
Gelegenheit nutzen, bevor sie gleich
ganz viel klatschen, auf zwei
Veranstaltungen in dieser wunderbaren
Reihe in Schider treffen Heider
hinzuweisen. Nächste Woche am 11.
September in Blankenese ähnliche
Veranstaltung mit Luisa Neubauer und
Cornelia Funkel. Das ist ganz toll. Und
am 17. September, wenn Sie Lust haben,
Karten gibt's auf arenblatt.de de mit
Christian Rach, der ja nicht nur ein
wunderbarer Koch ist und
Restaurantester,
sondern auch in der Zwischenzeit ein
Politikpodcaster. Also, ob wir dann
daranreichen an das, was wir heute Abend
erlebt haben, das weiß ich nicht, liebe
Julia. Es hat mir große große Freude
gemacht. Sie können gleich noch Julia
Anders draußen erleben. Du schreibst in
deine Bücher alles rein, was ähm wenn
jemand jetzt Fragen hat, z.B. Muttermal
oder so, würdest du das auch dir kurz
angucken? Ich kann es dann abmalen auf
die schnelle vielleicht. Wir gucken mal,
was heute noch so gelingt oder?
Also, Dr. Julia Anders, vielen Dank.
Vielen Dank.
[Musik]
[Applaus]
More transcripts
Explore other videos transcribed with YouTLDR.

VOLTAIRE : Portrait souvenir [RTF, 1961] (avec André Maurois)
Rien ne veut rien dire · French

VICTOR HUGO : Portrait souvenir [RTF, 1961]
Rien ne veut rien dire · French

مبررات طرح سؤال ما الحاجة الى تدريس الفلسفة اليوم؟
الموسوعة الفلسفية · Arabic

١- وقفات مع جاك لاكان
طارق القرني · Arabic

الإنسان والتحولات المعاصرة الكبرى مع د. فوزية محمد مراد و د. محمد زكّاري.
حلقة الرياض الفلسفية - حرف · Arabic

Outer Space: The Next Economic Frontier | WSJ
WSJ Events · English

وثائقي | أكل اللحوم من منظور فلسفي أخلاقي | وثائقية دي دبليو
DW Documentary وثائقية دي دبليو · Arabic

بودكاست 1949 | الترجمة جسر الحضارات
وزارة الثقافة Ministry of Culture · Arabic

La fascinante historia del Juego de Tronos de la IA
Gustavo Entrala · Spanish

La historia de ANTHROPIC, los creadores de la IA que puede DESTRUIR el mundo (o salvarlo)
Gustavo Entrala · Spanish

OpenAI revela su verdadero plan tras alcanzar la AGI
AI Revolution en Español · Spanish

How To Predict Reversals Using our HFT Algo Scanner? || #nifty #banknifty #reliance #tcs #infy
Derivatives Indicators · English
Get the TLDR of any YouTube video
Transcribe, summarize, and repurpose videos in 125+ languages — free, no signup required.